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Kulturnachrichten

Freitag, 20. Juni 2014

ROG: China verschärft Zensur

"Die neuen Regeln sind ein Maulkorb für alle Journalisten und schränken Reporter auch als Privatperson ein."

So äußerte sich Christian Mihr, Geschäftsführer von "Reporter ohne Grenzen", über neue Verordnungen in China. Mit ihnen treibe die Regierung die Zensur weiter voran, kritisiert die die Organisation in einer Mitteilung. Journalisten müssten in Zukunft eine Erlaubnis ihrer Redaktionen einholen, bevor sie kritische Berichte publizieren. Auch wolle das Land verbieten, dass Reporter auf eigenen Blogs oder Internetseiten Nachrichten posten. - Offiziell will die Regierung mit den Maßnahmen die Verbreitung von Unwahrheiten unterbinden. In der Praxis bedeuteten sie aber ein massives Hemmnis bei der ohnehin schon streng zensierten Weitergabe von Nachrichten, urteilt "Reporter ohne Grenzen".

Keine Freiheit für Assange in Sicht

Aus der ecuadorianischen Botschaft in London kommt Julian Assange so schnell wohl nicht heraus.

Der Außenminister Ecuadors, Ricardo Patiño, sagte in Quito, im Streit mit Großbritannien um den 42-Jährigen sei auch nach fast genau zwei Jahren keinerlei Einigung in Sicht. Man garantiere aber weiterhin den Schutz Assanges. Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks war im Juni 2012 in die Botschaft geflohen, nachdem der höchste englische Gerichtshof eine Abschiebung Assanges nach Schweden für rechtens befunden hatte. Dort soll ihm wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung der Prozess gemacht werden. Assange befürchtet, dass Schweden ihn wiederum an die USA ausliefern könnte. Dort droht ihm ein Strafverfahren wegen Geheimnisverrats.

Zeitungsverlage wollen auch auch gegen Microsoft, Yahoo und Telekom vorgehen

Im Streit um Leistungsschutzrechte soll die Klage gegen Google nur der erste Schritt sein.

Zwölf deutsche Verlage wollen auch gegen die Konzerne Microsoft, Yahoo, Deutsche Telekom sowie 1&1 juristisch vorgehen. Das sagte ein Sprecher der Verwertungsgesellschaft "VG Media" dem "Handelsblatt". Gegen die Unternehmen werde man vor Gericht ziehen, falls es keine Einigung auf Zahlungen gebe. Die Verleger wollen erreichen, dass die Internet-Unternehmen für sogenannte "Snippets" zahlen, also für kurze Textauszüge von Verlags-Inhalten, die etwa bei der Google-Suche erscheinen. Am Mittwoch hatte die VG Media bereits Klage gegen Google eingereicht. Der Verwertungsgesellschaft gehören unter anderem die Häuser Springer, Burda, Funke und DuMont Schauberg an.

Kartellamt billigt Weltbild-Übernahme

Die Übernahme des insolventen Weltbild-Verlags durch die Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners steht offenbar unmittelbar bevor.

Das Bundeskartellamt hat die Freigabe erteilt, wie die Behörde auf ihrer Internetseite mitteilte. Mehrere Medien berichteten außerdem, dass die Übernahmeverträge am 30. Juni unterzeichnet werden sollen. Der Start der neuen Gesellschaft sei einen Tag später geplant. - Weitere Entlassungen innerhalb des Verlags gelten als sicher, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Onlineausgabe. Allerdings gebe es noch keine Auskünfte, wie viele der verbliebenen 2400 Mitarbeiter gehen müssen.

Weltbild gehörte bislang der katholischen Kirche und hat im Januar Insolvenz angemeldet.

Feuilletons würdigen gestorbenen Jazz-Pianisten Horace Silver

"Der Mann, der den Funk erfand".

So würdigt der "Tagesspiegel" aus Berlin den gestorbenen Jazz-Pianisten Horace Silver. Dieser habe mit seiner Hard-Bop-Formation "Jazz Messengers" eine ganze Generation von Funk- und Soulmusikern beeinflusst, schreibt das Blatt. Die "Neue Zürcher Zeitung" lobt das Pianospiel Silvers, das erdig und schmutzig dahergekommen und tief im schwarzen Erbe aus Blues, Spirituals und Gospel verwurzelt gewesen sei. Die "Welt" schreibt, wie kaum einem anderen sei es Silver gelungen, in seiner Musik das Erhaben-Jenseitige und das Komisch-Weltliche in eine Form zu gießen. - Silver starb am Mittwoch in seinem Haus im US-Bundesstaat New York.

