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Mittwoch, 28.07.2021
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 27. Mai 2021

Holocaust-Ausstellung auf Arabischer Halbinsel

In Dubai ist die erste Ausstellung zum Holocaust auf der Arabischen Halbinsel eröffnet worden. "We Remember" heißt die Schau im Museum Crossroads of Civilizations, die nach Worten der Betreiber zu einer Dauerausstellung werden soll.
Das 2012 gegründete und privat geführte Museum befasst sich unter anderem mit Themen rund um Toleranz und Multikulturalismus.

Friedrich-Luft-Preis für Theaterkollektiv Gob Squad

Die rund zwölf Stunden dauernde Performance "Show Me A Good Time" des britisch-deutschen Theaterkollektivs Gob Squad wird mit dem Friedrich-Luft-Preis als beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2020 ausgezeichnet. Der mit 7500 Euro dotierte Preis wird nach Angaben vom Donnerstag erstmals von "Berliner Morgenpost" und Deutschlandfunk Kultur gemeinsam verliehen. Die Zeitung erinnert damit seit 1992 an den Theaterkritiker Friedrich Luft (1911-1990). "Show Me A Good Time" wurde uraufgeführt und koproduziert vom Berliner Theater HAU Hebbel am Ufer zusammen mit dem La Jolla Playhouse Without Walls Series in San Diego, USA. Aus Sicht der Jury haben die Performerinnen und Performer von Gob Squad ein Format gefunden, "das die Leerstellen, die das pandemiebedingt abwesende Theater hinterlässt, eindrucksvoll offenlegt und bespielt".

Igor Levit erhält ifa-Preis für Dialog der Kulturen

Der Pianist Igor Levit (34) erhält in diesem Jahr den Preis für den Dialog der Kulturen des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Damit würdige die "nachhaltig von seinem politisch-gesellschaftlichen Engagement beeindruckte" Jury Levits "entschiedene Haltung und persönlichen Mut im Widerstand gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus", wie das Institut am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert, die einer von den Preisträgern ausgewählten wohltätigen Organisation zugute kommen. Die Auszeichnung soll am 14. September in Berlin vergeben werden.

Tony Awards werden dieses Jahr verliehen

Mit den Theaterstücken und Musicals des New Yorker Broadway kommen nach der Corona-Pause auch die Tony Awards zurück. Die Theaterpreise, die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie nicht verliehen wurden, sollen bei einer Gala am 26. September wieder vergeben werden, teilten die Organisatoren mit. Wie genau die Veranstaltung ablaufen wird und welche Stücke teilnahmeberechtigt sind, war zunächst allerdings noch nicht klar.

Cinestar-Gruppe will Kinos am 1. Juli öffnen

Die Cinestar-Gruppe plant eine Eröffnung ihrer bundesweit 49 Lichtspielhäuser zum 1. Juli. Das entspreche einer Empfehlung, auf die sich führende Kino- und Verleihverbände bereits in der vorigen Woche geeinigt hätten, teilte das Unternehmen mit. Für den Kinomarkt sei ein einheitlicher Öffnungstermin zwingend notwendig, weil nur dann neue Filme gestartet werden könnten, sagte der Geschäftsführer von Cinestar, Oliver Fock. Damit Kinos wirtschaftlich betrieben werden können, müsse auch der Mund- und Nasenschutz am Platz wegfallen, um den Verzehr von Speisen und Getränken zu ermöglichen. Des Weiteren strebt die Branche im Gegensatz zum ersten Lockdown jetzt Sitzplatzkapazitäten von 50 Prozent an.

Kristina Lemke wird Sammlungsleiterin Fotografie im Städel

Die Kunsthistorikerin Kristina Lemke übernimmt ab 1. Juni die Leitung des Sammlungsbereichs Fotografie im Frankfurter Städel-Museum. In der neu geschaffenen Stelle werde sie für die Erforschung und Vermittlung der mehr als 5.000 Arbeiten in die Öffentlichkeit zuständig sein, teilte das Städel mit. Mit "Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre" präsentiere das Museum ab dem 30. Juni die erste von ihr kuratierte Ausstellung. Lemke sei eine Spezialistin auf dem Gebiet der Fotografie, lobte Städel-Direktor Philipp Demandt. Bereits seit 2018 wirkt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Städel-Museum. In Marburg wurde sie jüngst mit einer Dissertation über das Werk des Frankfurter Fotografen Paul Wolff (1887-1951) promoviert.

