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Kulturnachrichten

Freitag, 6. Juni 2014

Pakistan: Behörde entzieht führendem Nachrichtensender die Lizenz

Ein Streit zwischen dem führenden Nachrichtensender Pakistans und dem Militär des Landes bleibt nicht folgenlos.

Die pakistanische Medienaufsicht hat Geo News für 15 Tage die Sendelizenz entzogen. Man habe mehrere Verstöße des Senders festgestellt und den Beschluss gefällt. - Vorangegangen war ein Streit, bei dem es um die Hintermänner eines Anschlags auf einen Geo-Moderator ging. Der Sender verbreitete wiederholt Anschuldigungen vom Bruder des Moderators, wonach der Militärgeheimdienst hinter der Tat stehen soll. Das Verteidigungsministerium hatte deswegen bei der Medienaufsicht beantragt, dem Sender die Lizenz zu entziehen.

Im Englischen bezeichnet D-Day den Stichtag militärischer Operationen.

Google-Justiziar: Europa und Amerika beim Thema Datenschutz verschieden

Der Europäische Gerichtshof hatte vor Kurzem entschieden, dass Internet-Suchmaschinen bei der Suche nach einem Namen in bestimmten Fällen nicht alle Treffer anzeigen dürfen.

Diese Entscheidung halte der Internetkonzern für falsch, sagte Google-Justiziar David Drummond in Deutschlandradio Kultur. Dennoch setze man sie um. Prinzipiell seien Europa und Amerika beim Thema Datenschutz verschieden, glaubt Drummond. - Es sei wichtig, eine Debatte über die Sicherheit im Netz zu führen. Die Überwachung durch die US-Regierung habe Ausmaße angenommen, die weit über das hinaus gegangen seien, was man bei Google für mögliche gehalten habe. Um neue Standards zu erreichen, müsse die Regierung entsprechende Gesetze verabschieden.

Historiker spricht sich für "D-Months" aus

Von einem D-Day kann man eigentlich nicht sprechen.

Besser wäre die Bezeichnung "D-Months", sagte der Militärhistoriker Sönke Neitzel bei "dradio wissen". Der 6. Juni sei nur der Beginn von Schlachten gewesen, die sich über Monate lang hinzogen. So hätten die Alliierten zum Beispiel bis Ende August gebraucht, um die französische Hauptstadt Paris von die Nationalsozialisten zu befreien. - Vor 70 Jahren, am 6. Juni 1944, begann die Landung von mehr als 150.000 alliierten Soldaten in der Normandie.

Einreiseverbot für religiöse Fanatiker vom malaysischen Festland

Seit einigen Jahren schüren radikale Organisationen Konflikte zwischen den Religionen und Ethnien Malaysias.

Der auf der Insel Borneo gelegene Bundesstaat Sarawak hat nun ein Einreiseverbot für "Extremisten, religiöse Fanatiker und Rassisten" vom malaysischen Festland verhängt. Seit vielen Jahren lebten die Menschen aller Rassen und Kulturen in Harmonie zusammen, sagte der Chefminister Sarawaks dem Onlineportal "Malaysia Insider". Seine Aufgabe sei es, das zu erhalten. - Im Beitrittsvertrag Sarawaks zu Malaysia wurde dem neuen Bundesstaat Autonomie bei Einreisebestimmungen eingeräumt.

Mit einem Anteil von 44 Prozent ist das Christentum die größte Religionsgemeinschaft in Sarawak. 30 Prozent der rund 2,5 Millionen Einwohner bekennen sich zum Islam, der auf dem malaysischen Festland die zentrale Religion ist.

Mehr Geld für Kulturprojekte

Der Kulturetat wird um 90 Millionen Euro erhöht.

Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen. Mit dem zusätzlichen Geld werden mehrere Projekte gefördert: nach Auskunft der Unionsfraktion zum Beispiel Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum auf der Wartburg und in Wittenberg. Neu ist der "Aktionsplan Ukraine", der unter anderem dem staatlichen Auslandssender Deutsche Welle zugute kommt. So sind für die Ausweitung der Berichterstattung in russischer und in ukrainischer Sprache dreieinhalb Millionen Euro vorgesehen. - Insgesamt beläuft sich der Kulturetat nach der Erhöhung auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

Deutsche Welle erhält mehr Finanzmittel

"Die Entscheidung stärkt die Deutsche Welle nicht zuletzt in ihrer Bedeutung als glaubwürdige Stimme in Krisen- und Konfliktregionen."

