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Donnerstag, 17.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 29. April 2019

US-Regisseur John Singleton gestorben

Der amerikanische Filmregisseur und Produzent John Singleton ist tot. Er sei im Kreise von Angehörigen und Freunden friedlich entschlafen, teilte seine Sprecherin Shannon Barr der Deutschen Presse-Agentur mit. Singleton wurde 51 Jahre alt. Der Regisseur hatte am 17. April einen schweren Schlaganfall erlitten. Der siebenfache Vater wurde in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt. Am Montagmorgen hatten sich die Angehörigen entschlossen, lebenserhaltende Maßnahmen zu stoppen, wie Barr zuvor mitteilte. Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm "Boyz N The Hood" über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen. Er war der erste Afroamerikaner und zugleich der jüngste Regisseur, der damals in der Sparte "Beste Regie" nominiert wurde.

Kabarettist Herbert Bonewitz gestorben

Der Kabarettist Herbert Bonewitz ist tot. Das sagte sein Sohn Michael Bonewitz der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend. Er sei am Montag im Kreise seiner Familie im Alter von 85 Jahren im Uniklinikum Mainz gestorben. "Er war ein großer Mainzer, ein großer Fastnachter, ein großer Kabarettist, ein großer Künstler und ein großartiger Mensch", hieß es in einer kurzen Mitteilung der Familie. Bonewitz war schon im Februar 1955 bei der ersten Mainzer Fernsehsitzung dabei gewesen. 1975 trat Bonewitz zum ersten Mal mit einem Kabarett-Programm im Mainzer Unterhaus auf. Ihm gelang es, das Publikum der Kleinkunstbühne erheblich zu vergrößern.

Emil Steinberger für Lebenswerk ausgezeichnet

Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger hat in seiner Heimatstadt Luzern einen Preis für sein Lebenswerk bekommen. Der Regierungsrat des Kantons Luzern würdigte den 86-Jährigen am Montagabend im Rahmen der Frühlingsmesse Luga. Steinberger habe das Bild, das sich die Welt von den Schweizern mache, geprägt, lobte der Rat bei der Bekanntgabe des Preises. Steinberger hat auch in Deutschland seit den 70er-Jahren mit Programmen wie "Geschichten, die das Leben schrieb" oder "E wie Emil" große Erfolge gefeiert.

Experten warnen: Bei Notre-Dame nichts überstürzen

Zwei Wochen nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame warnen mehr als 1000 Experten in einem Appell an Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor Eile beim Wiederaufbau. "Nehmen wir uns Zeit für die Diagnose", schrieben internationale Kunsthistoriker, Denkmalschützer und Universitätsprofessoren in einem offenen Brief, der von der Tageszeitung "Le Figaro" veröffentlicht wurde. Einer der Unterzeichner ist der Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, Mario Kramp. Präsident Macron hatte nach der schweren Beschädigung der über 850 Jahre alten gotischen Kathedrale angekündigt, dass sie innerhalb von fünf Jahren wiederaufgebaut werden soll. Bei dem Brand Mitte des Monats war vor allem das Dach der Kirche im Herzen der Hauptstadt zerstört worden. Als seinen persönlichen Sonderbeauftragten für den Wiederaufbau ernannte der 41-jährige Macron einen General. Für den Wiederaufbau der Kirche müssten Experten angehört werden, heißt in dem Appell. "Die Welt schaut uns zu." Die nötigen Bauarbeiten würden länger dauern als Amtszeiten in der Politik.

