Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Donnerstag, 12.12.2019
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Kulturnachrichten

Sonntag, 15. Juni 2014

Zehelein: Die Ökonomisierung der Kunst ist eine schwierige Tendenz

Die Ökonomie durchdringe heutzutage fast alle Lebensbereiche in einer Art und Weise, die er für schwierig halte.

Das sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Klaus Zehelein, zum Abschluss der Jahrestagung im "Deutschlandradio Kultur". Selbst im aktuellen Kulturförderprogramm der EU habe sich eine Sprache durchgesetzt, die nicht mehr zwischen profitorientierter und künstlerischer Arbeit unterscheide. Auch die derzeit laufenden Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen den USA und der EU würden von den Mitgliedern des Bühnenvereins kritisch beobachtet, so Zehelein. Künstlerisches Wirken dürfte auch in Zukunft nicht als marktwirtschaftliche Dienstleistung angesehen werden.

ICANN-Chef: Den Worten müssen Taten folgen

Der Präsident der Netzverwaltungsorganisation ICANN will endlich Taten sehen.

Das fordert Fadi Chehadé im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für die Zukunft des Internets. Lange Zeit habe man nur über Konzepte gesprochen, jetzt gebe es erste konkrete Vorschläge. Die große Frage sei nun, wer die Initiative übernehme. Dabei könne Europa eine Führungsrolle einnehmen, findet Chehadé, indem man etwa für das Multistakeholder-Modell werbe. Das sieht vor, dass das Internet nicht allein von einer Regierung oder der Privatwirtschaft beherrscht wird. Stattdessen soll eine Institution bestehend aus politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Vertretern den Zugang und die Offenheit des Internets gewährleisten.

Kaspar König: Kunst stärkt die Wahrnehmung

"Kunst stärkt die Wahrnehmung. Sie hat einen epischen Anspruch."

Mit diesen Worten äußert sich der Kurator Kasper König in der "Welt am Sonntag". Bei der Manifesta in St. Petersburg setze er auf diese Eigenschaften der Kunst, die die Menschen spürten, gerade in Krisensituationen. Er halte es - trotz der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine - für wichtig, dass die Menschen in Russland mit Gegenwartskunst in Berührung kämen. Auch wenn das etwa bedeute, dass bestimmte Fotografien von Wolfgang Tillmanns aufgrund der russischen Gesetzgebung nur in einem Seitenkabinett oder in bestimmten Vitrinen zu sehen sein werden, so König.

Momentan sei er zuversichtlich, dass die Ausstellung Ende Juni so eröffnet werden könne wie er sie geplant habe.

US-Studenten fordern Umbenennung von Lech-Wałêsa-Campus

Die Äußerungen sind schon im vergangenen Jahr gefallen, doch erst jetzt führen sie zu Protesten.

Polnischen Medienberichten zufolge fordern Studenten der Northeastern-Universität im US-Bundesstaat Illinois die Umbenennung ihres Campus. Der trägt bislang den Namen des polnischen Solidarnosc-Führers Lech Wałêsa. Dieser hatte in einem Interview über homosexuelle Abgeordnete in seinem Land gesagt, diese sollten außerhalb der Mauern des Plenarsaals sitzen und sich nicht so auffällig verhalten. Die Universitätsleitung hat beschwichtigend auf die Forderung der Studenten reagiert: Man halte die Äußerungen zwar für inakzeptabel, die historischen Verdienste Wałêsas könne der Faux Pas aber nicht schmälern.

Doha Beginn der UNESCO-Konferenz zum Weltkulturerbe

Dieses Mal gibt es aus Deutschland nur eine Bewerbung.

In Doha beginnt heute die jährliche Tagung des UNESCO-Welterbekomitees. Die Vertreter entscheiden darüber, ob die Reichsabtei Corvey im Weserbergland in die Liste der Welterbestätten aufgenommen werden soll. Insgesamt liegen 40 Anträge vor, über die in den nächsten zehn Tagen entschieden wird. 981 Kultur- und Naturstätten gibt es derzeit weltweit, 38 davon in Deutschland.

Fotograf Robert Lebeck gestorben

Henri Nannen bezeichnete seinen Starfotografen einmal als "charmanten Dieb des Augenblicks" - nun ist Robert Lebeck im Alter von 85 Jahren gestorben.

Das teilte seine Familie in Berlin mit. Am Beginn seiner Karriere stand eine Retina 1 a und ein Bild von Konrad Adenauer auf der Titelseite der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung. Später arbeitete der Autodidakt für verschiedene Magazin, bevor er beim Magazine "Stern" seine Heimat fand. Es folgten Fotografien von Romy Schneider und Willy Brandt, Elvis Presley und Alfred Hitchcock. 2007 erhielt Lebeck als erster Fotograf den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk.

Kulturnachrichten hören

Juni 2014
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur