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Kulturnachrichten

Freitag, 13. Juni 2014

Christen in Mosul bitten Papst um Hilfe

"In diesen tragischen Stunden sind Christen und Muslime zur Flucht aus ihrer Stadt gezwungen, um zu überleben."

Das sagte der Leiter der Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, über die Situation in der irakischen Stadt Mosul. Die mit der biblischen Figur Abraham verbundene Region erlebe einen - so der Kardinal wörtlich - "Exodus von Hunderttausenden Männern, Frauen und Kindern." Die Christen in der von islamistischen Terroristen besetzten Stadt haben Papst Franziskus und die Weltkirche um Hilfe gebeten. - Erzbischof Emil Shimoun Nona kündigte laut einer Mitteilung der vatikanischen Ostkirchenkongregation an, Kirchen, Schulen und sonstige Einrichtungen für Flüchtlinge aller Religionen offen zu halten.

Bildungsforscher sehen viele Hürden bei Inklusionsbemühungen

Immer mehr Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen besuchen in Deutschland gemeinsam Kindergärten und Schulen.

Das ist ein Ergebnis des Nationalen Bildungsberichts, der heute von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und den Kultusministern der Länder vorgestellt wurde. - In der Studie warnen die Autoren davor, im Zuge der Inklusionsbemühungen alle Förderschulen zu schließen. Bei den Bemühungen, lernschwache und behinderte Schüler einzubeziehen, müsse man bedächtig vorgehen, heißt es weiter. Dem Bericht zufolge hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sonderpädagogische Förderung brauchen, in den vergangenen Jahren kaum geändert.

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet die Staaten, auf allen Ebenen ein sogenanntes inklusives Bildungssystem zu schaffen, in dem lern- oder anderweitig behinderte Schüler und Studenten in den normalen Lernbetrieb einbezogen werden.

WDR will jede zehnte Stelle streichen

Im WDR-Etat klafft ab 2016 eine Lücke von rund 100 Millionen Euro.

Das geht aus einer Mitteilung des Intendanten Tom Buhrow hervor. Bis zum Jahr 2020 will der Sender deshalb jede zehnte Stelle einsparen. Es gehe um 500 frei werdende Stellen, die nicht wieder besetzt würden, heißt es weiter. Steigende Kosten könnten nicht durch den Rundfunkbeitrag aufgefangen werden. Der Stellenabbau sei eine schmerzhafte, aber zwingende Entscheidung, versicherte Buhrow. - Der Etat des WDR liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Online-Magazin Krautreporter geht an den Start

Auf den letzten Metern haben sie es geschafft.

Das geplante Internetmagazin "Krautreporter" hat einen halben Tag vor Ablauf der selbst gesetzten Frist genug zahlende Unterstützer gefunden. 15.000 Nutzer haben sich für ein Jahresabo angemeldet. So kam die Summe von fast einer Million Euro zusammen. Das war die Hürde, die sich die Macher selber gesetzt hatten. Für das Geld wollen 28 Journalisten unabhängig von Klickzahlen und Werbeeinnahmen guten Journalismus anbieten. Es ist das erste Mal in Deutschland, dass ein journalistisches Projekt dieser Größe allein vom Nutzer finanziert wird.

Jessen: "Schirrmacher besaß bestechenden Ideenreichtum"

"Schirrmachers Art, Themen zu setzen und Journalismus zu betreiben war eine ganz neue Art von Droge."

So erinnert sich der ehemalige Mitarbeiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Jens Jessen an seine Zusammenarbeit mit dem früheren Mitherausgeber des Blattes. Schirrmacher habe ein bestechenden Ideenreichtum besessen, sagte Jesse in Deutschlandradio Kultur. Im Gespräch erinnerte er sich, dass Schirrmacher von Anfang an Marcel Reich-Ranicki als Literaturchef beerben wollte und wenig später auch Joachim Fest als Herausgeber. - Frank Schirrmacher ist gestern überraschend im Alter von 54 Jahren gestorben. Bis zu seinem Tod war er insgesamt 20 Jahre Mitherausgeber der "FAZ".

Finnland: Neue Kulturzeitschrift gegen Fremdenfeindlichkeit

"Plir" - das bedeutet so viel wie "scharfer Blick" und ist der Name einer neuen Zeitschrift, die in Finnland auf den Markt kommt.

