Seit 17:05 Uhr Studio 9

Donnerstag, 17.10.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Donnerstag, 18. Juni 2015

Friedenspreis des Buchhandels für Navid Kermani

"Wichtige Stimme für friedliches Zusammenleben"

Der in Köln lebende Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015. Das teilte der Stiftungsrat in Frankfurt am Main mit. Kermani sei eine der wichtigsten Stimmen in unserer Gesellschaft, die Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft ein friedliches Zusammenleben ermöglichen müsse, hieß es in der Begründung. Der 47-jährige Kermani, als Kind iranischer Eltern in Siegburg geboren, lebt seit langem in Köln. In seinen Sachbüchern hat sich der habilitierte Islamwissenschaftler und Muslim unter anderem mit dem Koran und der islamischen Mystik beschäftigt. In seinen Romanen wie zuletzt «Große Liebe» (2014) geht es um Grundfragen der menschlichen Existenz wie Liebe und Sexualität, Verzückung und Tod. Im vergangenen Jahr rief Kermani in einer Rede vor dem Bundestag zum 65. Geburtstag des Grundgesetzes zu einer großzügigeren Flüchtlingspolitik auf.

Frankreich Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017

Nachbarland zum 2. Mal Ehrengast

Frankreich wird 2017 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Das Nachbarland wird damit nach 1989 zum zweiten Mal Gastland der weltgrößten Bücherschau. Die Vereinbarung sei gestern unterzeichnet worden, teilte die Buchmesse in Frankfurt am Main mit. Die Regierung in Paris habe mit dem französischen Auftritt vom 11. bis 15. Oktober 2017 das Institut français beauftragt. Die Frankfurter Buchmesse hat seit 1976 einen jährlich wechselnden Ehrengast. In diesem Jahr ist es Indonesien, im kommenden Jahr sind die Niederlande gemeinsam mit Flandern an der Reihe.

Weltmesse Art Basel öffnet für Publikum

Weltgrößte Kunstmesse setzt auf Klassiker der Moderne

Die Art Basel, die weltgrößte Messe für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, öffnet heute für das Publikum. Für Sammler und Museumsdirektoren ist sie seit Dienstag geöffnet. Bis zum Sonntag werden Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos und Fotografien von mehr als 4000 Künstlern gezeigt. In diesem Jahr setzt die Art Basel den Schwerpunkt auf Klassiker der Moderne. "Dieses Highlight mag erstaunen. Doch diese Werke werden immer seltener", sagte Messe-Leiter Marc Spiegler. Von den über 280 internationalen Galerien seien deshalb mehr als 50 Aussteller mit Werken von Künstlern wie Pablo Picasso, Marc Chagall oder Max Beckmann bestückt.

Kulturstaatsministerin lobt Hilfe für Denkmalschutz

20,84 Millionen für Sonderprogramm

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die zusätzlichen Fördermittel im Bundeshaushalt zum Denkmalschutz begrüßt. "Denkmäler sind markante und weithin sichtbare Zeugen unserer Geschichte, sie prägen unsere reiche Kulturlandschaft. Dieses einzigartige kulturelle Erbe für künftige Generationen zu bewahren, gehört zu unseren vornehmen gesellschaftlichen Pflichten", sagte Grütters heute in Berlin. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte gestern weitere Mittel von 20,84 Millionen Euro für das Denkmalschutz-Sonderprogramm freigegeben. Mit dem Sonderprogramm, das durch die Länder und Dritte kofinanziert wird, sollen Kulturdenkmäler restauriert werden. Zu den 2015 geförderten Projekten gehören zum Beispiel die East Side Gallery in Berlin, die Bauhausvilla Feistel im sächsischen Chemnitz, die St. Georg Kapelle im brandenburgischen Neuruppin, die Benediktinerabtei Plankstetten in der Oberpfalz, das Recklinghäuser Rathaus sowie der Schlossturm in Jever.

Camões-Preis für portugiesische Autorin Hélia Correia

Wichtigster Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt

Der Camões-Preis geht dieses Jahr an die portugiesische Schriftstellerin Hélia Correia. Ihr Verleger Francisco Vale vom Lissaboner Verlag Relogio d'Agua sagte, die Auszeichnung sei vollends verdient. Correia erklärte, die Entscheidung der Jury sei "sehr großzügig und wenig hart". Die 1949 in Lissabon geborene Autorin, hat ein vielfältiges Werk verfasst, das von Romanen, über Dramen bis zu Gedichten reicht. Der mit 100.000 Euro dotierte Camões-Preis war 1989 von Portugal und Brasilien ins Leben gerufen worden, um Autoren für ihren Beitrag zur portugiesischen Sprache auszuzeichnen.

