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Kulturnachrichten

Montag, 1. Juni 2015

Norman Foster wird 80

Britischer Stararchitekt mit überirdischen Zielen

Norman Foster gilt als einer der größten Baumeister unserer Zeit. Heute wird er 80 Jahre alt. Stilprägend ist bei seinen als kostspielig geltenden Bauwerken der Einsatz von viel Glas und Stahl. Bekannte Projekte sind das Kulturzentrum Carré d'Art in Nimes, das Hochhaus The Gherkin in London und die gläserne Reichstagskuppel in Berlin. In Peking entwarf er einen Flughafen, der Londoner Flughafen Stanstedt ist ebenfalls von Sir Norman Foster. Der Adelstitel wurde ihm 1990 von der Queen verliehen. Neben vielen weiteren Ehrungen, gewann er gleich zweimal den renommierte Pritzker Preis für herausragende Architektur. Der Visionär Foster plant auch schon für die Zukunft und ist an einem Projekt mit der Europäischen Raumfahrtbehörde zur Besiedlung des Mondes beteiligt. Ein Entwurf zu einem Heim für einen Vier-Personen-Haushalt steht schon.

Erstmals Frau an Spitze des Literaturnobelpreis-Komitees

Sana Danius tritt heute ihr Amt an

Die Schwedische Akademie für den Literaturnobelpreis wird erstmals in ihrer über 200-jährigen Geschichte von einer Frau geführt. Seit heute ist die Ästhethik-Professorin Sara Danius Erste Sekretärin und damit Chefin der Jury für den Literaturnobelpreis.
Die 53 Jahre alte Literaturwissenschaftlerin aus Stockholm ist bereits seit Dezember 2013 als Nobeljurorin in dem 18-köpfigen Gremium und gilt als Expertin für Marcel Proust, James Joyce und Gustave Flaubert. Die Mitgliedschaft gilt nach den Statuten der Akademie von 1786 lebenslang. Das Gremium wählt seine neuen Mitglieder selbst aus.

Parzinger fordert schärferes Vorgehen gegen Antikenraub

Illegaler Handel mit Kunstwerken muss eingeschränkt werden

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat ein entschiedeneres Vorgehen gegen Raubgrabungen und illegalen Antikenhandel gefordert. Nach der Verabschiedung einer entsprechenden UN-Resolution seien alle Länder zum Handeln aufgerufen, sagte der Archäologe in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. Der illegale Handel mit gestohlenem oder ausgegrabenem Kulturgut müsse eingedämmt werden. Denn solange terroristische Vereinigungen wie der "Islamische Staat" wissen, dass es einen Markt gibt und es Abnehmer gibt, werde weiter geplündert, so Parzinger. Die bewusste Zerstörung von Kulturgut sei ein Kriegsverbrechen. Besonders betroffen sind das Bürgerkriegsland Syrien und der Nordirak.

Amos Oz für Internationalen Literaturpreis nominiert

Ehrung gilt internationalen Werken und ihren Übersetzern

Der israelische Schriftsteller Amos Oz ist für den Internationalen Literaturpreis 2015 des Berliner Hauses der Kulturen der Welt nominiert. Der 76-Jährige steht gemeinsam mit Übersetzerin Mirjam Pressler für den Roman "Judas" auf der Shortlist. Ebenfalls nominiert: NoViolet Bulawayo ("Wir brauchen neue Namen"), Patrick Chamoiseau ("Die Spur des Anderen"), Daša Drndic ("Sonnenschein"), Gilbert Gatore ("Das lärmende Schweigen") und Krisztina Tóth ("Aquarium"). Der Preis wird am 8. Juli in Berlin verliehen. Er ist mit 25 000 Euro für den Autor und 10 000 Euro für den Übersetzer dotiert. Auslober sind das Haus der Kulturen der Welt und die Hamburger Stiftung Elementarteilchen.

US-Stiftung übergibt vermisste Kunstwerke in Dessau-Roßlau

Monuments Stiftung veranlasst Rückgabe

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehren drei geraubte Kunstwerke in die Anhaltische Gemäldegalerie nach Dessau-Roßlau zurück. Die US-Stiftung Monuments Men hatte die Gemälde in den USA aufgespürt und die Rückgabe veranlasst. Zwei amerikanische Familien hatten die Bilder in ihrem Besitz. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Gemälde zusammen mit weiteren Kunstwerken in einen Kalischacht bei Bernburg ausgelagert worden. Die Gemäldegalerie hat nach eigenen Angaben im Krieg 200 Gemälde verloren, die zerstört oder geraubt wurden. Die Monuments Men waren eine US-Spezialeinheit, die im Zweiten Weltkrieg Kunstschätze aus Deutschland rettete. Schauspieler und Regisseur George Clooney hatte sie mit seinem auch in Sachsen-Anhalt gedrehten Film im vergangenen Jahr berühmt gemacht.