Cragg-Skulptur "Mean Average" in Bonn enthüllt

Fast sechs Meter ragt die Bronzeskulptur in den Himmel und wurde eigens für die Stadt Bonn geschaffen.

Heute wurde das Werk "Mean Average" des englischen Bildhauers Anthony Cragg von Gerhard Schröder enthüllt. Durch Craggs Arbeiten erschlössen sich dem Betrachter immer wieder neue Dimensionen, sagte der Altkanzler. Hervorstechend sei bei der Skulptur, dass sie keine Hauptanssichtsseite habe, sondern in alle Blickrichtungen gleichwertig sei. - Das Werk ist Teil des Kunstprojekts Bonn, mit dem die Stiftung für Kunst und Kultur die Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum weiterentwickeln möchte. Finanziert hat das Projekt ein Bonner Geschäftsmann.

Kostenexplosion beim Osloer Munchmuseum

Strengere Anforderungen an den Umwelt- und Brandschutz sowie der Bau zusätzlicher Aussichtspunkte;

das sind nach Ansichts von Oslos Kulturdezernenten Hallstein Bjercke die Gründe für die Kostenexplosion beim Neubau eines Munch-Museums. Wie der Rat der norwegischen Hauptstadt mitteilte, müsse man mit Gesamtkosten in Höhe von umgerechnet rund 280 Millionen Euro ausgehen. Das sind knapp 50 Millionen Euro mehr als bei Verabschiedung der Pläne vor einem Jahr. Um die Mehrkosten zu decken, habe man nun die Regierung um einen Beitrag ersucht und einen "konstruktiven Dialog" eingeleitet, sagte Bjercke. Kulturministerin Thorild Widvey erklärte, man werde sich "voraussichtlich" an den Mehrkosten beteiligen, da Munch einer der herausragendsten norwegischen Künstler sei.

Der Maler Edvard Munch (1863-1944) vermachte in seinem Testament seine Bilder der Stadt Oslo. 1963 wurde dafür ein Museum eröffnet, das inzwischen aber baufällig und zu klein ist, weshalb seit Jahren nach einer neuen Lösung gesucht wird.

In China soll Großer Basar von Istanbul nachgebaut werden

Nach dem Eiffelturm und der Sphinx nun der Große Basar.

In China gibt es ein neues Kopie-Projekt: Der historische Markt in Istanbul soll nachgebaut werden - und zwar innerhalb der Phoenix Towers, der künftig höchsten Zwillingstürme der Welt. Sie sollen demnächst in der Stadt Wuhan entstehen. Ein Sprecher des zuständigen Architekturbüros erklärte, man wolle mit dem Projekt "Turkish Plaza" unterschiedliche Kulturen zusammenbringen. In den nachgebauten Basar werde man nämlich auch eine japanische Straße mit Restaurants und Geschäften integrieren.

Dänischer Fotograf nach Gefangenschaft in Syrien wieder frei

Länger als ein Jahr war Daniel Rye Ottosen in syrischer Geiselhaft.

Jetzt ist der dänische Kriegsfotograf freigekommen. Das Außenministerium in Kopenhagen erklärte, der 25-Jährige sei wieder bei seiner Familie. Ottosen war am 17. März des vergangenen Jahres verschleppt worden. Ein Ministeriumssprecher wollte Medienberichte nicht bestätigen, wonach die Terrorgruppe Isis hinter der Entführung stand. Unklar ist auch, ob Lösegeld gezahlt wurde.

Neue Fakultät für "Montenegrinistik" entsteht in Cetinje

Das neu geschaffene Studienfach trägt den Namen "Montenegrinistik".

Unterrichtet wird es demnächst an der einzigen Universität Montenegros. Die neue Fakultät soll in der traditionsreichen Stadt Cetinje entstehen, wie die Regierung des Balkan-Staats bekannt gab. Dann können Studenten in einem vierjährigen Studiengang die noch junge Amtssprache erforschen. - Einst galt in Jugoslawien Serbokroatisch als Amtssprache. Nach dem Zerfall des Landes wurde diese Sprache von den Menschen abgelehnt, und stattdessen wurden zunächst Kroatisch, Bosnisch und Serbisch sowie 2007 auch Montenegrinisch in den neu entstandenen Staaten jeweils Amtssprache.

