Seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Samstag, 07.12.2019
 
Seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Kulturnachrichten

Montag, 8. Mai 2017

Jonathan Franzen erhält Frank-Schirrmacher-Preis

Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

Ein "vielseitig hellhöriges Werk, das unsere Gegenwart und deren Befindlichkeiten mit Empathie, Kalkül und Ironie zur Erscheinung bringt". So zitiert die FAZ aus der Begründung der Frank-Schirrmacher-Stiftung in Zürich. Der Satz gilt dem amerikanischen Schriftsteller Jonathan Franzen, der die zum dritten Mal zu vergebene Auszeichnung in diesem Jahr erhalten soll. Der Preis wird den Angaben zufolge am 12. Oktober in Zürich verliehen. Die Laudatio auf Franzen werde der Blogger und Internet-Experte Sascha Lobo halten. Die bisherigen Preisträger im Namen des 2014 verstorbenen FAZ-Herausgebers Schirrmacher waren Hans Magnus Enzensberger und Michel Houellebecq.

Bill Clinton ist Präsidenten-Thriller-Autor

Der Roman ist eine Zusammenarbeit mit James Patterson

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat zusammen mit dem Bestseller-Autor James Patterson einen Roman über einen amtierenden US-Präsidenten geschrieben. Der Thriller "The President ist Missing" (Der Präsident ist verschwunden) werde im Juni kommenden Jahres erscheinen, gaben die Verlage Alfred A. Knopf und Little, Brown and Company bekannt. Er habe es "sehr amüsant" gefunden, über einen amtierenden US-Präsidenten zu schreiben, indem er sich seines Wissens über das Amt, das Leben im Weißen Haus und die Funktionsweisen in Washington bedient habe, erklärte Clinton.

Europäischer Kinderfilmpreis für "Tschick"

Jugendliche aus 37 Ländern haben entschieden

Der Spielfilm "Tschick" von Fatih Akin ist mit dem Europäischen Kinderfilmpreis ausgezeichnet worden. Beim "Young Audience Film Day" setzte sich die Verfilmung des Romans von Wolfgang Herrndorf gegen die Konkurrenz aus Frankreich und der Schweiz durch, wie die Kindermedien Stiftung "Goldener Spatz" in Erfurt mitteilte. Jungen und Mädchen konnten sich europaweit in 37 Städten -von Barcelona bis Vilnius und von Aalborg bis Tel Aviv- die drei von der European Film Academy nominierten Produktionen anschauen. Neben "Tschick" standen für die Zwölf- bis 14-jährigen auch "Mein Leben als Zucchini" von Claude Barras (Schweiz/Frankreich) und "Das Mädchen vom Änziloch" von der Regisseurin Alice Schmid (Schweiz) zur Wahl.

Diadem aus Badischem Landesmuseum gestohlen

367 Brillanten, Gold und Platin

Im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe ist ein Diadem im Wert von geschätzt 1,2 Millionen Euro entwendet worden. Es handelt sich um ein Schmuckstück der Großherzogin Hilda von Baden (1864-1952) und stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Wie das Landeskriminalamt in Stuttgart mitteilte, befand es sich in einer verschlossenen Vitrine im sogenannten Thronsaal, einem öffentlich zugänglichen Ausstellungsraum im Obergeschoss des Museums im Karlsruher Schloss. Entdeckt wurde das Fehlen des Ausstellungsstücks, das mit 367 Brillanten besetzt ist und aus Gold und Platin besteht, bereits am 29. April. Wann der Diebstahl begangen wurde, ist noch unklar. In Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat das LKA die weiteren Ermittlungen übernommen.

Lutz Seiler erhält Thüringer Literaturpreis

Brückenschlag zur eigenen Herkunft

Der Thüringer Literaturpreis 2017 geht an den Lyriker, Essayist und Herausgeber Lutz Seiler. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) würdigte Seiler als einen "herausragenden Schriftsteller". Bereits in seinem Gedichtband "Pech& Blende" (2000) habe er den Bogen von seiner Herkunft in die Zukunft geschlagen. Er befasse sich darin mit dem Uranbergbau in seiner Heimat. Mit seinem Debütroman "Kruso" (2014) war Seiler bereits mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. Mit dem Buch habe er den in der Ostsee ums Leben gekommenen DDR-Flüchtlingen ein Denkmal gesetzt, so die Jury in ihrer Begründung. Der Thüringer Literaturpreis wird seit 2005 alle zwei Jahre an Schriftsteller vergeben, die eine enge Beziehung zu dem Bundesland haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Ingo Schulze, Reiner Kunze und Wulf Kirsten. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung soll am 21. September in Erfurt verliehen werden.

Mindestgage für Gastverträge an Theatern

Deutliche Verbesserungen für Bühnenkünstler

Für die Beschäftigten an deutschen Theatern wird es ab Oktober 2017 Tarifregelungen geben, die erstmals Mindestgagen bei Gastverträgen für Vorstellungen und Proben vorsehen. Darauf haben sich die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) mit dem Deutschen Bühnenverein geeinigt. Die neuen Vergütungsregelungen sehen eine Mindestgage von 200 Euro pro Vorstellung vor . Für die Übernahme kleiner Rollen oder Partien ist eine Abweichung von bis zu 25 Prozent möglich. Darüber hinaus wurde eine Probengage von mindestens 90 Euro für volle Probentage vereinbart, für halbe Probentage fallen 60 Euro an. Außerdem wurden die Anspruchsvoraussetzungen für die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld wesentlich verbessert. Anders als nach der gegenwärtigen Regelung können nun Beschäftigungsmonate aus zwei Spielzeiten zusammengerechnet werden, um die nötige Anspruchs-Voraussetzung von neun Monaten Beschäftigungszeit an derselben Bühne zu erfüllen. Bisher mussten diese neun Monate Beschäftigung in einer Spielzeit erbracht werden. Die Gremien der Tarifparteien müssen den Vereinbarungen noch zustimmen.

Düsseldorfer Uni unterstützt verfolgte Wissenschaftler

Unabhängig und in Sicherheit forschen

Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nimmt künftig verfolgte Wissenschaftler zu Gastaufenthalten auf. Die Uni ist dem Netzwerk "Scholars at risk" (SAR/Wissenschaftler in Gefahr) beigetreten, das sich weltweit für die Unterstützung von verfolgten Forschern einsetze. man wolle den Betroffenen die Gelegenheit geben, unabhängig und ohne Bedrohung zu forschen, erklärte Prorektorin Andrea von Hülsen-Esch. Das im Jahr 2000 in den USA gegründete Netzwerk hat mehr als 400 Mitglieder in zahlreichen Ländern. Die Vereinigung setzt sich für die Freiheit der Wissenschaft und für Menschenrechte von Wissenschaftlern ein.

Volker Schlöndorff froh über Macron-Wahl

"Fünfte Republik hat ausgedient"

Der Regisseur Volker Schlöndorff hat mit "großer Freude" auf die Wahl von Emmanuel Macron zum künftigen französischen Präsidenten reagiert. "Der schon lange nicht mehr erwartete Ruck ist endlich durch das Land gegangen. Ich glaube, es wird gelingen, eine große Mehrheit auch im Parlament für diese neue Bewegung zu finden. Und ich bin heilfroh, dass Deutschland dann einen wirklich modernen Partner in Frankreich haben wird." Schlöndorff, der in Frankreich studiert und lange dort gearbeitet hat, sagte weiter, die Jugend habe "die Nase voll" vom alten Parteiensystem. "Die fünfte Republik hat nach 70 Jahren ausgedient, inklusive des absurden Präsidialwahlsystems mit Stichwahl am Ende, die das Land spaltet und jegliche vernünftige Koalition in der Regierung unmöglich macht", so Schlöndorff. An diesem Donnerstag kommt sein neuer Film "Rückkehr nach Montauk" ins Kino.

Maryam Zaree gewinnt Heidelberger Stückemarkt

Blick in die dunkle Vergangenheit des Iran

Der mit 10 000 Euro dotierte Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2017 geht an Maryam Zaree. Die 1983 in Teheran geborene deutsche Autorin und Schauspielerin wurde für ihr Stück "Kluge Gefühle" ausgezeichnet. Das Werk führe mit Klugheit und besonders sprechtauglichen Dialogen in die dunkle Vergangenheit eines Teheraner Gefängnisses der 1980er Jahre, hob die Jury in der Begründung hervor. Aus dem Gastland Ukraine erhielt die Autorin Olga Mazjupa für "Öko-Ballade" den mit 5000 Euro dotierten Internationalen Autorenpreis des Festivals. Die 29-Jährige gilt als großes Talent der ukrainischen Theaterszene. In dem Stück stoße die ukrainische Vergangenheit schmerzlich auf die Phänomene der kapitalistischen Gegenwart. Der Jugendstückepreis ging für "All about Nothing" an die Performancegruppe Pulk Fiktion. Den Nachspielpreis erhielten das Theater Orchester Biel Solothurn und Max Merker für Benjamin Lauterbachs "Der Chinese". Im nächsten Jahr ist Südkorea Gastland des Heidelberger Stückemarkts.

Literarisches Portal für AutorInnen aus Krisengebieten

Heinrich-Böll-Stiftung initiiert "weiterschreiben.jetzt"

Ein literarisches Portal für Autorinnen und Autoren aus Krisengebieten hat die Heinrich-Bäöll-Stiftung unter "weiterschreiben.jetzt" gestartet. Ab heute publizieren dort Menschen mit syrischem oder Sinti- und Roma-Background in den Bereichen Kurzprosa, Poesie, Essay und literarischer Journalismus. Bis Ende des Jahres werden über vierzig literarische Texte veröffentlicht. Für Autorinnen und Autoren aus Krisengebieten ist der Schreibprozess durch die politische Situation häufig unterbrochen, zuweilen auch lebensgefährlich. Der Zugang zum Literatur- und Medienbetrieb ist ihnen verstellt, das Publizieren oft unmöglich. Im Projekt "Weiter Schreiben" arbeiten sie gemeinsam mit deutschsprachigen Kollegen an ihren literarischen Texten und Übersetzungen. Literarische Tandems sind zum Beispiel Souad Alkhateeb und Antje Rávic Strubel, Galal Alahmadi und Tanja Dückers, Lina Atfah und Nino Haratischwili sowie Ramy Al-Asheq und Monika Rinck.

Aachener Friedenspreis geht nach Sizilien

Engagement für Frieden und Völkerverständigung

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an die italienische Friedensbewegung "No MUOS", die für eine Entmilitarisierung Siziliens kämpft. Mit der Auszeichnung will man die Gruppe "durch Solidarität und öffentliche Aufmerksamkeit in ihrem Widerstand bestärken und ein Zeichen gegen die zunehmende Entfesselung von Kriegen setzen". "No MUOS" kämpft seit 2009 für die Schließung von Radar- und Sendeanlagen auf einem US-Militärstützpunkt auf Sizilien. Zweiter Preisträger ist das deutsche Jugendnetzwerk für Politische Aktion (JunepA), das sich unter anderem an Blockaden am Atomwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel beteiligt. Das Netzwerk engagiere sich auch in den Bereichen Freihandel und Klimaschutz. Der Aachener Friedenspreis wird seit 1988 an Menschen verliehen, die sich an der Basis für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Er wird von rund 50 kirchlichen, politischen, gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen sowie von etwa 350 Einzelpersonen getragen, die im Verein "Aachener Friedenspreis" zusammengeschlossen sind. Die mit jeweils 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Antikriegstag, dem 1.September, verliehen.

Ainars Rubikis kommt an die Komische Oper

Lettischer Dirigent folgt auf Henrik Nanasi

Der lettische Dirigent Ainars Rubikis wird neuer Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin. Intendant Barrie Kosky und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) stellten den 1978 in Riga geborenen Künstler bei der heutigen Vertragsunterzeichnung in Berlin vor. Der bisherige Musikchef Henrik Nanasi verlässt das Haus zum Ende der Spielzeit. Für die Nachfolge hatten die Orchestermusiker und der Intendant mehrere Kandidaten vorgeschlagen. Ainars Rubikis war von 2012 bis 2014 Musikalischer Direktor des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theaters in Nowosibirsk. Im Sommer dirigiert er Richard Wagners Oper "Der Fliegende Holländer» im Passionstheater Oberammergau.

Startschuss für re:publica

Netzcommunity trifft sich in Berlin

Unter dem Motto "Love out loud" beginnt heute die Internetkonferenz re:publica in Berlin. In Zeiten von Fake News und Hassreden rufen die Veranstalter zu mehr Solidarität und Liebe auf. Passend dazu bietet die Friedensbuchpreisträgerin Carolin Emcke zum Auftakt eine "Reflexion über Liebe und Empathie, on- und offline". Weitere Gäste sind der Schachgroßmeister Garri Kasparow, Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Bis Mittwoch treten etwa 950 RednerInnen auf. Es geht um Themen wie die Künstliche Intelligenz und die Macht der Algorithmen, den digitalen Wahlkampf, Big Data und Datenschutz. Die re:publica wurde 2007 von den Machern der Blogs Netzpolitik.org und Spreeblick.com ins Leben gerufen.

Juli Zeh übernimmt Grimm-Gastprofessur

Universität Kassel würdigt einflussreiche Autorin

Die Schriftstellerin Juli Zeh (42) erhält die diesjährige Grimm-Gastprofessur an der Universität Kassel. Die Autorin, die sich immer wieder in gesellschaftspolitische Debatten einbringt, wird Ende Juni eine öffentliche Vorlesung und Lesung halten. In ihren Werken behandelt die promovierte Juristin rechtsphilosophische Themen ebenso wie Fragen des Zusammenhalts und Zusammenlebens. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman „Unterleuten" (2016), in dem sie soziale Strukturen in einem Brandenburger Dorf aus der Perspektive verschiedener Bewohner darstellte. „Dass politisches Engagement nicht zum bloßen Lippenbekenntnis verkommen darf, hat Juli Zeh in mehreren öffentlichen Kampagnen unter Beweis gestellt", so Prof. Dr. Stefan Greif, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Mitglied der Findungskommission. Mit der Brüder-Grimm-Professur beruft das Institut für Germanistik der Universität Kassel jährlich namhafte Autorinnen und Autoren der Gegenwart.

Milliarden-Deal: Neuer Hauptstadtvertrag

Berliner Kultur bekommt mehr Geld vom Bund

Nach fast zweijährigen Verhandlungen wird heute ein neuer Hauptstadtvertrag unterzeichnet. Berlin bekommt in den kommenden zehn Jahren deutlich mehr Geld für Sicherheit, Kultur und Infrastruktur vom Bund. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) stehen von 2018 an während der zehnjährigen Laufzeit rund zwei Milliarden Euro für die Hauptstadt zur Verfügung. Das sind pro Jahr 50 Millionen Euro mehr als bisher. Die größten Veränderungen dürfte es im Kulturbereich geben. Der Bund will sich künftig auch an den Berliner Philharmonikern und der Opernstiftung beteiligen. Außerdem ist ein umfangreicher Grundstückstausch geplant.

Frauenpower bei den MTV Awards

Emma Watson und Millie Bobby Brown ausgezeichnet

Bei den diesjährigen MTV Movie and TV Awards haben in der vergangenen Nacht in Los Angeles die Frauen das Rennen gemacht. Emma Watson bekam den Preis als beste Darstellerin in der Kategorie Film für ihre Hauptrolle in dem Disney- Musical "Die Schöne und das Biest". "Ich bin stolz, Teil eines Films zu sein, der Vielfalt, Bildung, Inklusion, Freude und Liebe feiert", sagte die 27-jährige Britin, die für ihren Einsatz für Frauenrechte bekannt ist. In der Kategorie Serien überzeugte ihre Kollegin Millie Bobby Brown mit ihrer Rolle in der Netflix-Mystery-Serie "Stranger Things", die außerdem zur "Serie des Jahres" gekürt wurde. "Die Schöne und das Biest" wurde wiederum "Film des Jahres". In der Kategorie "Bester Held" fiel die Wahl auf Taraji P. Henson und ihre Rolle als afroamerikanische Mathematikerin in "Hidden Figures". Der Film über den Beitrag von schwarzen Frauen bei den Projekten der US-Weltraumbehörde Nasa bekam außerdem den Preis in der Kategorie "Fight Against the System". Die MTV Awards bezogen dieses Jahr erstmals auch Fernsehproduktionen mit ein. Produzenten und MTV-Vertreter entscheiden über die Nominierungen. Die Gewinner werden durch die Zuschauer im Internet gewählt.

Banksy hinterlässt Brexit-Kunstwerk

Britischer Street-Art-Künstler in Dover

Banksy hat am Sonntag ein monumentales Brexit-Kunstwerk an einer Hauswand in der britischen Hafenstadt Dover hinterlassen. Es wurde offenbar über Nacht gemalt. Das Bild zeigt eine mehrere Meter hohe quadratische EU-Flagge, aus der ein Handwerker einen Stern heraus meißelt. Der Hafen von Dover gilt seit jeher als Tor nach Großbritannien. Auf dem verifizierten Instagram-Account Banksys erschien ein Foto von dem Werk. Banksy ist das Pseudonym eines etwa 40-jährigen Künstlers aus Bristol, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit politischen Botschaften Aufsehen erregt hat. Vor kurzem eröffnete er ein Hotel in Betlehem mit Blick auf die Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland.

Längste gemalte Bibel der Welt in Magdeburg

Das Kunstwerk hat eine Länge von 1517 Metern

In Magdeburg ist die nach Veranstalterangaben längste gemalte Bibel der Welt komplett entfaltet worden. Das Kunstwerk habe eine Länge von 1517 Metern erreicht, sagte der Sprecher des Vereins "Reformationsjubiläum 2017", Stephan von Kolson. Mehr als 350 Freiwillige halfen, es vorsichtig hochzuhalten. Das Rekordwerk stammt vom Künstler Martin Wiedmann, der die Bibel mit ihren 3333 Illustrationen in 16 Jahren Arbeit angefertigt hatte. Die Heilige Schrift der besonderen Art war erstmals 2015 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart vorgestellt worden. Die Menschenkette in Magdeburg reichte vom Dom bis zur Johanniskirche. Die Aktion in Magdeburg ist Teil der Feiern anlässlich des Reformationsjubiläums, 500 Jahre nach Martin Luthers legendärem Thesenanschlag in Wittenberg.

Kulturnachrichten hören

Mai 2017
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur