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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. Juni 2015

NRW-Kulturministerin will Versteigerung der Kunst des WDR verhindern

Ute Schäfer fordert von Tom Buhrow Auskunft über Kunstwerke ein

Die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) will prüfen, ob der Verkauf von Kunstwerken im Besitz des Westdeutschen Rundfunks durch das Kulturgutschutzgesetz abzuwenden ist. Dazu habe sie in einem Brief an den WDR-Intendanten Buhrow noch vom Auktionstermin in London eine entsprechende Liste angefordert, verlautete die Landesregierung in Düsseldorf. Die Ministerin verlange auch Auskunft über den derzeitigen Standort der Kunstwerke. Der WDR hatte angekündigt, voraussichtlich im nächsten Frühjahr etwa 50 Bilder bei Sotheby's in London versteigern zu lassen. Eine WDR-Sprecherin sagte auf Anfrage: Keines der zum Verkauf ausgewählten Bilder sei in der Datenbank für national wertvolles Kulturgut aufgeführt. Daher könnten die Objekte zum Kauf angeboten werden.

Berliner Museums-Chef Udo Kittelmann verlängert

Das teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit

Damit bleibt der 57jährige Udo Kittelmann auf jeden Fall bis Oktober 2020 im Amt. Er leitet seit 2008 die Alte und Neue Nationalgalerie, den Hamburger Bahnhof, die Sammlung Scharff-Gerstenberg und das Museum Berggruen. Der Stiftungsrat beschloss auch, dem Generaldirektor der Staatlichen Museen Berlin, Michael Eissenhauer, für zunächst drei Jahre die Leitung der Gemäldegalerie zu übertragen. Der bisherige Direktor, Bernd
Lindemann, geht in den Ruhestand.

Erstes Bild aus Gurlitt-Sammlung für 1,9 Millionen Pfund versteigert

"Zwei Reiter am Strand links" von Max Liebermann galt jahrzehntelang als verschollen

Nun ist es zum dreifachen Schätzpreis beim Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer gekommen. Das Gemälde aus dem Jahr 1901 war erst im Mai zu seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgekehrt, nachdem die für die Sammlung von Cornelius Gurlitt eingerichtete Taskforce das Bild als Nazi-Raubkunst eingestuft hatte. Ein New Yorker Anwalt hatte das Werk des Berliner Malers (1847 - 1935) schon frühzeitig für sich und seinen Bruder zurückgefordert und im März 2014 die Bundesrepublik Deutschland und Bayern vor einem Gericht in Washington verklagt. Der jüdische Unternehmer David Friedman hatte "Zwei Reiter am Strand" 1905 erworben und in seinem Haus in Breslau aufgehängt. Sein Erbe David Toren, inzwischen 90 Jahre alt, hatte mit 14 Jahren aus Deutschland fliehen müssen. Kurz darauf war die gesamte Kunstsammlung seines Großonkels beschlagnahmt worden.

Feministische Kunst: Miriam Schapiro mit 91 Jahren gestorben

Wie ihre Nachlassverwalterin mitteilte, starb sie in Hampton Bays, New York

Die in Kanada geborene Miriam Schapiro zog in den 70er Jahren nach Kalifornien. Am California Institute of Art begründete sie zusammen mit Judy Chicago das "Feminist Art Program" und initiierte 1972 die Ausstellung "Womanhouse" in Hollywood. "Femmages" nannte sie ihre Collagen, Assemblagen, Découpagen und Fotomontagen. Damit unterstrich sie einerseits die traditionelle Rolle der Frauen, um sie gleichzeitig zu überwinden. Miriam Schapiro starb 91jährig am Sonntag.

Roger Willemsen wird von Heinrich-Heine-Gesellschaft ausgezeichnet

Der Autor und Moderator erhält die "Ehrengabe" am Sonntag in Düsseldorf

Ganz im Sinne Heinrich Heines sei Roger Willemsen "Künstler, Tribun und Apostel" sowohl im kulturellen als im politischen Leben präsent, heißt es in der Begründung der Jury. Der 57jährige scheue weder Grenzen noch Themen. Vor 50 Jahren wurde die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft vergeben, allerdings in unregelmäßigen Abständen. Deshalb gibt es bislang erst 14 Preisträger. 1965 war es Max Brod. 2013 der bosnische Schriftsteller Dzevad Karahasan. Der Preis ist einBronzeobjekt mit dem Titel "Die Schere der
Zensur".