Intendant Flimm inszeniert "Macbeth" auf Baustelle

"Um festes Schuhwerk wird gebeten" - so heißt es in einer Einladung der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Die Premiere von Salvatore Sciarrinos "Macbeth" inszeniert Intendant Jürgen Flimm morgen nämlich auf der Baustelle des Opernhauses. Das zeitgenössische Werk des aus Palermo stammenden Komponisten wird im ehemaligen Orchesterprobensaal der Staatsoper gezeigt, die derzeit saniert wird. Am Dirigentenpult steht David Robert Coleman.

Cragg-Skulptur in Bonn wird von Altkanzler Schröder enthüllt

Die Bonner können sich schon wieder über ein neues Kunstwerk freuen.

In der Innenstadt wird heute eine Skulptur des britischen Bildhauers Anthony Cragg enthüllt, und zwar von Alt-Bundeskanzler Schröder. Das sechs Meter hohe Kunstwerk namens "Mean Average" wurde eigens für die ehemalige Bundeshauptstadt geschaffen. Der Auftrag kam von der privaten Bonner "Stiftung für Kunst und Kultur", die der Stadt erst Ende März eine umstrittene Beethoven-Skulptur von Markus Lüpertz geschenkt hatte.

Hochschulrektorenkonferenz begrüßt geplante Abschaffung des Kooperationsverbots

"Ich fand das Kooperationsverbot schon immer schlecht".

Mit diesen Worten hat der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, die Pläne von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka begrüßt, das Kooperationsverbot für Bund und Länder bei der Hochschul-Förderung abzuschaffen. Hippler sagte im Deutschlandradio Kultur, es müsse hier ein größeres Miteinander geben. Die Hochschulen brauchten die Hilfe des Bundes für eine ordentliche Grundfinanzierung. Schließlich benötige man angesichts weiterhin hoher Studierenden-Zahlen genügend Personal. - Die Bundesbildungsministerin hatte am Dienstag einen Gesetzentwurf für die Abschaffung des Kooperationsverbots vorgelegt.

Hindenburg bleibt vorerst Ehrenbürger Berlins

Paul von Hindenburg bleibt vorerst Ehrenbürger Berlins.

Die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus scheiterte gestern Abend mit ihrem Antrag, den früheren Reichspräsidenten aus der Ehrenbürgerliste zu streichen. Sie bezeichnet Hindenburg als einen - Zitat - "Militaristen und Wegbereiter Hitlers". Die Regierungsfraktionen von CDU und SPD stimmten dem Antrag nicht zu, der nun in den Kulturausschuss überwiesen wurde. Redner der beiden Parteien verteidigten Hindenburg als einen Demokraten. Der CDU-Kulturpolitiker Uwe Lehmann-Brauns warf der Linken zudem eine selektive Geschichtswahrnehmung vor.

Galerist Rudolf Kicken mit 66 Jahren gestorben

Er prägte die Galeristen-Szene im Rheinland und in Berlin.

Rudolf Kicken ist im Alter von 66 Jahren gestorben, wie seine Galerie in der Hauptstadt mitteilte. Der Kunstliebhaber begeisterte sich vor allem für Fotografie und vertrat etwa Helmut Newton in Deutschland. Seine erste Galerie "Lichttropfen" hatte er 1974 in Aachen gegründet; 1979 folgte der Umzug nach Köln. Im Jahr 2000 eröffnete er die "Galerie Kicken" in Berlin. Im vergangenen Jahr vermachten er und seine Frau Annette ihre Fotografien-Sammlung dem Frankfurter Städel-Museum.

Zeichner Kurt Westergaard bereut Mohammed-Karikatur nicht

Die Auswirkungen seiner Mohammed-Karikatur spürt Kurt Westergaard noch heute.

Für die dänischen Zeitungen sei er immer noch eine Persona non grata, sagte der dänische Karikaturist in einem Gespräch mit dem Grafiker Klaus Staeck, das in der "Frankfurter Rundschau" zu lesen ist. Die dänischen Medien hätten Angst, ihn zu beschäftigen. Enttäuscht ist der 79-Jährige weiterhin von einigen seiner Karikaturisten-Kollegen, die sich damals wegen der Bedrohung durch radikale Muslime für ihre Mohammed-Zeichnungen entschuldigt hätten. Er selbst bereue seine Karikatur nicht, obwohl er seit Jahren von der Polizei bewacht werden müsse. Die dänische Zeitung "Jyllands Posten" hatte im Jahr 2005 Mohammed-Karikaturen Westergaards und anderer Künstler abgedruckt und damit gewaltsame Proteste von Muslimen ausgelöst. Auf Westergaard wurde später ein Mordanschlag verübt.

Zweifel am "Echo des Urknalls": Nur Staub im All?

War der Jubel über des "Echo des Urknalls" verfrüht?

Als US-Wissenschaftler des Harvard-Smithonian-Centre im März verkündeten, erstmals einen Beweis für den Urknall gefunden zu haben, galt dies als ein historischer Forschungserfolg. Jetzt haben die Experten in einer Fachzeitschrift eingeräumt, dass die aufgefangenen Signale anstatt von den Erschütterungen der sogenannten "Kosmischen Inflation" auch von strahlendem kosmischen Staub herrühren könnten. Sie bestätigten damit Vorbehalte anderer Wissenschaftler. Forscher der Princeton Universität in den USA wollen demnächst ihre eigenen Ergebnisse veröffentlichen: Sie haben mit dem Planck-Teleskop der Europäischen Weltraum-Agentur auf sechs verschiedenen Frequenzen nach Signalen gesucht. Die Harvard-Experten suchten dagegen nur auf einer Frequenz.

Texter Gerry Goffin gestorben - mit Carole King mehr als 50 Top-40-Hits

Er schrieb Hits wie "Crying in the Rain", "The Loco-Motion" und "Take good Care of my Baby".

Der amerikanische Songtexter Gerry Goffin ist im Alter von 75 Jahren in Los Angeles gestorben, wie seine Familie mitteilte. Die meisten seiner Songs schrieb er zusammen mit seiner Frau Carole King, mit der er von 1959 bis 1968 verheiratet war. Die beiden schufen für Interpreten wie die Monkees, die Everly Brothers oder die Drifters mehr als 50 Top-40-Hits. Auch nach der Trennung von King blieb er ein erfolgreicher Texter - so stammt etwa Whitney Houstons "Savin' all my Love for You" aus seiner Feder.

Salman Rushdie erhält "Pinter-Preis" des britischen PEN-Verbands

Salman Rushdie kann sich über eine weitere Auszeichnung freuen.

Der indisch-britische Autor erhält den Pinter-Preis der Autorenvereinigung PEN in Großbritannien. Dessen Jury erklärte in London, Rushdie werde nicht nur für seine herausragende literarische Leistung, sondern auch für seine Verdienste um die Kunst- und Meinungsfreiheit geehrt. Rushdie lebt seit Jahrzehnten unter Polizeischutz und an wechselnden Orten. Nach der Veröffentlichung seines Romans "Die Satanischen Verse" 1988 hatte der iranische Ajatollah Chomenei zur Ermordung des Autors aufgerufen, weil in dem Buch Allah beleidigt werde. Rushdie wurde 1981 bereits mit dem Booker-Preis ausgezeichnet.

Bundespräsident Gauck würdigt Karl den Großen

"Kultur und Bildung muss man wollen."

Diese Lehre lässt sich nach Ansicht von Joachim Gauck aus dem Leben von Karl dem Großen ziehen. Der Bundespräsident würdigte bei der Eröffnung der Karlsaustellung zum 1.200 Todestag des Franken-Königs dessen Verdienste für die kulturelle Erziehung. Wenn eine so große Kraftentfaltung wie bei der karolingischen Reform möglich gewesen sei, gebe es heute keine Ausreden für mangelnde Anstrengungen bei der Bildung. Gauck erinnerte auch an die dunklen Seiten des Herrschers. So sei es befremdlich, dass er Krieg und Mord als selbstverständliche Mittel der Politik eingesetzt habe. - Zu der Ausstellung in Aachen werden in den kommenden drei Monaten bis zu 150.000 Besucher erwartet.

Menschenrechts-Gerichtshof stellt Aufklärung von Anschlägen vor Quellenschutz

Der journalistische Quellenschutz gilt nicht in jedem Fall.

Wenn es um die Aufklärung von Anschlägen gilt, dürfen Journalisten ihre Informanten nicht geheim halten: Das hat jetzt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschieden. Er wies damit eine Klage der Herausgeber einer Zeitschrift gegen die Niederlande zurück. Der Fall ist Jahre alt: Mitte der 90er hatte die Polizei in Arnheim nach mehreren Bomben-Attentaten die Redaktion des Magazins "Ravage" durchsucht und Computer sowie Unterlagen beschlagnahmt. Die Fahnder suchten damals nach einem Bekennerbrief, den "Ravage" erhalten hatte. Die Herausgeber hatten bereits in den Niederlanden erfolglos gegen die Durchsuchung als einen Verstoß gegen die Pressefreiheit geklagt und waren deshalb vor den Menschenrechts-Gerichtshof gezogen.

Plan für Homosexuellen-Dorf in Niederlanden entpuppt sich als Medien-Coup

Niederländischen Schwulen-Aktivisten ist ein echter Medien-Coup gelungen:

Die Gruppe "Rosa Montag" hat erfolgreich die falsche Nachricht lanciert, dass am Rande der Stadt Tilburg ein Dorf ausschließlich für Homosexuelle entstehen solle. Unterstützung erhielten die Aktivisten von Tilburgs Bürgermeister, der mitspielte und sich erfreut über die Entstehung des sogenannten "Gay Village" äußerte. Auch eine eigene Internetseite und Werbefilme trugen dazu bei, dass viele Medien - auch solche im Ausland - die Nachricht für echt hielten und sie weiterverbreiteten. Nun hat "Rosa Montag" das Projekt als Scherz mit politischem Hintergrund offenbart: Die Gruppe erklärte, die Aktion richte sich gegen die Ausgrenzung von Schwulen, Lesben und Bisexuellen.

Chemiker Steinbach soll Gründungspräsident der Lausitzer Universität werden

Der Gründungspräsident der Lausitzer Universität dürfte Jörg Steinbach heißen.

Die brandenburgische Wissenschaftsministerin Sabine Kunst erklärte, sie sei mit diesem Personalvorschlag der Findungskommission der Uni einverstanden. Nun muss noch der erweiterte Gründungssenat zustimmen. Der Chemiker Steinbach war in den vergangenen drei Jahren Präsident der Technischen Universität Berlin. Eigentlich war der Bremer Ökonom Jochen Zimmermann als Gründungspräsident vorgesehen. Er sagte aber nach einem Streit über Details des Jobs ab. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg - so der eigentliche Name der Lausitzer Universität - ist durch die Zusammenführung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Hochschule Lausitz in Senftenberg entstanden.

Schauspieler Frank Jacobsen gestorben

Bekannt wurde er mit seiner Rolle als Musiker Rüdiger in der ARD-Serie "Zwei für alle Fälle".

Jetzt ist der Schauspieler Frank Jacobsen im Alter von 49 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte seine Agentur mit. Jacobsen spielte in "Zwei für alle Fälle" an der Seite von Jan Fedder und Axel Milberg. Außerdem wirkte er in zahlreichen Filmen und Fernsehserien mit, zuletzt in der ARD-Produktion "Mord mit Aussicht".

Dänen interessieren sich laut Umfrage nicht für Kultur

Die Dänen sind offenbar ziemliche Kulturmuffel.

Eine Untersuchung der nationalen Statistikbehörde hat ergeben, dass fast 70 Prozent von ihnen nie ins Theater gehen oder dies zumindest seit über einem Jahr nicht mehr getan haben. Ein Museum besuchen 60 Prozent selten oder nie, Bibliotheken meiden etwa 75 Prozent. Als Grund gaben die Befragten an, sie hätten kein Interesse oder keine Zeit. - Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2012. Befragt wurden 4.000 Dänen.

Umstrittene dänische Großmoschee in Kopenhagen eröffnet

Wo neue Moscheen entstehen, gibt es meist Proteste - so auch in Kopenhagen.

Hier brachten sogar Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt und das Königshaus ihre Vorbehalte zum Ausdruck: Sie blieben der Eröffnung gestern Abend in der dänischen Hauptstadt fern. Der Bau ist vor allem deshalb umstritten, weil er mit rund 20 Millionen Euro aus Katar gefördert wurde, wo eine konservative Form des Islam vorherrscht. Viele Dänen befürchten, dass diese strenge Auslegung nun auch unter den dänischen Muslimen an Einfluss gewinnt. Moscheesprecher Mohamed al Maimouni bedauerte die Absagen zur Eröffnung und kritisierte, dies sei ein negatives Signal für die muslimische Gemeinschaft in Dänemark. Allerdings hatte er am Vortag in Medien und Politik für Empörung gesorgt, weil er Homosexualität in einem Zeitungsinterview als "unnatürlich" und als "Krankheit" bezeichnete.

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Fazit

Fotografien von Susan MeiselasAnsichten eines Genozids
Auf diesem Bild sind Menschen zu sehen, die einer Exhumierung beiwohnen. (Susan Meiselas)

Zerfetzte Kleidungsstücke, Trümmer auf einem Hügel, Massengräber: Susan Meiselas zeigt in ihren Fotografien Spuren des Völkermords an den irakischen Kurden aus dem Jahr 1991. Ihre eindringlichen Bilder sind jetzt in Frankfurt am Main zu sehen.Mehr

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