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Kulturnachrichten

Samstag, 21. Mai 2016

Grütters zeichnet Kultur-Projekte für Flüchtlinge aus

Sonderpreise mit jeweils 10.000 Euro dotiert

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat in Berlin den neuen Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen verliehen. Zu den drei Preisträgern gehören die Dresdner Brass-Band "Banda Internationale", die sich aus deutschen und geflüchteten Musikern aus aller Welt zusammensetzt, und die Münchner Initiative "Kino Asyl", in der sich jugendliche Flüchtlinge als Kuratoren eines Filmfestivals engagiert haben. Beim Projekt "Multaka" engagieren sich in Berlin Geflüchtete aus Syrien und dem Irak als Museumsführer. Die Preisverleihung war der Auftakt zur Aktionswoche "Kultur öffnet Welten". Bis zum 29. Mai sind dafür bundesweit Hunderte Kultureinrichtungen geöffnet. Anlass ist der Unesco-Welttag der kulturellen Vielfalt, der seit 2002 am 21. Mai begangen wird.

Bildungsstätte Anne Frank mit Dirks-Preis ausgezeichnet

Preisverleihung zum Todestag von Walter Dirks

Die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main hat den Walter-Dirks-Preis 2016 des "Hauses am Dom" und des "Hauses der Volksarbeit" in der Mainstadt erhalten. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde Vertretern der Bildungsstätte nach einem Gottesdienst zum 25. Todestag von Dirks im Frankfurter Dom überreicht. Die Einrichtung leiste eine vorzügliche historisch-politische Bildungsarbeit, die nicht zuletzt wegen "aktueller menschenfeindlicher Tendenzen im Land" wichtig sei. Der Namensgeber des Preises, der katholische Publizist Walter Dirks (1901-1991), hatte sich seinem Schaffen für einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" und für ein Bündnis von Christen und Sozialisten eingesetzt.

ARD will Vorentscheid für ESC reformieren

Publikum soll weiter über Final-Interpreten entscheiden

Der ARD-Beauftragte für den Eurovision Song Contest (ESC), Thomas Schreiber (56), will den Modus des deutschen Vorentscheids erneut ändern. Das Hauptziel werde die Suche nach ESC-Songs sein, sagte Schreiber dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND). "Dazu suchen wir Interpreten, dann kümmern wir uns um die Inszenierung", so der ARD-Unterhaltungskoordinator. Das Publikum werde final entscheiden. Beim ESC in diesem und im vergangenen Jahr hatte Deutschland den letzten Platz belegt. Schreiber sieht als Gründe unter anderem die Ausrichtung des deutschen Vorentscheids: Anders als 2010 bis 2012 seien nicht die Lieder aus einem internationalen Pool sondern Künstler mit Liedern gesucht worden. Zu einem Erfolg beim ESC gehöre aber auch Glück. Ein Sieg lasse sich nicht am Reißbrett konstruieren, betonte Schreiber.

Japan-Tag in Düsseldorf

Auftakt mit jungen Comic-Fans

Tausende Fans fernöstlicher Kunst und Kultur sind zum heutigen Japan-Tag nach Düsseldorf gekommen - darunter viele Comic-begeisterte Jugendliche in Cosplay-Verkleidungen. Am Mittag wurde die Veranstaltung von Oberbürgermeister Thomas Geisel am Rheinufer offiziell eröffnet. 70 Stände, Zelte und drei große Bühnen bieten den Besuchern Einblicke in die Kultur und Lebensart des Landes. Es gibt Darbietungen aus Musik, Sport und Kampfkunst sowie Vorführungen von japanischen Techniken wie Ikebana, Origami und Kalligraphie. Traditioneller Höhepunkt ist am Abend das Feuerwerk, bei dem Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt in den Nachthimmel geschossen werden.