UNESCO beobachtet von IS bedrohtes Palmyra auf Satellitenbildern

Am Sonntag beginnt Jahrestagung des Unesco-Weltkulturerbekomitees in Bonn

Unesco-Generalsekretärin Irina Bokowa verneinte, dass die drohende Zerstörung von Palmyra und fünf weiterer syrischer Welterbe-Stätten das gesamte Welterbe-Konzept in Frage stelle. Zum einen sei im März 2014 das von der EU finanzierte Unesco-Projekt zur Erhaltung des syrischen kulturellen Erbes ins Leben gerufen worden, um den Schaden einzuschätzen und den Schmuggel mit Kulturschätzen zu bekämpfen, so Bokowa. Zum anderen beobachte das Welterbe-Zentrum die Situation vor Ort sehr genau anhand von Satellitenbildern. "Die Unesco hat keine Armee", so die Unesco-Generalsekretärin, "wir können nicht vor Ort intervenieren. Aber wir sichern die Konfliktzone so ab, dass möglichst keine Kulturschätze das Land illegal verlassen". Dies sei "auch ein Kampf um die Herzen und Köpfe der Menschen."

Biennale in Venedig zeichnet Christoph Marthaler für sein Lebenswerk aus

Der Schweizer Theaterregisseur erhält den Goldenen Löwen am 30. Juli

Zur Begründung hieß es: Der 63jährige Christoph Marthaler erhalte den Preis "für seine Suche nach einer ganz persönlichen Sprache und seinen Sinn für Humor". Sein erstes Stück hatte Marthaler 1991 inszeniert. Die Produktion „Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!“ von 1993 machte ihn einem breiten Publikum bekannt und stand bis 2007 auf dem Spielplan der Berliner Volksbühne. Im Jahr 2000 übernahm Marthaler die künstlerische Leitung des Zürcher Schauspielhauses. Seit 2004 arbeitet er als freier Regisseur und wurde zuletzt mit dem Hans Reinhart-Ring ausgezeichnet.

Langjähriger NDR-Intendant Friedrich Wilhelm Räuker ist tot

Er starb im Alter von 86 Jahren

Von 1980 bis 1987 stand der diplomierte Sozialwirt Friedrich Wilhelm Räuker an der Spitze des Norddeutschen Rundfunks. "Er hat den NDR in bewegten Zeiten geführt. Er hatte die Aufgabe, den Sender im neuen Wettbewerb mit der privaten Konkurrenz zu positionieren, und das ist ihm gut gelungen". Außerdem seien unter seiner Ägide die Landesfunkhäuser erfolgreich ausgebaut worden, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor in Hamburg. 1987 war Räuker aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand gegangen.

Grünes Licht für Oscar-Museum

Baubeginn in diesem Sommer

Dem seit Jahren geplanten Bau eines Oscar-Museums steht nichts mehr im Wege. Nach Mitteilung der Film-Akademie hat der Stadtrat von Los Angeles die Baupläne bewilligt. In diesem Sommer soll der erste Spatenstich erfolgen. Das vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfene Filmmuseum soll Ende 2017 eröffnen. Das Projekt wird mit Spendengeldern in Höhe von 300 Millionen Dollar finanziert. Seit Beginn der Sammelaktion im Jahr 2012 seien mehr als 250 Millionen Dollar eingegangen, hieß es. Filmschaffende wie Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und George Lucas sind unter den Geldgebern.

Bobbi Kristina Brown im Sterbehospiz

Die 22jährige war vor fünf Monaten in ihrer Wohnung gefunden worden

US-amerikanische Medien melden, dass der Zustand der einzigen Tochter von Whitney Houston und Bobby Brown sich verschlechtert habe. "Trotz großer medizinischer Anstrengungen in verschiedenen Einrichtungen", erklärte ihre Tante Pat und wird mit den Worten zititert: "Sie ist jetzt in Gottes Händen." Bobbi Kristina Brown war am 31. Januar von ihrem Freund bewußtlos in einer Badewanne in ihrem Haus in Atlanta gefunden worden. Die Umstände blieben ungeklärt.

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