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Mittwoch, 28.07.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 22. Mai 2021

Nino Haratischiwili mit dem Mülheimer KinderStückePreis ausgezeichnet

Nino Haratischwili ist für ihr Theaterstück "Löwenherzen" am Samstag mit dem Mülheimer KindertstückePreis 2021 ausgezeichnet worden. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen der in einer Textilfabrik in Bangladesch arbeitet und eine geheime Botschaft in einem Stofflöwen versteckt, der für den Versand nach Deutschland bestimmt ist. Haratischwili erzählt in ihrem ersten Stück für Kinder von den Problemen der heutigen Welt, in der unterschiedlichste Erfahrungen gelten. Die Jury-Debatte wurde per livestream übertragen. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Fünf Stücke waren nominiert. Die Aufführungen der KinderStücke in Mülheim sind für November geplant. Wegen der andauernden Corona-Pandemie wurden die Mülheimer Theatertage mit der Verleihung des renommierten Dramatikpreises zum großen Teil ins Netz verlegt. Im vergangenen Jahr waren die Theatertage wegen der Pandemie abgesagt worden.

17. Architekturbiennale in Venedig eröffnet

In Venedig ist am Samstag die 17. Internationale Architekturbiennale eröffnet worden. Die Biennale gilt als eine der weltweit wichtigsten Präsentationen der Baukunst. Mehr als 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 46 Ländern zeigen ihre Ideen und Entwürfe. Darüber hinaus sind 61 Länderpavillons gestaltet worden, die unter pandemiebedingten Auflagen auch für Publikum zugänglich sind. Die Biennale dauert bis zum 21. November. Sie steht unter dem Motto "How will we live together?" - "Wie werden wir zusammenleben?" Auch Deutschland ist mit einem Länder-Beitrag vertreten. Im August vergibt eine Jury Goldene Löwen für den besten nationalen Beitrag und den besten Teilnehmer oder die beste Teilnehmerin. Die Ausstellung war wegen der Corona-Pandemie von 2020 auf 2021 verschoben worden.

Pinault-Museum in Paris feiert Eröffnung

In Paris ist heute das Pinault-Museum eröffnet worden. Der Kunsttempel liegt inmitten der französischen Hauptstadt zwischen dem Louvre und dem Centre Pompidou in der ehemaligen Handelsbörse "Bourse de Commerce". Drei Jahre dauerte der Umbau unter der Regie des japanischen Architekten Tadao Ando. Die Kosten werden auf über 160 Millionen Euro geschätzt. Es ist das dritte Museum des französischen Milliardärs und Kunstsammlers Francois Pinaults. Zwei Museen hat er schon in Venedig, den Palazzo Grassi und die Punta de la Dogana. Pinaults Sammlung gehört mit rund 10 000 Werken zu den bedeutendsten für zeitgenössische Kunst; etwa 200 werden nun in Paris präsentiert. Immer wieder allerdings musste wegen der Pandemie die Eröffnung verschoben werden. „Ouverture“ heißt die erste Ausstellung.

Chinas berühmtester Forscher Longping ist tot

Der Agrarwissenschaftler starb im Alter von 90 Jahren in der zentralchinesischen Stadt Changsha, wie staatliche Medien berichten. Yuans großes Verdienst ist die Züchtung von Reissorten, die deutlich ertragreicher sind als normaler Reis.
In der Volksrepublik kennt jedes Kind den Namen Yuan Longping. In Schulbüchern und Medienberichten wird er als „Vater des Hybridreises beschrieben. Hybridreis, damit gemeint ist die nachhaltige Kreuzung von besonders robusten und ertragreichen Reissorten. Bis Anfang der 1970er Jahre waren die meisten Biologen und Agrarwissenschaftler weltweit der Meinung, dass solch eine Züchtung nicht funktionieren würde. Yuan Longping bewies mit seinen Forschungen das Gegenteil und wurde mit dem Hybridreis zum Wissenschaftshelden in China.

Kennedy-Center ehrt Dick Van Dyke und Joan Baez

Der Komiker Dick Van Dyke und die Songwriterin Joan Baez wurden für ihre außergewöhnlichen Beiträge zur amerikanischen Kultur ausgezeichnet. Weitere Träger des Kennedy-Preises sind der Sänger Garth Brooks, die Tänzerin Debbie Allen und die Violinistin Midori. Für den 95-jährigen Van Dyckist ist das, das "Sahnehäubchen seiner Karriere". Wegen der Corona-Pandemie war die Zeremonie vom Dezember verschoben worden und fand in kleinerem Rahmen statt, nur eine eine begrenzte Zahl von Zuschauern war zugelassen. Statt der üblichen mehrstündigen Gala gab es eine 90 minitüge Preisverleihung. Bereits am Donnerstag trafen die Ausgezeichneten US-Präsident Joe Biden.

