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Montag, 26.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 5. Mai 2020

Philippinische Regierung schaltet Sender ab

Auf den Philippinen hat die Regierung den größten und erfolgreichten Fernseh-Sender abgeschaltet. Die staatliche Kommission für Telekommunikation teilte mit, die Lizenz des betroffenen Medienkonzerns ABS-CBN sei abgelaufen. Das Netzwerk hatte zuvor einen Antrag auf eine Erneuerung der Lizenz im Parlament gestellt, über die noch nicht befunden wurde. Menschenrechtler, Politiker und Journalisten verurteilten die Abschaltung als Schlag gegen die Pressefreiheit.

Neues Afrika-Zentrum der Universität Freiburg gestartet

In Freiburg ist das Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung (ACT) eröffnet worden. Das von der Universität Freiburg und dem Arnold Bergstraesser-Institut getragene Zentrum will internationale Forschungen zu Afrika fördern und dazu afrikanische Wissenschaftler nach Baden-Württemberg einladen. "Konferenzen, öffentliche Vorträge und frei zugängliche Publikationen von Forschungsergebnissen sollen dazu beitragen, einen globalen Wissenschaftsdialog zu fördern und den afrikanischen Stimmen mehr Präsenz und damit Einfluss zu geben", sagte der Leiter des Begrstraesser-Instituts, Andreas Mehler, in Freiburg. Aktuelle Forschungsbereiche sind beispielsweise Migration, ökologischer Wandel oder die Aufarbeitung von Kolonialismus.

Kulturrat fordert mehr Hilfen von der Politik

Der Deutsche Kulturrat fordert die Ministerpräsidenten der Länder auf, in der morgigen Videokonferenz besonders den Kulturbereich in den Blick zu nehmen. Alle Bereiche der Kultur seien betroffen, die Not sei groß. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Wir brauchen Perspektiven, wann die Kulturangebote mit Publikum in Deutschland wieder anlaufen können. Und wir brauchen Klarheit über den angekündigten nationalen Kulturinfrastrukturfonds, ohne den die kulturelle Infrastruktur nicht erhalten werden kann." Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder beraten morgen das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Isabelle Adjani fordert kulturellen Notstand

Die französische Schauspielerin Isabelle Adjani fordert wegen der Coronavirus-Pandemie die französische Regierung auf, den kulturellen Notstand zu erklären. Frankreich müsse sich, solange es notwendig sei, für all jene einsetzen, die für die Welt der Kunst und Kultur arbeiten, ruft sie Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in einem offenen Brief auf. Kultur sei mit sozialer Distanzierung unvereinbar, schreibt Adjani. In dem vom französischen Radiosender "France Inter" veröffentlichtem Brief listet die Schauspielerin einige dringende Maßnahmen auf, unter anderem die Verhinderung dauerhafter Schließungen von Kultureinrichtungen, sowie die Verlängerung der Arbeitslosenentschädigung der freiberuflichen Künstler und Techniker des Kulturbetriebs. Immer häufiger rufen bekannte Künstler die französische Regierung zu mehr Hilfe für eine durch die Pandemie gebeutelte Kulturszene auf.

Hilfsprogramm für Berliner Kultureinrichtungen startet

Der Berliner Senat unterstützt die Kultur in der Corona-Krise mit einem neuen Hilfsprogramm. Es umfasst 30 Millionen Euro und soll kleinen und mittleren Unternehmen im Kultur- und Medienbereich zugute kommen, die kaum staatliche Förderung bekommen und bislang keine anderen Corona-Hilfen erhalten haben. Sie können ab kommendem Montag bei der Investitionsbank Berlin online Zuschüsse von bis zu 25 000 Euro beantragen, wie Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mitteilte. Das Programm richtet sich nach seinen Angaben an Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten und nicht mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz. Das können etwa private Museen, Theater, Kinos, Musikensembles, Clubs oder Festivals sein.

Klagemauer wieder für Betende geöffnet

Mit der teilweisen Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Israel ist die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt wieder für eine größere Zahl Betender zugänglich. Ab sofort dürfen bis zu 300 Personen gleichzeitig die heilige Stätte besuchen, wie die für die Verwaltung der Klagemauer zuständige "Western Wall Heritage Foundation" mitteilte. Es besteht Maskenpflicht. Der Platz soll demnach in zahlreiche Abschnitte unterteilt werden, um die Vorschriften des israelischen Gesundheitsministeriums einzuhalten, das ein gemeinsames Gebet im Freien von maximal 19 Personen zulässt. Ebenfalls wieder zugelassen entsprechend den Richtlinien seien Feiern der Religionsmündigkeit (Bar/Bat Mitzwa).

Verschollene Vase in Magdeburg aufgetaucht

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg hat eine als verschollen geglaubte, antike Vase entdeckt. Das aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammende Gefäß aus Griechenland soll künftig in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen sein, wie die Museen mitteilten. Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin fand die historische Vase - eine sogenannte griechische Lekythos - in einem privaten Nachlass. Ursprünglich wurde das Exponat 1912 von der Berliner Antikensammlung erworben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Vase dann im Keller des Pergamonmuseums in Berlin verstaut. Anschließend verlor sich ihre Spur. Das Gefäß soll noch bis zum 17. Mai im Kulturhistorischen Museum Magdeburg ausgestellt werden.

