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Kulturnachrichten

Mittwoch, 18. Juni 2014

Great Barrier Reef kommt vorerst nicht auf die Rote Liste der Unesco

Das Great Barrier Reef kommt vorerst nicht auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten.

Das hat die Welterbekommission der Unesco in Doha entschieden. Australien muss aber bis Februar 2015 in einem Bericht zusammenfassen, wie es das Riff zu erhalten gedenkt. Das Great Barrier Reef gehört seit 1981 zum Weltnaturerbe. Viele sorgen sich aber wegen der Pläne für Häfen und Industrieanlagen an der nahe gelegenen Küste um seine Zukunft.

Die Beratungen der Unesco im Emirat Katar laufen noch bis zum 25. Juni. Voraussichtlich am Wochenende soll darüber entschieden werden, ob das Kloster Corvey im westfälischen Höxter als Weltkulturerbe anerkannt wird.

YouTube streitet mit Indie-Labels - Blockade von Songs befürchtet

Sollen auf YouTube demnächst tatsächlich keine Videos von Künstlern wie Adele, den Arctic Monkeys oder Franz Ferdinand mehr zu sehen sein?

Diese Befürchtung hat ein Interview der "Financial Times" mit einem YouTube-Manager geweckt. Darin ging es um den Streit zwischen der Video-Plattform und unabhängigen Musik-Labels. Die Labels wollen sich nicht an einem neuen Abo-Dienst von YouTube beteiligen, weil sie die Vergütung für zu niedrig halten. Man wolle das Angebot aber trotzdem starten, ohne auf die unzufriedenen Musikfirmen zu warten, sagte YouTube-Manager Robert Kyncl der Zeitung. Deshalb würden in wenigen Tagen Videos von Künstlern der Indie-Labels blockiert. Der Branchenblog "Digital Music News" berichtete hingegen, die Labels könnten lediglich das bisherige Content-Management-System nicht mehr nutzen - und dadurch kein Geld mehr mit Werbevideos verdienen. - In Deutschland sind viele YouTube-Videos wegen eines Streits mit der Verwertungsgesellschaft Gema sowieso gesperrt.

Hier der Link zum Bericht der "Financial Times".

Archäologen in Köln graben Fußballschuh aus

Es hätte wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für diesen Fund gegeben.

Das Land ist im WM-Fieber - und in der Kölner Innenstadt graben Archäologen einen Fußballschuh aus. Er stamme vermutlich aus dem Keller eines Handwerkers, sagte Marcus Trier, Chef des Römisch-Germanischen Museums und Leiter der Archäologischen Zone. Dort wurden in den vergangenen Jahren Überreste einer jüdischen Siedlung aus dem Mittelalter ausgegraben. Der Fußballschuh, von dem nur noch die Sohle samt deutlich erkennbarer Stollen übrig sind, ist dagegen sehr viel jünger: Er stammt nach Ansicht der Experten aus der Zeit zwischen 1910 und 1945.

Wem gehört die Farbe Gelb? BGH verhandelt Klage von Langenscheidt

Gelbe Lexika -

das müssen die von Langenscheidt sein. 2010 hat sich der Verlag für seine Wörterbücher die Farbmarke "Gelb" eintragen lassen. Doch auch der Konkurrent "Rosetta Stone" nutzt für seine Homepage, seine Werbung und seine Verpackungen einen gelben Farbton. Von heute an befasst sich der Bundesgerichtshof mit der Frage, ob das die Rechte von Langenscheidt verletzt. Das Kölner Oberlandesgericht hatte der Klage auf Unterlassen und Schadenersatz 2012 stattgegeben.

Die Richter des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg beschäftigen sich diese Woche übrigens mit der Farbe Rot: Sie müssen im Streit um die Farbmarke der deutschen Sparkassen ein Urteil fällen.

Umstrittener weißer Adler aus dem Landtag in Potsdam entfernt

Der weiße Adler ist abgehängt.

