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Montag, 26.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 9. Mai 2020

"King of Rock": Little Richard gestorben

Der US-amerikanische Rock-n-Roll-Sänger Little Richard ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren. Er nannte sich selbst "King of Rock" und feierte 1956 seinen Durchbruch mit "Tutti Frutti". Zu seinen weiteren Hits gehören "Long Tall Sally", "She's Got It" und "Lucille". Bekannt war er unter anderem für seine exzentrischen Auftritte, seine verrückte Kostümierung und sein ausgesprochenes Temperament am Flügel. Sein revolutionärer Klang, mit dem er viele Musiker beeinflusste, beruhte auf einer Mischung aus Boogie-Woogie, Rhythm and Blues und Gospel. 1990 erhielt Little Richard einen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood. 1993 wurde er mit dem "Lifetime Achievement Award" der "National Academy Of Recording Arts And Sciences" ausgezeichnet.

Engelsskulpturen rollen durch Dresden

17 auffällige Engelsskulpturen aus Beton sind in Dresden auf beiden Ufern der Elbe entlang gerollt. Sie wurden von der norwegisch-dänischen Künstlerin Marit Benthe Norheim geschaffen. Mit der Performance "Rolling Angels" sollte an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa erinnert und zugleich 75 Jahre Frieden gefeiert werden, wie es hieß. Die weißen Skulpturen symbolisieren demnach Hoffnung, Frieden und Trost. Sie wurden von Teilnehmern der Performance in drei Gruppen an der Elbe entlang geschoben. Die Aktion fand bereits zum zweiten Mal in Dresden statt. Bereits im Februar waren die Engel durch die Landeshauptstadt gerollt und hatten die Standorte immer wieder gewechselt.

Städelmuseum wiedereröffnet

Museumsbesuch mit Mundschutz: Kunstfreunde haben am Samstag erstmals nach der Zwangsschließung wegen der Corona-Pandemie wieder das Frankfurter Städelmuseum besuchen dürfen. Es gab nach Angaben einer Sprecherin aber keinen Besucheransturm. "Die Menschen tasten sich heran an die neue Normalität." Die Besucher hielten sich an die Beschränkungen. "Alle haben Masken auf und nutzen die Spender mit Desinfektionslösungen", sagte die Sprecherin. Die Zahl der zugelassenen Besucher ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Bei 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dürfen 200 Besucher pro Stunde ins Museum. Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Kasse wurde mit einer Scheibe versehen, auf dem Boden kleben Abstandsmarkierungen. Besucher sollen vorab ein Online-Ticket buchen.

Filmbranche fordert weitere Unterstützung

Zahlreiche Filmschaffende haben die Politik in einem offenen Brief aufgefordert, in Zeiten der Corona-Krise das deutsche Kino zu unterstützen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte das Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Darin heißt es, für die Kinofilmproduktionen, die wegen der Pandemie abgebrochen worden seien, hätten alle Filmförderungen einen Nothilfefonds entwickelt. Für kommende Filme fehle aber jede Absicherung der Produzenten für das Risiko eines Drehstopps wegen eines Covid-19-Falls. Ohne eine solche Absicherung könnten vor allem unabhängige Produzenten das Wagnis zu drehen nicht länger eingehen. Das bedeute bereits in den nächsten Monaten massives Produzentensterben, Arbeitslosigkeit für Filmschaffende und die Vernichtung großer Teile des deutschen Kinos.

Kulturrat fehlt nationales Krisen-Kulturprogramm

Der Deutsche Kulturrat begrüßt die Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern angesichts der Corona-Pandemie. Diese sei "ein ermutigendes Signal für den nationalen Kulturinfrastrukturfonds", erklärte Geschäftsführer Olaf Zimmermann in Berlin. Wörtlich ergänzte er: "Der Kulturbereich steht, so sagt es die Bundeskanzlerin heute ganz oben auf der Prioritätenliste. Das ist eine wichtige Information. Die Zeit läuft uns nämlich weg." Man brauche Klarheit über den angekündigten nationalen Kulturinfrastrukturfonds, ohne den die kulturelle Infrastruktur in Deutschland nicht erhalten werden könne, so Zimmermann weiter: Bislang fehle aber ein großes nationales Kulturprogramm in der Krise.

Merkel wendet sich direkt an Kulturschaffende

In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt an die Kulturszene gewandt. Sie ging auf die schwierigen Bedingungen ein, die insbesondere für Freischaffende durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ziel der Bundesregierung und der Länder sei es, dass die breite und vielfältige kulturelle Landschaft auch nach Überwindung der Pandemie weiterexistieren könne, betonte Merkel. Es sollten nun Konzepte entwickelt werden, wie mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auch Theater, Konzerthäuser, Opern und andere Kulturstätten wieder öffnen könnten. Konkrete neue Hilfsprogramme für Künstler kündigte Merkel nicht an, sondern verwies auf die bereits bestehenden, wie das Programm für Solo-Selbstständige und den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung.

Der Magier und Dompteur Roy Horn ist tot

Der Magier Roy Horn ist tot. Wie sein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte, starb er gestern im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas. Den Angaben zufolge soll Horn an einer Corona-Infektion gelitten haben. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher waren unter dem Namen "Siegfried & Roy" bekannt. Legendär waren ihre Auftritte mit Löwen und den seltenen weißen Tigern im "Mirage"-Hotel in Las Vegas. Die Karriere von "Siegfried & Roy" ging 2003 zu Ende, als ein Tiger Horn bei einer Vorstellung plötzlich angriff. Von den erlittenen Verletzungen konnte sich der Künstler nie mehr richtig erholen.

Hamburger Max-Brauer-Preis geht nach Italien

Der mit 20.000 Euro dotierte Hamburger Max-Brauer-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung geht in diesem Jahr ausnahmsweise an eine italienische Kultureinrichtung. Preisträgerin sei die freie Theaterkompanie Compagnia dell'Argine und ihr Teatro ITC in San Lazzaro, teilte die Stiftung in Hamburg mit. Die Auszeichnung solle ein Zeichen europäischer Solidarität setzen. Der Ort liegt in der von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Region Emilia-Romagna in Norditalien. Die derzeitige Situation sei eine Katastrophe für die Compagnie. Alle Aktivitäten seien eingestellt worden. Der Max-Brauer-Preis ehrt Persönlichkeiten oder Einrichtungen mit besonderen Verdiensten um das kulturelle, wissenschaftliche und geistige Leben Hamburgs. Die Verleihung soll wegen der Corona-Krise erst im kommenden Jahr stattfinden, das Preisgeld bekommt die Theaterkompagnie den Angaben zufolge aber schon jetzt.

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