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Kulturnachrichten

Freitag, 26. Juni 2015

Öffentliche Plaza der Hamburger Elbphilharmonie vorgestellt

Elbphilharmonie soll am 11. Januar 2017 eröffnet werden

Ein wichtiger Etappenschritt beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie ist geschafft. Die Stadt Hamburg, der Baukonzern Hochtief und die Architekten Herzog & de Meuron stellten am Freitag die öffentliche Plaza vor. "Dieses Gebäude wird nicht nur ein herausragendes Konzerthaus, sondern auch einer der spektakulärsten öffentlichen Plätze Hamburgs", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler. Die Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe befindet sich zwischen dem alten Kaispeicher und dem neuen Glasaufbau und bietet einen Rundumblick auf die Stadt und den Hafen. Nach jahrelangen Kostenexplosionen und Bauverzögerungen soll die Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 eröffnet werden.

Filmkomponist Klaus Doldinger sorgt sich ums Urheberrecht

Doldinger saß 24 Jahre lang im Aufsichtsrat des Musikrechteverwerters Gema

Der Jazz-Musiker und Komponist der "Tatort"-Titelmelodie, Klaus Doldinger, hat Angst um das Urheberrecht. "Wir brauchen es mehr denn je", sagte Doldinger, der 24 Jahre lang im Aufsichtsrat des Musikrechteverwerters Gema saß, heute im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Musiker nahm dort an der Filmmusik-Tagung "Filmtonart" im Bayerischen Rundfunk teil. "Es gibt immer weniger Einkommensquellen", sagte Doldinger. Junge Film-Musiker müssten ihre Existenz oft hauptsächlich aus ihren Gema-Einnahmen bestreiten. Doldinger, der auch die Filmmusik für die Klassiker "Das Boot" und "Die unendliche Geschichte" geschaffen hat, bedauerte, dass viele Filmkomponisten nur im Studio musizieren. "Ich denke, eine Musik, die für einen Film geschrieben ist, wird noch glaubhafter, wenn der Autor in der Lage ist, sie auch im Rahmen eines Konzertes zu präsentieren", sagte er. "Das ist gelebte Musik. Alles andere ist konservierte Musik."

Berliner Museen gehen gegen Antiken-Handel vor

Stiftung Preußischer Kulturbesitz will künftig mit Unesco enger zusammenarbeiten

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will durch Aufklärung den illegalen Handel mit syrischen und irakischen Antiken bekämpfen. Mutwillige Zerstörungen und vor allem der illegale Handel stellten für das gesamte Kulturerbe des Nahen Ostens eine massive Bedrohung dar, erklärte der Präsident der Stiftung, Hermann Parzinger, heute in Berlin. In Museen der Stiftung sollen künftig Flyer auf das Thema aufmerksam machen. "Niemand soll mehr behaupten können, er habe nicht gewusst, dass der Kauf eines archäologischen Objektes ohne Herkunftsnachweis und Ausfuhrgenehmigung, und sei es ein noch so kleines Souvenir, zur Zerstörung des kulturellen Erbes der Menschheit beiträgt." Je weniger Abnehmer es für solche illegalen Machenschaften gebe, desto weniger lohnten sich auch Raubgrabungen, erklärte Parzinger. Um den illegalen Handel mit Antiken aus dem Irak und Syrien einzudämmen, werde die Stiftung Preußischer Kulturbesitz künftig mit der Unesco enger zusammenarbeiten, hieß es weiter. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde unterzeichnet.

Harry Potter soll als Theaterheld auf die Bühne kommen

Das Stück soll 2016 in London auf die Bühne kommen

Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling schreibt an einem Theaterstück über die Abenteuer des Zauberlehrlings. Das Stück soll 2016 in London auf die Bühne kommen, teilte die britische Schriftstellerin heute via Twitter mit. Das Stück soll im englischen Original «Harry Potter and The Cursed Child» heißen («Harry Potter und das verwunschene Kind»). Es soll eine Co-Produktion von Rowling, dem Autoren Jack Thorne und dem Regisseur John Tiffany werden. Zum Inhalt wollte sich Rowling nicht äußern. "Alles was ich sagen kann ist, dass es keine Fortsetzung sein wird", sagte sie. Die Bühne sei der richtige Ort, um die Geschichte zu erzählen.