Im Brandenburgischen Landtag in Potsdam haben Arbeiter das Wappentier aus dem Plenarsaal entfernt. Es hatte zu erbittertem Streit geführt - denn das Original-Wappentier des Bundeslandes ist rot. Peter Kulka, Architekt des neuen Landtags, hatte sich aus ästhetischen Gründen für einen weißen, stilisierten Vogel entschieden. Zum Unmut vieler Bürger und der Fraktionen von CDU und FDP. Nach wochenlanger Debatte wurde ein Kompromiss gefunden: Der weiße Adler wird durch ein kleineres rotes Modell am Rednerpult ersetzt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

Ägypten: Neuer Altertümer-Minister will Museen modernisieren

Mamdu al-Damati hat sich viel vorgenommen.

Der 52-Jährige ist gestern als einer von 14 neuen Ministern der ägyptischen Regierung vereidigt worden und hat künftig die Verantwortung für die Altertümer des Landes. Wie die Zeitung "Al-Ahram" berichtet, will al-Damati nicht nur die antiken Stätten und Monumente besser schützen, sondern auch die Museumslandschaft modernisieren.

Der frühere Kulturattaché der ägyptischen Botschaft in Berlin löst seinen umstrittenen Vorgänger Mohammed Ibrahim ab. Ibrahim war unter anderem vorgeworfen worden, er unternehme zu wenig für die Sicherheit der ägyptischen Altertümer.

Akademien fordern mehr Engagement für den Wissenschaftsjournalismus

Forschungsergebnisse werden inzwischen oft so veröffentlicht, dass sie nach Event, Unterhaltung oder fast schon nach Werbung klingen.

Das kritisieren die wichtigen Akademien des Landes, die sich Sorgen um den Wissenschaftsjournalismus machen. Gemeinsam haben sie deshalb Empfehlungen für Wissenschaft, Politik, Verlage und Stiftungen vorgelegt. Darin kritisieren sie, dass Inhalte von Wissenschaftsmeldungen verstärkt unsachlich zugespitzt werden. Zudem führe der Sparzwang bei vielen Medien zu Kürzungen gerade in den Wissenschaftsredaktionen.

Die Akademien fordern klar definierte Qualitätskriterien - und einen Wissenschaftspresserat nach dem Vorbild des Deutschen Presserats, der Fehlleistungen rügen soll. Außerdem plädieren sie für ein neues "Science Media Center", das vor allem kleinere Redaktionen bei der Wissenschaftsberichterstattung unterstützen soll.

Hier der Link zu den vollständigen Empfehlungen der Forscher.

Die meisten Schulabgänger wollen nach dem Abi studieren

Nach dem Abi kommt das Studium - zumindest für die meisten.

Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung haben 2012 rund drei Viertel der Schulabgänger ein Studium angefangen oder planen noch, eins aufzunehmen. Für die Studie wurden mehr als 11.500 Abiturienten befragt. Die meisten von ihnen glauben, dass sie mit einem Studium bessere Chancen im Beruf haben als mit einer Ausbildung. Außerdem versprechen sie sich ein höheres Einkommen. Besonders beliebte Studiengänge sind den Informationen zufolge Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau und Lehramtsfächer. Und: Knapp die Hälfte der Erstsemester plant nach dem Bachelorabschluss noch einen Master-Studiengang.

Deutschsprachige Minderheit in Polen kritisiert Entfernung zweisprachiger Bahnhofsschilder

Zweisprachigkeit können wir uns nicht leisten.

Mit diesem Argument hat die staatliche polnische Eisenbahn im Bahnhof von Chrzastowice, die deutsche Übersetzung des Ortsnamens, Chronstau, entfernt. Ein Viertel der Bewohner des oberschlesischen Ortes spricht Deutsch - das zweisprachige Bahnhofsschild war erst 2012 nach einem mehrjährigen Streit angebracht worden.

Vertreter der deutschsprachigen Minderheit reagierten empört. In deutschen Gebieten mit sorbischer Minderheit oder in den von vielen Polen bewohnten Gegenden Tschechiens sei die Zweisprachigkeit auch kein Problem, argumentierten sie. In Oberschlesien sind zuletzt wiederholt Schilder mit zweisprachigen Ortsnamen zerstört worden.

Heuss-Büste der FDP versteigert

Der Heuss ist weg.

