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Mittwoch, 13.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 13. November 2019

Ahmet Altan wieder verhaftet

Acht Tage nach seiner Freilassung aus einem türkischen Gefängnis ist der prominente Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan erneut verhaftet worden. Ein Gericht in Istanbul ordnete die Verhaftung an, nachdem der Generalstaatsanwalt Einspruch gegen die Entlassung Altans aus der Haft eingelegt hatte. Altan wurde in seiner Wohnung verhaftet. Nach mehr als drei Jahren im Gefängnis hatte ein türkisches Gericht ihn und die Journalistin Nazli Ilicak am 4. November unter Auflagen freigelassen; sie mussten sich seither regelmäßig bei der Polizei melden. Zugleich hatten die Richter das Strafmaß für die beiden Angeklagten reduziert, das ursprünglich auf lebenslange Haft wegen Unterstützung einer Terrororganisation gelautet hatte.

Ricky Gervais wieder bei der Golden-Globe-Gala

Der für seinen bissigen Humor bekannte Komiker Ricky Gervais wird bei der nächsten Golden-Globe-Verleihung im Januar zum fünften Mal als Gastgeber in Beverley Hills auf der Bühne stehen. Noch einmal hätte man ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte, witzelte der 58jährige Brite, der dafür bekannt ist, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt und auch die größten Stars ohne Rücksicht auf Verluste scharfzüngig auf die Schippe nimmt. In der Vergangenheit zog er schon süffisant über Charlie Sheen, Bruce Willis, Mel Gibson und Jennifer Lawrence her. Das könnte ein lustiger Abend werden, stellte Gervais in Aussicht, der betonte, dass es diesmal aber wirklich das letzte Mal sei. - Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

Neues Denkmal für Opfer des Oktoberfest-Attentats

Über 200 lebensgroße Silhouetten sollen auf der Münchner Theresienwiese künftig an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980 erinnern. Mit integrierten Bildern und Texten sollen Informationen zu dem Attentat vermittelt werden - sowohl analog als auch digital. Entworfen wurde das Denkmal von dem Münchner Gestaltungsbüro Müller-Rieger, fertiggestellt werden soll es zum 26. September 2020 - wenn sich das Attentat zum 40. Mal jährt. Eine Bombe riss damals am Haupteingang des Oktoberfests zwölf Festbesucher in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Auch der Attentäter starb. Ob auch er eine Silhouette bekommt, muss laut Sprecherin des Kulturreferats noch mit den Überlebenden und Angehörigen der Todesopfer abgestimmt werden.

Stefan-Heym-Preis für Drakulic und Swartz

Der Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz geht 2020 an die kroatische Schriftstellerin Slavenka Drakulic und den schwedischen Journalisten Richard Swartz. Die beiden Autoren, die miteinander verheiratet sind, beschäftigen sich mit den großen europäischen Fragen, die am Beispiel individueller Schicksale erörtert würden, wie es in der Begründung hieß. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Mit ihrer analytischen Schärfe stünden die Autoren in der Tradition des Schriftstellers Heym (1913-2001), erklärte die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD). Der internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt wurde 2008 erstmals verliehen.

Prekäre Situation der Provenienzforschung

Museumsexperten und Kunsthistoriker des Arbeitskreises Provenienzforschung kritisieren die prekäre wirtschaftliche Situation des Forschungsgebiets. Eine nachhaltige Arbeit könne nicht gewährleistet werden, wenn der Großteil der Forschungsarbeit noch immer über kurzfristige Projekte realisiert werde, erklärte der Vorstand des Arbeitskreises in Düsseldorf. Die Provenienzforschung widmet sich der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern, die im Zuge der NS- und Kolonialzeit ihren ursprünglichen Besitzern entwendet wurden. Neben einer besseren finanziellen Ausstattung ist ein weiteres Anliegen der Forscher die Digitalisierung und Online-Archivierung von Ergebnissen, um Doppelrecherchen zu vermeiden.

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