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Kulturnachrichten

Freitag, 13. Mai 2016

Polizeischutz für Aufführung der "Satanischen Verse"

Kauf von Theaterkarten nur gegen Angaben von persönlichen Daten

Unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Staatstheater Wiesbaden den Salman-Rushdie-Roman "Die satanischen Verse" auf die Bühne bringen. "Wir haben frühzeitig Kontakt zur Polizei gesucht. Diese hat Einschätzungen vorgenommen, denen wir nun zu folgen haben", sagte Intendant Uwe Eric Laufenberg. Er selbst erachte die Maßnahmen "nicht unbedingt für nötig". Das Publikum muss etwa beim Kartenkauf persönliche Daten angeben. Bei den Vorstellungen müssen sich Besucher ausweisen und werden mit Detektoren kontrolliert. Schon während der Proben bewacht Sicherheitspersonal die abgesperrte Spielstätte.Nach einem Regiewechsel inszeniert der aus dem Irak stammende Kurde Ihsan Othmann das Stück. Weil radikale Muslime den Roman als gotteslästerlich empfanden, hatte1989 der damalige oberste Führer im Iran, Ajatollah Khomeini, ein Todesurteil gegen Rushdie verhängt.

Flashmob mit Dirigent Nagano

Konzert mit Hobbymusikern im Einkaufszentrum am Pfingstmontag

Flashmob mit Verdi: Rund tausend Hobbymusiker wollen sich an Pfingstmontag um 15 Uhr zum Musizieren in einem Berliner Einkaufszentrum treffen. Unter Leitung des Dirigenten Kent Nagano sollen das Spontan-Orchester sowie Amateursänger zwei Sätze aus George Bizets Suite "L'Arlesiénne" sowie je eine Chor-Stück von Wagner und Verdi in der "Mall of Berlin" am Leipziger Platz aufführen. Das teilte das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) mit. Nagano ist DSO-Ehrendirigent. Auf der Website www.symphonic-mob.de können sich alle eintragen, die noch mitmachen wollen. Auch Kurzentschlossene seien am Montag am Leipziger Platz willkommen. Es gebe bereits mehr als 800 Anmeldungen, teilte das DSO weiter mit.

Reiner Stach erhält Joseph-Breitbach-Preis 2016

Berliner Literaturwissenschaftler erhält 50.000 Euro für dreibändiges Werk über Franz Kafka

Der Berliner Literaturwissenschaftler Reiner Stach erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2016 für sein "herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biografie". Mit seinem dreibändigen Hauptwerk über Franz Kafkas Leben und Schreiben habe er neue Maßstäbe für das Genre gesetzt, teilte die Jury in Mainz zur Begründung mit. Der von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz vergebene Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 16. September im Theater Koblenz verliehen. Die mehr als 2.000 Seiten umfassende Trilogie sei nicht nur "akribisch recherchiert und kenntnisreich dokumentiert, sondern in ihrer Anschaulichkeit, atmosphärischen Dichte und psychologischen Subtilität selber ein großer literarischer Wurf", so die Jury. Der im sächsischen Rochlitz geborene Reiner Stach studierte Philosophie, Mathematik und Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main. Der Joseph-Breitbach-Preis wird seit 1998 jährlich gemeinsam von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Stiftung Joseph Breitbach verliehen. Der Preis erinnert an den deutsch-französischen Schriftsteller Joseph Breitbach (1903-1980). Im vergangenen Jahr wurde der Berliner Schriftsteller Thomas Lehr ausgezeichnet.

Mozart-Wettbewerb: Beste Geiger kommen aus Fernost

Finalisten hatten sich in mehreren Runden für die Endausscheidung qualifiziert

Zwei Südkoreanerinnen und ein Chinese sind die Sieger des 9. Internationalen Augsburger Mozart-Violinwettbewerbes. Die Nachwuchs-Geigerin Ji Won Song aus Südkorea habe den mit 10 000 Euro dotierten ersten Preis gewonnen, berichteten die Organisatoren. Zudem bekommt die 23-Jährige eine eigene CD-Produktion. Bei der Finalrunde am Donnerstagabend belegte der erst 17 Jahre alte Chinese Ziyu He den zweiten Platz; er erhält 7500 Euro. Die 23-jährige Südkoreanerin Jae Hyeong Lee bekam den dritten Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist. Rund 60 Geigen-Talente aus aller Welt hatten sich um den begehrten Nachwuchspreis beworben, besonders viele Teilnehmer kamen aus Asien. Der alle drei Jahre veranstaltete Wettbewerb erinnert an den in Augsburg geborenen Leopold Mozart, Vater von Wolfgang Amadeus Mozart. 1756 veröffentlichte Leopold Mozart in Augsburg seine "Violinschule". Das Buch wird bis heute von Musikschülern verwendet.

Böhmermann wieder auf Sendung

Moderator hält sich in Sachen Erdogan zurück

Nach seiner Fernsehpause ist Satiriker Jan Böhmermann wieder auf Sendung. In der neuen Folge des „Neo Magazin Royale" ging Böhmermann nur am Rande auf sein inzwischen berühmtes Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan ein. So hatte er seine Zuschauer aufgerufen, Witze einzureichen. Zur Belohnung erhielten sie 103 Euro, in Anspielung auf den Strafrechtsrechtsparagrafen 103, der die Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter unter Strafe stellt.

Neuer Rekordpreis für Kahlo-Gemälde

Kunstwerk erzielt umgerechnet rund sieben Millionen Euro

Ein Aktgemälde der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo hat bei einer Versteigerung einen neuen Rekordpreis erzielt. Das Werk „Zwei Nackte im Wald von 1939 wurde bei Christie’s in New York für umgerechnet rund sieben Millionen Euro verkauft. Bislang lag der Höchstpreis für ein Frida-Kahlo-Bild bei knapp 5 Millionen Euro. Das teuerste Werk der Auktion impressionistischer und moderner Kunst bei Christie’s war das Claude-Monet-Gemälde «Teich mit Seerosen». Es wurde für umgerechnet 23,7 Millionen Euro versteigert.

Nationalgalerie zeigt iranische Kunstsammlung

Werke der Moderne waren bisher verborgen

Eine bedeutende iranische Kunstsammlung mit etlichen lange unter Verschluss gehaltenen Werken der Moderne kommt nach Berlin: Sie ist von Dezember 2016 bis Februar 2017 in der Nationalgalerie zu sehen. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Direktor des Teheraner Museums für Zeitgenössische Kunst, Majid Mollanoroozi, vor wenigen Tagen in Berlin und Teheran, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte. Die iranische Sammlung umfasst wichtige Werke von den französischen Impressionisten bis zur amerikanischen Pop Art. Sie lagerte jahrzehntelang verborgen in Teheran. Nun wird sie erstmals international zu sehen sein. Präsentiert wird in Berlin auch zeitgenössische iranische Kunst aus der Sammlung. Parzinger bezeichnete den Vertragsabschluss als historischen Erfolg: Erstmals werde eine Sammlung vorgestellt, die in ihrer Zusammensetzung und in ihrer Geschichte einzigartig sei.

Britische Regierung will neue BBC-Aufsicht

Pläne zur Zukunft der BBC vorgegt

Großbritannien will den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC mit einer neuen Aufsicht und mehr Transparenz fit für die Zukunft machen. Die Aufsicht soll die BBC-Stiftung ersetzen. Zudem sollen die Gehälter der bestbezahlten Mitarbeiter veröffentlicht werden. Allerdings beschnitt die Regierung nicht Größe und Aufgabengebiet des Unternehmens, wie es Teile der Belegschaft befürchtet hatten. Einige der größten BBC-Stars hatten Regierungsvertretern jüngst vorgeworfen, sie bedrohten die Unabhängigkeit des Senders. Die BBC erreicht nach Schätzungen mit ihren Diensten pro Woche 97 Prozent der Briten. Der Rundfunksender finanziert sich über ein garantiertes Einkommen, das von einer Rundfunkgebühr aller Fernseh-Haushalte stammt. Die BBC wehrt sich gegen Veränderungen, die ihrer Beliebtheit schaden könnten. Kritiker hingegen halten den Sender für eine Organisation, die der Konkurrenz ein Schnäppchen schlägt - etwa weil sie auf ihrer Online-Seite kostenlose Nachrichten veröffentlicht. Dies erschwert die Bemühungen von privatwirtschaftlichen Rivalen, mit journalistischen Inhalten im Internet Geld zu verdienen. Ähnliche Kritik gibt es in Deutschland an ARD und ZDF.

Naumann-Stiftung räumt Verbindungsbüro in Kairo

Deutsche Stiftungen können nur noch sehr eingeschränkt arbeiten

Nachdem die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung Ägypten im Streit mit der Regierung verlassen musste, wird sie nun auch zur Räumung ihres Verbindungsbüro in Kairo gezwungen. Das Außenministerium Ägyptens habe die Aufrechterhaltung untersagt, teilte die Stiftung heute mit. "Es ist bedauerlich, dass auf diplomatischem Wege keine Lösung erreicht werden konnte", heißt es von der Stiftung. Die deutschen Stiftungen können in Ägypten seit einem Urteil gegen zwei Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung 2013 nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten. Der Versuch, ihre Arbeit in einem Zusatzprotokoll zum Kulturabkommen auf eine klare rechtliche Grundlage zu stellen, scheiterte bislang am Widerstand der ägyptischen Behörden. Deswegen hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung im Januar angekündigt, ihren Hauptsitz im Nahen Osten in die jordanische Hauptstadt Amman zu verlegen.

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