Sie wurde von den Autorinnen Malin Kivelä und Stella Parland ins Leben gerufen, die damit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bekämpfen wollen. Parland sagte im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender "YLE", die Idee für das Magazin sei ihr im Wahlkampf 2011 gekommen, als die rechtspopulistischen "Wahren Finnen" ins Parlament eingezogen seien. Seitdem habe die Stimmung in der Gesellschaft erschreckende Wendungen genommen. In "Plir" sollten Künstler zu Wort kommen, die anders dächten. Die erste Ausgabe enthält unter anderem eine Novelle des arabischen Schriftstellers Hassan Blasim, eine Rezension von Åsne Seierstads Buch über Anders Behring Breivik und eine Comicserie.

Somalische Milizen gehen gegen unverschleierte Frauen vor

Wer sich als Frau in Somalia nicht ausreichend verschleiert, muss mit Strafe rechnen.

Milizen der islamistischen Al-Shabaab in Somalia haben rund 100 Frauen wegen unangemessener Kleidung festgenommen. Die Frauen wurden 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mogadischu aufgegriffen, weil sie nicht ausreichend verschleiert waren. Das berichtete der britische Sender BBC. Kurz darauf wurden sie wieder freigelassen mit der Aufforderung der Milizen, künftig einen arabischen Gesichtsschleier zu tragen. Bei Nichtbefolgung drohten die Milizen den Frauen mit öffentlichen Prügelstrafen. - Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbundene Al-Shabaab strebt die Errichtung eines islamistischen Staates am Horn von Afrika an.

Im August 2011 wurden die Kämpfer aus Mogadischu vertrieben. Die Gruppe kontrolliert aber weiterhin Teile im Süden und im Inneren des Landes.

Evangelische Kirche sorgt sich um Christen im Irak

Der Vormarsch der islamistischen Isis-Gruppe im Irak beunruhigt die evangelische Kirche in Deutschland.

Der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sagte, die Christen im Irak seien höchst gefährdet. Die Weltgemeinschaft müsse eine gemeinsame Antwort auf die terroristische Bedrohung finden. Nach dem Krieg im Irak sei der Wiederaufbau nicht so gelungen, dass das Land seine Grundbedürfnisse organisieren und schützen könne. Wenn Menschen mit radikalen Vorstellungen eine solche Situation ausnutzten, bestehe höchste Gefahr für Andersgläubige. Die Isis-Terroristen bedrohten im Übrigen nicht nur Christen, sondern auch Anhänger islamischer Glaubensrichtungen.

Pariser Stadtverwaltung entfernt "Liebesschlösser" von Brücken

Für Paare dienen die Schlösser als Liebesbeweis, für die Brücken sind sie aber einfach zu schwer.

Die Pariser Stadtverwaltung hat an zwei Brücken Teile des Geländers abmontiert, die jeweils mit einer halben Tonne Vorhängeschlössern behangen waren. Bürgermeister Bruno Julliard kündigte an, weitere Gitter zu entfernen. Außerdem werde die Polizei künftig gegen die Schloss-Verkäufer an den Brücken vorgehen.
Am vergangenen Sonntag war ein Geländer am Pont des Arts unter der Last tausender Schlösser abgebrochen. Die Fußgängerbrücke zwischen dem Louvre und dem Institut de France musste vorübergehend gesperrt werden.

Bundeswettbewerb "lyrix" : Nachwuchsdichter werden in Berlin geehrt

Aus diesem Wettbewerb geht vielleicht ein neuer Goethe hervor.

Im Jüdischen Museum Berlin werden heute die Sieger des Bundeswettbewerbs "lyrix" gekürt. Teilnehmen konnten Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren. Die Jury wählte insgesamt 12 Nachwuchsdichter aus, die sich mit Themen und Objekten aus deutschen Museen beschäftigt haben.
Das "lyrix"-Projekt wurde 2008 vom Deutschlandfunk und dem Deutschen Philologenverband initiiert und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

US-Schauspielerin Ruby Dee ist tot

Sie war eine der ersten schwarzen Schauspielerinnen in den USA und hat sich ihr Leben lang für Bürgerrechte engagiert.

Ruby Dee ist mit 91 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Die Künstlerin begann ihre Karriere in den 40er Jahren in New York. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Ridley Scott, Spike Lee und Sydney Poitier. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört "Ein Fleck in der Sonne", in dem es um Rassendiskriminierung geht. Ruby Dee spielte mehr als hundert Rollen in Filmen und am Broadway. Um sie zu ehren, wollen die Theater dort heute Abend eine Minute lang die Lichter ausschalten.

CDU-Politiker sorgt mit schwulenfeindlichen Äußerungen für Empörung

Vor 20 Jahren wurde der Schwulenparagraph 175 abgeschafft - zum Jahrestag hat ein CDU-Politiker aus dem Westerwald mit homophoben Äußerungen für Empörung gesorgt.

