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Kulturnachrichten

Freitag, 15. Mai 2015

Blues-Legende B.B. King ist tot

Gitarrist und Sänger starb im Alter von 89 Jahren

Der Blues-Gitarrist B.B. King ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in Las Vegas, wie seine Tochter Patty King heute dem US-Nachrichtensender CNN sagte. Demnach war der "King of Blues", der zu den einflussreichsten Gitarristen und Sängern in der US-Geschichte zählte, in diesem Monat wegen Dehydrierung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. US-Medien zufolge starb King am Donnerstagabend in Las Vegas. Für seine Lebensleistung wurde der Musiker sowohl in die Blues Foundation Hall of Fame als auch in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Das US-Musikmagazin "Rolling Stone" stufte ihn 2003 hinter Jimi Hendrix und Duane Allman als drittbesten Gitarristen der Geschichte ein. Auch Kings Gitarre, eine Gibson ES-355, die er liebevoll "Lucille" nannte, erreichte Kultstatus. Zu Kings bekanntesten Liedern zählen "The Thrill is Gone" und "How Blue Can You Get."

Umstrittener Dirigent Gergijew präsentiert Pläne für München

Proteste gegen den Dirigenten sind aber mittlerweile abgeklungen

Die erste Saison der Münchner Philharmoniker unter ihrem neuen Chefdirigenten Waleri Gergijew ist ganz auf den russischen Maestro zugeschnitten. Gergijew wird rund ein Drittel der 35 Programme der Saison 2015/2016 leiten. "Wir wollen möglichst schnell ein gemeinsames Repertoire erarbeiten, was auch für unsere Tourneefähigkeit wichtig ist", sagte der Intendant des Orchesters, Paul Müller, heute in München. Gergijew sagte, er strebe "die beste Kombination" aus deutscher Musik und russischer Tradition an. Dabei wolle er auch hierzulande weniger bekannte Werke aus seiner Heimat präsentieren. Gergijew gilt als einer der bekanntesten und gefragtesten Dirigenten weltweit. Durch seine Nähe zum Regime von Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Zustimmung zur Annexion der Krim war er im vergangenen Jahr weltweit in die Kritik geraten. Mittlerweile sind die Proteste abgeklungen.

Mondrian-Gemälde für mehr als 50 Millionen Dollar versteigert

Höchster bislang erzielter Preis für Werk des Niederländers

Die Serie der Rekorde in der Kunstwelt reißt nicht ab: Ein Gemälde des Künstlers Piet Mondrian erzielte bei einer Auktion in New York einen Preis von mehr als 50 Millionen Dollar - so viel wurde noch nie für ein Werk des Niederländers geboten. Die "Komposition Nr. 3, mit Rot, Blau, Gelb und Schwarz", eine geometrische Malerei aus dem Jahr 1929, wechselte für 50,6 Millionen Dollar (rund 45 Millionen Euro) den Besitzer, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Der Kaufpreis übertraf die Erwartungen deutlich: Der Schätzwert hatte bei 15 bis 25 Millionen Dollar gelegen.

Intendant Latchinian kehrt an Rostocker Volkstheater zurück

Intendant war wegen eines umstrittenen Vergleichs gekündigt worden

Der auf Beschluss der Rostocker Bürgerschaft zurückgeholte Theaterintendant Sewan Latchinian nimmt seine Arbeit am Volkstheater wieder auf. Latchinian habe über seinen Anwalt seine Rückkehr ankündigen lassen, sagte ein Stadtsprecher heute. In einem Brief an den Intendanten machte der Theaterförderverein deutlich, dass er sich über diese Entscheidung "außerordentlich gefreut" habe. Latchinian war Ende März wegen eines umstrittenen Vergleichs der Theaterpolitik des Landes mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat fristlos gekündigt worden. Auf Druck der Bürgerschaft hatte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) Latchinian wieder ins Amt berufen. Offen ist, ob der Intendant die geplanten Spartenschließungen nun mitträgt.

