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Kulturnachrichten

Dienstag, 19. Mai 2015

"ImEx"-Ausstellung in Berlin eröffnet

Impressionisten und Expressionisten in Alter Nationalgalerie

Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der französische Botschafter Philippe Etienne haben die deutsch-französische Kunstausstellung „ImEx - Impressionismus und Expressionismus" in der Alten Nationalgalerie in Berlin eröffnet. Sie präsentiert rund 160 impressionistische und expressionistische Meisterwerke als deutsch-französische Bildpaare. Neben eigenen Beständen der Nationalgalerie zeigt die Ausstellung unter anderem Kunstwerke aus dem Musée d’Orsay in Paris und dem Metropolitan Museum of Art in New York. Die Bildpaar-Anordnung visualisiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Stilrichtungen Impressionismus und Expressionismus; zugleich wird ihre große Popularität sichtbar. Die Ausstellung ist bis zum 20. September 2015 geöffnet.
 

Plowdiw und Matera europäische Kulturhauptstädte 2019

Titel erstmals an bulgarische Stadt

Die bulgarische Stadt Plowdiw und die italienische Stadt Matera werden Europas Kulturhauptstädte im Jahr 2019. Das vereinbarten die EU-Kulturminister heute in Brüssel. Die zweitgrößte bulgarische Stadt Plowdiw ist als antike Stätte ein begehrtes Reiseziel. Thraker, Römer und Türken prägten Plowdiws Geschichte, die 8000 Jahre zurückreichen soll. Matera im Süden Italiens ist für seine Altstadt bekannt. Dort gibt es antike Höhlensiedlungen, die an den Felsenhängen liegen. Die Siedlungen wurden von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben. Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden zwei Städte ernannt - eine aus den alten EU-Staaten und eine aus den neuen. Europäische Kulturhauptstädte 2015 sind das tschechische Pilsen und das belgische Mons.

Pinakothek zeigt "entartete" und Nazi-Kunst

Keine offizielle Ausstellungseröffnung

Die Pinakothek der Moderne in München erinnert mit einer neuen Ausstellung an die Gleichschaltung der Kunst im Nationalsozialismus. Unter dem Titel
"GegenKunst - "Entartete Kunst"- NS-Kunst - Sammeln nach '45" zeigt das Museum Nazi-Kunst der NS-Künstler Adolf Ziegler und Josef Thorak und stellt ihnen Werke der damals als "entartet" diffamierten Künstler Max Beckmann und Otto Freundlich gegenüber. Eine offizielle Ausstellungseröffnung gab es nicht, betonte Kurator Oliver Kase. "Wir feiern keine Kunstwerke des Nationalsozialismus, wir zeigen Kunstwerke des Nationalsozialismus." Es sei "unbedingt notwendig, Kunstwerke des Nationalsozialismus zugänglich zu machen", sagte er. Sonst würden sie mystifiziert und überhöht. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Januar 2016 zu sehen.

Zeichnungen und Briefe von Hermann Hesse versteigert

Höchster Erlös für Märchen-Manuskript

Mehr als 60 Aquarelle, Postkarten und Briefe von Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse (1877-1962) sind in Hamburg unter den Hammer gekommen. Ein Originalmanuskript des Hesse-Märchens "Piktors Verwandlungen" kam auf 18 000 Euro, sechs mit Aquarellen illustrierte Gedichte erbrachten 16 800 Euro. Insgesamt erzielten die Originalzeichnungen und persönlichen Briefe des Schriftstellers 61 000 Euro. Die Sammlung stammte aus dem Nachlass des Studienrats Walter Schadow aus Hamburg-Harburg. Seine Enkelin hatte sie in einem verstaubten Lederkoffer auf dem Dachboden entdeckt.

Kein Welterbe-Titel für Saale-Unstrut-Region

Rat für Denkmalschutz lehnt Antrag ab

Die Bewerbung der Saale-Unstrut-Region mit dem Naumburger Dom für die Aufnahme in die Unesco-Welterbeliste hat einen schweren Rückschlag erlitten. Der Internationale Rat für Denkmalschutz (Icomos) lehnt eine Aufnahme in die Unesco-Liste ab. Das teilte der Vorsitzende des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut, Landrat Götz Ulrich (CDU) mit. Der Rat habe ein entsprechendes Gutachten vorgelegt, das dem Unesco-Komitee als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, reicht den Icomos-Experten der Charakter des Gesamtgebietes nicht für die Vergabe des Titels aus. Ulrich kündigte an, die Unesco noch vom Gegenteil überzeugen zu wollen. In der Vergangenheit habe die Kulturorganisation wiederholt Entscheidungen gefällt, die von den Icomos-Empfehlungen deutlich abwichen, so Ulrich. Das Welterbekomitee will Ende Juni in Bonn über die Nominierung entscheiden.

Französische Reformpläne bedrohen Deutschunterricht

Lehrerstreik gegen Schulreform

Mit einem Streik haben Lehrer in Frankreich gegen eine umstrittene Schulreform protestiert, die auch in Deutschland für Unmut sorgt. Nach Angaben des Erziehungsministeriums nahm daran jeder vierte Lehrer an den öffentlichen Mittelschulen teil. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem will die französische Mittelschule (Collège) reformieren, eine vierjährige Gesamtschule zwischen Grundschule und Gymnasium. Hintergrund ist das schlechte Abschneiden der Schüler in internationalen Vergleichstests. Reformiert werden soll auch das Deutschangebot an den Mittelschulen: Allgemein soll mit der zweiten Fremdsprache ein Jahr früher begonnen werden als bisher, und zwar in der siebten Klasse. Im Gegenzug sollen aber spezielle Sprachenzüge gestrichen werden, in denen zwei Fremdsprachen - häufig Englisch und Deutsch - bereits ab der sechsten Klasse unterrichtet werden. Die Bundesregierung befürchtet, dass damit die Zahl der Deutschschüler in Frankreich sinkt. Vallaud-Belkacem bekräftigt dagegen, dass die Reform den Deutschunterricht stärke. Premierminister Manuel Valls stellte sich heute ausdrücklich hinter die Pläne seiner Bildungsministerin.

"Charlie Hebdo"-Zeichner Luz hört im September auf

Redaktion des Satiremagazins ringt um Kurs

Viereinhalb Monate nach dem blutigen Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat dessen Zeichner Luz für September seinen Rückzug aus der Redaktion angekündigt. Er zeichnete das Titelbild der ersten Ausgabe nach dem Terror-Anschlag, das einen weinenden Propheten Mohammed zeigte. Die Redaktion des Satiremagazins ringt nach Medienberichten derzeit um ihren künftigen Kurs und den Umgang mit den Millionen Euro, die nach dem Anschlag über zusätzliche Verkäufe und Spenden in die Kassen kamen. Redaktionschef Riss relativierte die Spannungen allerdings in der Zeitung "Le Monde": "Das Leben bei Charlie war noch nie ein langer ruhiger Fluss."

Rockmusiker Pete Townshend wird 70

Kopf von "The Who" schrieb Musikgeschichte

Er schrieb Bücher und Rockopern und er schlug ganze Bühnen zu Kleinholz. Heute wird der britische Rockmusiker Pete Townshend 70 Jahre alte. Sein wohl wichtigstes Werk lieferte der Frontmann der Band „The Who" 1969 mit dem Konzeptalbum „Tommy", das die Grundlage für das erste Rockmusical überhaupt bildete. Die Geschichte um einen misshandelten Jungen, der zum Helden am Flipperautomat wird, gilt als sein Meisterstück. Die Story wurde 1974 verfilmt, das Musical ist noch immer weltweit in Theatern zu sehen. Auf große Welttourneen mit riesigen Stadien will der mittlerweile halb taube Pete Townshend nicht mehr gehen. Er wolle das musikalische Vermächtnis von „The Who nicht „bis zum Sanktnimmerleinstag feiern, sagte er. Aber als Songschreiber habe er noch immer einen Job zu erledigen.

Attentat auf türkische Talentshow-Teilnehmerin

19-Jährige lebensgefährlich verletzt

Eine junge Kandidatin einer türkischen Fernseh-Talentshow ist von einem Unbekannten angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Attentäter habe Mutlu Kaya in deren Haus in der Provinz Diyarbakir in den Kopf geschossen, berichteten türkische Nachrichtenagenturen. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Die 19-Jährige war offenbar von Familienmitgliedern wegen ihrer Teilnahme an der Show bedroht worden. Laut Nachrichtenagentur Anadolu wurde ein Verdächtiger festgenommen und werde von der Polizei verhört.

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