So äußerte sich der Intendant des Senders, Peter Limbourg, in einer Pressemitteilung. Der Sender erhält für das Haushaltsjahr 2014 zusätzliche Finanzmittel in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro. Die zusätzlichen Mittel fließen unter anderem in den Ausbau der Programmangebote für Russland und die Ukraine. Je wahrnehmbarer und relevanter der Sender in der Weltöffentlichkeit sei, desto mehr komme es der Bundesrepublik politisch, kulturell und wirtschaftlich zugute, betonte Limbourg. - Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern, die über GEZ-Gebühren finanziert werden, erhält die Deutsche Welle ihre Gelder aus Steuermitteln.

Ehemaliger Kunstakademie-Professor Schwegler gestorben

Fritz Schwegler ist tot.

Der Bildhauer und ehemalige Professor der Kunstakademie Düsseldorf ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Schwegler lehrte von 1975 bis 2001 Bildhauerei an der Akademie, wo er intensiven Kontakt mit Joseph Beuys pflegte. 2010 wurde Schwegler Ehrenmitglied. Wie die Kunsthalle Göppingen mitteilte, starb der Künstler bereits am Dienstag nach längerer Krankheit. Bekannt war Schwegler für seine Bildmontagen und Performances, er schuf ein umfangreiches Werk an Kleinskulpturen.

Deutscher Schulpreis für besondere Förderung der MINT-Fächer

Der Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr an eine Mädchen-Realschule in München.

Sie habe mit ihrem naturwissenschaftlichen Profil einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Mädchen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, begründete die Jury ihre Entscheidung. Damit wirke die Schule auch dem Fachkräftemangel in diesen Bereichen entgegen. Der Deutsche Schulpreis ist mit 100.000 Euro dotiert und wurde von Außenminister Frank Walter Steinmeier übergeben.

Die Robert-Bosch-Stiftung zeichnet seit 2006 gute Schulen mit dem Deutschen Schulpreis aus.

Indischer Lokalpolitiker: "Vergewaltigung manchmal richtig"

Ein indischer Politiker hat die brutalen sexuellen Übergriffe in seinem Land verharmlost.

Es sei eine soziale Tat, die manchmal richtig und manchmal falsch sei, sagte Babulal Gaur der Zeitung "Hindustan Times". Die Politik könne nichts tun, um diese Taten zu verhindert. Frauen riet er, Judo oder Karate zu lernen, um sich zu verteidigen. - Gaur ist Innenminister des Bundesstaates Madhya Pradesh, wo im vergangenen Jahr eine Schweizerin von mehreren indischen Männern vergewaltigt wurde.

Guggenheim-Stiftung lobt teuren Architektenwettbewerb in Helsinki aus

Die Guggenheim-Stiftung in Helsinki wagt einen zweiten Anlauf - und nimmt dafür richtig viel Geld in die Hand.

2,2 Millionen Euro wurden für einen Architektenwettbewerb und eine umfangreiche PR-Kampagne veranschlagt. Damit will die Stiftung noch einmal für den Bau des Guggenheim-Museums werben. Dahinter scheint sich allerdings eine riesige PR-Maschine zu drehen. Die Sprecherin des finnischen Architektenverbands, Mari Koskinen, sagte, von dem Budget seien nur 375.000 Euro für den Sieger des Architektenwettbewerbs vorgesehen. Der Rest des Geldes fließe an zwei britische Unternehmen, die Veranstaltungen für die Öffentlichkeit organisieren sollten. - Bislang ist der Bau des Guggenheim-Museums am Widerstand der Helsinkier gescheitert.

Die Stadt wollte nach eigenen Angaben die Kosten von mindestens 130 Millionen Euro nicht übernehmen.

US-Autor Lanier von Friedenspreis überrascht

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist bis jetzt nicht an Autoren gegangen, die sich im Detail mit Technologie beschäftigten.

Daher war es für den diesjährigen Preisträger Jaron Lanier so überraschend, dass er ihn erhalten wird. Der Schriftsteller und IT-Experte sagte der Nachrichtenagentur dpa, mit der Auszeichnung werde anerkannt, wie Technologie heute unsere Kultur und Gesellschaft bestimmte. In seinem jüngsten Buch "Wem gehört die Zukunft?" greift er unter anderem die Überwachung im Internet auf. Außerdem geht es um die Sammelwut von Daten für kommerzielle Zwecke.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist mit 25.000 Euro dotiert. Was Lanier mit dem Geld anstellen wird, weiß er noch nicht. Möglicherweise wolle er sich ein neues Instrument in Deutschland kaufen, sagte er.

Ausstellung in Belgrad würdigt antifaschistische Bewegung unter Tito

In Serbien erinnert man sich nur selten an den Partisanenkrieg unter Tito oder die antifaschistischen Tradiditionen im ehemaligen Jugoslawien.

Gegen diese Geschichtsvergessenheit wendet sich nun eine Ausstellung in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Sie dokumentiert einen Teil der Widerstandsbewegung am Ende des Zweiten Weltkriegs. Damals landeten viele Partisanen in einem Gefangenenlager in einem Vorort von Belgrad, das von der deutschen Gestapo und Serben zusammen geführt wurde. Die Schau fasst auf großen Plakaten zusammen, was sich die Häftlinge zum Beispiel auf Zigaretten- oder Toilettenpapier für Botschaften und Briefe schrieben. - Allerdings findet sie bislang kaum Beachtung in den großen Medien des Landes.

Die Initiatoren werden sie demnächst auch in andere Städte Serbiens schicken.

Bundestag stimmt für gleiche Steuern für homosexuelle Paare

Homosexuellen Lebenspartnern dürfen keine Steuervorteile verwehrt werden - das hatte das Bundesverfassungsgericht schon im vergangenen Sommer entschieden.

Am Abend hat nun auch der Bundestag einstimmig einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Dieser sieht vor, dass Ehen und homosexuelle Lebenspartnerschaften künftig steuerlich weitgehend gleichgestellt werden. Nach dem neuen Gesetzentwurf soll es nicht nur eine Gleichbehandlung beim Ehegattensplitting geben, sondern auch in anderen Steuerbereichen wie der Altersvorsorge und dem Kinderzuschlag. - Über das Gesetz muss noch der Bundesrat entscheiden. Bei einer Zustimmung müsste in fast 20 Gesetzen das Wort "Lebenspartner" eingefügt werden.

MDR Info: DFB tut zu wenig gegen Homophobie

Seit dem Coming-Out von Thomas Hitzlsperger ist im Kampf gegen Homophobie im DFB nicht viel passiert.

Zu diesem Schluss kommt der Sender "MDR Info" nach Recherchen beim DFB und in der Fanszene. Er hat unter anderem mit Dirk Brüllau gesprochen, dem Vorsitzenden des Queer Football Fanclubs, eines europaweiten Netzwerks von schwulen und lesbischen Fußballfans. Nach Brüllaus Ansicht ist der Medienhype nach Hitzlspergers Bekenntnis zur Homosexualität im Januar schnell wieder abgeebbt. Auch die Zusammenarbeit seines Fanclubs mit dem DFB habe unter dem Vorsitz von Wolfgang Niersbach nachgelassen. Diese Vorwürfe wies der DFB allerdings zurück.

Bewerber klagt erfolgreich gegen "taz"

Männer dürfen nicht von vornherein von Bewerbungen ausgeschlossen werden.

Das hat das Arbeitsgericht Berlin entschieden. Im konkreten Fall ging es um die Ausschreibung eines journalistischen Volontariats bei der "taz". Darin wurde ausdrücklich eine Frau mit Migrationshintergrund gesucht. Ein gebürtiger Ukrainer, der abgelehnt worden war, hatte mit seiner Klage wegen Diskriminierung von Männern nun Erfolg. Das Gericht konnte der Argumentation der "taz" nicht folgen. Die Zeitung hatte behauptet, mit Hilfe der Ausschreibung den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Journalismus erhöhen zu wollen. Das Gericht verwies darauf, dass es schließlich um eine Volontariatsstelle ging.

Seltenes Oratorium eröffnet Händel-Festspiele in Halle

Zehn Tage zwischen Barock und Moderne.

In Halle in Sachsen-Anhalt sind die diesjährigen Händel-Festspiele eröffnet worden. Den Auftakt des Musikfests machte gestern Abend das selten gespielte Oratorium "Auf das Absterben des Königs von Großbritannien Georg des Ersten". Die Festspiele unter dem Motto "Georg & Georg" stehen im Zeichen des englischen Königshauses. In den kommenden zehn Tagen sollen 33 Dirigenten an 22 Orten auftreten. - Im vergangenen Jahr musste das Festival wegen des Hochwassers abgesagt werden.

