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Kulturnachrichten

Montag, 30. Mai 2016

Taco Dibbits neuer Direktor des Rijksmuseums

Derzeit ist er Direktor der Sammlungen

Wim Pijbes verlässt auf eigenen Wunsch seinen Posten als Direktor des Rijksmuseums in Amsterdam. Er wird im Juli die Leitung des neuen privaten Kunstmuseums Voorlinden in Wassenaar bei Den Haag übernehmen, teilte das Rijksmuseum mit. Nachfolger wird Taco Dibbits. Der Kunsthistoriker arbeitet seit 2002 im Haus. Derzeit leitet der 47jährige die Sammlungen, deren berühmtester Teil die alten holländischen sind. Für die Begleitung der jahrelangen Sanierung des Hauses, die Neu-Präsentation der Sammlung und die von ihm verantwortete Ausstellung "Der späte Rembrandt" war Dibbits vom Aufsichtsrat gelobt worden.

Flüchtlingsboot bleibt im Kölner Dom

Beim Fronleichnamsgottesdienst war es als Altar aufgestellt

Ein von Geflüchteten genutztes Boot bleibt im Kölner Dom. Wie das Domkapitel mitteilte, wurde eine spezielle Konstruktion gebaut, mit der das sieben Meter lange Gefährt morgen in Seitenlage durch die Dom-Portal transportiert werden soll. Zunächst hatte es geheißen, dass Boot passe durch keine der Dom-Türen. Es soll "während des von Papst Franziskus ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit als Mahnzeichen stehen", hieß es weiter. Beim Fronleichnams-Gottesdienst von Kardinal Rainer Maria Woelki am vergangenen Donnerstag hatte es als Altar gedient. "Wer Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, lässt Gott ertrinken - jeden Tag, tausendfach", hatte er gepredigt. Das Boot zu zerlegen, hatte man abgelehnt. Dompropst Gerd Bachner begründete dies mit der "Ehrfurcht vor den Menschen, die in diesem Boot ihr Leben gelassen haben oder in diesem Boot gerettet wurden".

St. Pauli Theater feiert seinen 175. Geburtstag

Jubiläumsgala für eines der ältesten Privattheater Deutschlands

Heute vor 175 Jahren wurde es eröffnet: Das St. Pauli Theater in Hamburg, gleich gegenüber der Reeperbahn. Heute Abend feiert es seinen stattlichen Geburtstag. Das am 30. Mai 1841 als "Urania-Theater" gegründete Haus, das heute unter Denkmalschutz steht, ist das älteste private Theater der Hansestadt. Seit 2003 leitet Ulrich Waller zusammen mit Thomas Collien das Haus, das dessen Familie 1970 übernahm. Die Bühne für Volkstheater zeigt inzwischen auch Tanz- und Musikshows. Früher, erzählte Waller der Zeitung "Die Welt", "durfte geraucht, gegessen und getrunken werden. Es gab Stehplätze und das Publikum hat auch schon mal aktiv in das Bühnengeschehen eingegriffen". Als den Zuschauern in den ersten Jahren nach der Eröffnung, das Ende von Goethes "Faust" nicht gefiel, protestierten sie so lange, bis Gretchen Faust heiratete, so Wallner. Klassiker gibt es hin und wieder noch immer. Aber das moderne Volkstheater steht weiter im Mittelpunkt. "Wir wollen intelligente Unterhaltung bieten und ein Theater sein, das keine Schwellenangst auslöst, nicht so ernst ist wie manch Staatstheater und doch auch Bildungsbürger anzieht", so Wallner gegenüber der Zeitung. Nach dieser Spielzeit soll 3 Monate saniert werden. Die Hinterbühne stammt noch aus dem Jahr 1841.