Brasilianisches Nationalmuseum benötigt Hilfe

Der Direktor des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro bittet um Spenden. Ein Feuer hatte im vergangenen Jahr große Teile des Hauses zerstört. Etwa 90 Prozent der Ausstellungsstücke wurden vernichtet. Das Museum galt mit seiner geologischen, botanischen und archäologischen Sammlung als eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Südamerikas. Brasilien sei nicht in der Lage, das Museum allein wieder aufzubauen, sagte Direktor Alexander Kellner bei einer Expertentagung zur Rettung zerstörter Kultureinrichtungen in Köln. Dass die finanzielle Hilfe für das brasilianische Nationalmuseum im Vergleich zu der ausgebrannten Pariser Kathedrale Notre-Dame so bescheiden sei, habe natürlich viel mit Brasilien selbst zu tun, sagte Kellner. In dem Land gebe es keine Tradition, wissenschaftliche Institutionen zu unterstützen. Internationale Geldgeber fürchten zudem die Korruption in Brasilien.

Entferntes Kunstwerk wird wieder ausgestellt

Nach Online-Protesten gegen die Entfernung eines Kunstwerks aus dem Nationalmuseum von Warschau wird es wieder in die Ausstellung aufgenommen. Twitter- und Facebook-Nutzer protestierten mit Fotos von sich dabei, wie sie eine Banane essen. Das Video der Künstlerin Natalia LL, in dem sie als junge Frau beim genussvollen Verspeisen einer Banane zu sehen ist, war zuvor vom neuen Leiter des Nationalmuseums entfernt worden, da die Videoaufnahmen aus dem Jahr 1973 junge Menschen aus der Fassung bringen könnten. Das Video war viele Jahre im Museum zu sehen. Zusätzlich soll ein Video einer anderen kontroversen Künstlerin, das ebenfalls entfernt worden war, wieder ins Museum zurückgebracht werden. Jedoch nur bis zum 6. Mai, dann soll nämlich die gesamte Galerie für moderne Kunst umgebaut werden.

Frank Scholze soll Nationalbibliothek leiten

Frank Scholze, seit 2010 Direktor der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie, soll neuer Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek werden. Wie die Bibliothek mitteilte, wird der Verwaltungsrat als oberstes Gremium dem Bundespräsidenten die Berufung Scholzes vorschlagen. Dies entspreche der Empfehlung einer Findungskommission, die ein mehrmonatiges Auswahlverfahren durchgeführt habe. Der 1968 in Stuttgart geborene Scholze studierte Bibliothekswesen, Kunstgeschichte und Anglistik. Ab Januar 2020 soll er die Nachfolge von Elisabeth Niggemann antreten, die zum Jahresende 2019 nach mehr als 20 Jahren in den Ruhestand tritt. Die Deutsche Nationalbibliothek ist mit ihren beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt die zentrale Archivbibliothek Deutschlands. Sie hat als Bundeseinrichtung den Auftrag, alle Publikationen in der Bundesrepublik und alle deutschsprachigen Publikationen im Ausland zu archivieren und bereitzustellen. Seit 2006 gehören dazu auch Internetpublikationen. Zum Bestand der Bibliothek zählen inzwischen 36 Millionen Medieneinheiten.

Petrenko stellt Spielplan der Berliner Philharmoniker vor

Der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, startet seine Amtszeit am 23. August mit einem Konzert in der Philharmonie und dirigiert einen Tag später das Orchester unter freiem Himmel am Brandenburger Tor - beide Male Beethovens Neunte. In seiner ersten Spielzeit werde er mit den Philharmonikern auf Deutschland-Tournee gehen und zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ein Konzert in Tel Aviv geben, teilten die Philharmoniker heute mit. Die Philharmoniker hatten den russischen Dirigenten, der bis 2020 auch noch als Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper amtiert, 2015 als Nachfolger von Simon Rattle gewählt. Petrenko ist der siebte Chefdirigent des 1882 gegründeten Orchesters.

Skulptur-Projekte-Gründer Klaus Bußmann ist tot

Klaus Bußmann, Mitbegründer der renommierten Skulptur Projekte, ist tot. Der Kunstkurator und langjährige Direktor des LWL-Kunstmuseums in Münster starb am Samstag im Alter von 77 Jahren. Gemeinsam mit Kaspar König hatte er 1977 die Skulptur Projekte ins Leben gerufen, eine Schau, die die Stadt seither alle zehn Jahre zum riesigen öffentlichen Kunstraum für zeitgenössische Arbeiten internationaler Künstler macht. Die Skulpturen-Großausstellung zählt zu den wichtigsten der Welt.