Colson Whitehead gewinnt zweiten Pulitzer-Preis

Colson Whitehead gewinnt mit seinem Roman "The Nickel Boys" den Pulitzer Preis schon zum zweiten Mal. In dem 2019 erschienenen Roman geht es um eine Besserungsanstalt für jugendliche Straftäter während der sechziger Jahre. Whitehead porträtiert darin eine reale Institution in Florida, in der die meist schwarzen Insassen misshandelt und missbraucht wurden. Bereits 2017 hatte er den Pulitzer Preis für Literatur für seinen Roman "Underground Railroad" gewonnen. Ein solcher Doppelsieg ist vorher nur drei anderen Autoren geglückt, darunter John Updike und William Faulkner. Der Pulitzer Preis für Belletristik wird seit 1948 vergeben.

Steven Walter wird neuer Intendant der Beethovenfeste

Neuer Intendant der Beethovenfeste Bonn soll ab 1. November 2021 Steven Walter werden. Das teilte die Stadt Bonn mit. Walter wird Nachfolger der derzeitigen Intendantin Nike Wagner, die noch zehn Monate länger als ursprünglich geplant im Amt bleibt. Walter war den Angaben zufolge Gründungsmitglied diverser Ensembles und Initiator innovativer Konzertprojekte. Derzeit ist er künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Festival- und Produktionsplattform "Podium" in Esslingen. Gleichzeitig teilte die Stadt mit, dass das Beethovenfest 2020 aufgrund der Corona-Pandemie endgültig auf nächstes Jahr verschoben werde. Es sollte vom 4. bis 27. September 2020 stattfinden und hatte aufgrund des Beethoven-Jubiläums in diesem Jahr besondere Bedeutung.

Star-Architekt baut Kliniportal für Corona-Krankenhaus

Der italienische Star-Architekt Massimiliano Fuksas will für das römische Krankenhaus "Spallanzani" einen neuen Eingangsbereich entwerfen. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, will Fuksas damit zum einen den Einsatz der Klinik in der Corona-Pandemie würdigen. Bisher werden vor dem "Spallanzani" Patienten weitgehend ungeschützt vor Sonne oder Regen aus Rettungswagen in die Ambulanz gebracht. Der geplante Eingangsbereich soll zudem neuesten Sicherheits- und Hygienestandards genügen. Das "Spallazani" ist eine der wichtigsten Kliniken in der Region Latium für die Behandlung von Covid-19-Patienten.

Medienhäuser erproben Zeitungszustellung per Drohne

Angesichts gestiegener Zustellkosten loten Medienhäuser in Deutschland die Auslieferung von gedruckten Zeitungen per Drohne aus. Neben einem kommunalen Projekt in Ostthüringen, an dem auch die Funke- und die Madsack-Mediengruppe als Partner beteiligt sind, plant auch der Heinen-Verlag einen Praxistest im Raum Köln. Medienhäuser in Deutschland beklagen schon seit längerem gestiegene Zustellkosten, vor allem in ländlichen Regionen. Hintergrund sind auch die seit vielen Jahren sinkenden Auflagen und rückläufige Abonnementzahlen von gedruckten Zeitungen. Der Bundestag hatte im November auch beschlossen, dass der Staat in die Förderung speziell der Zustellung von Tageszeitungen und Anzeigenblätter einsteigt. Für dieses Jahr sind 40 Millionen Euro Förderung vorgesehen.

Taika Waititi dreht neuen "Star Wars"-Film

Der neuseeländische Regisseur Taika Waititi wird einen neuen "Star Wars"-Film drehen. Der Oscar-Preisträger wird gemeinsam mit der Autorin Krysty Wilson-Cairns auch das Drehbuch schreiben, wie auf der offiziellen Star-Wars-Website mitgeteilt wurde. Ein Zeitplan für das Filmprojekt wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Der erste von drei neuen "Star Wars"-Kinofilmen soll aber im Dezember 2022 in die Kinos kommen. Waititi hatte sich als Regisseur von Independent-Filmen einen Namen gemacht und ist inzwischen im Hollywood-Mainstream angekommen. 2017 drehte er den Marvel-Superheldenfilm "Thor: Tag der Entscheidung". Für die NS-Satire "Jojo Rabbit" gewann er in diesem Jahr den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch.

"Stranglers"-Keyboarder Greenfield ist tot

Der Keyboarder der Punkrock-Band "The Stranglers", Dave Greenfield, ist tot. Der 71-jährige sei nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, hieß es auf der Webseite der Band. Berühmt wurde Greenfield mit seinem unverkennbaren Sound und einem Spielstil, der auch Instrumente wie das Cembalo oder die Hammondorgel einbezog. Er schuf auch die Musik zum größten Hit der Stranglers, dem Song "Golden Brown". Die Gruppe wurde mit Greenfields Eintritt 1975 zu einer der innovativsten Bands der Punk-Welle in Großbritannien.

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