Kinderfilmfestival "Goldener Spatz" eröffnet

Größtes Kindermedienfestival Deutschlands in Gera

Mit den ersten Wettbewerbsfilmen ist gestern in Gera in Thüringen das Kindermedienfestival "Goldener Spatz" gestartet. Zum Auftakt sahen rund 500 Gäste den 3-D-Animationsfilm «Ooops! Die Arche ist weg...», eine Koproduktion deutscher, luxemburgischer, belgischer und irischer Filmemacher. Während der 23. Festivalauflage bewerben sich 37 Filme um die Preise, die am kommenden Freitag vergeben werden. Bis dahin bietet das Festival 85 Veranstaltungen für Kinder, Eltern, Pädagogen und das Fachpublikum. Die Organisatoren rechnen mit etwa 16 000 Besuchern. Der "Goldene Spatz" gilt als größtes Kindermedienfestival Deutschlands.

Literaturpreis der Adenauer-Stiftung für Marica Badrozic

Deutsch-kroatische Autorin für ausgezeichnet

Die 1973 in Svib geborene Schriftstellerin Marica Badrozic ist gestern in Weimar mit dem Literaturpreis der Adenauer Stiftung ausgezeichnet worden. Sie leiste mit ihren epischen und essayistischen Werken einen maßgeblichen kulturellen Beitrag zur Neuordnung Europas nach 1989, hieß es zur Begründung der Jury. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1993 von der CDU-nahen Stiftung vergeben. Bisherige Preisträger sind unter anderen Sarah Kirsch, Hilde Domin, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Louis Begley, Herta Müller, Daniel Kehlmann, Uwe Tellkamp, Cees Nooteboom, Martin Mosebach und Rüdiger Safranski.
Marica Badrozic schrieb die Erzählungen «Tito ist tot» (2002) und «Der Windsammler» (2007) sowie die Romane «Das Gedächtnis der Libellen» (2010) und «Kirschholz und alte Gefühle» (2012).

Aachener Kunstpreis für polnische Künstlerin Paulina Olowska

Werk mit Bezügen auf ehemals größte Schirmfabrik der Welt

Die polnische Künstlerin Paulina Olowska ist am Sonntag für ihr Werk mit dem Kunstpreis Aachen geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit einer Einzelausstellung im Ludwig Forum verbunden. Olowska zeigt die eigens entwickelte Ausstellung "Needle/Nadel" mit Skulpturen und Malerei zur Geschichte des Gebäudes. 1928 erbaut, war das heutige Ludwig Forum einst Produktionsstätte für die größte Schirmfabrik der Welt, seine zentrale Fertigungshalle mit Maschinen und Arbeiterinnen gefüllt. In den frühen 1990ern wurde der Betrieb in ein Museum umgewandelt. Der Kunstpreis Aachen wird alle zwei Jahre einem bildenden Künstler verliehen, dessen Arbeiten der internationalen Kunstszene nachhaltige Impulse geben.

Videotext wird 35 Jahre alt

Täglich über 11 Millionen Nutzer

Der Videotext wird 35 Jahre alt. Am 1. Juni 1980 starteten ARD und ZDF einen Testbetrieb für rund 70 000 Teletext-taugliche Empfangsgeräte in den deutschen Haushalten. Trotz Konkurrenz neuer Medien aus dem Internet wird der Teletext, der gemeinsam mit dem Fernsehsignal gesendet wird, auch heute noch umfangreich genutzt. Im Jahr 2014 haben den Messungen der GfK-Fernsehforschung in Nürnberg zufolge täglich 11,68 Millionen Zuschauer das Angebot genutzt. Die meistgefragten Textseiten sind Sport-, Programm- und Finanzinhalte.

"Freitag der 13."-Star Betsy Palmer gestorben

Schauspielerin verstarb mit 88 Jahren in Conneticut

Die US-Schauspielerin Betsy Palmer ist - laut ihrem langjährigen Manager - bereits am Freitag in einem Pflegeheim im Staat Conneticut gestorben. Jahrzehntelang galt Palmer als bekanntes Gesicht in TV-Shows und Filmen, von denen etliche als Klassiker gelten. Den nachhaltigsten Ruhm brachte der Charakterdarstellerin die Rolle der blutrünstigen Mrs. Voorhees im Horror-Schocker "Freitag der 13." von 1980 sein. Nach dem durchschlagenden Erfolg des Klassikers erklärte Palmer später lapidar, sie habe die Rolle eigentlich in erster Linie angenommen, weil sie sich mit dem Geld ein neues Auto habe kaufen wollen.

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