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Kulturnachrichten

Samstag, 23. Mai 2015

Museumsdirektor befürchtet Raubgrabungen in Palmyra

Geraubte Kunst wird zur Terrorfinanzierung verkauft

Nach der Eroberung der syrischen Wüstenstadt Palmyra durch die Terrormiliz IS drohen nach Expertenansicht Raubgrabungen. Die ganze Welt befürchte, dass die archäologischen Stätten zerstört würden, sagte der Direktor des Vorderasiatischen Museums Berlin, Markus Hilgert, im Deutschlandfunk. Es gebe außerdem die berechtigte Sorge vor unerlaubten Grabungen, um Kulturobjekte zur Finanzierung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den illegalen Handel zu bringen. Die Ruinen Palmyras aus den ersten Jahrhunderten nach Christus gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Die einstige Handelsmetropole gilt als bedeutender Komplex antiker Bauten im Nahen Osten. Palmyra sei für Wissenschaftler so interessant, weil sich dort unterschiedliche kulturelle Einflüsse zu etwas Eigenem verbunden hätten: Römische Architektur, aber auch Einflüsse aus Mesopotamien, sagte Hilgert.

Kunstprojekt auf Venedig-Biennale muss schließen

Sicherheitsvorgaben würden nicht eingehalten, so die Kommune

Nach wochenlangem Streit muss ein Moschee-Kunstprojekt in einer Kirche für die Biennale in Venedig schließen. Der Schweizer Künstler Christoph Büchel hatte für den isländischen Pavillon eine Moschee in der ehemaligen katholischen Kirche Santa Maria della Misericordia in der Lagunenstadt gebaut. Die Stadt Venedig zog nun allerdings die Betriebserlaubnis zurück, da die Betreiber Vorgaben verletzt hätten. Sicherheitsvorgaben würden nicht eingehalten, hieß es in einer Mitteilung der Kommune und der Polizei. Gestern wurde das Projekt geschlossen. Unmut gab es vor allem, weil Muslime den Ort für Gebete benutzt hatten - was laut Stadt gegen die Auflagen verstoße, das Gebäude nicht für religiöse Zwecke zu nutzen. Die Kuratoren können Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. Das Icelandic Art Center, das mit hinter dem Kunstprojekt steht, wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Jedoch veröffentlichte das Zentrum einen offenen Brief auf seiner Internetseite, in dem es die Absicht des Künstlers darlegt. Büchels Installation solle ein Licht auf institutionalisierte Ausgrenzung und Vorurteile in der Gesellschaft werfen - auch mit Blick auf das Thema Einwanderung.

Anwalt: Mandant hat NS-Kunst rechtmäßig erworben

Außerdem habe er sie dem Bund als Leihgabe angeboten

Nach der Sicherstellung von NS-Kunst, darunter große Pferdeskulpturen, geht einer der am Fall Beteiligten in die Offensive. Er habe die Kunstgegenstände vor mehr als 25 Jahren von der russischen Armee und den früheren Herstellern rechtmäßig erworben, ließ der Mann über seinen Anwalt mitteilen. Als Leihgaben seien sie über mehr als 20 Jahre lang im Rahmen einer Breker-Ausstellung in Nörvenich größtenteils öffentlich ausgestellt gewesen. Zudem habe er schon vor Jahren einer Einrichtung des Bundes das Angebot gemacht, ihr die beiden Bronze-Pferde von Josef Thorak (1889-1952) als Leihgabe zu überlassen. Sie sei aber nicht angenommen worden. "Mein Mandant ist kein Hehler", sagte der Anwalt. Er sei Eigentümer der Gegenstände.

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