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Kulturnachrichten

Samstag, 18. Mai 2019

Kantpreis für Judy Korn und Harald Schumann

Die Berliner Erziehungswissenschaftlerin Judy Korn und der Berliner Journalist Harald Schumann haben in Freiburg den mit 15.000 Euro dotierten "Kant-Weltbürgerpreis 2019" erhalten. Korns Initiative "Violence Prevention Network" wurde für ihre pädagogische Arbeit mit gewalttätigen und extremismusgefährdeten jungen Menschen ausgezeichnet. Harald Schumann bekam den Preis für investigative Recherchen, etwa für den Dokumentarfilm "Das Microsoft-Dilemma". Er habe die Macht von Lobbyisten aufgedeckt und zeige, wie wichtig die Öffentlichkeit sei, um die demokratischen Freiheiten gegen Wirtschaftsinteressen und ökonomische Abhängigkeiten zu verteidigen. Die 2004 gegründete Kantstiftung zeichnet mit dem Preis Personen aus, die sich für Demokratie und Frieden oder in der Umweltarbeit engagieren.

Satiriker Jan Böhmermann kannte Strache-Video

Der Satiriker Jan Böhmermann hat das heikle Video mit heimlichen Aufnahmen des FPÖ-Politikers Heinz-Christian Strache bereits vor Wochen gekannt. Das bestätigte sein Manager Peter Burtz der Deutschen Presse Agentur. Allerdings seien Böhmermann die Aufnahmen nicht angeboten worden, er habe sie also auch nicht abgelehnt. Woher Böhmermann die Aufnahmen kannte, wisse er nicht, sagte Burtz. Das Video, das inzwischen zum Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers geführt hat, zeigt diesen bei einem Treffen mit einer angeblichen russischen Oligarchin. Es ging um Wahlkampfhilfe und öffentliche Aufträge. Das Video wurde der „Süddeutschen Zeitung“ und dem "Spiegel" zugespielt und nun von diesen verbreitet. Leila Al-Serori von der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte im ORF-Fernsehen, dass man das Video vor Monaten angeboten bekommen habe. Satiriker Böhmermann hatte bereits im April bei der Verleihung des österreichischen TV-Preises Romy in einer Video-Botschaft Andeutungen zu dem Fall gemacht. Den Preis könne er nicht persönlich abholen, weil er "gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge", hatte Böhmermann gesagt. Er verhandele gerade, wie er die "Kronen Zeitung" übernehmen könne, dürfe darüber aber nicht reden. Der Auftritt hatte ihm scharfe Kritik in österreichischen Medien eingebracht.

Ulrich Matthes für Vereinigte Staaten von Europa

Schauspieler Ulrich Matthes glaubt an die europäische Idee. Der Präsident der Deutschen Filmakademie in Berlin sagt: "Ich fände es auch großartig, da wage ich mich jetzt mal vor, wenn es zu meinen Lebzeiten noch so etwas Ähnliches wie die Vereinigten Staaten von Europa geben würde." Schon bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises rief Matthes dazu auf, an der Europawahl teilzunehmen. Aus seiner Sicht ist Europa in "einem traurigen Zustand". Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dachte er darüber nach, "dass sich die Filmakademie als Institution und auch der deutsche Film als Massenmedium mehr Gedanken darüber machen sollte, wie man diese liberale Demokratie auch mit Filmen kräftigen könnte." Das sei ihm ein Herzensanliegen. Seit Februar ist Matthes Präsident der Akademie, der rund 2000 Mitglieder aus der Filmbranche angehören. Matthes hat mehrfach Stellung gegen die AfD bezogen.

Theatertreffen diskutiert Frauenquote und Diversität

Der iranische Film- und Theaterregisseur Ozi Ozar beklagt die mangelnde Diversität in deutschen Theatern. Ihm sei auch während des Theatertreffens in Berlin, an dem er als Gast des Internationalen Forums teilnimmt, aufgefallen, dass sowohl im Publikum, als auch auf der Bühne kaum bis keine „People of Colour" zu sehen sind. Gegenüber Deutschlandfunkkultur überlegte Ozar, wie sich die von Yvonne Büdenhölzer, der Leiterin des Theatertreffens, ausgerufene 50% Frauenquote für die Auswahl der Stücke auf die Diversität auswirkt. Quoten, die auf der Einteilung in Geschlechter basieren, bringen Ozars Meinung nach keinen Fortschritt. Der iranische Theatermacher geht davon aus, dass „Solange wir das patriarchale System haben, brauchen wir die Quote – aber dann können wir sie wegschmeißen. Ich weiß, die politische Korrektheit grenzt ein und ist nicht immer sehr produktiv – aber vielleicht können wir in 10 Jahren was anderes machen." Während des bis Montag andauernden Theatertreffens ist das Thema Geschlechtergerechtigkeit Mittelpunkt der „Burning Issues" Konferenz.

Niederländer Duncan Laurence gilt bei ESC als Favorit

Beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) werden den Niederlanden mit dem Sänger Duncan Laurence die größten Chancen eingeräumt. Der 25-Jährige liegt mit seiner Popballade "Arcade" in den Wettbüros weit vorn, dahinter folgen Australien und Schweden. Auch die Schweiz und Russland haben Aussicht auf gute Plätze. Deutschland tritt mit dem Duo S!sters und dem Lied "Sister" an und rangiert in den in den Wettbüros auf den hinteren Plätzen. Im vergangenen Jahr hatte beim Sieg der Israelin Netta mit dem Song "Toy" der deutsche Sänger Michael Schulte mit einem vierten Platz die beste deutsche Platzierung seit Jahren geholt. Als einer der Höhepunkte des Abends tritt in Tel Aviv der US-Weltstar Madonna auf, wobei einige ECS-Fans befürchten, sie könnte den anderen Sängern die Show stehlen.

Verein aus Naumburg erhält Romanik-Sonderpreis

Der mit 10 000 Euro dotierte Romanik-Sonderpreis des Wirtschaftsministeriums Sachsen Anhalt ist in diesem Jahr an einen Verein aus Naumburg gegangen. Die "Kulturakademie Naumburg" belebe die Touristenroute "Straße der Romanik" in Sachsen-Anhalt, teilte Wirtschaftsminister Armin Willingmann mit. Unter anderem veranstalte der Verein Seminare in der Saale-Unstrut-Region, um die romanischen Bauwerke entlang der Strecke miteinander zu vernetzen und bekannter zu machen. In der Initiative kümmern sich nach Ministeriumsangaben rund 30 Ehrenamtliche um die Teilnehmer. Zur "Straße der Romanik" gehören 88 Bauwerke aus der Zeit der Romanik.

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