Sterbliche Überreste von Maori und Moriori übergeben

Die Charité Berlin hat sterbliche Überreste von 109 Maori und Moriori an Nachfahren aus Neuseeland zurückgegeben. Die Gebeine wurden am Montag in Berlin im Rahmen einer Zeremonie an das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa übergeben. Für die Charité bezeichnete Dekan Axel Radlach Pries die Aneignung der Gebeine durch das Institut als "unethisch und nicht akzeptabel". "Es war von Anfang an falsch, auch nur anzunehmen, dass es Hierarchien zwischen den Völkern gibt", sagte Pries. Es gebe Unterschiede, Menschen und Völker seien sehr verschieden, aber Diversität habe keine Hierarchie. Die aus Gräbern stammenden Schädel und Skelettteile gelangten nach Angaben der Charité im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Berlin. Von offizieller Seite gab es 2010 einen Antrag auf Restitution.

Berliner Ensemble bekommt neue Spielstätte

Das Berliner Ensemble bekommt eine zweite Spielstätte. Bis zum Herbst wird ein älteres Nebengebäude des Theaters am Schiffbauerdamm umgebaut. Nach mehr als 125 Jahren erhalte das Theater damit erstmals eine zweite, vollausgestattete Spielstätte, kündigte das Haus an. Damit könne eine "Wunde in der Historie" des Theaters geschlossen werden, sagte Intendant Oliver Reese am Montag auf der Baustelle. Bisher wird auf einer provisorischen zweiten Bühne gespielt. Das Neue Haus soll am 19. September eröffnen. In der neuen Spielzeit plant Reese 14 Premieren. So soll zum Beispiel Regisseur Frank Castorf den Roman "Fabian" von Autor Erich Kästner inszenieren.

Susann Hempel erhält Hörspielpreis der Kriegsblinden

Der diesjährige Hörspielpreis der Kriegsblinden geht an die Autorin Susann Maria Hempel. Ihr Radiostück "Auf der Suche nach den verlorenen Seelenatomen" für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) erzähle die Geschichte eines ehemaligen DDR-Häftlings, teilte die Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf mit. Hempel spricht in ihrem Beitrag mit einem Mann, der als vermeintlicher Republikflüchtling in der DDR inhaftiert wurde. Ebenfalls für den Preis nominiert waren das WDR-Hörspiel "Der Absprung" von Paul Plamper sowie die Produktion "Die Toten von Feuerland" (NDR, mit Deutschlandfunk Kultur) von Ulrike Haage und Andreas Ammer. Die Autoren sind dem jungen Feuerländer "Jemmy Button" auf der Spur, dem Vorbild von Michael Endes Figur Jim Knopf. Die undotierte Auszeichnung wird am 7. Mai im Deutschlandfunk in Köln verliehen.

"Avengers" erfolgreichster Kinostart der Geschichte

Das Superheldenepos "Avengers: Endgame" hat in den nordamerikanischen und deutschen Kinos Rekorde gebrochen: 350 Millionen Dollar (314 Millionen Euro) spielte die Disney-Produktion an ihrem ersten Wochenende in den nordamerikanischen Kinos ein, wie die Branchenseite "Hollywood Reporter" berichtete - das schaffte noch keine Neuerscheinung. Weltweit brachte der Marvel-Blockbuster "Endgame" in seinen ersten Tagen 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) ein, auch das eine Bestmarke. In Deutschland schaffte der Film laut Media Control zwischen Donnerstag und Sonntag etwa 1,67 Millionen Besucher und erreichte damit auf Anhieb den ersten Platz der offiziellen deutschen Kinostarts.

DW beteiligt sich an türkischem Youtube-Kanal

Die Deutsche Welle (DW) startet mit drei weiteren Auslandssendern einen Youtube-Kanal auf Türkisch. Mit dem britischen TV-Sender BBC, der französischen Anstalt France24 und dem US-Sender Voice of America (VoA) berichtet der DW ab sofort aus Istanbul. Die Zielsetzung des Gemeinschaftsprojekts sei eine unabhängige, glaubwürdige Berichterstattung und die Stärkung von Meinungsfreiheit und -vielfalt. "Mit dem einzigartigen Projekt +90 möchten wir gemeinsam Brücken in Richtung Türkei bauen", sagte der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg. Das Informationsangebot des Kanals richte sich an ein türkischsprachiges Publikum innerhalb und außerhalb der Türkei. Die vier beteiligten Sender würden sich regelmäßig mit ausgewählten aktuelle Videobeiträge - Reportagen, Interviews, Hintergrundstücke - auf Youtube beteiligen und das Programmangebot nach und nach erweitern.

Michael Haneke: Aufnahme in Orden Pour le mérite

Der Filmregisseur Michael Haneke wird Mitglied im Orden Pour le mérite. Haneke ("Das weiße Band") soll am 2. Juni zusammen mit der Theaterregisseurin Andrea Breth offiziell in dem vom Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gegründeten Orden begrüßt werden. Die Laudatio auf Haneke im Berliner Konzerthaus hält der Geiger Gidon Kremer, auf Breth der Schriftsteller Peter von Matt. Protektor des Ordens ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Den Orden tragen - nach den Statuten in seiner seit 1842 bestehenden Form - höchstens 40 in Deutschland und gleich viele im Ausland wirkende Persönlichkeiten, die sich Verdienste in Wissenschaft und Kunst erworben haben.

Ballhaus-Stipendium für Kamerafrau Judith Kaufmann

Die in Berlin lebende Kamerafrau Judith Kaufmann ("Die Fremde", "Der Junge muss an die frische Luft") bekommt das erstmals verliehene Michael Ballhaus Stipendium. Es ist mit einem dreimonatigen Aufenthalt in der Villa Aurora in Los Angeles und einer Retrospektive ausgewählter Werke in Hollywood verbunden. Der vom Auswärtigen Amt finanzierte Preis für herausragende Bildgestalter und Bildgestalterinnen ist nach dem 2017 gestorbenen Kameramann Michael Ballhaus benannt. Er wird in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie ab 2020 jährlich vergeben.

Briefmarke zum 500. Todestag Leonardo da Vincis

Zum 500. Todestag des Künstlers und Erfinders Leonardo da Vinci am 2. Mai gibt der Vatikan eine eigene Briefmarke heraus. Diese erscheint offiziell am heutigen Montag, wie die Tageszeitung "Avvenire" berichtet. Die Marke im Wert von 1,15 Euro zeigt eine von Leonardo (1452-1519) geschaffene Skizze des Heiligen Hieronymus. Es ist das einzige Werk des Künstlers, das sich in Rom befindet. Derzeit wird es in einem Ausstellungsraum am Petersplatz gezeigt. Zum 500. Todestag am 2. Mai präsentieren viele italienische und französische Museen Sonderausstellungen. Der Vatikan zeigt den "Heiligen Hieronymus". Frankreich und Italien streiten, wer das Vorrecht hat, sich mit Leonardo zu schmücken. Auch Wissenschaftseinrichtungen ehren das Allround-Genie, das vor einem halben Jahrtausend im französischen Schloss Clos an der Loire starb.

Metal-Sänger Phil McCormack ist tot

Der Sänger der US-Band Molly Hatchet, Phil McCormack, ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Das meldet die Band via twitter. Dort heißt es: "Phils Beiträge zu Molly Hatchet wurden auf der ganzen Welt gehört. Er wird vermisst, aber nie vergessen werden.“ Die Southern-Rock-Band Molly Hatchet wurde 1975 in Jacksonville, Florida, gegründet und veränderte mehrfach ihre Besetzung.McCormack trat der Band 1995 bei. Bekannt wurde die Band mit den Hits ‚Flirtin‘With Disaster‘, ‚Whiskey Man‘und ‚Gator Country‘.

Kairos-Preis für bosnischen Regisseur Kreševljaković

Der bosnische Regisseur Nihad Kreševljaković ist in Hamburg mit dem europäischen Kulturpreis Kairos ausgezeichnet worden. Die Stiftung ehre damit "einen außergewöhnlich vielfältigen Kulturermöglicher und diplomatischen Netzwerker, der ein gutes Gespür für das Machbare wie das Visionäre beweist", hieß es. Mit ihm zeichne das Preiskuratorium stellvertretend die vitale, aber völlig unterfinanzierte Kulturszene einer geschundenen Region aus, deren Akteure im westlichen Europa selten wahrgenommen und noch seltener gewürdigt werden. Die mit 75 000 Euro dotierte Ehrung wird jedes Jahr an europäische Kulturschaffende verliehen. Kresevljakovic ist Programmdirektor des Internationalen Theaterfestivals MESS in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Die Geschichte dieses Festivals zeige, "dass Kunst gerade unter widrigsten Umständen Trost, Ermutigung und Sinn spenden und zu einem kulturellen wie auch realen Fluchtort avancieren kann".

Hamburgerin gewinnt Hauptpreis bei Filmfestival FiSH

Die Hamburgerin Martha von Mechow hat den Hauptpreis des bundesweiten Kurzfilmwettbewerbs "Junger Film" gewonnen. Die 22-Jährige setzte sich mit dem Experimentalfilm "Gähnende Gleichgültigkeit: Halte dir die Hand vor den Mund, wenn du mit uns sprichst" gegen 32 weitere Kurzfilme durch. Von Mechow habe durch die Kombination aus Animation, Realfilm und improvisierten Dialogen überzeugt. Der Hauptpreis ist mit 9000 Euro dotiert. Die 33 Wettbewerbsfilme, die auf dem zweitägigen Festival im Stadthafen gezeigt wurden, waren aus 520 eingereichten Beiträgen ausgewählt worden. Teilnehmen konnten Filmschaffende im Alter bis zu 27 Jahren. In der öffentlich tagenden Expertenjury saßen unter anderem der Regisseur Andreas Dresen, der Kameramann Jakob Stark sowie die MDR-Journalistin Katrin Kuechler.

Erinnerung an die Befreiung des KZ Bergen-Belsen

Mit einer Kranzniederlegung haben KZ-Überlebende, ihre Angehörigen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen vor 74 Jahren erinnert. Der Leiter der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, mahnte Lehren aus der Geschichte an: "Gegner der liberalen, offenen Demokratie schaffen es überall auf der Welt mit denselben Mitteln, Wählerstimmen zu sammeln", warnte er. Er forderte eine aktive, kritische und gegenwartsbezogene Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) warnte mit Blick auf die anstehenden Europawahlen vor Wahlerfolgen von Nationalisten. "Es liegt an uns, für Europa, für die Demokratie und für die offene Gesellschaft zu werben", sagte er.

Von Trotta beklagt Facelifting bei Schauspielerinnen

Filmregisseurin Margarethe von Trotta hat kritisiert, dass sich Frauen liften lassen, um eine Rolle zu bekommen. Das habe in Hollywood angefangen, sie sehe das aber auch in Deutschland und Frankreich. Die Frauen wollen diese Operationen gar nicht unbedingt, sie wollen einfach nur arbeiten können, so Trotta. Zu altern habe man Frauen lange Zeit nicht zugestanden. Von Trotta bekommt kommenden Freitag den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises für ihre "herausragenden Verdienste um den deutschen Film".

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