Bund fördert Sicherheit von Museen

Nach Diebstählen und Attacken auf Kunstschätze will der Bund die Sicherheit in den deutschen Museen verstärken: Mit einem bis zu fünf Millionen Euro umfassenden Sonderprogramm werden 41 Projekte in elf Bundesländern gefördert, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mitteilte. Es geht dabei um den Einbau von sensorgesteuerten Überwachungssystemen, elektronische Zutrittskontrollen und Schließanlagen, die Erneuerung von Einbruchmeldeanlagen oder Videoüberwachungen. Zu den Museen zählen etwa Häuser in Velten, Bremen, Morsbroich oder Hannover. Spektakuläre Einbrüche wie im Berliner Bode-Museum und im Grünen Gewölbe in Dresden hatten die Debatte um die Sicherheit der deutschen Museen neu entfacht.

US-Choreographin Anna Halprin gestorben

Die US-Choreografin und Tänzerin Anna Halprin ist im Alter von einhundert Jahren gestorben. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und US-Medien. Halprins experimentelles Werk prägten rituelle Happenings. In Erinnerung bleibt auch ihr 1955 gegründeter "Dancers Workshop", der Neuerinnen wie Trisha Brown, oder Yvonne Rainer nach Kalifornien lockte. Mit Mitte 50 erkrankte Halprin an Krebs und mobilisierte tanzend das eigene Selbstheilungspotenzial. Später setzten ihre Community Dances mit HIV-Infizierten Maßstäbe im Umgang mit Krankheit und Tod. Sie gelten als frühe Vorläufer der Flashmobs und sollten Selbstheilungskräfte aktivieren. Anna Halprin war überzeugt, dass jeder Mensch Krisen aus eigener Kraft lösen kann.

Drei NGOs in Russland unerwünscht

Russland hat drei deutsche Nicht-Regierungsorganisationen als unerwünscht eingestuft und ihnen damit faktisch ein Betätigungsverbot erteilt. Betroffen seien das Zentrum für Liberale Moderne, der Verein Deutsch-Russischer Austausch sowie das Forum Russischsprachiger Europäer, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft. Die Ermittler stellten demnach fest, dass die Tätigkeit dieser Vereine eine Gefahr für die Verfassungsordnung und die Sicherheit Russlands darstelle. Außenminister Heiko Maas sprach von einer "besonders befremdlichen und inakzeptablen" Entscheidung und forderte Russland auf, sie zurückzunehmen. Alle drei Organisationen haben ihren Sitz in Berlin.

Berlinale verleiht Publikumspreis im Wettbewerb

Die Berlinale will in diesem Jahr einmalig einen Publikumspreis für den Wettbewerb vergeben. Bei der Sommerausgabe sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer abstimmen können, welcher Film ihnen am besten gefällt. Das gab die Festivalleitung in Berlin bekannt. Die Jury hatte ihre Entscheidung schon im März verkündet - der Goldene Bär geht an die Satire "Bad Luck Banging or Loony Porn" des rumänischen Regisseurs Radu Jude. Nun vergeben Berlinale und Rundfunk Berlin-Brandenburg noch einen Publikumspreis im Wettbewerb. Wegen der Pandemie fand die Berlinale zunächst online statt, im Juni wird ein öffentliches Festival nachgeholt. Geplant sind Filmvorführungen in Open-Air-Kinos.

Kristina Lemke wird Leiterin Fotografie im Städel

Die Kunsthistorikerin Kristina Lemke übernimmt ab 1. Juni die Leitung des Sammlungsbereichs Fotografie im Frankfurter Städel-Museum. In der neu geschaffenen Stelle werde sie für die Erforschung und Vermittlung der mehr als 5.000 Arbeiten in die Öffentlichkeit zuständig sein, teilte das Städel mit. Mit "Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre" präsentiere das Museum ab dem 30. Juni die erste von ihr kuratierte Ausstellung. Lemke sei eine Spezialistin auf dem Gebiet der Fotografie, lobte Städel-Direktor Philipp Demandt. Bereits seit 2018 wirkt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Städel-Museum. In Marburg wurde sie jüngst mit einer Dissertation über das Werk des Frankfurter Fotografen Paul Wolff (1887-1951) promoviert.

Juliane Eßling wird Sat.1-Chefredakteurin

ProSiebenSat.1 besetzt den Chefredakteursposten des privaten TV-Senders Sat.1 neu. Juliane Eßling tritt das Amt zum 1. Juli an, wie der Medienkonzern in Unterföhring bei München mitteilte. Die 45-Jährige war in den vergangenen Jahren bei der Mediengruppe RTL Deutschland als stellvertretende Chefredakteurin der Zentralredaktion tätig. Eßling folgt auf Sven Pietsch, der seit 2019 kommissarisch Sat.1-Chefredakteur war - zusätzlich zu seinen Aufgaben als Chefredakteur der Konzerntochter Seven.One Entertainment Group.

Die Primaballerina Carla Fracci ist tot

Die italienische Primaballerina Carla Fracci ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Berühmt ist sie bis heute für ihre Darstellung in den klassisch romantischen Balletten wie Giselle und Schwanensee. Sie tanzte mit den größten Tänzern ihrer Zeit, darunter Rudolf Nurejev, Vladimir Vasiliev und Mikhail Baryshnikov. Ab 1958 war Fracci Primaballerina an der Mailänder Scala, war aber auch Gast in internationalen Kompanien wie dem Royal Ballet London, beim Stuttgarter Ballett und beim American Ballet Theater. Bekannt ist ihre Rolle als Giselle mit Erik Bruhn als Partner in der gleichnamigen Ballettverfilmung. Nach ihrer aktiven Laufbahn war Carla Fracci von 1990 bis 1991 Direktorin des Balletts Neapel, von 1995 bis 1997 Ballettchefin in Verona.

China führt Geheimprozess gegen australischen Blogger

In der chinesischen Hauptstadt Beijing hat ein Geheimprozess gegen einen australischen Staatsbürger begonnen. Dem Blogger und Schriftsteller Yang Hengjun wird Spionage vorgeworfen. Australiens Botschafter Graham Fletcher durfte das Gerichtsgebäude entgegen diplomatischer Regeln nicht betreten. Er bezeichnete die Inhaftierung des Bloggers als Willkürhaft. Der 55jährige war vor zwei Jahren festgenommen worden, zuvor betrieb er einen chinesischsprachigen Blog und hatte einige Spionageromane veröffentlicht. Auch mehrere Staatsbürger anderer westlicher Nationen sitzen in China wegen dubioser Vorwürfe im Gefängnis. Betroffen sind neben Australiern auch ein Schwede und zwei Kanadier.

Jana Pareigis wird heute-Moderatorin

Nach dem letzten Moderationsauftritt von Petra Gerster verstärkt Jana Pareigis das Sprecherteam der ZDF-"heute"-Nachrichten. Wie der Sender in Mainz mitteilte, wird die 39-Jährige ab Juli im Wechsel mit Barbara Hahlweg und Christian Sievers durch die Hauptnachrichtensendung um 19 Uhr führen. Die 66-jährige Gerster verabschiedete sich am Mittwoch in den Ruhestand. Pareigis arbeitet seit 2014 beim ZDF. Sie war zuvor unter anderem beim "Morgenmagazin" sowie als Hauptmoderatorin des "Mittagsmagazins" im Einsatz. In dieser Funktion wird sie dem Sender zufolge auch weiterhin einige Wochen im Jahr tätig sein.

Drei NGOs in Russland unerwünscht

Russland hat drei deutsche Nicht-Regierungsorganisationen als unerwünscht eingestuft und ihnen damit faktisch ein Betätigungsverbot erteilt. Betroffen seien das Zentrum für Liberale Moderne, der Verein Deutsch-Russischer Austausch sowie das Forum Russischsprachiger Europäer, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft. Die Ermittler stellten demnach fest, dass die Tätigkeit dieser Vereine eine Gefahr für die Verfassungsordnung und die Sicherheit Russlands darstelle. Außenminister Heiko Maas sprach von einer "besonders befremdlichen und inakzeptablen" Entscheidung und forderte Russland auf, sie zurückzunehmen. Alle drei Organisationen haben ihren Sitz in Berlin.

Gesellschaft für deutsche Sprache unterstützt Gendern

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat sich für eine sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter ausgesprochen, wenn sie verständlich, lesbar und regelkonform ist. In einer Mitteilung empfiehlt die GfdS Paarformeln, wie Bürgerinnen und Bürger, Klammer- oder Schrägstrichschreibungen wie Mitarbeiter/innen, Partizip- oder Ersatzformen wie Studierende. Von Formulierungen, die den Regeln von Verständlichkeit, Les- und Vorlesbarkeit sowie Eindeutigkeit und Rechtssicherheit widersprechen oder die zu grammatikalisch oder orthografisch fehlerhaften Formen führen, rät die GfdS ab. Kritisch stehe man auch dem Gendersternchen gegenüber. In einer Umfrage hatten sich zwei Drittel der Deutschen am Wochenende gegen das Gendern ausgesprochen.

"School of Rock"-Kinderstar Kevin Clark ist tot

Der US-Schauspieler Kevin Clark ist im Alter von 32 Jahren bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde er in Chicago von einem Auto angefahren. Er erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Clark wurde vor allem durch seine Rolle in der US-Komödie "School of Rock" bekannt. Er spielte darin an der Seite von Jack Black den jungen Schlagzeuger Freddy "Spazzy McGee". Nach dem Filmdreh wandte sich Clark wieder der Musik zu, seine aktuelle Band hieß "Jessie Bess and the Intentions".

US-Anwalt verklagt Netflix wegen Serie über Epstein

US-Staranwalt Alan Dershowitz hat den Streamingdienst Netflix auf umgerechnet 65,6 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Netflix habe ihn in der Serie "Filthy Rich" ("Stinkreich") über den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein in die Irre geführt und verleumdet, hieß es in einer Klage, die Dershowitz in Miami einreichte. Die Aussage eines Epstein-Opfers, er habe mit ihr geschlafen, sei falsch. Netflix habe dies gewusst, die Behauptung der Frau aber trotzdem gesendet. Der Streamingdienst nannte die Klage unbegründet. Der Millionär Epstein hatte sich 2019 im Gefängnis das Leben genommen. Ihm wurde vorgeworfen, Dutzende minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben.

Kinderbuch-Autor Eric Carle gestorben

Der US-Kinderbuchautor und -illustrator Eric Carle ist tot. Der Schöpfer des Kinderbuchklassikers "Die kleine Raupe Nimmersatt" starb bereits am Sonntag im Alter von 91 Jahren, wie es in einer Erklärung auf Carles offiziellem Instagram-Kanal hieß. Sein bekanntestes Werk, das Bilderbuch über die "kleine Raupe Nimmersatt" erschien erstmals 1969 und erzielte auch in Deutschland hohe Auflagen. Darin frisst sich eine Raupe durch viele verschiedene Nahrungsmittel, bevor sie sich verpuppt und schließlich zu einem Schmetterling wird. Insgesamt veröffentlichte Carle mehr als 100 Bücher, die in rund 70 Sprachen übersetzt wurden. Der Sohn deutscher Auswanderer wurde in den USA geboren, kehrte aber in den 1930er Jahren als Kind mit seinen Eltern nach Deutschland zurück, wo er während des Nationalsozialismus aufwuchs. 1953 zog er wieder in die USA.

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