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Kulturnachrichten

Samstag, 6. Mai 2017

Diane Keaton wird für ihr Lebenswerk geehrt

Höchste Auszeichnung des American Film Institute

US-Schauspielerin und Regisseurin Diane Keaton erhält die höchste Auszeichnung des American Film Institute. Die 71-Jährige erhalte den Preis für ihr Lebenswerk, gab das Institut bekannt. Keaton hatte 1978 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle als Annie Hall in Woody Allens "Stadtneurotiker" erhalten. Anschließend war sie noch dreimal für den Preis nominiert, zuletzt 2004 für ihre Rolle in "Was das Herz begehrt" mit mit Jack Nicholson und Keanu Reeves. Die Auszeichnung wird am 8. Juni in Los Angeles überreicht. Frühere Preisträger waren George Lucas, Tom Hanks, Meryl Streep, Mel Brooks und Jane Fonda.

25. Todestag von Marlene Dietrich

Viele Blumen für den Weltstar

Zahlreiche Berliner pilgerten heute zum Grab von Marlene Dietrich. Zum 25. Todestag des Weltstars schmückten sie Dietrichs letzte Ruhestätte in Berlin-Friedenau mit Kränzen, Blumensträußen und Kerzen. Auch der Berliner Senat hatte das Ehrengrab der Schauspielerin frisch bepflanzt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, gedachte mit einem großen Kranz aus weißen Rosen und roten Gerbera des Stars. Marlene Dietrich lebte zuletzt völlig zurückgezogen in Paris und war dort auch am 6. Mai 1992 gestorben. Sie erhielt zehn Jahre nach ihrer Beerdigung die Ehrenbürgerwürde Berlins, die mit einem von der Stadt gepflegten Ehrenbürgergrab verbunden ist. Die erklärte Nazi-Gegnerin wurde damit für "ihr Lebenswerk, ihr Engagement für ein freiheitliches und lebenswertes Deutschland und ihre ungebrochene Treue zu Berlin" geehrt.

Aus für Magermodels in Frankreich

Models brauchen ab heute Bescheinigung vom Arzt

Frankreich verabschiedet sich endgültig von seinen Magermodels: Frauen, die als Models arbeiten wollen, brauchen seit heute eine Bescheinigung vom Arzt, dass ihr Gesundheitszustand dies zulässt. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Body-Mass-Index, der ihr Körpergewicht in Relation zu ihrer Körpergröße bewertet. Wer Models ohne diese Bescheinigung beschäftigt, muss mit bis zu sechs Monaten Haft und 75.000 Euro Strafe rechnen. Die Bescheinigungen werden auch von Models aus anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums verlangt. Ab Oktober müssen darüberhinaus Fotos in Werbung, Medien und im Internet mit dem Hinweis "retuschiert" versehen werden, wenn die Figur der Models am Computer nachbearbeitet wurde. Das Gesetz soll verhindern, dass junge Frauen ständig mit dem vermeintlichen Vorbild sehr dünner Models konfrontiert sind. Es soll ihnen nicht mehr ein "unerreichbares Schönheitsideal" vorgegaukelt werden, das junge Frauen oder junge Models in die Magersucht treibe.

"Haus der Europäischen Geschichte" eröffnet

Museumseinlass für Besucher

Heute hat in Brüssel das "Haus der Europäischen Geschichte" seine Tore für Besucher geöffnet. Auf sieben Etagen werden wichtige Ereignisse aus mehr als 200 Jahren europäischer Geschichte gezeigt - von der französischen Revolution im Jahr 1789 bis zur Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. In dieser Zeit tritt Europa in die "Moderne" ein, steigt ab in "Krieg und Zerstörung", findet seinen tiefsten Abgrund im Holocaust und sucht schließlich nach einem besseren Leben in einem "vereinten Europa". Das Projekt eines Museums für europäische Geschichte zog sich ein Jahrzehnt lang hin. Die Eröffnung folgt nun gut einen Monat nach dem Antrag Großbritanniens auf den Austritt aus der EU.

Schlüsselwerk von Max Beckmann wird versteigert

Rekordpreiserwartung bei Christie's

Ein Schlüsselwerk des Malers Max Beckmann soll erstmals versteigert werden. Das Gemälde "Hölle der Vögel" könnte bei der Versteigerung am 27. Juni in London den bisherigen Rekordpreis für den Künstler übertreffen, teilte das Auktionshaus Christie's in New York mit. Es erwartet für das Bild, das sich in einer Privatsammlung befindet, einen Preis von umgerechnet rund 35 Millionen Euro. Beckmann hatte das Gemälde 1938 im Exil in Amsterdam gemalt. Das bislang teuerste Bild, das von dem expressionistischen Maler versteigert wurde, war "Selbstbildnis mit Horn". Im Jahr 2001 wechselte es für rund 20 Millionen Euro den Besitzer.

Berliner Theatertreffen startet mit "Drei Schwestern"

54. Theaterfestival

Am Abend beginnt das Theatertreffen in Berlin. Den Auftakt hat das Stück "Drei Schwestern" vom Theater Basel. Der Klassiker von Anton Tschechow in einer radikal modernen Inszenierung von Simon Stone wird das 54. Berliner Theatertreffen eröffnen. Von 400 Stücken aus dem deutschsprachigen Theaterraum hat eine Fachjury die bemerkeswertesten Inszenierung der Saison eingeladen. Bis zum 21. Mai sind unter anderem Arbeiten von Herbert Fritsch, Ersan Mondtag und Milo Rau zu sehen. Zum Festival eingeladen wurden sechs Inszenierungen aus Deutschland, zwei aus der Schweiz sowie zwei internationale Koproduktionen.