Israelische Polizei stürmt palästinensischen Fernsehsender

Eine Live-Sendung des palästinensischen Fernsehsenders Palmedia fand heute ein jähes Ende.

Nach Angaben des Senders hatte die israelische Polizei dessen Studio in Ostjerusalem gestürmt. Zwei Mitarbeiter seien von der Polizei in Gewahrsam genommen und nach einer Befragung wieder freigelassen worden. Der palästinensische Journalistenverband verurteilte die Polizeiaktion als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit. Die israelische Polizei war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Gauck: WM-Vergabe an Menschenrechte knüpfen

Wo Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele ausgetragen werden, sollten auch die Menschenrechte geachtet werden.

Dafür hat sich Bundespräsident Joachim Gauck ausgesprochen. In einer WM-Sonderbeilage der "Bild"-Zeitung schreibt er, jahrzehntelang seien Funktionäre und Politiker diesem Thema ausgewichen. Es sollte aber nicht egal sein, ob die Organisatoren von Großereignissen Naturzerstörung, Gigantismus, Zwangsräumungen und Gewalt gegen Einheimische in Kauf nähmen. Den Artikel verfasste Gauck mit Blick auf die kommenden Fußball-Weltmeisterschaften in Brasilien und Katar.

Historiker will keine Anne-Frank-Vermarktung in Amsterdam

Eines sollte es in Amsterdam auf keinen Fall geben: einen Anne-Frank-Tourismus.

Der niederländische Historiker Bart Wallet sagte, es sei ein Wunder, dass in der Stadt noch keine T-Shirts oder Kaffeebecher mit ihrem Bild verkauft würden. Immerhin kommen jährlich rund eine Millionen Besucher nach Amsterdam, um sich das Versteck der jüdischen Familie anzusehen. - Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocausts. Sie wäre am 12. Juni 85 Jahre alt geworden.

Ungarische Medien protestieren gegen geplante Sondersteuer

Die schwarzen Titelseiten der Tageszeitungen sind Absicht -

genauso wie der vorübergehende Programmausfall bei Fernsehen und Radio. In Ungarn protestieren so mehr als 60 Medienunternehmen gegen eine geplante Sondersteuer auf Werbeeinnahmen, die bis zu 40 Prozent betragen soll. Sie alle interpretieren das Vorhaben als neuerlichen Schlag gegen die Pressefreiheit. Der Medienexperte Attila Mong sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Regierungsprtei Fidesz versuche ausländische Medienunternehmen wie RTL Klub aus dem Land zu drängen, weil diese ihre kritische Haltung bewahrt habe. Der ungarische Werbeverband MRSZ sprach von einer Abgabe mit zerstörerischen Folgen für die Werbewirtschaft. - Die Fidesz-Partei verfügt nach der Parlamentswahl im April weiter über eine Zwei-Drittel-Mehrheit, die ihr Verfassungsänderungen ermöglicht. Kritiker werfen der Regierung vor, die Demokratie in Ungarn auszuhöhlen.

Tibetischer Filmemacher in China aus Haft entlassen

Sechs Jahre lang war er in chinesischer Haft.

Gestern kam der tibetische Filmemacher Dhondup Wangchen wieder frei. Wie seine Produktionsfirma in der Schweiz mitteilte, wurde er zu seiner Schwester in die Stadt Xining gefahren. Wangchen war 2008 verhaftet worden, kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Peking. Damals hatte er an einem Dokumentarfilm mit dem Titel "Leaving Fear Behind" gearbeitet, für den er auch tibetische Nomaden interviewte. Diese hatten in den Gesprächen die chinesische Herrschaft über ihr Land kritisiert.

Brasiliens Kirche: Keine Gewalt während der WM

In weniger als einer Woche beginnt die Fußball-WM in Brasilien.

Mit einem Appell gegen Gewalt haben sich die Bischöfe des Landes nun an die Bevölkerung gewandt. In den Stadien und auch außerhalb müsse es friedlich zugehen, heißt es in der Erklärung des Sportbischofs Paulo Mendes Peixoto. Er räumte ein, dass es berechtigten Unmut gebe. - Ihre starke Kritik an der WM haben die Bischöfe bereits in einer Info-Broschüre niedergeschrieben. Sie kritisieren darin die Verschwendung öffentlicher Gelder, WM-bedingte Enteignungen und die Privatisierung des Sports. Die Faltblätter sollen während des am Donnerstag beginnenden Turniers verteilt werden.

