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Kulturnachrichten

Mittwoch, 17. Juni 2015

Kulturmanager wird Staatsopern-Intendant

Amtierender Intendant Jürgen Flimm geht 2018

Der Kulturmanager Matthias Schulz wird neuer Intendant der Berliner Staatsoper. Er tritt damit die Nachfolge von Jürgen Flimm an, der seit 2010 an der Spitze der Oper steht. Schultz, Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum Salzburg, werde bereits Anfang 2016 nach Berlin kommen und dann bis zum ersten Quartal 2018 mit Flimm zusammen arbeiten, teilten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim vor Journalisten mit. Der 1977 in München geborene Schulz studierte Klavier und Volkswirtschaft. Von 1999 an arbeitete er für die Salzburger Festspiele, unter anderem als Konzertchef. Seit März 2012 ist er kaufmännischer Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum in Salzburg.

Achenbach-Sammlung wird versteigert

2000 Kunstwerke unter dem Hammer

In Düsseldorf hat die Massenauktion der Sammlung des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach begonnen. Das Gros der Insolvenzmasse wird bis Freitag zunächst in Achenbachs ehemaligem Lager versteigert. 120 Glanzstücke werden zum Abschluss am Samstag in Köln angeboten. Das Kölner Auktionshaus Van Ham versteigert Werke der bekanntesten zeitgenössischen deutschen Künstler wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, A.R. Penck oder Joseph Beuys. Achenbach (63) ist wegen Betrugs zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Seine Kunstberatung ist insolvent. Weitere hochpreisige Werke werden in den kommenden Monaten von Sotheby's versteigert.

Wikipedia gewinnt Prinzessin-von-Asturien-Preis

Online-Enzyklopädie für internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet

Wikipedia erhält den Prinzessin-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 2015. Die Jury bezeichnete die freie Online-Enzyklopädie als "wichtiges Beispiel einer internationalen, demokratischen, offenen und partizipativen Kooperation", wie die spanische Stiftung auf ihrer Internetseite berichtete. Ähnlich wie die Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts mache das Portal der Öffentlichkeit ein breites Allgemeinwissen zugänglich. Es wurde 2001 von dem US-Unternehmer Jimmy Wales und dem Philosophen Larry Sanger gegründet und hat jeden Monat rund 500 Millionen Besucher. Die von Freiwilligen verfassten Beiträge werden von mehr als 25 Millionen registrierten Nutzern gelesen. Der mit 50 000 Euro dotierte spanische Preis wird jedes Jahr in acht verschiedenen Kategorien vergeben.

Indischer Architekt Charles Correa tot

Er starb im Alter von 84 Jahren

Der preisgekrönte indische Architekt und Stadtplaner Charles Correa habe ein wunderbares ästhetisches Gespür gehabt, erklärte Indiens Premierminister Narendra Modi heute in Neu Delhi in einem Kondolenzschreiben. Correas Werk zeichnete sich durch groß angelegte Räume, nach oben offene Wände, Terrassen und die Verwendung lokaler Materialien aus. Er entwarf unter anderem Indiens ständige UN-Vertretung in New York, die Mahatma-Gandhi-Erinnerungsstätte in Ahmedabad und das Parlamentsgebäude von Madhya Pradesh. Außerdem war er Chefarchitekt von Navi Mumbai, dem neuen Bombay auf der anderen Hafenseite mit rund zwei Millionen Einwohnern. Auch erdachte er innovative Gebäudekonzepte für Indiens arme Bevölkerung. Correa erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Praemium Imperiale aus Japan und einen von Indiens höchsten Zivilorden.

Tschechischer Dramatiker Josef Topol gestorben

Früherer Dissident wurde 80 Jahre alt

"Mit ihm verliert die tschechische Kulturszene eine weitere Ikone und Legende", sagte Kulturminister Daniel Herman.Topol galt neben Vaclav Havel und dem am 6. Juni verstorbenen Ludvik Vaculik als bedeutendster Schriftsteller, der das Bürgerrechtsmanifest "Charta 77" unterzeichnete. Seine Theaterstücke und Gedichte waren im Kommunismus jahrzehntelang verboten, das von ihm mitbegründete Theater "Divadlo za branou" in Prag wurde 1972 geschlossen. Ein großer Teil seiner Werke wurde nur im Untergrund verbreitet und erst nach der Wende 1989/90 auch der Öffentlichkeit zugänglich. Später wurden seine Stücke aber an allen großen Bühnen Tschechiens gezeigt.

Israelkritische Ausstellung soll doch gezeigt werden

Die Wanderausstellung "Breaking the Silence" kommt nach Köln

Die von Oberbürgermeister Jürgen Roters abgesagte Wanderausstellung der linken israelischen Organisation "Breaking the Silence" (Das Schweigen brechen) soll nun doch einen Platz in Köln finden. Wie das Presseamt mitteilte, sollen die Fotos und Texte, die sich kritisch mit dem Vorgehen der israelischen Armee in den palästinensischen Gebieten auseinandersetzen, im Frühjahr 2016 "in einem angemessenen Kontext" präsentiert werden. Der Kölner Arbeitskreis Israel-Palästina werde in den nächsten Monaten ein Konzept erarbeiten. Die Ausstellung war zunächst von der Stadt nach Protesten der israelischen Botschaft abgelehnt worden.

Interimschefs am Staatsschauspiel Dresden benannt

Regisseur Wolfgang Engel an alter Wirkungsstätte

Das Staatsschauspiel Dresden bleibt in der Zeit ohne regulären Intendanten nicht führungslos. Der Künstlerische Betriebsdirektor Jürgen Reitzler und der Regisseur Wolfgang Engel leiten das Haus vom Sommer 2016 an für ein Jahr, wie das sächsische Kunstministerium mitteilte. Der Übergang ist erforderlich, weil der aktuelle Intendant Wilfried Schulz 2016 nach Düsseldorf geht und der neue Chef Joachim Klement erst 2017 vom Staatstheater Braunschweig kommt.

EuGH verhandelt zu Dresdner Waldschlösschenbrücke

Bau könnte europäisches Naturschutzrecht verletzt haben

Am Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat die Verhandlung zur Dresdner Waldschlösschenbrücke begonnen. Dort geht es auf Antrag des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig um die Frage, ob bei der Genehmigung für den Bau der umstrittenen Brücke durch das Elbtal europäisches Naturschutzrecht missachtet wurde. Hintergrund ist eine Klage der Grünen Liga Sachsen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Stadt Dresden von 2004. Vertreter von Grüner Liga und Freistaat können nun ihre Positionen mündlich darlegen. Acht bis zehn Wochen später sollen die Schlussvorträge des Generalanwalts folgen, wie ein EuGH-Sprecher sagte. Wegen des Brückenbaus hatte die Unesco dem Dresdner Elbtal den Welterbetitel aberkannt.

Vierte Privattheatertage in Hamburg

Monica-Bleibtreu-Preise für beste Inszenierungen

In Hamburg haben die vierten Privattheatertage begonnen. Zur Eröffnung des Festivals mit Aufführungen kleinerer Bühnen aus dem gesamten Bundesgebiet stand am Dienstagabend Michael McKeevers Stück "Willkommen in deinem Leben" auf dem Programm. Im Altonaer Theater erhielt die Inszenierung von Karsten Engelhardt aus dem Theater Ravensburg begeisterten Beifall. Bis zum 28. Juni wetteifern zwölf Produktionen der Sparten Moderner Klassiker, Zeitgenössisches Drama und Komödie um die undotierten Monica-Bleibtreu-Preise.

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