Seit 08:30 Uhr Nachrichten

Montag, 09.12.2019
 
Seit 08:30 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Mittwoch, 3. Juni 2015

Van Rompuy wird Haiku-Botschafter für Japan

Ehemaliger EU-Ratspräsident dichtet selbst

Japan hat den früheren EU-Ratspräsidenten Hermann Van Rompuy zu seinem neuen Haiku-Botschafter ernannt. Nach Angaben der japanischen Regierung versprach Van Rompuy am Dienstag bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, er werde sich als langjähriger Haiku-Poet und Freund Japans für eine Vertiefung der Beziehungen zwischen dem ostasiatischen Land und der EU einsetzen. Der 67-jährige Belgier ist glühender Verehrer der traditionellen japanischen Gedichtsform, er veröffentlichte schon Bände mit eigenen Gedichten und war bekannt dafür, die Dreizeiler auf Pressekonferenzen oder diplomatischen Empfängen zu rezitieren. Eine seiner Aufgaben als Haiku-Botschafter wird es sein, für Austauschprogramme zwischen europäischen und japanischen Poesie-Fans zu werben.

Depot der Hamburger Kunsthalle fertiggestellt

Für Kunstwerkelagerung nach höchsten internationalen Standards

Im Zuge der Modernisierungsarbeiten an der Hamburger Kunsthalle ist jetzt das zentrale Gemälde- und Skulpturendepot fertiggestellt worden. Hier können künftig Kunstwerke nach höchsten internationalen Standards gelagert werden, wie Kultursenatorin Barbara Kisseler heute bei der Vorstellung der Räume sagte. Der Umbau hat vier Millionen Euro gekostet, die von der Stadt getragen wurden. Neben einer umfassenden Sanierung der Räumlichkeiten wurde ein neues Regal- und Hängesystem im Depot eingebaut. Parallel dazu wurde damit begonnen, den Außenbereich der Kunsthalle barrierefrei und einladender umzugestalten. Hierfür sind seitens der Stadt drei Millionen Euro vorgesehen. Alle weiteren Umbauten der Kunsthalle werden mit einer 15-Millionen-Euro-Spende der Dorit & Alexander Otto-Stiftung finanziert. Die Wiedereröffnung soll wie geplant Ende April 2016 erfolgen.

Welterbetag wird bei Uhldinger Pfahlbauten gefeiert

Derzeit gibt es 39 Welterbestätten in Deutschland

Die bundesweit zentrale Veranstaltung zum Unesco-Welterbetag am Sonntag findet in der Welterbestätte "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen" in Unteruhldingen am Bodensee statt. Der Welterbetag steht unter dem Motto "Unesco-Welterbe verbindet", teilte die Deutsche Unesco-Kommission heute in Bonn mit. "Am Welterbetag wollen wir in Zeiten barbarischer Angriffe auf Unesco-Welterbestätten in Syrien und dem Irak den völkerverbindenden Charakter unseres gemeinsamen Erbes in Erinnerung rufen", so Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, im Vorfeld des Aktionstages. Welterbestätten laden in Deutschland seit 2005 am ersten Sonntag im Juni zu Sonderführungen und Aktionen zum Mitmachen ein. Derzeit gibt es 39 Welterbestätten in Deutschland.

In Coswig kommt Kunst aus dem Automaten

Kleine Schachteln für zwei bis drei Euro

In Coswig können sich jetzt Interessierte aus einem Kasten kleine Überraschungen in Form von Bildern, Mini-Skulpturen und anderen Objekten ziehen. Die ersten sogenannten Kunstautomaten wurden nach Angaben des Automaten- und Waagenbetriebs in Klein Bartensleben 2001 in Potsdam aufgestellt. Für zwei bis drei Euro bekommen Kunstfreunde an den ehemaligen Zigaretten- und Kondomautomaten in etlichen Städten - darunter auch Halle, Magdeburg, Berlin und Hamburg - die kleinen Schachteln.

Theater- und Opernhäuser setzen auf Live-Streams

Internet als Lockmittel für junges Publikum

Immer mehr Theater- und Opernhäuser bieten ihre Aufführungen auch kostenlos im Netz an. Sie betrachten das Internet als Bühne, um vor allem junges Publikum zu gewinnen und in die Aufführungen vor Ort zu locken. Jüngst kündigten 15 Opernhäuser aus ganz Europa an, einige ihrer Produktionen über die "Opera Platform" ins Netz stellen zu wollen - darunter die Komische Oper Berlin und die Oper Stuttgart. Auch Chris Dercon, der zukünftige Intendant der Berliner Volksbühne, plant beispielsweise eine "digitale Bühne". Die Bayerische Staatsoper zeigt Aufführungen unter dem Label StaatsoperTV. Und am ältesten städtischen Theater Deutschlands in Ulm werden schon seit 2012 Vorführungen gestreamt. Vielen Theatern fehlen aber laut Deutschem Bühnenverein die personellen und finanziellen Ressourcen, um digitale Strategien umzusetzen.

Protestanten wollen beim Kirchentag Friedens-Signal senden

Heute abend beginnt er in Stuttgart mit einem Gottesdienst

Angesichts von Kriegen, Terror und weltweiten Flüchtlingstragödien soll vom Evangelischen Kirchentag in Stuttgart ein Zeichen des Friedens ausgehen. "Die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt hängt davon ab, dass wir die Fähigkeit entwickeln, Frieden zu schaffen und zu sichern". Das sagte Kirchentagspräsident Andreas Barner zur heutigen Eröffnung. Das Geschehen dieser Tage fordere auf besondere Weise dazu heraus, in christlicher Verantwortung Stellung zu beziehen. Das 35. Laientreffen mit 2500 Veranstaltungen ist bis Sonntag zum vierten Mal zu Gast in Stuttgart. Zum Straßenfest am Abend werden 250 000 Menschen in der Innenstadt erwartet.

Frankfurter Goetheplakette für Martin Mosebach

Er bekam sie heute im Frankfurter Römer überreicht

Martin Mosebach, in Frankfurt geborener und lebender Schriftsteller, hat die Goetheplakette der Mainstadt erhalten. Sie wurde ihm heute von Oberbürgermeister Peter Feldmann im Frankfurter Römer überreicht. Mit der Plakette werden Persönlichkeiten des kulturellen Lebens ausgezeichnet, "die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind". Mosebach, Träger des Büchner-Preises und damit der wichtigsten deutschen Literaturauszeichnung, zählt zu den bekanntesten konservativen katholischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Zuletzt erschien von ihm der Roman "Das Blutbuchenfest".

Eduardo Mendoza erhält Franz-Kafka-Literaturpreis

Der Spanier folgt damit Peter Handke und Vaclav Havel

Der Franz-Kafka-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den spanischen Schriftsteller Eduardo Mendoza. Das teilten die Organisatoren heute in Prag mit. Zu den erfolgreichsten Romanen des 72-Jährigen gehört "Die Stadt der Wunder" von 1986. Darin schilderte er nach Ansicht der Jury "in meisterhafter Weise die sozialen und politischen Kämpfe in Barcelona, Katalonien und ganz Spanien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts". Der Preis ist mit 10 000 US-Dollar dotiert. Außerdem erhält der Preisträger eine Bronzefigur, die einem Kafka-Denkmal nachgebildet ist. Der Spanier Mendoza steht damit in einer Reihe mit früheren Preisträgern wie Peter Handke, John Banville oder dem vor dreieinhalb Jahren gestorbenen Dramatiker Vaclav Havel.

Zwei Drittel der Deutschen für die "Homo-Ehe"

Das ergab eine Umfrage

Zwei Drittel der Deutschen, rund 65 Prozent, sind für die sogenannte Homo-Ehe. Das geht aus einer heute veröffentlichten INSA-Umfrage im Auftrag der "Bild»"Zeitung hervor. Dagegen sprachen sich 26 Prozent aus, 9 Prozent der Befragten machten keine Angabe. 71 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass es für die Entwicklung eines Kindes am besten ist, wenn es mit Mutter und Vater aufwächst. 19 Prozent stimmten dem nicht zu, jeder Zehnte machte keine Angaben. Jeder zweite Deutsche (51 Prozent) meint, Homosexuelle würden in Deutschland benachteiligt. Jeder Dritte (33 Prozent) sieht keine Benachteiligung, 16 Prozent machen dazu keine Angaben. Für die Studie wurden 2.168 Personen befragt.

Autor Clemens Meyer wird Poetikdozent

Titel der Vorlesungsreihe: "Der Untergang der Äkschn GmbH"

Der Schriftsteller Clemens Meyer wird zum Sommersemester Poetikdozent an der Frankfurter Goethe-Universität. Meyer gibt unter dem Titel "Der Untergang der Äkschn GmbH" bis Anfang Juli Einblick in seine literarische Arbeit. Die Antrittsvorlesung hält der in Leipzig lebende Autor am 9. Juni auf dem Campus Westend, wie die Uni mitteilte. Meyer wurde 2006 mit seinem Roman "Als wir träumten" berühmt. Das Werk wurde später von Regisseur Andreas Dresen verfilmt. Als Poetikdozent folgt der 1977 geborene Meyer auf den Komponisten Wolfgang Rihm und den Filmregisseur Dominik Graf. Die Stiftungsgastprofessur wurde 1959 begründet.

Kulturnachrichten hören

Juni 2015
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur