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Kulturnachrichten

Freitag, 22. November 2019

Apple sagt Filmpremiere ab

Im letzten Moment hat der US-Technologiekonzern Apple die geplante Weltpremiere des Films "The Banker" abgesagt. Er sollte heute zum Abschluss des AFI-Filmfestivals in Los Angeles gezeigt werden. Der Film basiert auf der wahren Geschichte zweier schwarzer Geschäftsmänner, die in den USA der 60er-Jahre einen Weißen als Aushängeschild ihres Unternehmens anheuern, um dem vorherrschenden Rassismus ein Schnippchen zu schlagen. In der vergangenen Woche seien Apple "Bedenken" gegen den Film bekannt geworden, erklärte das Unternehmen. Gemeinsam mit dem Filmteam sollten diese nun überprüft werden. "The Banker" ist einer der ersten von Apple für seinen neuen Streaming-Dienst "Apple TV+" produzierten Filme und sollte ab dem 6. Dezember dort laufen.

National Book Award für Susan Choi

Die Schriftstellerin Susan Choi wird in diesem Jahr mit dem National Book Award in der Kategorie "Fiction" ausgezeichnet. Die Autorin erhält den wohl wichtigsten US-Literaturpreis für ihren Roman "Trust Exercise". Er spielt in den frühen 80er-Jahren in einer High School mit künstlerischem Schwerpunkt. Im Mittelpunkt steht die Liebesbeziehung zwischen den Schülern David und Sarah - und die Rolle ihres Theaterlehrers. Es ist der fünfte Roman von Susan Choi, die 1969 als Tochter eines koreanischen Vaters und einer jüdischen Mutter im US-Bundesstaat Indiana zur Welt kam. Wut habe sie beim Schreiben angetrieben - zum einen über die Trennung von ihrem Ehemann nach 13 Jahren, zum anderen über die erfolgreiche Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump, insbesondere seine Prahlereien mit sexueller Gewalt am "Access Hollywood"-Set.

Faschistische Namen: Rom benennt Straßen um

Die italienische Hauptstadt hat zwei Straßen und einen Platz umbenannt, die an zwei Wissenschaftler aus der Zeit des Faschismus erinnerten. Sie erhalten jetzt die Namen von drei verfolgten Wissenschaftlern, unter ihnen zwei Frauen, wie die Stadt Rom mitteilte. Die faschistischen Wissenschaftler hatten 1938 das "Manifest für die Rasse" unterzeichnet, das die Rassegesetze von Diktator Benito Mussolini unterstützte. Mit den Rassegesetzen war in Italien die systematische Diskriminierung der Juden eingeleitet worden. Rund 7000 italienische Juden fielen dem Holocaust zum Opfer.

Janosch beendet Kolumne im "Zeit-Magazin"

Janosch beendet seine Kolumne im Zeitmagazin. Er wolle mehr Zeit für seine privaten künstlerischen Arbeiten haben, begründete der 88-jährige Illustrator und Schriftsteller seine Entscheidung. Deswegen schicke er die Kolumnen-Figur Wondrak in Rente. Seit 2013 hatte Janosch wöchentlich Fragen der Leser beantwortet. Die letzte war: "Herr Janosch, wie sagt man Tschüss?" Antwort: "Man dreht sich um mit einer Träne im Auge und sagt: Ich geh dann mal."

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