Wie die Vewertungsgesellschaft des Bundes VEB mitteilte, ist die Bronzebüste des ersten Parteivorsitzenden der FDP und Bundespräsidenten Theodor Heuss für 10.000 Euro versteigert worden. Das sind 2500 Euro mehr, als die VEB geschätzt hatte und 3000 Euro mehr, als die Liberalen selbst 2008 dafür ausgegeben hatten. Zum neuen Besitzer machte die VEB keine Angaben. Die ehemalige Bundestagsfraktion der FDP war nach ihrer Auflösung in Folge der letzten Bundestagswahl rechtlich gezwungen, alle Vermögenswerte zu Geld zu machen - und zwar ausnahmslos.

Für neue Kirchenfenster: Leipziger Gemeinde lässt Mitglieder Bibeltexte Korrektur lesen

Die neue Propsteikirche in Leipzig soll ein Panoramafenster bekommen, auf das der komplette Text der Bibel aufgetragen wird.

Dabei gibt es aber ein Problem: Die elektronische Version der Heiligen Schrift ist nicht mit dem Computer des Künstlers Falk Haberkorn kompatibel, der das Fenster entwirft. Deshalb ruft die Gemeinde ihre Mitglieder zur Mithilfe auf: In kleine Portionen unterteilt, sollen die den Bibeltext Korrektur lesen. So will man Fehler finden, die bei der Umformatierung entstehen könnten.

Die Propsteikirche ist der größte Kirchenneubau Ostdeutschlands seit der Wende und soll 2015 geweiht werden.

Chinesische Hundefleisch-Fans verlegen Sonnenwendenfest nach vorne

Um sich nicht mit Tierschützern auseinandersetzen zu müssen, haben sie die Sommersonnenwende einfach um ein paar Tage vorverlegt.

Einwohner einer Stadt in Südchina haben bereits am vergangenen Wochenende mit einem traditionellen Festessen den längsten Tag des Jahres gefeiert. Zu essen gab es: Hundefleisch und Litschis. Zusammen mit einem traditionellen Likör sollen diese Speisen die Gesundheit fördern - allen Bedenken von Hundefreunden zum Trotz.

Dänischer Autor: Südjütland soll wieder zu Deutschland gehören

Südjütland sollte lieber Einzugsgebiet von Hamburg sein, als der vergessene Hinterhof von Kopenhagen.

Das findet zumindest der dänische Schriftsteller Erling Jepsen. Wenn es nach ihm ginge, sollte seine Heimat wieder zu Deutschland gehören - so, wie es schon zwischen 1864 und 1920 war. Denn seit Südjütland zu Dänemark gehört, ist es aus Jepsens Sicht immer nur rückwärts gegangen. Entscheidend für Südjütlands Anschluss an Deutschland vor 150 Jahren war die Schlacht bei Düppel, von der auch ein Theaterstück Jepsens handelt. Es wird morgen uraufgeführt. In der Schlacht hatten die Preußen die Dänen vernichtend geschlagen und die Landesteile Schleswig und Holstein übernommen.

Australische Einwanderungspolitik ist verfassungskonform

Die australische Einwanderungspolitik ist rechtmäßig.

Das hat das höchste Gericht des Landes entschieden und damit die Klage eines iranischen Flüchtlings einstimmig abgewiesen. Der Mann war im letzten Juli auf der Weihnachtsinsel angekommen und dann auf die Insel Manus in Papua-Neuguinea gebracht worden. Das sieht die umstrittene Asylpolitik Australiens so für Flüchtlinge vor, die auf dem Seeweg ins Land kommen. Wahlweise werden sie auch auf die Pazifikinsel Nauru gebracht. Die Zustände in den Auffanglagern auf den Inseln werden von Flüchtlingshilfswerken scharf kritisiert. Premierminister Tony Abbot begrüßte das Urteil. Die Vorsitzende der Grünen-Partei dagegen sagte, moralisch sei die Angelegenheit noch nicht geklärt.

Cohn-Bendit: Brasilianer sind kritisch, aber freuen sich über WM

"Die WM in Brasilien ist gut für die Brasilianer."