Der Eurovision Song Contest geht mit 26 Startern ins Finale

Mit Startern aus 26 Ländern geht der Eurovision Song Contest am Samstag in Rotterdam ins Finale. Deutschland tritt mit Jendrik und der fröhlichen Popnummer "I Don't Feel Hate" auf Startplatz 15 an. Bei der letzten Austragung des Wettbewerbs im Vor-Corona-Jahr 2019 in Tel Aviv landete das deutsche Duo "Sisters" auf dem drittletzten Rang. Gewinner war der Niederländer Duncan Laurence. Als Favorit des diesjährigen Musikwettbewerbs gilt die italienische Rockband Maneskin, die mit ihrem Protestsong "Zitti E Buoni" in den Wettbüros seit Tagen vorn liegt. Dahinter folgen Frankreich und Malta. Der ESC ist der meist beachtete Musikwettbewerb der Welt.

Der Präsident des Auschwitz Komitees ist gestorben

Der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben des Komitees in New York nach kurzer schwerer Krankheit. Schon früh habe sich Kent mit seinen Mitstreitern für die Gesundheit und das Wohlergehen aller Überlebenden und für ihre Entschädigung engagiert. Kent überlebte mehrere Konzentrationslager, bevor er von amerikanischen Soldaten befreit wurde. Mit seinem Bruder emigrierte er 1946 in die USA, wo er als Geschäftsmann arbeitete.

Brief von Albert Einstein versteigert

Ein von Albert Einstein handgeschriebener Brief mit seiner berühmten Formel E = mc² ist bei einer Auktion für mehr als 1,2 Millionen Dollar versteigert worden. Damit war der Erlös für das Schreiben etwa dreimal so hoch wie erwartet, wie das Auktionshaus RR Auction in Boston mitteilte. Der Brief ist auf Deutsch verfasst und auf den 26. Oktober 1946 datiert. Empfänger war der polnisch-amerikanische Physiker Ludwik Silberstein. Nach Angaben von Archivisten gibt es nur drei weitere bekannte Schreiben, in denen Einstein seine Formel mit eigener Hand verfasste. Der nun versteigerte Brief ist der einzige, der Teil einer privaten Sammlung war.

300 Euro-"Kulturscheck" für 18-Jährige in Frankreich

Konzerte, Kino, Mangas oder ein Foto-Kurs: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat einen "Kulturscheck" von 300 Euro für 18-Jährige angekündigt. Das Angebot sei zwei Jahre lang verfügbar und über eine besondere Applikation abrufbar, teilte Macron per Twitter mit. Im Land gibt es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP rund 800.000 Menschen im Alter von 18 Jahren. Frankreich hatte erst Mitte der Woche coronabedingte Beschränkungen für Kultureinrichtungen wie Museen oder Kinos gelockert.

Neuer Bereich bei Madame Tussauds

Frisch herausgeputzt hat Madame Tussauds die Wachsfigur von David Bowie. Mit maßgeschneiderter Weste, offener Fliege und rötlichem Haar wartet die Pop-Ikone nun auf die Eröffnung des neuen Bereichs "Berlin 100!" des Berliner Ablegers des berühmten Wachsfigurenkabinetts. Wie Madame Tussauds mitteilte, soll dieser am 23. Juni öffnen und auf 200 Quadratmetern die vergangenen 100 Jahre der Hauptstadt mit ihren prägendsten Figuren nachzeichnen. David Bowie hat in den 1970er Jahren zeitweise in Berlin gelebt. Unter anderem nahm er hier das Album "Low" und dessen legendären Nachfolger "Heroes" auf.

Bernini-Meisterwerk in Dresden entdeckt

Ein bisher verloren geglaubtes Meisterwerk des berühmten Bildhauers Gian Lorenzo Bernini ist in der Dresdner Skulpturensammlung entdeckt worden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sprachen in einer Mitteilung von einer "sensationellen Entdeckung". Der lebensgroße und real wirkende menschliche Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor wird ab dem 28. Mai als Highlight der Ausstellung "Bernini, der Papst und der Tod" im Semperbau am Zwinger zu sehen sein. Im Zuge der Recherchen für die Ausstellung stellte sich heraus, dass das Werk von Bernini stammt.

