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Kulturnachrichten

Sonntag, 1. Mai 2016

20.000 besuchen neueröffnete Hamburger Kunsthalle

Modernisierung des Gründungsbau von 1869 dauerte 17 Monate

Das Fest zur Wiedereröffnung der Hamburger Kunsthalle hat am Wochenende rund 20 000 Besucher angelockt. Allein am Samstag seien bis spät in die Nacht 14 000 Kunstinteressierte gezählt worden, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. Kernstück des Projektes ist die Wiederbelebung des historischen Haupteinganges im Gründungsbau. Damit konnten das Foyer und das seit 1919 ungenutzte Treppenhaus hell und modern umgestaltet werden. Am Ort des alten Café Liebermann gibt es ein neues Museumscafé. Erstmals ist nun ein Rundgang durch alle Epochen von den Alten Meistern bis zur Kunst der Gegenwart möglich.

Erzbischof spricht bei 1.-Mai-Kundgebung in Bologna

Erstmals in der Geschichte Bolognas sprach der Erzbischof auf dem Podium

Matteo Maria Zuppi, seit knapp fünf Monaten an der Spitze der Erzdiözese, kommentierte die Verwunderung über seine Teilnahme an der Gewerkschaftsveranstaltung laut der Lokalausgabe der Zeitung "La Repubblica" mit den Worten, es wäre verwunderlicher, wenn er als Bischof die Einladung ausgeschlagen hätte. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Lage von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt. Erzbischof Zuppi zitierte dazu einen Tweet von Papst Franziskus, den dieser am Samstag verbreitet hatte: "Das Arbeiten gehört zur menschlichen Person. Es bringt ihre Würde zum Ausdruck, als Abbild Gottes erschaffen zu sein." Laut Gewerkschaftsangaben sind in der Region Bologna 84.000 Behinderte ohne Job. Matteo Zuppi, gebürtig aus Rom, leitet seit Dezember das Erzbistum Bologna, nachdem er zuvor fast vier Jahre Weihbischof in Rom war. Von 1990 bis 1992 war Zuppi als Vermittler an Friedensgesprächen zwischen Regierung und Rebellen in Mosambik beteiligt und half so, einen seit 1975 dauernden Bürgerkrieg zu beenden. Der Staat Mosambik zeichnete ihn dafür mit der Ehrenbürgerschaft aus.

Millionen Russen feiern orthodoxes Osterfest

Patriarch Kirill ruft etwa 100 Millionen russisch-orthodoxen Christen zum Zusammenhalt auf

Präsident Wladimir Putin besuchte zusammen mit Regierungschef Dmitri Medwedew die Messe in der Christus-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Putin lobte in einer Mitteilung die prägende Rolle des Glaubens in der Gesellschaft. Die Kirche erhalte heute Grundwerte und Moral, schrieb er in dem am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Brief. In der Ukraine nahm Präsident Petro Poroschenko mit seiner Frau Marina an Gottesdiensten der drei großen orthodoxen Kirchen des Landes teil.

Konzertprojekt "Aghet" in Dresden aufgeführt

Stehende Ovationen für kritisiertes Musikprojekt über Genozid an Armeniern

Erstmals seit der Intervention der Türkei gegen das Musikprojekt "Aghet" ist das Werk wieder aufgeführt worden. Das Projekt war zum 100. Jahrestag des Massakers an den Armeniern initiiert worden. Die Dresdner Sinfoniker und Gastmusiker bekamen am Samstagabend im ausverkauften Festspielhaus Hellerau in Dresden stehende Ovationen. Die um Musiker aus der Türkei, Armenien und Mitglieder des No Borders Orchestra aus Staaten des früheren Jugoslawien verstärkten Sinfoniker hatten "Aghet" Ende November 2015 in Berlin uraufgeführt. Sie wollen damit ein Zeichen der Versöhnung setzen. Jüngst war bekannt geworden, dass türkische Vertreter auf EU-Ebene wegen "Aghet" interveniert hatte. Die Kritik hatte vielfach Empörung ausgelöst.

Cyndi Lauper beklagt Benachteiligung von Frauen

US-Popsängerin Sängerin versteht nicht, warum USA weltweit als fortschrittliches Land gelten

Die US-Popsängerin Cyndi Lauper ("Girls Just Want To Have Fun") hat die Benachteiligung von Frauen in ihrer Heimat kritisiert. "Nicht einmal die sogenannten Schwellenländer tun sich so schwer damit, von Frauen regiert zu werden." Mit Blick auf den US-Präsidentschaftswahlkampf beklagte Lauper den besonders kritischen Umgang der Öffentlichkeit mit der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton: "Jetzt haben wir eine Kandidatin, Hillary Clinton, und die Leute klagen, dass sie zu wenig lächle, dass sie komisch dastehe und dass sie dies zu wenig tue und jenes zu viel." "Die einen hätten sie gern weiblicher, die anderen bitte nicht ganz so weiblich", fügte die Sängerin hinzu. "Es sind Frauen wie Männer, die in ihr nicht die Politikerin sehen, sondern die Person. Amerika ist frauenfeindlich." Besonders empört zeigte sich Lauper über die Pöbeleien des republikanischen Favoriten Donald Trump.

"Blutwunder" in Neapel als gutes Omen

Das eingetrocknete Blut des frühchristlichen Märtyrers Januarius hat sich nach Prozession verflüssigt

In Neapel hat sich wieder das traditionelle Blutwunder des heiligen Januarius ereignet. Zum Abschluss einer Prozession mit den Reliquien des Stadtpatrons am frühen Samstagabend durch die Straßen der süditalienischen Stadt teilte Kardinal Crescenzio Sepe mit, dass sich das in einer Glasampulle aufbewahrte eingetrocknete Blut des frühchristlichen Märtyrers verflüssigt habe. Unmittelbar vor der Prozession legten die erzbischöfliche Kurie und ein katholisches Bürgerkomitee laut italienischen Medien einen längeren Streit bei, der die Zuständigkeiten für die Güter- und Finanzverwaltung der Januarius-Kapelle betraf. Zu dem Anlass reiste eigens Innenminister Angelino Alfano nach Neapel. Das Abkommen zwischen dem Erzbistum und der "Deputazione di San Gennaro" wird nun nach Angaben Alfanos zur Prüfung dem Staatsrat vorgelegt, einem Verfassungsorgan für verwaltungsrechtliche Fragen. Kommentatoren werteten die Verflüssigung der Blutreliquie als Hoffnungszeichen für einen guten Ausgang.
Die Prozession, die jährlich am Tag vor dem ersten Maisonntag stattfindet, erinnert an die Übertragung der Überreste des Januarius aus den nach ihm benannten Katakomben. Das "Blutwunder" ist seit dem Mittelalter belegt. Sein Ausbleiben gilt bei Neapolitanern als schlechtes Omen. Januarius (italienisch «San Gennaro»), ist der Patron von Neapel und der Region Kampanien. Er wurde der Überlieferung nach zur Zeit der Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian am 19. September 305 enthauptet. Das Blut im Reliquiar des Heiligen ist normalerweise fest verklumpt. Für das Phänomen der Verflüssigung gab es naturwissenschaftliche Erklärungsversuche, die jedoch keine allgemeine Anerkennung fanden.

Urheberschutz für Ravels "Bolero" läuft aus

Maurice Ravels "Bolero" gehört zu den berühmtesten Werken der klassischen Musik

Der "Bolero" wird zum Gemeingut. Jeder darf es künftig lizenzfrei nutzen, ohne dass Tantiemen fällig werden. Ravel hatte das Stück 1928 geschrieben, im selben Jahr wurde es in Paris uraufgeführt. Schätzungen zufolge hat der "Bolero" allein seit 1960 rund 50 Millionen Euro an Tantiemen eingespielt. "Wahrscheinlich werden wir ihn nun noch öfter hören, in Werbespots oder in Filmen", sagte Laurent Petitgirard von der SACEM, der französischen Gesellschaft zur Verwaltung von künstlerischen Urheberrechten. Er gehe davon aus, dass das populäre Werk zu jeder beliebigen Minute irgendwo auf der Welt zu hören sei. Ravel hatte das Stück ursprünglich als Ballettmusik für die russische Tänzerin Ida Rubinstein komponiert. Es wurde schnell ein Welterfolg, die hypnotisch-monotone Melodie zog viele Hörer in ihren Bann. Ravel selbst sah sein Werk recht nüchtern: "Es ist ein einfaches und direktes Stück, das nicht den geringsten Anspruch auf Virtuosität erhebt", sagte er einmal. Ravel starb unverheiratet und ohne Kinder im Jahr 1937. Sein einziger Erbe war sein Bruder Edouard, der 1960 verstarb. Der Streit um die weiteren Rechte an Ravels Werk beschäftigte danach mehrfach die Gerichte, Streitparteien waren unter anderem die Großneffen des Komponisten.

