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Sonntag, 16.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 12. Mai 2018

Israel gewinnt Eurovision Song Contest

Deutschland landet auf dem vierten Platz

Israel hat den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Sängerin Netta konnte sich in Lissabon vor Zypern und Österreich durchsetzen. Die Sängerin bekam für ihr Lied "Toy" die meisten Punkte. Deutschlands Kandidat Michael Schulte landete unter den 26 Finalisten auf Platz vier. Das ist die beste Platzierung seit dem Sieg von Lena im Jahr 2010. Er beendete damit die Misserfolgsserie der vergangenen drei Jahre, in denen Deutschland immer ganz hinten landete.

82 Film-Frauen protestieren in Cannes

Protestmarsch auf dem roten Teppich

Léa Seydoux, Kristen Stewart, Alice Rohrwacher Marion Cotillard und Salma Hayek: 82 Schauspielerinnen, Regisseurinnen und Produzentinnen haben in Cannes die #MeToo-Bewegung gegen Sexismus und Ungleichheit unterstützt. Dabei haben die diesjährige Jurypräsidentin Cate Blanchett und die 89-jährige Agnès Varda ein bewegendes Plädoyer vorgetragen, in dem sie mehr Gleichheit für Frauen in der Filmbranche fordern. Dieses Jahr befinden sich auf dem bis zum 19. Mai dauernden Festival nur drei Regisseurinnen im Rennen um die Goldene Palme. Insgesamt werden 21 Filme im Hauptwettbewerb gezeigt. Die Zahl 82 entspricht der Zahl der Regisseurinnen, die seit dem ersten Festival im Jahr 1946 in den Hauptwettbewerb geladen worden.

Denkmal für Cap-Anamur-Gründer enthüllt

Gedenkstein mit dem Konterfei Rupert Neudecks steht in seiner Heimatstadt

Der verstorbene Journalist und Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck ist mit einem Denkmal gewürdigt worden. In einem Festakt wurde im Beisein seiner Witwe Christel auf Burg Wissem in Neudecks Heimatstadt Troisdorf bei Bonn enthüllt. Rupert Neudeck und seine Frau Christel hatten mit ihren Helfern mehr als 10 000 vietnamesische Bootsflüchtlinge aus dem Chinesischen Meer gerettet. Sie gründeten die Hilfsorganisationen Cap Anamur und Grünhelme. Rupert Neudeck war 2016 mit 77 Jahren gestorben. Das Denkmal besteht aus einem Relief mit dem Konterfei Neudecks, das auf einem Gedenkstein angebracht ist. Die Kosten dafür tragen ehemalige vietnamesische Flüchtlinge.

Namibia fordert Wappensäule aus Berliner Museum

Anliegen werde noch geprüft

Die Republik Namibia fordert von der Bundesregierung die Rückgabe einer steinernden Wappensäule, die im Deutschen Historischen Museum gezeigt wird. Nach einem Bericht des "Spiegel" bemüht sich die Regierung des südwestafrikanischen Staates seit mehreren Jahren um das Objekt, das in der Dauerausstellung des Museums gezeigt wird. Seit Anfang Juni 2017 liege nun ein offizielles Rückgabeersuchen vor. Das Anliegen werde noch geprüft, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Als Teil des Prüfungsprozesses findet Anfang Juni ein Symposium statt, zu dem Historiker, Juristen sowie Museumsfachleute aus Afrika und Europa eingeladen sind. Die steinerne Wappensäule war 1486 am Kreuzkap von portugiesischen Entdeckern aufgestellt worden. 1893 brachte sie die Kaiserliche Marine nach Deutschland. Ihr Standort gehörte zur damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika.

Star-Bariton Quasthoff hält nichts von Echo-Rückgabe

Quasthoff kritisiert die Enscheidung, die Rapper auszuzeichnen

Der Bassbariton-Star und Jazz-Sänger Thomas Quasthoff will seine Echo-Preise behalten. Er habe für die Auszeichnungen hart gearbeitet und sehe keinen Anlass, sie zurückzugeben. "Ich finde das populistisch, ich finde es dumm. Das würde ich auch Daniel Barenboim so sagen: Ich kann mich öffentlich dazu äußern, aber ich muss doch den Preis nicht zurückgeben." Nach der umstrittenen Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang hatten zahlreiche Musiker ihre Echos zurückgegeben - darunter Stardirigent Daniel Barenboim. Das Album der Rapper enthält Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen". Quasthoff kritisierte er die Entscheidung, die Rapper auszuzeichnen, hart: Dass am Holocaust-Gedenktag der Preis an die beiden vergeben worden sei, finde er "ehrlich gesagt, traurig und ganz schlimm."

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