Civis-Medienpreis für Podcast "Rice and Shine"

Der Europäische Civis Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt geht an den Podcast "Rice and Shine" für die Folge "Hamburg 1980: Als der rechte Terror wieder aufflammte". Die Autorinnen Minh Thu Tran und Vanessa Vu rekonstruieren darin einen rassistischen Brandanschlag, bei dem zwei vietnamesische Männer starben. Der Hauptpreis "Civis Top Award" ist mit 15.000 Euro dotiert. In der Kategorie "Video/Information" wurde die Dokumentation "ProSieben Spezial. Rechts. Deutsch. Radikal.", eine mehrstündige Reportage von Anja Buwert und Thilo Mischke ausgezeichnet. Der Civis-Medienpreis zeichnet Beiträge im Radio, Fernsehen und Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer oder kultureller Herkunft fördern.

Buch mit Zeichnungen von Leonardo wird versteigert

Ein seltenes historisches Buch mit Zeichnungen von Leonardo da Vinci kommt am 31. Mai in Hamburg unter den Hammer. Die 1509 in Venedig gedruckte "Divina proportione", zu Deutsch "Die Lehre vom Goldenen Schnitt", wird mit 80.000 Euro aufgerufen, wie das Auktionshaus Ketterer Kunst ankündigte. Da Vinci habe den Anstoß zu diesem Werk seines Freundes und Lehrers, des Mathematikers Luca Pacioli, gegeben. Es sei ein Meilenstein der Renaissance-Geomoetrie. Versteigert werde auch eine mittelalterliche Sammlung von Grundlagentexten der Logik, und das sogenannte Barbeaux-Graduale, ein um 1280 bis 1290 entstandenes liturgisches Buch mit Messgesängen aus dem Zisterzienserkloster Barbeaux in Nordfrankreich.

Südafrika will Schulen "entkolonialisieren"

Durch die Aufnahme zusätzlicher afrikanischer Sprachen in den Lehrplan will Südafrika seine Schulen "entkolonialisieren". Wie die Regierung in Pretoria mitteilte, soll künftig auch Swahili an den Schulen des Schwellenlandes unterrichtet werden. Die Sprache zählt zu den meistgesprochenen Afrikas und ist vor allem im Osten des Kontinents weit verbreitet. An vielen Schulen Südafrikas wird neben Englisch bereits in Landessprachen wie Afrikaans, Zulu oder Xhosa unterrichtet. Nun plant die Regierung, neben Swahili weitere indigene Sprachen als Unterrichtsfach einzuführen, unter anderem Nama, Khoi sowie die südafrikanische Gebärdensprache.

Spanischer Poet Francisco Brines gestorben

Der spanische Dichter Francisco Brines ist tot. Der Gewinner des angesehenen Cervantes-Literaturpreises von 2020 starb im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus in der Region Valencia, wie das spanische Kulturministerium unter Berufung auf die Verleger des Poeten mitteilten. Brines galt als einer der wichtigsten spanischen Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war einer der letzten noch lebenden Vertreter der sogenannten "Generation der 1950er", die als Kinder den spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) erlebt hatten. Eines der bekanntesten Werke von Brines ist der Gedichtband "El otoño de las rosas" (Der Herbst der Rosen), in dem es um das Glück eines erfüllten Lebens geht.

Kinoverbände wollen Neustart für Juli

Nach monatelanger Pause bereiten sich die deutschen Kinos auf eine Wiedereröffnung vor. Zum 1. Juli soll es nach dem Willen mehrerer Verbände an vielen Orten wieder Filmvorführungen geben. Angesichts "des Impffortschritts und der sinkenden Infektionszahlen" stehe die gesamte Kinobranche bereit, heißt es in einer Erklärung unter anderem von HDF Kino und AG Kino. Die Verbände appellieren an die Bundesländer, eine Öffnung der Kinos zu diesem Datum "zu ermöglichen und zeitnah zu kommunizieren". Wichtig sei, dass die Kinos in ganz Deutschland zeitnah öffnen. Nur dann könnten Verleiher überhaupt neue Filme starten. Bundesweit sind die Filmtheater wegen der Pandemie seit mehr als einem halben Jahr geschlossen.

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