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Kulturnachrichten

Montag, 28. Mai 2018

WDR: Kündigung wegen Vorwurfs sexueller Belästigung

Fernsehkorrespondenten werden zahlreiche Belästigungsfälle vorgeworfen

Der Westdeutsche Rundfunk hat einem Mitarbeiter wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung fristlos gekündigt. Nach Informationen des Magazins "Stern" und des Recherchebüros "Correctiv" handelt es sich dabei um einen Fernsehkorrespondenten, dem zahlreiche Belästigungsfälle vorgeworfen werden. Der WDR selbst teilte dazu in Köln mit, er habe in den letzten Wochen neue Hinweise mehrerer Betroffener erhalten. Auch nach Anhörung des Mitarbeiters habe der WDR die Vorwürfe als glaubhaft und so gravierend eingestuft, dass er nun Konsequenzen gezogen habe.

Erdogan-Hitler-Vergleich: Protest gegen Zeitschrift

Das französische Magazin "Le Point" erhält Hasskommentare

Nach einem Vergleich des türkischen Präsidenten mit Adolf Hitler haben Anhänger von Recep Tayyip Erdogan das französische Magazin "Le Point" bedroht. Die Redaktion habe im Internet Hasskommentare erhalten, teilte das Magazin auf seiner Website mit. Das Titelbild der aktuellen Ausgabe zeigt ein Erdogan-Foto mit dem Text: "Der Diktator. Wie weit wird Erdogan gehen?" Im Leitartikel wird die Frage aufgeworfen: "Ist Erdogan der neue Hitler?" An Zeitungskiosken gab es am Wochenende auch Proteste gegen das Titelbild. In einem Video ist zu sehen, wie Erdogan-Anhänger ein Plakat mit dem Titelbild des Magazins entfernen. "Le Point" warf den Unterstützern der türkischen Regierungspartei AKP vor, "Symbole der Meinungsfreiheit und der Vielfalt der Presse anzugreifen".

Filmregisseur Dresen als Professor in Rostock berufen

"Filmschauspiel" soll auf die Anforderungen im Film vorbereiten

Der Filmregisseur Andreas Dresen ("Als wir träumten", "Halt auf freier Strecke") ist zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater Rostock berufen worden. Am 1. Juni übernehme der 54-Jährige die neu eingerichtete Professur für Filmschauspiel am Institut für Schauspiel der Hochschule, teilte das Bildungsministerium in Schwerin mit. Die Professur für Filmschauspiel soll Schauspielstudenten auf die besonderen Anforderungen des Mediums Film vorbereiten. Darüber hinaus soll Dresen die Landesregierung bei der Filmförderung beraten. Für die Professur stellt das Land der Hochschule für Musik und Theater für acht Jahre zusätzlich 643.800 Euro bereit, wie es hieß. Das Geld stamme aus dem Hochschulpakt.

Schauspiel-Intendant bestreitet Mobbing-Vorwürfe

Herrscht am Kölner Schauspiel eine "Atmosphäre der Angst"?

Der Kölner Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann hat Mobbing-Vorwürfe bestritten. "Warum werden mit viel Aufwand Zerrbilder produziert, die nicht die offene, die kreative, die respektvolle Arbeitsatmosphäre bei uns am Haus wiedergeben?", fragte er bei der Jahrespressekonferenz des Theaters in Köln. Der 51 Jahre alte Schweizer äußerte sich in einer kurzen Erklärung zu Beginn der Pressekonferenz, Nachfragen zu den Vorwürfen blockte er ab. Die Mobbing-Vorwürfe werden im aktuellen "Spiegel" von ehemaligen und aktuellen Ensemble-Mitgliedern erhoben. Die Vorwürfe richten sich gegen Bachmanns Frau Melanie Kretschmann, die in Köln als Schauspielerin und Regisseurin arbeitet. Kretschmann soll unter anderem eine Schauspielerin vor versammelter Mannschaft fertiggemacht haben. Im Ensemble werde mit Blick auf sie von einer "Schatten-Intendanz" gesprochen. Immer wieder gerate Kretschmann in heftige und andauernde Auseinandersetzungen mit anderen Ensemble-Mitgliedern und Regisseuren. Bachmann ergreife in den Konflikten Partei für seine Frau.

Tretjakow-Galerie: Repin-Bild soll hinter Panzerglas

Restaurierung kostet knapp 140.000 Euro

Nach dem Angriff auf ein weltberühmtes russisches Ölgemälde will die Moskauer Tretjakow-Galerie das Bild des Künstlers Ilja Repin (1844-1930) künftig mit speziellem Panzerglas schützen. Ein angetrunkener Mann hatte am Freitag mit einem Metallpfosten auf das berühmte Bild "Iwan der Schreckliche und sein von ihm erschlagener Sohn am 16. November 1581" eingeschlagen. Die Leinwand zerriss an drei Stellen. Die russische Sberbank kündigte der Agentur Tass zufolge an, die Kosten für die Restaurierung zu übernehmen. Vizevorstand Stanislaw Kusnezow sagte, die Bank rechne mit Kosten von bis zu 10 Millionen Rubel (knapp 140.000 Euro). Der Fall löste eine Debatte darüber aus, wie Kunstwerke vor Randalierern geschützt werden können. Kritiker argumentieren, ein Schutzglas störe den Betrachter.