Der Ortsbürgermeister der Gemeinde Herschbach, Sven Heibel, bedauerte auf seiner privaten Facebook-Seite, dass Homosexuelle in der Bundesrepublik nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. Die CDU in Rheinland-Pfalz distanzierte sich von den Aussagen. Die Junge Union des Bundeslandes entschied, dass Heibel sein Amt als Beisitzer des Landesvorstandes niederlegen muss. SPD und Grüne kündigten an, den Vorfall bei der nächsten Landtagssitzung zu thematisieren. Heibel selbst zeigte sich von der Kritik überrascht und erklärte, er sei über das Ziel hinausgeschossen.

Kultusminister einigen sich auf Sommerferien 2018 bis 2024

Schleswig-Holstein dürfte das Votum als Erfolg verbuchen.

Die Kultusminister der 16 Bundesländer haben sich auf eine Sommerferien-Ordnung für 2018 bis 2024 verständigt. Sie sieht durchschnittlich 85 Ferientage vor. Die Landesregierung in Kiel hatte zuletzt Einwände geltend gemacht, weil sie touristische Wirtschaftsinteressen nicht ausreichend berücksichtigt sah. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Löhrmann, erklärte, die Regelung schaffe Planungssicherheit für Schulen, Familien und die Tourismusbranche. Mit der Entscheidung sei das Gremium an die Grenze des pädagogisch und schulorganisatorisch Vetretbaren gegangen.

Gefährdete Delikatesse: Japanischer Aal auf Roter Liste

In Japan gibt es womöglich demnächst eine Delikatesse weniger.

Die Weltnaturschutzunion hat den japanischen Aal auf die Rote Liste der gefährdeten Arten gesetzt. Der Fisch gilt in dem Land als Leckerbissen. Die Entscheidung der Naturschützer könnte weltweit zu Handelseinschränkungen führen - rechtlich bindend ist die Liste nicht. Das japanische Landwirtschaftsministerium drängte darauf, Maßnahmen zu fördern, um die Aal-Population zu erhöhen. Ansonsten bestehe ein hohes Risiko, dass der Fisch aussterben könnte. Auch andere Aal-Arten sind wegen Überfischung und Bedrohung ihres Lebensraumes gefährdet.

Charles Wright wird besonders ausgezeichneter Dichter der USA

Mit dem Pulitzer-Preis und dem National Book Award hat er schon die bedeutendsten Auszeichnungen für Schriftsteller in den USA - jetzt kommt eine weitere dazu:

Der Autor Charles Wright wird der nächste poet laureate der USA - also eine Art Hofdichter. Das hat die Bibliothek des US-Kongresses beschlossen. Zur Begründung hieß es, der 79-Jährige sei ein Meister der meditativen, bildhaften Lyrik. Wright begann mit dem Dichten, als er mit der US-Armee in Italien stationiert war. Er hat mittlerweile 24 Gedicht-Sammlungen veröffentlicht.

Jüdische Organisation verklagt Le Pen

Der Europäische Jüdische Kongress, EJC, geht juristisch gegen den früheren Vorsitzenden des französischen Front National, Jean-Marie Le Pen, vor.

Die Organisation teilte mit, man habe wegen antisemitischer Äußerungen Klage vor einem Pariser Gericht eingereicht. EJC-Präsident Kantor sagte, Le Pens notorische Kommentare müssten Konsequenzen haben. Es handele sich um Anstachelung zum Judenhass und Diffamierung. Der 85-jährige Politiker hatte sich abfällig über Parteigegner geäußert und dabei auch auf die Vernichtungslager der Nationalsozialisten angespielt. Mit Blick auf den jüdischen Sänger Patrick Bruel sprach er von einer - Zitat - Ofenladung, die bald fällig sei.

Bad Hersfelder Festspiele beginnen

Zum Auftakt gibt es Schillers Drama "Maria Stuart".

In Bad Hersfeld beginnen am Abend die 64. Theater-Festspiele. Die Regie bei der Eröffnungspremiere führt Intendant Holk Freytag. Er sagte, Schiller beschreibe exemplarisch immer wiederkehrende Rituale um die Mechanik der Macht. Das mache das Stück heute noch aktuell. Insgesamt werden in der Stiftsruine vier Premieren gezeigt. Neben "Maria Stuart" sind das das Familienstück "Don Quijote", das Musical "Kiss me, Kate" und die Uraufführung der Bühnenfassung von "Die Wanderhure". Insgesamt stehen bis Anfang August sieben Stücke und mehr als 100 Vorstellungen auf dem Programm.