Restaurierung des Königspalasts in Kabul hat begonnen

Zeremonie mit dem afghanischen Präsidenten Ghani wurde live im Fernsehen übertragen

Der in mehreren Kriegen zerstörte Königspalast in Kabul wird restauriert. "Heute kehren wir in unsere Vergangenheit zurück, um die Grundmauern für die Zukunft zu legen", erklärte Präsident Ghani beim heutigen Beginn der Arbeiten. Das Kabinett hatte die Renovierung der Ruine im März genehmigt und dem Ministerium für Stadtplanung ein Budget von rund 15 Millionen Euro bewilligt. In fünf Jahren soll der Palast in alter Pracht wieder aufgebaut sein. Er wurde 1920 unter der Regentschaft des 9 Jahre später ins Exil verbannten Königs Amanullah vom deutschen Architekten Walter Harten errichtet. Nach Angaben von Ghani soll der Oberste Gerichtshof Afghanistans 2021 in den Palast einziehen.

Papst trifft internationale Videobloggerszene

Dazu richtete der Vatikan die Internetseite askpopefrancis.com ein

Papst Franziskus hat zwölf international erfolgreiche Youtuber im Vatikan empfangen."Die Kraft zu Überzeugen steckt in der Kommunikation" sagte der Papst laut italienischen Medienberichten. Diskutiert wurde über die Integration von Flüchtlingen bis hin zur Magersucht bei Jugendlichen. Franziskus forderte die Videoblogger auf, der Welt dabei zu
helfen, die "Sprache der Gesten" wiederzufinden. Dies sei die beste Möglichkeit, in schwierigen Situationen zu helfen. Die Einladung der Videoblogger aus Italien, den USA, Mexiko, Dubai, England, Australien und weiteren Ländern, erfolgte im Rahmen der "Scholas Occurrentes" der Päpstlichen Stiftung, die sich für den Dialog zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen und Religionen einsetzt. Franziskus kündigte zudem an, auch Fragen der Netzgemeinde zu beantworten. Dazu wurde die Internetseite askpopefrancis.com eingerichtet.

Datenbankserver des SZ-Magazins im Mai gehackt

Das teilte der Verlag mit

Beim Angriff auf die Website des Magazins der Süddeutschen Zeitung sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Daten von Nutzern erbeutet worden. Auf einen Datenbankserver des SZ-Magazins wurde "rechtswidrig" zugegriffen, heißt es. Dort seien "Profil-Stammdaten gespeichert, mit denen sich Nutzer in der Vergangenheit unter sz-magazin.sueddeutsche.de registriert hatten, um an Gewinnspielen" teilzunehmen. Außerdem seien Profildaten betroffen, die für eine Kommentarfunktion und die Anmeldung für bestimmte Newletter benötigt wurden. Neben der E-Mail- und Postadresse der Kunden standen auch verschlüsselte Passwörter in der gehackten Datenbank. Der Verlag fordert seine Kunden auf, vorsorglich ihre Zugangsdaten zu ändern. Der Angriff erfolgte dem Verlag zufolge über Blogseiten bzw. Blogfunktionen, die mittlerweile deaktiviert wurden.

Sicherheit hat auch bei Bayreuther Festspielen seinen Preis

Seit Probenbeginn Einsatz von privatem Sicherheitsdienst

"Wir machen Theater, und das soll in einer gelösten Atmosphäre stattfinden. Inwieweit die sich herstellen lässt, muss man sehen." So kommentierte der Sprecher der Richard-Wagner-Festspiele, Peter Emmerich, den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes rund um die Saison 2016, die am 25. Juli beginnt. Der "Nordbayerische Kurier" hatte berichtet, dass seit vergangenem Freitag erste Kräfte die Proben begleiteten. Sie bewachten neuralgische Punkte des Festspielhauses wie Zu- und Durchgänge. Man passe sich den Gegebenheiten in der Gesellschaft an, so Emmerich. Die Bayreuther Festspiele hatten nach den Terroranschlägen von Paris und Brüssel bekanntgegeben, dass sie - wie andere Großveranstaltungen auch - ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Welche konkreten Auswirkungen das für Besucher und Mitwirkende haben wird, wollte der Sprecher noch nicht einschätzen.

Generalprobe in Bottrop ins Wasser gefallen

Für Premiere morgen ist man optimistisch

Wegen Unwetterschäden ist in Bottrop die Generalprobe für die Open-Air-Aufführung des "Fliegenden Holländers" auf der Halde Haniel abgesagt worden. Die Gewitterfluten hätten einen Teil der Technik beschädigt, teilte die Stadt mit. Das Haldenrund des Amphitheaters mit seinen 1000 Plätzen stehe unter Wasser. In der Hoffnung, den Schaden noch heute beseitigen zu können, gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Premiere morgen wie geplant um 20.00 Uhr starten kann.