Museum der "Bronzestatuen von Riace" wiedereröffnet

Renovierung des Archäologische Nationalmuseum in Reggio Calabria dauerte zehn Jahre

Das Archäologische Nationalmuseum in Reggio Calabria beherbergt unter anderem die Bronzestatuen von Riace, die 1972 per Zufall im Meer vor der Küste des Ortes gefunden worden waren. Die Restaurierung des Gebäudes, das nun auf vier Stockwerken archäologische Exponate zeigt, hat laut Medienberichten rund 34 Millionen Euro gekostet. An der Einweihung nahmen auch Ministerpräsident Matteo Renzi und Kulturminister Dario Franceschini teil. Die beiden meisterhaften Skulpturen von Riace, zwei männliche, zwei Meter große Figuren, gelten als Wahrzeichen von Reggio Calabria. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Krieger. Es wird vermutet, dass sie aus dem fünften Jahrhundert vor Christus stammen und griechischen Ursprungs sind. Es gibt nur sehr wenige griechische Bronzestatuen, die ohne größere Schäden die Zeiten überdauert haben.

Queen zeigt den Obamas britischen Humor

"Oh really, please" - Queen reagiert typisch britisch auf eine Videobotschaft der Obamas

Erst kürzlich waren die Obamas zum Lunch bei Queen Elizabeth II., jetzt frotzeln sie im Netz miteinander und werben für die "Invictus Games", eine Sportveranstaltung für versehrte Soldaten im Mai in Florida. Die "special relations", die ganz besondere Freundschaft, zwischen dem US-Präsidentenpaar und der britischen Königin demonstriert der Kensington-Palast auf Twitter: Auf einem Video sind die 90-Jährige und ihr Enkel Prinz Harry zu sehen, die bei Kaminfeuer einen Prospekt der Spiele anschauen. Plötzlich ist eine Nachricht auf Harrys Handy zu sehen, sie stammt von First Lady Michelle Obama. Per Video erinnert sie den Prinzen mit schneidiger Stimme daran, dass er die Amerikaner unlängst aufgefordert habe, sich bei den "Invictus Games" richtig reinzuhängen. Und Barack Obama meint mit ernster Miene und erhobenem Zeigefinger: "Passt auf, was Ihr Euch da wünscht." Die Queen lächelt nur fein und meint etwas spöttelnd: "Oh really, please." - auf Deutsch etwa: "Oh echt, bitte..." Harry gilt als einer der Initiatoren der "Invictus Games", die 2014 Premiere in London hatten.

Die Pilgerzeit beginnt in Nordrhein-Westfalen

Über eine Million Menschen werden zur Marienverehrung in drei nordrhein-westfälischen Wallfahrtsorten erwartet

In Nordrhein-Westfalen beginnt am 1. Mai die Wallfahrtszeit. Bis November werden über eine Million Gläubige zur Marienverehrung im niederrheinischen Kevelaer, in Werl bei Soest und Neviges bei Wuppertal erwartet. Vor allem in Neviges werden die Gläubigen die Gottesmutter nicht nur um Fürsprache bitten, sondern ihr auch voller Inbrunst danken. Seit Jahrhunderten beten die Gläubigen in Neviges am Gnadenbild der Gottesmutter. Im Februar war der Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert auf einmal weg. Die Franziskanermönche, die sich um die Pilgerstätte kümmern, appellierten an den Täter, das Bild zurückzugeben - auch anonym. Stunden später lag das Bild in Butterbrotpapier gewickelt vor der Klosterpforte. Zur Wallfahrt ist es jetzt hinter Glas gesichert. Rund 1000 Pilger werden am Sonntag zur Eröffnung der Wallfahrt 2016 mit dem Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann erwartet. Insgesamt dürften in den nächsten Monaten Zehntausende in das Städtchen Neviges kommen.

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