New Mexiko: Wissenschaftler finden prähistorischen Elefantenschädel

Sie konnten bis zu drei Meter groß werden und sind vor etwa 1,3 Millionen Jahren ausgestorben - die Mastodonten, historische Verwandte des Elefanten.

Forscher haben jetzt im US-Staat New Mexiko den Schädel eines solchen Tieres ausgegraben. Camper hatten ihn in einem Naturpark in der Nähe von Albuquerque entdeckt. Der ortsansässige Paläontologe zeigte sich begeistert. Er sprach von einem der besterhaltenen Mastodonten-Schädel, die jemals gefunden wurden. Die Wissenschaftler haben die Überreste mittlerweile in das Museum der Stadt transportiert.

Tod von FAZ-Herausgeber Schirrmacher löst Bestürzung aus

Politiker und Kulturschaffende haben bestürzt auf den Tod von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher reagiert.

Der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann sagte im Deutschlandradio Kultur, Schirrmacher habe ein fantastisches Gespür für die richtigen Themen zur richtigen Zeit gehabt. Sein Charisma habe ihn zu einem Menschenfänger für junge Redakteure gemacht. Bundespräsident Joachim Gauck betonte, Deutschland verliere einen herausragenden Journalisten. Die Stimme der Vernunft, die er in vielen Debatten verkörpert habe, werde fehlen. Der Präsident der Schriftstellervereinigung PEN in Deutschland, Josef Haslinger, nannte Schirrmacher einen erstaunlich kritischen Geist. Er habe seine Zeitung für viele kontroverse Themen geöffnet. Schirrmacher war gestern im Alter von 54 Jahren gestorben.

Nationaler Bildungsbericht wird vorgestellt

Schwerpunkt ist diesmal die Situation von Menschen mit Behinderung in Kindergärten, Schulen, Studium und Berufsbildung.

In Berlin stellen die Kultusminister der Länder und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute den Nationalen Bildungsbericht vor. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie weit der gemeinsame Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten - die sogenannte Inklusion - inzwischen in Deutschland fortgeschritten ist. Im Bildungsbericht analysieren Wissenschaftler alle zwei Jahre die Entwicklung des gesamten Bildungssystems in Deutschland.

Architekt Mpahlwa: Städtebau in Südafrika muss sich verändern

"Alle Städte Südafrikas sind so konstruiert, dass sie die Mächtigen schützen und alle anderen ausschließen."

Das kritisiert der südafrikanische Architekt Luyanda Mpahlwa in der "Süddeutschen Zeitung". Er präsentiert Vorschläge, wie der Städtebau sich ändern sollte. So fordert er mehr öffentliche Verkehrsmittel, die die Zentren mit den schwarzen Townships verbinden. Nach Meinung des Architekten sollte außerdem der soziale Wohnungsbau nicht nur in den Außenbezirken, sondern auch in den Innenstädten gefördert werden. Dabei müssten die Planer die Bewohner der Townships einbinden, um das Bewusstsein und die Wertschätzung - etwa für öffentliche Gebäude und Parks - zu verändern.

Fußball-WM in Brasilien mit buntem Fest eröffnet

Mehr als 600 Tänzerinnen und Tänzer haben das Eröffnungsfest der Fußball-WM in Brasilien begleitet.

Sie stellten künstlerisch die drei Schätze des Landes dar: die Natur, die Menschen und den Fußball. Im Mittelpunkt der Show stand eine große Kugel mit 90.000 LED-Leuchten, die sich am Schluss öffnete. Sie gab die Bühne frei für die US-Sängerin Jennifer Lopez, den US-Rapper Pitbull und die brasilianische Sängerin Claudia Leitte. Das Trio sang den offiziellen WM-Song "We are one". Der WM-Start wurde von Krawallen überschattet. Bei Straßenschlachten gab es mehrere Verletzte.

Reaktionen auf Tod von FAZ-Herausgeber Schirrmacher

"Deutschland verliert einen herausragenden Journalisten."

Mit diesen Worten hat Bundespräsident Joachim Gauck auf den Tod von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher reagiert. Gauck sagte, die Stimme der Vernunft, die er in vielen Debatten verkörpert habe, werde fehlen. Der frühere Kulturstaatsminister und "Cicero"-Chefredakteur Michael Naumann würdigte Schirrmacher als lebendigsten Feuilleton-Chef des Landes. Naumann sagte im Deutschlandfunk, Schirrmachers früher Tod sei ein großer Verlust für das intellektuelle Deutschland. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" widmete ihrem langjährigen Mitherausgeber einen ganzseitigen Nachruf. Darin ist vom "sprach- und wirkmächtigsten Kulturjournalisten" die Rede, den die Bundesrepublik je hatte.
Schirrmacher war gestern im Alter von 54 Jahren gestorben.