CDU-Politiker will Millionen-Fonds für Kunstankauf

Deutschland müsse "Sammlungslücken" vermeiden

Der Haushaltsexperte Rüdiger Kruse (CDU) hat die Gründung eines millionenschweren Fonds für den öffentlichen Ankauf von Kunst vorgeschlagen. Da den Museen das Geld fehle, um selbst Werke zu erwerben, entstünden gerade bei der zeitgenössischen Kunst schmerzliche Sammlungslücken, sagte der Bundestagsabgeordnete gegenüber der dpa. Das dürfe eine Kulturnation wie Deutschland nicht zulassen. Der Fonds sollte nach Meinung von Kruse zunächst mit 100 bis 120 Millionen Euro bestückt werden. Organisatorisch könne der Fonds von der Kulturstiftung der Länder betreut werden. Als Berichterstatter für den Kulturbereich der Unionsfraktion will Kruse den Vorschlag im Herbst in die Haushaltsberatungen 2017 einbringen.

Schauspielerpreis für Claudia Eisinger und Peter Kurth

Armin Mueller-Stahl wurde für sein Lebenswerk geehrt

Claudia Eisinger und Peter Kurth haben am Abend in Berlin den Deutschen Schauspielerpreis erhalten. Der Bundesverband Schauspiel zeichnete sie in der Kategorie "Beste Hauptrolle" aus. Eisinger erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle in "Mängelexemplar", Kurth für den Film "Herbert". Armin Mueller-Stahl wurde bei der Gala im Berliner Zoo-Palast für sein Lebenswerk geehrt. Bester Schauspieler in der Kategorie "Komödiantische Rolle" wurde Samuel Finzi in "Worst Case Scenario". Zum besten Nachwuchstalent wurde Louis Hofmann gekürt. Der Deutsche Schauspielerpreis wird seit 2012 verliehen.

Kabarettpreis "Salzburger Stier" vergeben

Auszeichnung geht an Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

In Paderborn ist am Samstagabend der internationale Radio-Kabarettpreis "Salzburger Stier" vergeben worden. Ausgezeichnet wurden der Deutsche Martin Zingsheim, der Österreicher Gery Seidl und Uta Köbernick aus der Schweiz. Die Preisträger präsentierten in der Paderhalle Auszüge aus ihren Programmen. Der "Salzburger Stier" gilt als einer der renommiertesten Kleinkunstpreise im deutschen Sprachraum. Er wird seit 1982 von den ARD-Landesrundfunkanstalten zusammen mit dem Österreichischen Rundfunk, dem Schweizer Radio DRS und der italienischen Rundfunkanstalt RAI Bozen verliehen. Er soll deutschsprachigen Kabarett-Produktionen auch über die Grenzen des eigenen Landes hinaus zu einer stärkeren Präsenz im Radio verhelfen.

Heinrich-Mann-Preis 2016 für Gunnar Decker

Akademie der Künste ehrt Berliner Autor

Der Berliner Autor, Film- und Theaterkritiker Gunnar Decker ist mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste ausgezeichnet worden. Mit seinen Biografien über Hermann Hesse, Gottfried Benn und Franz Fühmann nehme Decker eine herausgehobene Stellung in der biografischen Literatur der Gegenwart ein, begründete die Jury in Berlin. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Der in Berlin lebende Decker wurde 1965 in Kühlungsborn geboren und wuchs in Bad Doberan auf. Er studierte an der Humboldt-Universität Philosophie und schloss mit einer Promotion ab. Decker arbeitet unter anderem als Redakteur der Zeitschrift "Theater der Zeit" und Buchautor.

US-Schauspieler und Comedian Alan Young ist tot

"Mr. Ed"-Star starb im Alter von 96 Jahren

Der US-Schauspieler und Comedian Alan Young ist tot. Er sei bereits am Donnerstag in einem Seniorenzentrum in Kalifornien gestorben, teilte eine Sprecherin der Einrichtung mit. Young wurde 96 Jahre alt. Bekannt wurde er vor allem als liebenswürdiger Konterpart des sprechenden Pferdes "Mr. Ed" in der gleichnamigen TV-Serie der 1960-er Jahre. Bei Fans war vor allem die tiefe, drollige Stimme des Pferdes beliebt. Stars wie Clint Eastwood, Mae West sowie Baseballspieler Sandy Koufax hatten Gastauftritte in der Serie.