TV-Moderator Dieter Thoma gestorben

Der ehemalige WDR-Chefredakteur und TV-Moderator wurde 90 Jahre alt

Dieter Thoma, langjähriger Chefredakteur des WDR-Hörfunks, starb gestern in Köln im Alter von 90 Jahren. WDR-Intendant Tom Buhrow erinnert an Thoma, der seit 1963 beim WDR beschäftigt war: "Mit seiner Liebe zur Sprache, seinem Mut, Neues auszuprobieren, und seiner Kunst, Politik unterhaltsam zu verkaufen, bleibt er uns ein Vorbild". Begonnen hat Dieter Thoma seine Karriere als Zeitungsjournalist. "Aachener Volkszeitung" und "Kölner Stadt-Anzeiger" hießen seine ersten Stationen. Dann ging Thoma zum WDR, wo er ab 1978 bis zu seiner Pensionierung 1992 Chefredakteur war. Auch im Fernsehen war er präsent: von 1977 bis 1983 moderierte er die WDR-Gesprächssendung "Kölner Treff", erst mit Alfred Biolek, später mit Elke Heidenreich. Von Januar 1988 bis März 1993 leitete er den "Presseclub" im Ersten am Sonntagmittag.

ESC-Kandidatin enttäuscht über Einreiseverbot

"Als ob man mir die Flügel abreißen wollte"

Die russische Sängerin Julia Samoilowa (28) ist über ihren verwehrten Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew sehr enttäuscht. Im ARD-"Morgenmagazin" sagte sie: "Das war, als ob man mir die Flügel abreißen wollte. Das hat weh getan." Die Ukraine hatte der Sängerin wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise verboten. Das russische Staatsfernsehen hatte zudem das Angebot der Organisatoren abgelehnt, die Sängerin ausnahmsweise aus Moskau zuzuschalten."Etwas, das ich so lange im Visier hatte, war plötzlich weg", sagte die Sängerin. Sie freue sich nun darauf, am ESC im nächsten Jahr teilzunehmen. Denn Moskau hat Samoilowa bereits die Nominierung zugesichert.

250.000 Besucher im Museum Barberini

Es gelten ab sofort längere Öffnungszeiten

Das Potsdamer Museum Barberini hat am Freitag seit Eröffnung am 20. Januar seinen 250.000 Besucher begrüßt. Wegen des Andrangs auf die beiden Ausstellungen "Impressionismus. Die Kunst der Landschaft" sowie "Klassiker der Moderne. Liebermann. Munch. Nolde. Kandinsky." öffnet das Museum nun dauerhaft bereits ab 10.00 Uhr, wie das Ausstellungshaus in Potsdam mitteilte. Noch bis zum 28. Mai dieses Jahres sind die Ausstellungen zusätzlich auch Dienstags geöffnet.

Hauptstadtfinanzierungsvertrag fertig zur Unterschrift

Mehr Geld für Sicherheit, Kultur und Infrastruktur

Nach fast zweijährigen Verhandlungen wollen der Bund und das Land Berlin am Montag den neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag unterschreiben. Danach soll Berlin in den kommenden zehn Jahren mehr Geld für Sicherheit, Kultur und Infrastruktur bekommen. Das Land rechnet unter dem Strich mit einer Entlastung von 50 Millionen Euro im Jahr.Die größten Veränderungen dürfte es im Kulturbereich geben. Der Bund will sich künftig auch an den Berliner Philharmonikern und der Opernstiftung beteiligen. Zudem ist ein umfangreicher Grundstückstausch geplant. Einzelheiten wollen die Beteiligten am Montag erläutern. Für den Bund unterzeichnen Finanzminister Wolfgang Schäuble und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (beide CDU), für das Land sind es der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Der bisherige Vertrag läuft zum Jahresende aus.

Dea Loher erhält Joseph-Breitbach-Preis

Ehrung für Gesamtwerk

Die Theater- und Prosaautorin Dea Loher erhält für ihr Gesamtwerk den Joseph-Breitbach-Preis 2017. Die Dramatikerin schreibe "Welttheater", begründete die Jury ihre Entscheidung. Vor allem ihr "differenzierter Zugang zur Gewalt" sei einzigartig in der Literatur der Gegenwart. Außerdem gelinge es der 53-Jährigen, Theater und Literatur wieder zu versöhnen. Die Auszeichnung wird gemeinsam von der Stiftung Joseph Breitbach und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz vergeben. Sie ist mit 50.000 Euro dotiert. Dea Loher wurde 1964 im bayerischen Traunstein geboren und lebt mittlerweile in Berlin. Ihr erstes Theaterstück "Olgas Raum" wurde 1992 in Hamburg uraufgeführt, ihr jüngster Text "Gaunerstück" 2015 in Berlin. Lohers erster Band mit Erzählungen erschien unter dem Titel "Hundskopf" im Jahr 2005, ihr zweites Prosawerk "Bugatti taucht auf" 2012. Für ihre Arbeit wurde die Autorin mit zahlreichen Preisen geehrt. Der Joseph-Breitbach-Preis wird seit 1998 jährlich verliehen.

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