"Le Monde"-Direktor van Kote tritt zurück

Französische Zeitung erneut in der Krise

Nach dem überraschenden Votum der Belegschaft der renommierten französischen Tageszeitung "Le Monde" gegen die Ernennung von Jérôme Fenoglio zum neuen Chef ist der Interims-Publikationsdirektor Gilles van Kote zurückgetreten. In einem Brief an den Herausgeber begründete er seine Entscheidung damit, dass zunächst die Besitzer der Zeitung seine Kandidatur als Direktor nicht unterstützt hätten und dann auch noch der von ihm unterstützte Fenoglio gescheitert sei. Kurz nach van Kotes Mitteilung kündigten die Anteilseigner von "Le Monde" allerdings an, dass sie an Fenoglios Kandidatur festhielten. Unternehmer Pierre Bergé, der Bankier Mathieu Pigasse und der Telekommunikations-Milliardär Xavier Niel forderten die Belegschaft auf, "die Qualitäten von Jérôme Fenoglio, seinem Team und seinem redaktionellen Projekt erneut zu prüfen".

Woody Allen stellt Film in Cannes vor

"Irrational Man" läuft außer Konkurrenz

Woody Allen stellt heute seinen neuen Film beim Festival in Cannes vor. "Irrational Man" erzählt die Geschichte eines Philosophieprofessors, der mit seinem Leben hadert. Die Hauptrollen spielen Joaquin Phoenix und Emma Stone. Der US-Regisseur und mehrfache Oscargewinner Allen (79) hatte in Cannes vor einigen Jahren seine erfolgreiche Komödie "Midnight in Paris" gezeigt. "Irrational Man" läuft außer Konkurrenz. Im Wettbewerb wird heute der Grieche Yorgos Lanthimos sein Werk "The Lobster" vorstellen. In der düsteren Zukunftsvision spielen Colin Farrell und Rachel Weisz mit.

Raubkunst-Bild aus Gurlitt-Sammlung kehrt zu Besitzern zurück

Gemälde war jahrzehntelang verschollen

Ein Raubkunst-Bild aus der umstrittenen Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist heute zu seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgekehrt. Der Vertreter der Familie Rosenberg, Christopher Marinello, nahm das Gemälde in der Nähe von München entgegen. "Die Erben von Paul Rosenberg freuen sich, die Restitution von Henri Matisse' "Sitzender Frau" zu bestätigen, die 2012 im Münchner Zuhause von Cornelius Gurlitt gefunden wurde", teilte die Familie Rosenberg mit. Das Ölgemälde war dem jüdischen Kunsthändler Paul Rosenberg von den Nationalsozialisten geraubt worden und jahrzehntelang verschollen.

Dresdner Musikfestspiele mit Klassik-Hits und Community-Dance

Klassikfestival steht dieses Jahr unter dem Motto "Feuer Eis"

Oper, Street Dance, Sekt-Empfang: Die Dresdner Musikfestspiele haben bei ihrer Eröffnungsgala gestern Abend die Messehalle der Elbestadt in einen Musentempel verwandelt. Rund 2000 Gäste zeigten sich von dem Programm begeistert und bejubelten die Künstler lautstark. Viele Zuschauer waren quasi in eigener Sache gekommen, weil ihre Kinder mit auf der Bühne standen: 100 Mädchen und Jungen aus Dresdner Schulen tanzten bei "Let's Dance! Carmen" zu George Bizets "Carmen-Suite". Das Dresdner Festspielorchester, das sich aus Musikern diverser europäischer Ensembles zusammensetzt, begann den Abend mit Teilen aus Edvard Griegs "Peer Gynt-Suite". Komplettiert wurde das Programm mit italienischer Oper. Unter dem Slogan "Feuer Eis" schlägt das bekannteste ostdeutsche Klassikfestival in diesem Jahr einen musikalischen Bogen von Skandinavien bis nach Italien und Spanien.

Polizei sucht nach Bombendrohung unbekannte Anruferin

Finale von "Germany's Next Topmodel" abgebrochen

Die Polizei hat die Suche nach der unbekannten Anruferin aufgenommen, die mit einer Bombendrohung für den Abbruch des Finales der Fernsehshow "Germany's Next Topmodel" gesorgt hatte. Die Ermittlungen seien angelaufen, teilte die Polizei Mannheim heute mit. Die Frau hatte gestern in der Mannheimer SAP-Arena angerufen und mit einer Bombe gedroht. Die Live-Show mit Heidi Klum wurde daraufhin vom Veranstalter abgebrochen. Die rund 8500 Zuschauer mussten die Halle verlassen.

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