Feuer zerstört Kulissen des Nationaltheaters Brno

Fünf Verletzte, Sachschaden mindestens 10 000 Euro

Bei einem Brand im Kulissenlager des Nationaltheaters im tschechischen Brno (Brünn) sind fünf Menschen verletzt worden. Die meisten erlitten Rauchvergiftungen, teilte die Feuerwehr mit. 580 Besucher einer Vorstellung der "Schatzinsel", darunter überwiegend Kinder, mussten wegen des dichten Rauchs aus dem angrenzenden Gebäude des Mahen-Theaters in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr ging davon aus, dass eine Zigarette den Brand auslöste. Der Sachschaden wurde auf mindestens 10 000 Euro geschätzt. Das denkmalgeschützte Mahen-Theater aus dem Jahr 1882 ist eine von drei Bühnen des Nationaltheaters Brno.

Wissenschaftskonferenz: Milliardenpaket für Unis

Initiativen als Nachfolge für Exzellenzinitiative

Mit insgesamt 1,55 Milliarden Euro wollen Bund und Länder in den kommenden zehn bis 15 Jahren den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen fördern. Dazu brachte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) zwei Programme auf den Weg, die nun noch die Regierungschefs von Bund und Ländern am 16. Juni verabschieden müssen. Beide Initiativen stehen nach den Worten von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in der Nachfolge der Exzellenzinitiative. Mit einer Milliarde Euro sollen demnach 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren geschaffen werden; solche Stellen sehen zunächst eine Bewährungsphase vor, die dann unmittelbar in eine Lebenszeitprofessur übergehen kann. Die mit 550 Millionen Euro dotierte Initiative zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers an deutschen Hochschulen ("Innovative Hochschule") richtet besonders an Fachhochschulen sowie kleinere und mittlere Universitäten.

Deutsch-französischer Jugendliteraturpreis verliehen

Bücher über die deutsche Einheit und über Libellen ausgezeichnet

Jugendliche befragen Zeitzeugen zur deutschen Einheit: Für ihr Buch "Geteilte Ansichten" sind die Herausgeberinnen Julia Balogh und Birgit Murke in Saarbrücken mit dem deutsch-französischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden. Auf französischer Seite wurde der Autor und Illustrator Olivier Laporte geehrt: Für sein Buch "Reise nach Calopterien" - über Libellen. Die mit insgesamt 16 000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse vergeben. Sie geht jeweils an einen deutschen und einen französischen Autoren. Die Bücher der Preisträger sollten nun jeweils in die Sprache des Partnerlandes übersetzt werden, sagte eine Sprecherin.

Deutschland gegen Auflösung von EU-Jugendorchester

Kulturstaatsministerin Grütters: Mittelstreichung sei falsches Signal

Deutschland will sich in Brüssel für den Erhalt des von der Schließung bedrohten European Union Youth Orchestra einsetzen. Der Kulturministerrat müsse über eine Lösung sprechen, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin. Das Jugendorchester sei seit 40 Jahren ein Symbol der kulturellen Vielfalt Europas. Dem Orchester genau jetzt die Mittel zu streichen, sei das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt. "Wenn es dieses europäische Jugendorchester noch nicht gäbe, müsste man es jetzt gründen", erklärte Grütters. Die EU hatte eine weitere Förderung über das Programm "Kreatives Europa" abgelehnt. Von 112 Bewerbern waren 15 Projekte ausgewählt worden. Das Orchester blieb außen vor. Eine erneute Bewerbung ist nach Angaben des EU-Kulturkommissars Tibor Navracsics nicht ausgeschlossen.

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