Davon ist der ehemalige Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit überzeugt. Der "taz" sagte er, man hätte es aber sozialer und gerechter machen können. Cohn-Bendit ist derzeit mit einem Camping-Bus in Brasilien unterwegs, um für Arte über die Beziehung zwischen Fußball und politischem Engagement zu recherchieren. Seiner Meinung nach überwiegt aktuell die Begeisterung. Der aktive militante Protest sei im Moment sehr klein. Trotzdem gebe es unter den Brasilianern einhellige Kritik an der Fifa - und zwar über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg.

Betteln ist in Deutschland kein Problem

Das Betteln verbieten ist in Deutschland nicht nötig.

So sieht es Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er, ein Verbot, wie es in Norwegen diskutiert werde, sei in Deutschland weder erforderlich noch angemessen. Außerdem gehöre das Spenden, auch auf der Straße, zur christlichen Tradition. Aggressives Betteln allerdings unterliege vielerorts lokalen Regelungen.

Viele Bundesländer bleiben bei Schreibschrift

Die meisten Bundesländer halten an der Schreibschrift fest.

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings machen nur wenige Kultusministerien den Grundschullehrern feste Vorschriften. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Sachsen: Dort muss die Schulausgangsschrift gelehrt werden - sie wurde in der DDR entwickelt und ähnelt der Schreibschrift. Vor allem an den Grundschulen in Baden-Württemberg wird dagegen zurzeit die Druckschrift erprobt.

Einen Überblick über die Schriften gibt diese Seite

Wallraf-Museum in Köln lässt Sammlung auf NS-Raubkunst prüfen

Der Fall Gurlitt habe gezeigt, wie wichtig die historische Aufarbeitung von Kunstbeständen sei.

Deshalb will das Kölner Wallraf-Richartz-Museum sämtliche Werke aus seiner grafischen Sammlung prüfen lassen, die während der NS-Zeit erworben wurden. Wie die Stadt Köln mitteilte, soll die Untersuchung zwei Jahre dauern. Sie werde von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin mit 150.000 Euro gefördert. In dem Projekt sollen Wissenschaftler die Eigentumsverhältnisse von rund 2.000 Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken klären. Die Ergebnisse will das Museum in einer Ausstellung und im Internet zusammenfassen.

Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen, einzelne Werke seiner Sammlung auf ihre Herkunft zu überprüfen.

US-Regisseurin Bigelow will offenbar Bergdahl-Geschichte verfilmen

In den USA wird weiter über die genauen Umstände gestritten, unter denen Bowe Bergdahl vor einigen Wochen aus der Gewalt der Taliban in Afghanistan freikam.

Denn im Austausch für den Soldaten ließ die US-Regierung fünf hochrangige Taliban aus dem Gefangenenlager Guantanamo frei. Nach Ansicht der Regisseurin Kathryn Bigelow ist die Geschichte offenbar schon jetzt filmreif. Wie US-Medien berichten, hat sich die Oscar-Preisträgerin mit dem Autoren und Produzenten Marc Boal zusammengetan. Es wäre nicht das erste Mal, dass Bigelow eine reale Militärgeschichte verfilmt. Ihr letzter Film "Zero Dark Thirty" handelte von der Jagd auf Osama Bin Laden.

New Yorker Met sagt weltweite Opernübertragung ab

Die New Yorker Metropolitan Oper hat einen Rückzieher gemacht:

Sie will die Aufführung von "The Death of Klinghoffer" nun doch nicht am 15. November in rund 2000 Kinos in 60 Ländern übertragen. Die Oper handelt von dem jüdischen Amerikaner Leon Klinghoffer. Der Rollstuhlfahrer wurde bei einer Kreuzfahrt mit der Achille Lauro 1985 von Palästinensern ermordet. Dem Opernhaus zufolge sollen die geplanten acht Vorstellungen aber stattfinden. Grund für die Absage der weltweiten Übertragung sind Antisemitismus-Bedenken, die jüdische Organisationen geäußert hatten.

Kulturstaatsministerin Grütters will Kulturgüter besser schützen

Beim Kulturgut-Schutz geht es um den Schutz des kulturellen Erbes der Menschheit.

Das sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin bei der Vorstellung der "Roten Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens". Anfang 2015 werde es einen Gesetzentwurf zum Schutz der Kulturgüter geben. Dieser solle garantieren, dass illegal ausgeführte Kulturgüter anderer Staaten konsequenter als bisher zurückgegeben werden. Zudem sollten deutsche Kulturgüter besser geschützt werden. - Die Roten Notfall-Listen verzeichnen typische Beispiele von Objekten, die besonders anfällig für illegalen Handel sind.

Al-Dschasira-Reporter ist nach zehn Monaten Haft in Ägypten wieder frei

Er hat zehn Monate Haft hinter sich, teilweise im Hungerstreik.

Seit gestern Abend ist der Al-Dschasira-Reporter Abdullah Elschami nun wieder frei. Der 26-Jährige war sichtlich abgemagert, als er eine Kairoer Polizeiwache in Häftlingskleidung verließ. Seine Familie brachte ihn ins Krankenhaus. Die Generalstaatsanwaltschaft in Ägypten hatte Elschamis Entlassung gestern angeordnet und mit dessen Gesundheitszustand begründet. Der Reporter war vor knapp einem Jahr festgenommen worden, als er für Al-Dschasira über die Gewalt der ägyptischen Polizei gegen protestierende Muslimbrüder berichtete. Anklage wurde nie erhoben. Das führte zu Kritik am Umgang mit der Pressefreiheit in Ägypten.

UNESCO befürchtet Zerstörung unersetzlicher Kulturgüter im Irak

Die UNESCO sorgt sich um die Kulturgüter im Irak.

Irina Bokowa, die Generaldirektorin der Weltkulturorganisation, berfürchtet, dass sie im Zuge der Kämpfe geplündert und zerstört werden könnten. Vorsätzliche Zerstörungen seien Kriegsverbrechen und ein Schlag gegen Identität und Geschichte des irakischen Volkes. Sie forderte von den Konfliktparteien, sich jeder Form von Angriffen auf Kulturgüter zu enthalten, einschließlich religiöser Stätten. Die größte Bedrohung liegt nach Bokowas Einschätzung im Augenblick darin, dass historische Monumente als militärische Ziele genutzt und Einzelstücke illegal verkauft werden.

Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Hate Radio"

"Hate Radio" hat den Hörspielpreis der Kriegsblinden gewonnen.

Die Produktion von WDR und ORF wurde gestern Abend in Köln ausgezeichnet - mit der Begründung, das Stück zeige drastisch, zu welcher Manipulation Radio fähig sei. "Hate Radio" von dem Autor Milo Rau spielt im Jahr 1994 in Ruanda. Damals verübten Angehörige der Hutu einen Völkermord an der Volksgruppe der Tutsi. Das Hörspiel stellt mit dokumentarischem Material nach, wie Moderatoren damals in leichtem Plauderton zur Jagd auf Menschen und zum Morden aufriefen. Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird seit 1952 verliehen und ist undotiert.

Jan Schütte verlässt Deutsche Film- und Fernsehakademie

Der Regisseur Jan Schütte verlässt die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin.

Wie die DFFB mitteilte, gibt Schütte seinen Posten als Direktor auf und wechselt zum 1. Oktober an das American Film Institute nach Los Angeles. Als Leiter der Einrichtung habe Schütte mit neuen Studienformaten, innovativen Projekten und vielen Ideen Maßstäbe in der Ausbildung gesetzt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Unbekannter Bieter zahlt 9,5 Mio Dollar für eine Briefmarke

Noch nie ist für eine Briefmarke so viel Geld gezahlt worden.

Bei Sotheby's in New York wurde ein mutmaßliches Unikat aus der früheren britischen Kolonie Guayana für 9,5 Millionen Dollar versteigert. Den Zuschlag erhielt ein Telefonbieter, der anonym bleiben wollte. Trotz des Rekordpreises war die Auktion für Sotheby's eine Enttäuschung: Das Haus hatte mit bis zu 20 Millionen Dollar gerechnet. Die Ein-Cent-Marke stammt aus dem Jahr 1856, ist aus rotem Papier und trägt eine schwarze Unterschrift. Das eigentliche Motiv, ein Schiff, ist kaum noch zu erkennen.

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