Hölty-Preis für Lyrik geht an Norbert Hummelt

Höchstdotierter Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum

Der Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover geht in diesem Jahr an den in Berlin lebenden Dichter und Übersetzer Norbert Hummelt. Im Versuch einer emphatischen Neuaneignung der poetischen Tradition sei kaum ein Dichter der Gegenwart einen so konsequenten Weg gegangen wie Hummelt, begründete die Jury. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Es handele sich um den höchstdotierten Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum. Hummelt wurde 1962 im rheinischen Neuss geboren. Für seine Gedichte wurde er bereits vielfach ausgezeichnet. Die an den Dichter Hölty erinnernde Auszeichnung wird seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Frühere Preisträger sind Christoph Meckel, Silke Scheuermann und Thomas Rosenlöcher.

Auszeichnungen für Initiativen gegen Antisemitismus

Engagement gegen menschenverachtendes Denken

Die Buber-Rosenzweig-Medaille 2019 geht an die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus und an das Netzwerk für Demokratie und Courage. Dies gab der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bad Nauheim bekannt. Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus gehört bundesweit zu den ersten zivilgesellschaftlichen Trägern, die Konzepte für die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft entwickelt haben. Das Netzwerk für Demokratie und Courage ist in zwölf Bundesländern sowie in Frankreich tätig. In dem Netzwerk engagieren sich junge Menschen für eine demokratische Kultur, Zivilcourage und gegen menschenverachtendes Denken.

Deutscher Kamerapreis für Birgit Gudjonsdottir

Kuratorium: "Zuhörende und intuitive Kameraarbeit"

Die Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir erhält den Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises 2018. Das Kuratorium zeichne die gebürtige Isländerin für ihre herausragende und im besonderen Maße "zuhörende und intuitive Kameraarbeit" aus, teilte der WDR in Köln mit. Gudjonsdottir sei in vielen Genres von Komödien bis zu Dokumentationen zuhause und habe sich mit der Bildgestaltung für zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen einen Namen gemacht. Der Preis wird am 7. Juli in Köln verliehen. Gudjonsdottir wurde 1962 in Reykjavik geboren und absolvierte in Wien eine Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt. Über ein Volontariat und die Arbeit bei einem Kameraverleih kam sie zum Film. Gudjonsdottir ist Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg und an der Filmuniversität Babelsberg. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie sowie der Europäischen Filmakademie und lebt und arbeitet in Berlin.

Dritte "Jerks"-Staffel mit Ulmen und Yardim kommt

Ulmen: Sie wird "endlich richtig peinlich, dunkel und gemein"

Die Buddy-Serie "Jerks" mit Christian Ulmen und Fahri Yardim bekommt eine dritte Staffel. Noch während die zweite bei ProSieben läuft, haben der Privatsender und der Streamingdienst Maxdome, bei dem sie zuvor zu sehen war, eine Fortsetzung mit zehn neuen Folgen angekündigt. Und die sollen "endlich richtig peinlich, dunkel und gemein" werden, verriet Ulmen vorab. Die Serie mit Ulmen (42) als liebenswertem Tollpatsch und seinem Kumpel Yardim (37) als coolem Draufgänger, der auch nicht alles hinbekommt, wurde 2017 mit dem Deutschen Comedypreis in der Kategorie beste Innovation ausgezeichnet.

Bargeldloses Bezahlsystem für Londons Straßenmusiker

"Deutlich" höheres Spendenaufkommen

Einen Hut für Kleingeld müssen Straßenmusiker in London ab sofort nicht mehr aufstellen: Bürgermeister Sadiq Khan stellte gestern ein bargeldloses Bezahlsystem für die Künstler in der britischen Hauptstadt vor - seinen Angaben zufolge eine Weltneuheit. Künstler, die sich an dem Projekt beteiligen, können sich künftig mittels Geldkarten mit Funkchip, Armbanduhren oder Smartphone bezahlen lassen. Straßenmusikerin Charlotte Campbell hat das System zwei Wochen lang getestet - und ein "deutlich" höheres Spendenaufkommen beobachtet. "Wenn sich Straßenkünstler wie ich nicht an die bargeldlose Gesellschaft anpassen, auf die wir zusteuern, laufen wir Gefahr, als Kunstform auszusterben", sagte Campbell.

Marion Poschmann erhält "Klopstock-Preis"

Jury: "Zartes wie humorvolles Plädoyer"

Die höchste Literaturauszeichnung Sachsen-Anhalts geht an Marion Poschmann. Die 48-Jährige erhält den mit 12.000 Euro dotierten "Klopstock-Preis für neue Literatur" für ihren Roman "Kieferninseln". Ihr sei ein "ebenso zartes wie humorvolles Plädoyer für die Kunst der Betrachtung" gelungen, urteilte die Jury. Poschmann wurde in Essen geboren. Die Autorin, Dichterin und Essayistin lebt heute in Berlin. Sachsen-Anhalt verleiht seit 1996 jährlich einen Literaturpreis. Seit 2015 heißt er "Klopstock-Preis für neue Literatur". Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) gilt als einer er bedeutendsten Literaten der Aufklärung. Er wurde in Quedlinburg geboren. In der Unesco-Welterbestadt im Harz soll am 3. September auch die Preisverleihung veranstaltet werden.

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