Filmstar Star Patrick Macnee ist tot

Der britische Schauspieler wurde mit 60er Jahre Kult Serie in Deutschland bekannt

Durch seine Rolle als Agent mit Gentleman-Attitude in der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" wurde der britische Schauspieler Patrick Macnee hierzulande bekannt. Gestern starb er in seiner Wahlheimat in Kalifornien mit 93 Jahren. In der Rolle des Agenten John Steed, der stets stilvoll mit Hut und nur einem Regenschirm bewaffnet ermittelte, begeisterte Macnee das deutsche Fernseh-Publikum ab Mitte der sechziger Jahre. Auch in zahlreichen Kinofilmen, etwa in "Kampfstern Galactica", "Sherlock Holmes in New York" und "James Bond 007 - Im Angesicht des Todes" wirkte Patrick Macnee mit.

Mirjam Wenzel soll Frankfurter Jüdisches Museum leiten

Kandidatin überzeugt mit Ideen zur Vermittlung im digitalen Zeitalter

Die Leiterin der Medienabteilung am Jüdischen Museum Berlin, Mirjam Wenzel (42), soll neue Direktorin des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main werden. Diesem Personalvorschlag von Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) müsse allerdings der Magistrat noch zustimmen, teilte die Stadt Frankfurt mit. Wenzel hat über den deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der 60er Jahre promoviert und zahlreiche Publikationen zu kulturgeschichtlichen Fragestellungen veröffentlicht. Neben der wissenschaftlichen Qualifikation bringe sie Ausstellungserfahrung und Fachkenntnisse in der Konzeption und Umsetzung digitaler Strategien mit. "Sie ist eine hoch qualifizierte Wissenschaftlerin mit großer kuratorischer Erfahrung. Ihre Ideen für eine besucherorientierte Vermittlungsarbeit sind sehr überzeugend, vor allem hinsichtlich der neuen Aufgaben des Jüdischen Museums Frankfurt", sagte Semmelroth. Das Jüdische Museum Frankfurt, wird bis 2018 saniert und erweitert.

Amazon vergibt Preis für besten Selbstverleger

Leser und Jury entscheiden über Preisvergabe an Autoren

Der US Konzern Amazon Kindle schreibt einen Preis für den besten Selbstverleger aus. Bewerben können sich Autoren die ihre Werke zwischen dem 1. Juli und dem 15. September als E-Book bei Kindle Direct Publishing auf den Markt bringen und mehr als 45 000 Wörter geschrieben haben. Dem Genre seien keine Grenzen gesetzt. Entscheidend ist nur, dass die Texte deutschsprachig sind, noch nicht veröffentlicht wurden und mindestens 180 Seiten umfassen. Der Sieger des "Self Publishing Awards" wird von Lesern und einer Jury aus Schriftstellern bestimmt. Dazu gehören Krimi-Schriftstellerin Andrea Sawatzki und die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr. Zur mit 30000 Euro dotierten Auszeichnung gehört auch, dass das Werk des Siegers als gedrucktes Buch beim Verlag Bastei Lübbe verlegt wird. Der Gewinner soll auf der Frankfurter Buchmesse 2015 bekanntgegeben werden.

Roger Willemsen wird von Heinrich-Heine-Gesellschaft ausgezeichnet

Der Autor und Moderator erhält die "Ehrengabe" am Sonntag in Düsseldorf

Ganz im Sinne Heinrich Heines sei Roger Willemsen "Künstler, Tribun und Apostel" sowohl im kulturellen als im politischen Leben präsent, heißt es in der Begründung der Jury. Der 57jährige scheue weder Grenzen noch Themen. Vor 50 Jahren wurde die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft vergeben, allerdings in unregelmäßigen Abständen. Deshalb gibt es bislang erst 14 Preisträger. 1965 war es Max Brod. 2013 der bosnische Schriftsteller Dzevad Karahasan. Der Preis ist ein Bronzeobjekt mit dem Titel "Die Schere der Zensur".

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