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Kulturnachrichten

Samstag, 20. Juni 2015

James Salter gestorben

Salter wurde 90 Jahre alt

Der amerikanische Schriftsteller James Salter ist tot. Er starb gestern im Alter von 90 Jahren im US-Bundesstaat New York. Salter sei während einer Physiotherapiesitzung kollabiert und dann verstorben, sagte seine Ehefrau Kay Elderidge der "New York Times". Internationale Bekanntheit erlangte der Autor mit seinem Roman "Lichtjahre". 1989 gewann Salter den PEN/Faulkner Award for Fiction. Er betätigte sich auch als Swimming Pool-Verkäufer und Filmemacher und war Air Force Pilot. 2013 erschien sein letztes Buch "Alles, was ist".

Schauspielerin Bisset erhält Stanislawski-Preis

Preis für darstellerisches Können

Die britische Schauspielerin Jacqueline Bisset (70, "Die amerikanische Nacht") ist in Moskau mit dem Stanislawski-Preis geehrt worden. Die nach dem russischen Theaterpädagogen Konstantin Stanislawski (1863-1938) benannte Auszeichnung wird für darstellerisches Können verliehen. "Ich kenne viele erfolgreiche Kollegen, die gemäß seiner Lehre arbeiten", sagte Bisset. Sie selbst habe ihre eigene Methode. "Ich versuche bei jeder Rolle, eine Art universelle Sprache zu finden", sagte die Schauspielerin. Den Kulturpreis hatten bereits unter anderem Klaus Maria Brandauer ("Mephisto") und Martin Wuttke ("Inglourious Basterds") erhalten.

Filmprojekt von Sönke Wortmann läuft an

"Deutschland. Made By Germany" soll 2016 im Kino laufen

Regisseur Sönke Wortmann hat die Deutschen aufgerufen, heute zu filmen, was sie erleben und was sie bewegt. "Heute ist Drehtag !!!", heißt es auf der Facebook-Seite. Wer mag, kann folgende Fragen beantworten: "Was macht dich glücklich? Wovor hast du Angst? Was bedeutet Deutschland für dich?" Wortmanns neues Kinoprojekt "Deutschland. Made By Germany" entsteht nach dem Vorbild von Hollywoodregisseur Ridley Scott Films "Life In A Day". Das kollektive Selbstporträt der Deutschen soll dann aus tausenden selbst gedrehten, von Wortmann zusammengestellten Filmen bestehen - und am 5. Mai 2016 ins Kino kommen. Unter dem Motto "Mach mit!" kann mit Kameras, Smartphones oder Tablets gefilmt werden. Eine Längenbeschränkung gibt es nicht.

Bildungsministerium und Chorverband einigen sich

Fördergelder können ausgezahlt werden

Das Bundesbildungsministerium und der Deutsche Chorverband (DCV) haben sich im Rechtsstreit um den Zahlungsstopp von Fördermitteln auf einen Vergleich geeinigt. Die Fördergelder können nun an die lokalen Chöre ausgezahlt werden. Der DCV hatte im April Klage gegen das Ministerium eingereicht. Bei dem Streit geht es um die Vergabe von bis zu 4,7 Millionen Euro Fördergelder an Singprojekte mit bildungsbenachteiligten Kindern. Das Geld sei dem Verband Anfang 2013 aus dem Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" für den Zeitraum bis Ende 2015 bewilligt worden, so der Verband. Zudem seien weitere 4,3 Millionen Euro für eine Fortsetzung des Programmes bis 2017 in Aussicht gestellt worden. Anfang 2014 seien die Projektgelder jedoch mit der Begründung gesperrt worden, dass die Anträge Mängel aufwiesen.

Abschluss der Achenbach-Auktion in Köln

Bisher wurden drei Millionen Euro erzielt

Die Versteigerung von Kunstwerken der Sammlung Achenbach findet heute in Köln ihren Höhepunkt und Abschluss. Die 120 wertvollsten Stücke werden in der Domstadt in einem Auktionshaus veräußert. Darunter sind Werke von Gerhard Richter und Gotthard Graubner, Georg Baselitz und Imi Knoebel. Die Düsseldorfer Marathonauktion der Kunstwerke des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach hat zuvor innerhalb von drei Tagen rund drei Millionen Euro erbracht. Der prominente Düsseldorfer Kunstberater sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Achenbach ist wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Aus der Auktion werden bis zu sechs Millionen Euro Erlös erwartet. Dem stehen nach früheren Angaben von Insolvenzverwalter Marc d'Avoine Forderungen in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro von rund 100 Gläubigern gegenüber.

Ljudmila Ulitzkaja sieht Russlands Zukunft dunkel

Viele, die noch etwas bewegen könnten, ziehen weg

Die russische Schriftstellerin und Kremlkritikerin Ljudmila Ulitzkaja (72) sieht für ihr Heimatland eine düstere Perspektive. "Es ist kaum 25 Jahre her, dass die meisten von uns Europa zum ersten Mal mit eigenen Augen gesehen haben", sagte Ulitzkaja. Vorher sei es ja nicht gegangen, der Eiserne Vorhang habe keine Reisen erlaubt. "Es sieht einiges danach aus, dass dieser Vorhang wieder heruntergelassen wird." Das sei unfassbar traurig. Sie habe eine dunkle Vorstellung von der Zukunft ihres Landes. "Geht man von der Logik dessen aus, was heute bei uns passiert, kann man nichts Gutes erwarten", sagte Ulitzkaja und fügte hinzu: "Vielleicht aber geschieht ein Wunder, das unsere heutigen Vorstellungen übersteigt." Im Frühjahr ist das jüngste Buch der Schriftstellerin "Die Kehrseite des Himmels" im Hanser Verlag erschienen.

Dessauer Intendant Bücker nimmt Abschied

Nach sechs Jahren am Anhaltinischen Theater

Dessaus Intendant André Bücker verabschiedet sich mit einem 30-stündigen Theaterspektakel. Von heute an können Freunde, Zuschauer und Wegbegleiter die vergangenen sechs Jahre Revue passieren lassen, wie das Anhaltische Theater Dessau mitteilte. Das Motto lautet "Fertig? Los! 30 Stunden Dessau - Abschied und Aufbruch". Es ist ein Speed-Dating mit aktuellen und ehemaligen Theatermachern geplant sowie ein Rückblick auf legendäre Bühnenmomente im Stil einer Chart-Show mit den Top 25 aller Schauspiel-Inszenierungen unter der Intendanz von Bücker. Zudem gibt es Lesungen, Musik und ein Live-Hörspiel.

Ansichtskarte von Picasso versteigert

Ausgangsangebot war 100 000 Euro

Für 166 000 Euro ist heute eine Postkarte von Pablo Picasso versteigert worden. Wie das Auktionshaus mitteilte, geht sie an einen privaten Sammler aus Übersee. Zuzüglich der Provision muss der Telefonbieter mehr als 200 000 Euro zahlen. Es habe ein spannendes Bieterduell auf Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch gegeben. Das Ausgangsgebot für die nahezu 100 Jahre alte Ansichtskarte hatte bei 100 000 Euro gelegen. Sie zeigt einen Blick auf die Stadt Pau in Südfrankreich. Der Clou aber ist die Rückseite: Anstelle eines Textes versah Picasso (1881-1973) die Postkarte mit einer Zeichnung, die seiner kubistischen Serie "La nature morte" zuzuordnen sei.

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