Bund soll Kürzung der Filmförderung zurücknehmen

Studio Babelsberg befürchtet weniger Aufträge

Die Brandenburger Landesregierung hat die Bundesregierung aufgefordert, die Kürzung der Filmförderung zurückzunehmen. "Jeder in Babelsberg produzierte internationale Kinofilm ist beste Standortwerbung für Deutschland", sagte der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Thomas Kralinski, beim Medientreff im Potsdamer Studio Babelsberg. In Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut und Deutschlands erster Filmuniversität in Potsdam sei aus der Geburtsstätte des Films einer der modernsten Filmstandorte der Welt geworden, betonte Kralinski. Brandenburg hat seine Filmförderung in diesem Jahr um eine halbe Million Euro auf 7,5 Millionen Euro und im kommenden Jahr auf acht Millionen Euro erhöht. Dagegen hatte der Bund die Filmförderung um zehn Millionen auf 50 Millionen Euro gekürzt. Das Studio Babelsberg befürchtet, weniger internationale Produktionen zu bekommen, wenn es bei den Fördermitteln eng wird.

Gedenken an Schlacht von Waterloo

Kampfszenen werden nachgestellt

In Belgien beginnen heute die Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Waterloo, in der Napoleon am 18. Juni 1815 endgültig besiegt wurde. Am Vormittag werden das belgische Königspaar und offizielle Besucher auf dem ehemaligen Schlachtfeld zu einer Zeremonie erwartet, die im Zeichen der Versöhnung stehen soll. Auch die Botschafter Frankreichs und Deutschlands werden dabei sein. Am Abend und an den folgenden zwei Tagen erwarten die Veranstalter insgesamt 200.000 Besucher. Auf dem Festprogramm stehen eine Licht-und-Ton-Show am Donnerstagabend und die Nachstellung historischer Schlachtszenen am Freitag und Samstag.

Stefan Raab beendet Fernsehkarriere

Moderator an deutschem ESC-Sieg beteiligt

Moderator Stefan Raab beendet zum Jahresende seine langjährige Fernsehkarriere. Nach mehr als 16 gemeinsamen Jahren werde Raab Ende 2015 seine letzte TV-Show moderieren, teilten Raab und der Sender ProSieben in einer gemeinsamen Presseerklärung auf der Website des Senders mit. ProSieben-Senderchef und Vorsitzende der Geschäftsführung der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, Wolfgang Link, sagte, mit Raabs Entschluss gehe "eine TV-Ära zu Ende". Raab hatte zunächst beim Musiksender Viva moderiert, später übernahm er mit "TV total" eine regelmäßige Late-Night-Show, die seit 16 Jahren läuft. Einen Namen machte sich Raab auch in der Musikbranche, indem er den lange kriselnden Eurovision Song Contest (ESC) in Deutschland wieder populär machte. 1998 schickte er als Produzent den Schlagersänger Guildo Horn ins Rennen (Platz 7) und trat im Jahr 2000 mit dem Nonsens-Titel "Wadde hadde dudde da?" (Platz 5) selbst an. Der größte Erfolg gelang dem Entertainer mit der Entdeckung von Lena Meyer-Landrut, der 2010 in Oslo nach 28 Jahren wieder ein deutscher ESC-Sieg gelang.

Trauerfeier für Pierre Brice in München

Französischer Schauspieler starb am 6. Juni

Freunde und Weggefährten nehmen am Nachmittag mit einer Trauerfeier Abschied von dem Schauspieler Pierre Brice. Die öffentliche Zeremonie findet um 14 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Innenstadt statt. Die Beisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Der "Winnetou"-Darsteller war am 6. Juni in der Nähe von Paris an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Er wurde 86 Jahre alt. "Meine ewigen Jagdgründe liegen in Deutschland", hatte Brice einmal - mit dem Indianer-Image spielend - gesagt. Neben einem Jagdschloss bei Paris bewohnte er eine Villa in Garmisch-Partenkirchen.

Kulturnachrichten hören

Juni 2015
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur