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Kulturnachrichten

Montag, 22. Juni 2015

Petrenko wird Chefdirigent der Berliner Philharmoniker

Bayerische Staatsoper verhandelt noch über Vertragsverlängerung

Petrenko habe die Wahl im Anschluss in einem Telefonat angenommen und wörtlich gesagt: "Ich umarme das Orchester." Der russische Dirigent ist zurzeit musikalischer Leiter an der Bayerischen Staatsoper in München. Sein Vertrag endet dort 2018. Allerdings laufen offenbar bereits Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sprach von einer hervorragenden Wahl. Er freue sich, dass Petrenko ab 2018 die große Dirigententradition der Berliner Philharmoniker fortsetzen und "das einzigartige künstlerische Profil dieses großartigen Orchesters weiter schärfen wird".
Auch Sir Simon Rattle ist zufrieden mit der Wahl des Orchesters.

Sender: Deutsche Justiz lässt Al-Dschasira-Journalisten frei

Moderator wurde in Ägypten verurteilt

Der in Berlin festgenommene Al-Dschasira-Journalist Ahmed Mansur ist wieder auf freiem Fuß. Das berichtet der Sender mit Sitz in Katar auf seiner Homepage. Mansur, der zu den bekanntesten Journalisten der arabischen Welt gehört, war am Samstag wegen eines ägyptischen Haftbefehls am Flughafen Tegel festgenommen worden. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weist er als politisch motiviert zurück.

WestLB-Kunst bleibt in NRW

Stiftung kauft die Sammlung

Die zum Verkauf stehenden Kunstschätze der ehemaligen WestLB bleiben mit Hilfe des Landes in Nordrhein-Westfalen. Die WestLB-Nachfolgerin Portigon wird die wichtigsten Werke an eine Stiftung verkaufen, die an das landeseigene Museum Kunstsammlung NRW angebunden werden soll. Das vereinbarte heute ein Runder Tisch mit Ministern, Kunstexperten sowie den Vorstandsspitzen von Portigon und der NRW.Bank.
Portigon muss im Zuge der Abwicklung der zerschlagenen Landesbank die Sammlung aus 380 Kunstwerken und drei Streichinstrumenten veräußern. Der Verkauf von Kunst aus einem landeseigenen Unternehmen hatte einen Proteststurm ausgelöst.

Komische Oper: Musikchef Nánási geht 2017

Henrik Nánási will sich verstärkt internationalen Engegements widmen

Die Komische Oper Berlin muss sich einen neuen Generalmusikdirektor suchen. Henrik Nánási wird seinen Vertrag über die Spielzeit 2016/17 hinaus nicht verlängern, teilte das Opernhaus mit. Der 1975 geborene Nánási wolle sich verstärkt auf seine internationalen Engagements konzentrieren, hieß es zur Begründung. In den kommenden Spielzeiten dirigiert er unter anderem auch an den Opernhäusern in Chicago und an der Opéra National de Paris. Nánási wolle aber weiter an der Komischen Oper präsent sein. Es gebe bereits Gespräche über Projekte nach 2017, erklärte Kosky.

Erneut Streiks beim Berliner Staatsballett

Ausstand bis Mitternacht

Die Tänzer des Berliner Staatsballetts setzen ihren Arbeitskampf fort. Heute soll die abendliche Aufführung "Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere" ausfallen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. In den vergangenen Monaten fielen wegen der Streiks des Berliner Staatsballetts mehrere Vorstellungen aus, so auch am publikumsträchtigen Karfreitag. Bei dem Tarifvertrag für die Tänzer geht es um eine Staffelung der Gagen, die Arbeitszeit, freie Tage und Gesundheitsschutz.

Apple ändert Haltung zu Lizenzzahlungen

Kritik von Taylor Swift zeigt Wirkung

Der Apple-Konzern beugt sich der Kritik von Pop-Superstar Taylor Swift und wird nun doch während der kostenlosen Probemonate seines neuen Musikdienstes "Apple Music" Tantiemen an die Künstler zahlen. Ursprünglich sollten sie leer ausgehen. Swift zog daraufhin ihr jüngstes Album von der Plattform zurück und schrieb am Sonntag einen wütenden offenen Brief an ihre Fans. Es sei nicht fair, dass Künstler und Plattenfirmen keine direkten Zahlungen für die Musik bekämen, die Apple nutze, schrieb die 25-Jährige.

US-Komponist Gunther Schuller gestorben

Schuller kompomierte für alle Genres

Der US-Komponist Gunther Schuller ist tot. Der Sohn deutscher Einwanderer, der auch als Dirigent und Jazz-Musiker arbeitete, starb gestern im Alter von 89 Jahren in Boston, wie US-Medien unter Berufung auf seine Assistentin berichteten. Schuller war schon seit längerem an Leukämie erkrankt.
Der 1925 in New York geborene Musiker komponierte mehr als 150 Werke in verschiedenen Genres und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Pulitzer Preis. Er gilt als Schöpfer des „Third Stream, der dritten Strömung, die E-Musik mit Jazz verband. Gunther Schuller trat unter anderem mit dem Jazz-Trompeter Miles Davis auf.

Deutsche Welle startet englischsprachigen Nachrichtenkanal

Deutscher Auslandssender soll so mehr Menschen erreichen

Die Deutsche Welle (DW) hat heute ein neues 24-Stunden-Programm in englischer Sprache gestartet. DW News solle für Information und Sachlichkeit stehen und zum Beispiel ein Gegengewicht zur "russischen Desinformationspolitik im Baltikum" bilden, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) beim Global Media Forum in Bonn. Daher sei der Bundeszuschuss um 12 Millionen Euro erhöht worden. Das neue englischsprachige Programm werde künftig weltweit noch mehr Menschen mit unabhängigen Informationen versorgen, so Grütters.

Italienische Schauspielerin Laura Antonelli gestorben

Die ehemalige Lebensgefährtin von Jean-Paul Belmondo wurde 73 Jahre alt

Die italienische Schauspielerin Laura Antonelli, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Bekannt wurde Antonelli vor allem durch ihre Rollen in Erotik-Komödien Ende der 60er und in den 70er Jahren, wie etwa in dem Film "Malizia" aus dem Jahr 1973. Anschließend arbeitete sie mit den großen Namen des italienischen Kinos wie Luchino Visconti, Dino Risi, Ettore Scola und Luigi Comencini. Von 1972 bis 1980 war Antonelli die Lebensgefährtin des französischen Schauspielstars Jean-Paul Belmondo.

Kulturgroschen geht an Julie Zeh

Schriftstellerin wird für besondere kulturpolitische Verdienste geehrt
 
Die Schriftstellerin Juli Zeh wird morgen in Berlin mit dem Kulturgroschen ausgezeichnet. Die Ehrung des Kulturrates wird für besondere kulturpolitische Verdienste verliehen.  Der Urkundentext hebt Julie Zehs Einsatz für Menschenrechte, Freiheit, Urheberrechte und gegen staatliche und mediale Überwachung hervor: "Damit leistet sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz der Demokratie in der digitalen Welt." Vorherige Preisträger waren Ernst Elitz, Edgar Reitz, Daniel Barenboim und Johannes Rau.

IS soll Grab des Jona in Mossul planiert haben

Islamisten wollen dort einen Park anlegen

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" soll das Grab des biblischen Propheten Jona in Mossul eingeebnet haben. Die Islamisten wollten dort einen Park anlegen, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Montag unter Berufung auf einen eigenen Korrespondenten. Die einstige Pilgerstätte für Christen und Muslime befand in der antiken Stadt Ninive gegenüber der modernen Stadt Mossul auf dem Hügel Nebi Jenus.

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Fazit

Nach dem SPD-ParteitagFortgesetzte Selbstverzwergung
Ein Schkoladen-Nikolaus steht auf einem Tisch beim SPD-Parteitag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Der SPD-Parteitag sollte der Partei Aufwind geben. Aber ist die Sozialdemokratie gerettet? SPIEGEL-Journalist Nils Minkmar hat Zweifel. Die Genossen müssten internationaler denken, die Intellektuellen zurückgewinnen und die Selbstzweifel bekämpfen. Mehr

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