UNESCO-Welterbe: Kultusministerkonferenz stellt Liste möglicher Kandidaten vor

31 Vorschläge lagen auf dem Tisch - neun haben es geschafft, auf die deutsche Liste potentieller Kandidaten für das Welterbe zu kommen.

Die Kultusministerkonferenz in Bonn wählte aus den Empfehlungen der Länder unter anderem die Höhlen der Schwäbischen Alb und den Jüdischen Friedhof in Hamburg-Altona aus. Eine Chance für die Nominierung erhalten auch die Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe, die Schlösser von König Ludwig II. in Bayern sowie das historische Wasserwerk in Augsburg. Auch die alte Synagoge und Mikwe in Erfurt und das Residenzensemble Schwerin sind mögliche Anwärter für das UNESCO-Welterbe. Zu guter Letzt waren auch die historischen Kulturlanschaften im Werdenfelser Land mit dabei. Nach Ansicht der Kultusministerkonferenz stellen die Orte einen außergewöhnlichen universellen Wert dar.

IOC-Präsident macht sich für mehr Frauen in Führungspositionen stark

"Wir brauchen ihren Intellekt, ihre Energie und ihre Kreativität."

IOC-Präsident Bach macht sich für mehr Frauen in den Führungspositionen des Weltsports stark. Bach sagte zum Auftakt der Weltkonferenz zum Thema Frauen und Sport, auf dem Spielfeld hätten Sportlerinnen schon gezeigt, was sie leisten könnten. Frauen würden aber auch in der Administrative und im Management des Sports gebraucht. Der 60-Jährige lobte, dass bei den Olympischen Spielen fast die Hälfte der Teilnehmer weiblich gewesen sei. Auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung sei der Sport ein effektives Werkzeug.

Iranisches Fernsehen zeigt keine WM-Show

Die Fernsehzuschauer im Iran mussten auf die Eröffnungsfeier der Fußball-WM in Brasilien verzichten.

Ursprünglich wollte das Staatsfernsehen die Zeremonie zensiert zeigen und "unislamische" Szenen mit anderen Bildern überspielen. Die Feier vor dem Auftaktspiel zwischen Brasilien und Kroatien in Sao Paulo war den Verantwortlichen aber offenbar zu bunt. Deshalb wurde beschlossen, die Show nicht zu übertragen. Stattdessen gab es ein Sonderprogramm mit Gewinnspielen, Ausschnitten aus älteren WM-Spielen und einer Biografie des verstorbenen brasilianischen Stürmers Mané Garrincha. Die WM-Fußballspiele will der iranische Fernsehsender IRIB alle übertragen - allerdings mit zehn Sekunden Verzögerung, damit Bilder von "nicht dezent gekleideten" Frauen oder andere vermeintlich unmoralische Szenen rechtzeitig ersetzt werden können.

Reaktionen auf Tod von FAZ-Herausgeber Schirrmacher

"Er war der lebendigste Feuilleton-Chef Deutschlands."

Mit diesen Worten reagierte der frühere Kulturstaatsminister und "Cicero"-Chefredakteur Michael Naumann auf den Tod von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher. Naumann sagte im Deutschlandfunk, Schirrmachers früher Tod sei ein großer Verlust für das intellektuelle Deutschland. Bundespräsident Joachim Gauck erklärte, Deutschland verliere einen herausragenden Journalisten. Die Stimme der Vernunft, die er in vielen Debatten verkörpert habe, werde fehlen. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" würdigte ihren langjährigen Mitherausgeber in einem ganzseitigen Nachruf. Darin ist vom "sprach- und wirkmächtigsten Kulturjournalisten" die Rede, den Deutschland je hatte.
Schirrmacher war gestern im Alter von 54 Jahren gestorben.

Evangelische Kirche sorgt sich um Christen im Irak

Der Vormarsch der islamistischen Isis-Gruppe im Irak beunruhigt die evangelische Kirche in Deutschland.

Der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sagte, die Christen im Irak seien höchst gefährdet. Die Weltgemeinschaft müsse eine gemeinsame Antwort auf die terroristische Bedrohung finden. Nach dem Krieg im Irak sei der Wiederaufbau nicht so gelungen, dass das Land seine Grundbedürfnisse organisieren und schützen könne. Wenn Menschen mit radikalen Vorstellungen eine solche Situation ausnutzten, bestehe höchste Gefahr für Andersgläubige. Die Isis-Terroristen bedrohten im Übrigen nicht nur Christen, sondern auch Anhänger islamischer Glaubensrichtungen.

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