"Rockavaria": Räumung wegen drohenden Unwetters

Stadion-Innenraum kurzzeitig geräumt, Betrieb der Bühne am Olympiasee ganz eingestellt

Ein drohendes Unwetter hat das "Rockavaria"-Festival im Münchner Olympiapark überschattet. Wegen befürchteter Böen und starker Regenfälle ließen die Veranstalter den Innenraum des Olympiastadions räumen. Die Besucher wurden gebeten, während des Gewitters auf den überdachten Tribünen Schutz zu suchen. Das Sicherheitspersonal wies den Festivalbesuchern den Weg zu den Tribünen. "Uns liegt derzeit eine konkrete Unwetterwarnung mit Hagel, heftigen Böen und Starkregen vor", hieß es auf den Leinwänden. Das Unwetter ließ aber zunächst auf sich warten. Daher kehrten kurze Zeit später die ersten Besucher in den Stadioninnenraum zurück. An der Bühne am Olympiasee wurde der Betrieb ganz eingestellt. Am Abend sollte die Heavy-Metal-Band Iron Maiden im Olympiastadion auftreten.

Hallervorden und Bourani für Sprachkultur ausgezeichnet

Hallervorden erfand Wörter wie "Palim palim" und "Zumsel"

Für ihren individuellen Umgang mit der deutschen Sprache sind Schauspieler Dieter Hallervorden (80) und Sänger Andreas Bourani (32) mit dem Medienpreis der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ausgezeichnet worden. Die beiden nahmen die Preise gestern Abend in Wiesbaden entgegen. Hallervorden verstehe es seit Jahrzehnten, die deutsche Sprache auf vielfältigste Weise zu nutzen, begründete die Jury die Auszeichnung. Der Kabarettist, Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher und Moderator spiele mit der Sprache und habe es geschafft, kreative Wortschöpfungen deutschlandweit populär zu machen. "Palim palim" und "Zumsel" hätten Gesprächsstoff geboten. Musiker Bourani ("Auf uns") erhielt den Preis für seine deutschen Liedtexte. Er berühre mit seiner Sprache Millionen Zuhörer, erklärte die Geschäftsführerin der Gesellschaft, Andrea-Eva Ewels.

Bundessieger bei "Jugend forscht" gekürt

Die meisten Preise gingen nach Bayern

Drohnenabwehr und 3D-Projektoren: Die Bundessieger des Wettbewerbs "Jugend forscht" sind heute in Paderborn gekürt worden. Gleich drei Preise gingen nach Nordrhein-Westfalen, zwei Sieger kommen aus Bayern. Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erhielt Tassilo Schwarz (17) aus dem bayerischen Seeon. Er entwickelte ein Abwehrsystem zum Aufspüren und Verfolgen von Drohnen. Im Fachbereich "Arbeitswelt" setzte sich der Wuppertaler Tobias Gerbracht (18) durch. Er präsentierte einen Projektor, mit dem er virtuelle Gegenstände im Raum erzeugen kann, so dass der Betrachter sie für reale Objekte seiner Umgebung hält. Beim 51. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt.

Bischof: Singen macht die Welt menschlicher

Frank Otfried July sprach zum Abschluss des Deutschen Chorfestes

Singen macht nach Überzeugung des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July die Welt menschlicher. Im Festgottesdienst zum Deutschen Chorfest 2016 in Stuttgart sprach July von der tieferen Bedeutung des Singens: Es verändere den einzelnen Menschen ebenso wie die Gesellschaft als Ganzes, erklärte er einer Mitteilung der Landeskirche zufolge. "Wo Menschen wie beim Deutschen Chorfest miteinander singen, wird die Welt vielleicht sogar ein bisschen besser." Zu dem Treffen von Donnerstag bis heute kamen mehr als 400 Chöre, Vokalensembles und Vocal Bands aus ganz Europa nach Stuttgart.

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