Brasilianische Lehrer streiken seit Wochen für bessere Bezahlung

Die brasilianischen Lehrer haben einen langen Atem.

Rund 500 von ihnen haben gestern in Rio de Janeiro für eine Gehaltserhöhung demonstriert. Die Pädagogen streiken seit einem Monat für eine bessere Bezahlung. Brasilien wird seit Wochen von einer Protestwelle erfasst, vor allem wegen des miserablen Zustands vieler öffentlicher Einrichtungen. Viele Menschen kritisieren, dass das Land Milliarden in die Vorbereitungen der Fußballweltmeisterschaft gesteckt habe. Die Mittel für Schulen und Krankenhäuser seien hingegen knapp.

Die Fußballweltmeisterschaft beginnt am kommenden Donnerstag. Einen Monat später wird in Rio de Janeiro das Endspiel ausgetragen.

Statistikamt: Schotten haben höchste Rate bei Hochschulbildung

Wenn es um Hochschulbildung geht, dann liegen die Schotten offenbar vorn.

Das berichtet die britische Zeitung "Independent" und beruft sich dabei auf das britische Statistikamt. Demnach haben fast 45 Prozent der Schotten eine Universitäts- oder andere Hochschulausbildung absolviert. Das seien mehr als in Irland, Luxemburg und Finnland. In Frankreich hätten immerhin noch mehr als 30 Prozent eine Hochschulausbildung genossen; Deutschland liege unter dieser Marke. - Die Untersuchung bezieht sich jeweils auf die Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 64 Jahren.

Karl-Marx-Monument in Chemnitz sorgt für Wirbel!

Das Karl-Marx-Monument in Chemnitz sorgt für Aufregung.

Gestern hatte die Stadt der Statue ein riesiges Deutschlandtrikot übergestülpt. In der Nacht auf Freitag wurde es jedoch von Unbekannten wieder entfernt. - Die Einkleidung des Monuments war Teil einer Kampagne, mit der die Stadt Chemnitz auf sich aufmerksam machen sollte. Auf Facebook löste die Aktion jedoch heftige Diskussionen aus.

Britischer Glam-Rocker Glitter wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Der britische Glam-Rocker Gary Glitter hat schon einmal wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht gestanden.

Das war 2006 in Vietnam. Jetzt muss er sich erneut verantworten, diesmal in London. Glitter wird vorgeworfen, sich Ende der 70er Jahre an mehreren Jugendlichen vergangen zu haben. Die mutmaßlichen Opfer waren damals zwölf bis 14 Jahre alt, wie ein Justizsprecher mitteilte. Glitter war bereits vor anderthalb Jahren festgenommen worden, kam aber gegen Kaution wieder frei. Seine Festnahme stand im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile. - Diesem werden mehr als 500 Fälle von Kindesmissbrauch vorgeworfen.

Wissenschaftler fordern mehr Forschung zur Kamelmilch

Das Verhältnis ist offensichtlich sehr unausgewogen.

10.000 Studien werden jedes Jahr rund um die Milch durchgeführt - also zu Kuhmilch, Ziegenmilch, ja sogar Sojamilch. Aber nur etwa zehn Untersuchungen beschäftigen sich mit Kamelmilch. Darauf haben Forscher auf einer Konferenz in Frankreich hingewiesen. Dabei könne gerade sie die Ernährung in Wüstenregionen und Entschicklungsländern verbessern. Studien zu dem Thema könnten vor allem Nomadenstämmen zugute kommen. Im Unterschied zur Kuhmilch gibt es bei Kamelmilch zwei wesentliche Fragen: Bislang konnte keine Methode entwickelt werden, um sie länger haltbar zu machen. Außerdem sei noch zu wenig über die Proteinanteile bekannt.

Zwangspause bei "heute-show" für Sonneborn

Der Satiriker und neu gewählte Europapolitiker Martin Sonneborn legt eine Sendepause ein.

Sonneborn müsse auf seine Einsätze als Außenreporter der ZDF-Nachrichtenparodie "heute-show" verzichten, solange er für "Die Partei" im Europäischen Parlament sitze, teilte der Sender in Mainz mit. Sonneborn werde morgen bei der letzten Sendung vor der Sommerpause verabschiedet. Am 1. Juli soll der 49-Jährige sein Mandat in Brüssel antreten.

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