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Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. Mai 2014

Proteste nach Facebook-Störung in Thailand

"Gemessen an den Reaktionen auf Twitter sind mehr Menschen über die Sperrung von Facebook empört als über den Militärputsch letzte Woche."

Das schrieb der Blogger Richard Barrow aus Thailand. Dort war heute das soziale Netzwerk für viele Nutzer vorübergehend nicht erreichbar. Einige befürchteten eine Abschaltung des Dienstes und riefen zu Protesten auf. Nach rund eineinhalb Stunden konnten sich die meisten Facebook-Nutzer wieder einloggen. Der Militärsprecher erklärte, dass Facebook nicht blockiert worden sei. Vielmehr sei ein technisches Problem für den Fehler verantwortlich gewesen.

Das Ministerium für Kommunikationstechnologie hatte gestern verkündet, dass das Internet in Zukunft stärker gefiltert und soziale Medien strenger auf bedenkliche Inhalte überwacht werden sollten.

Israel unterbindet Druck von Hamas-Zeitungen in Ramallah

Seit gut zwei Wochen werden im Westjordanland wieder Zeitungen gedruckt, die der radikalislamischen Hamas nahe stehen.

Heute sind israelische Soldaten in ein palästinensisches Verlagsgebäude in Ramallah eingedrungen, um die Verbreitung mehrerer Blätter zu verbieten. Das teilte das Verlagsmanagement der Tageszeitung "Al-Ajjam" mit. Die Pressestelle der Armee kommentierte auf Anfrage den Bericht aus Ramallah zunächst nicht.

Nachdem die Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, im April ein Aussöhnungsabkommen mit ihren verfeindeten Landsleuten in der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland geschlossen hatte, erlauben die unterschiedlichen palästinensischen Strömungen seit Anfang Mai wieder die Verbreitung der gegnerischen Presseorgane.

Merkel eröffnet Ausstellung zum Ersten Weltkrieg

"Die Einigung Europas ist die entscheidende Lehre aus der leidvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts."

Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung einer Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Berlin. Gerade weil die Europäische Union handlungs- und kompromissfähig sei, gebe es seit mehr als fünf Jahrzehnten Frieden und Freiheit, betonte sie.

Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zeigt das Deutsche Historische Museum am Beispiel von 14 historischen Orten den Verlauf des Konflikts und seine Auswirkungen auf die Menschen.

Historische Synagoge in Damaskus zerstört

Seit Beginn des Konflikts in Syrien sollen über 30 Kirchen und hunderte Moscheen zerstört worden sein.

In Damaskus ist nun auch die jahrhundertealte Eliyahu-Hanabi-Synagoge verwüstet worden. Die US-amerikanische Onlinezeitung "The Daily Beast" veröffentlichte Bilder, die den Bau mit komplett eingestürzten Gewölben zeigen. Dem Bericht zufolge machen Aufständische die Regierungstruppen dafür verantwortlich.

Die Synagoge bestand mindestens seit dem Mittelalter und war Ziel zahlreicher Pilger. Der Überlieferung nach war sie über einer Höhle erbaut, in der sich der alttestamentliche Prophet Elija vor Verfolgern verborgen hatte.

Nach der Vertreibung der jüdischen Gemeinde wurde das Gebäude im 19. Jahrhundert zu säkularen Zwecken genutzt. Nach der Gründung des Staates Israel diente es als Schule für vertriebene Palästinenser.

Löhrmann: Schule als Ort der kulturellen Vielfalt

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz hat für intensivere Bemühungen um eine interkulturelle Unterrichtsgestaltung geworben.

Sylvia Löhrmann sagte in ihrer Eröffnungsrede zur eintägigen KMK-Fachkonferenz in Berlin, Schule könne einen Beitrag dazu leisten, Vorurteile abzubauen und kulturelle Vielfalt als Bereicherung zu leben. Es müsse weiter daran gearbeitet werden, dass Bildung die Chancen von Kindern aus Einwanderungsfamilien erhöht. Zugleich betonte sie, dass in der Gesellschaft bereits ein Wandel zu erkennen sei, der den Reichtum an Sprachen, Traditionen und Religionen anerkenne. - Anlass der Tagung ist Empfehlung der KMK zu interkultureller Bildung und Erziehung in der Schule.

Kardinal Marx wendet sich gegen "detaillierte Verbotsmoral"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht Änderungsbedarf bei der Vermittlung der katholischen Sexualmoral.

Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", mit einer detaillierten Verbotsmoral komme man nicht weiter. Vielmehr solle die Kirche den Menschen dabei helfen, selbst eine verantwortliche Entscheidung zu treffen - und zwar vor Gott und den Menschen als auch unter Berücksichtigung der Gebote und des Evangeliums. - Marx ist Vorsitzender des 99. Katholikentages, der heute in Regensburg beginnt.

Schriftstellerin Maya Angelou gestorben

Die US-Lyrikerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou ist tot.

Sie starb im Alter von 86 Jahren. Das teilte die Universität in Winston-Salem mit. Angelou war zuletzt als Schriftstellerin und Professorin tätig. Sie gilt als eine wichtige Persönlichkeit der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner in den USA. 2011 erhielt sie die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA.

Selbstmord für rechtzeitige Sarg-Bestattung

In vielen Teilen Chinas wird Agrar- und Bauland knapp.

Die Behörden der Stadt Anqing haben deshalb angeordnet, dass nach dem 1. Juni Verstorbene eingeäschert werden müssen statt in einem Sarg beerdigt zu werden. Das berichteten die "Pekinger Nachrichten". Die Regelung widerspricht jedoch der tausende Jahre alten chinesischen Tradition der Ahnenverehrung.

Um noch rechtzeitig vor dem Verbot zu sterben, sollen nun sechs ältere Menschen Selbstmord begangen haben. Das sagten ihre Familienmitglieder der Zeitung. Die Propagandaabteilung der Stadtverwaltung erklärte, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem neuen Gesetz und den Selbsttötungen gebe.

Viele Einwohner von Anqing planen ihre Bestattung über Jahre im Voraus, entsprechend liebevoll bereiten sie auch ihre Särge vor.

Verborgene Zeichnungen im kambodschanischen Tempel entdeckt

Mit bloßem Auge waren die Malereien kaum zu erkennen.

Erst mit hilfe digitaler Bildtechnik haben Wissenschaftler am kambodschanischen Tempel Angkor Wat ungefähr 200 Zeichnungen entdeckt. Wie sie im "Antiquity Journal" schreiben, zeigen die Malereien Motive wie Boote, Tiere und Figuren. Sie bestehen nach Angaben der Forscher vor allem aus roten Spurenpigmenten. Sichtbar wurden die Zeichnungen, indem sie mit Digitalkameras fotografiert und die Aufnahmen am Computer bearbeitet wurden.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Werke aus dem 16. Jahrhundert stammen. Nach dem Zusammenbruch des Imperiums der Khmer wurden hinduistische Tempelanlagen zu buddhistischen Heiligtümern umgebaut. Die Wissenschaftler schließen auch Vandalismus nicht aus: Es könne sich bei den Gemälden tatsächlich um frühneuzeitliches Graffiti handeln, sagen sie.

Günter Grass will Lehrer auf Abituraufgaben vorbereiten

Eine Fortbildung der besonderen Art steht einigen Deutschlehrern bevor.

Literaturnobelpreisträger Günter Grass will ihnen bei der Vorbereitung von Abituraufgaben helfen. Am 7. Juli werde er Fragen der Pädagogen zu seiner Novelle "Im Krebsgang" beantworten. Das teilte das Günter-Grass-Haus mit. Das Werk ist 2015 eines der Abiturthemen im Fach Deutsch in Schleswig-Holstein. - Neben der Lehrerfortbildung bietet das Museum auch Arbeitsmaterialien für den Unterricht und Workshops für Schüler an. Das allerdings ohne den Autor.

Forscher werben für internationale Forschungsarbeit im Weltraum

Im Weltraum sollten so viele Staaten wie möglich miteinander kooperieren.

Dieser Meinung ist nicht nur der russische Kosmonaut Maxim Surajew. Kurz vor dem Flug zur internationalen Raumstation ISS warben auch sein amerikanischer Kollege Reid Wiseman und der Deutsche Alexander Gerst für eine gemeinsame Forschungsarbeit. Die drei Männer starten am Abend ihre gemeinsame Mission und fliegen vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur ins All. Russland hatte vor Kurzem mitgeteilt, ab 2020 nicht mehr am ISS-Projekt mitarbeiten zu wollen.

Wissenschaftler äußern Zweifel an Erdzeitalter-Theorie

Die Erkenntnis der Forscher hat möglicherweise Folgen für Schulbücher auf der ganzen Welt.

Nach Ansicht von Geologen der Universität Buenos Aires hat das Erdzeitalter des Jura fünf Millionen Jahre länger gedauert als bisher angenommen. Die Wissenschaftler stützen ihre These auf die Analyse einer Fossilschicht aus den Anden. Die darin enthaltenen Versteinerungen von Ammoniten sowie einer Planktonart gelten als Indikatoren für den Übergang in die Kreidezeit. Die Geologen schreiben in der Fachzeitschrift "Gondwana Research", eine weitere mögliche Schlussfolgerung ihrer Arbeit sei, die Fossilschicht der Kreidezeit zuzuordnen.

Der Abstract der Publikation ist [hier http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1342937X13002323] nachzulesen

Chinesische Provinz wirbt mit Kleid aus lebenden Schmetterlingen für Ökotourismus

In China macht gerade das Bild einer zweifelhaften Werbekampagne Furore.

Es zeigt eine junge Frau im traditionell chinesischen Gewand, auf das mit Stecknadeln lebendige Schmetterlinge gepinnt wurden. Eigentlich wollte die Tourismusbehörde in der Stadt Nanzhao in der zentralchinesischen Provinz Henan damit für die Artenvielfalt der Region werben. Mit der Kampagne sollten mehr naturliebende Touristen angezogen werden. Stattdessen folgten jedoch ein Shitstorm und Vorwürfe der Tierquälerei. - Ein Sprecher der Behörde verteidigte die Aktion. Man habe mehr Interesse an den Tieren wecken wollen. Außerdem sollten Menschen dazu gebracht werden, die Schmetterlinge zu schützen anstatt sie gedankenlos zu fangen und umzubringen.

ARD und ZDF ziehen Korrespondenten aus Donezk ab

Angesichts der zunehmenden Gewalt ziehen ARD und ZDF ihre Korrespondenten aus Donezk ab.

WDR-Chefredakteurin Sonia Mikich teilte mit, die Kämpfe um den Flughafen und den Bahnhof der ost-ukrainischen Stadt könnten bald ein sicheres Verlassen der Stadt erschweren. Der Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, erklärte, im Zweifel gehe Sicherheit vor. Die Korrespondenten beider Sender sollen nun aus Dnepopetrowsk berichten. Die Stadt liegt rund 270 Kilometer nordwestlich von Donezk. - Nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes sind Journalisten zurzeit besonders gefährdet, von Separatisten festgehalten zu werden.

"taz" über humanitäre Hilfe und Bürokratie

"Dokudrama" nennt die "Tageszeitung" das Protokoll aus dem Kanzleramt.

Es geht um das Anliegen zweier Holocaust-Überlebender, bei der Bundesregierung für die Aufnahme syrischer Kinder zu werben - und zwar über das bislang geplante Maß hinaus. Ihr Argument: Ohne den Kindertransport nach Großbritannien hätten sie den Zweiten Weltkrieg nicht überlebt. Unterstützt wurden sie durch den Theater-Regisseur Philipp Ruch und den Künstler John Kurtz. Das Ergebnis des Gesprächs nimmt die Überschrift vorweg: "Das muss man prüfen", wird ein Beamter zitiert.

Hanns-Josef Ortheil über Kitsch

Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil spricht vom "Kitsch der Negativität".

Er sagte der Zeitschrift "Herder-Korrespondenz", es gebe viele Autoren, die versessen darauf seien, das ewige Unglück zum Zentrum alles Erlebten zu machen. Davor müsse man sich hüten. Den Vorwurf, in seinen Romanen selbst hin und wieder ins Kitschige abzugleiten, weist Ortheil zurück: Er übertreibe diese Momente nicht und erwecke nicht den Eindruck, als könnten sie ewig dauern. - Zu den bekanntesten Schriften Ortheils gehört sein autobiografischer Roman "Erfindung des Lebens".

"Süddeutsche" würdigt Helmut Berger

Der alternde Modeschöpfer Yves Saint Laurent sei "ein Part, wie für ihn geschaffen".

Die "Süddeutsche Zeitung" wünscht dem Schauspieler Helmut Berger anlässlich seines 70. Geburtstages noch viele solcher Rollen. Berger bringe alles mit, um der Figur Saint Laurents vom ersten Moment an Tiefe zu geben, heißt es unter Verweis auf die Biografie des Künstlers. Sein Auftritt in dem Film sei einer, der die Peinlichkeiten der vergangenen Jahre schnell vergessen lasse. - Helmut Berger wurde vor allem durch die Filme Luchino Viscontis in den 60er und 70er Jahren bekannt.

Ottmar Hörl stellt hunderte Goethe-Figuren in Frankfurt aus

Goethe ist der nächste.

Der Künstler Ottmar Hörl hat zum 100. Jubiläum der Frankfurter Goethe-Universität 400 Goethe-Figuren geschaffen. Jede von ihnen ist rund einen Meter groß und gelb, grün, rot oder blau gefärbt. Eine Installation soll einen Monat lang auf dem Campus zu sehen sein. - Hörl hat bereits ähnliche Projekte realisiert, darunter Dürer-Hasen in Nürnberg, Luther-Skulpturen in Wittenberg und Karl-Marx-Figuren in Trier.

Günter Jauch verteidigt di Lorenzo

Die Aufregung um Giovanni di Lorenzo kann Günter Jauch nicht nachvollziehen.

In einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung schreibt der Moderator, was in der öffentlichen Debatte aus einer Petitesse entstanden sei, habe ihn fassungslos gemacht. Von der Diskussion sei nur hängen geblieben, dass di Lorenzo ein Wahlfälscher sei. Dies sei absurd und im Namen angeblicher "political correctness" einfach nur daneben, ereifert sich Jauch. - Der Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit" hatte in Jauchs Talkshow eingeräumt, bei der Europawahl zweimal gewählt zu haben: einmal als deutscher und einmal als italienischer Staatsbürger.

Grütters würdigt Berlin Biennale: "Blick über Grenzen hinweg"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erwartet Großes.

In einer Mitteilung anlässlich der Eröffnung der 8. Berlin Biennale ist die Rede von einem Kunstereignis, das den Blick über Grenzen hinweg ermögliche. Grütters bezieht das nicht nur auf zeitgenössische Kunst: Es gehe auch um neuartige Kunst- und Kulturerfahrungen, um das Wissen über gleichberechtigte Weltkulturen und um neue Kompetenzen im Weltverständnis, heißt es weiter. - Kurator der 8. Berlin Biennale ist der kanadisch-kolumbianische Künstler Juan A. Gaitán. Die Schau dauert bis August.

Tracey Emin über bürokratische Hürden in der Kunst

Mit ihrer Installation "My Bed" wurde die britische Künstlerin Tracey Emin weltbekannt.

Nicht zuletzt deshalb, weil das Werk, das im Wesentlichen aus einem ungemachten Bett, benutzten Kondomen und Unterwäsche besteht, in den 90er Jahren eine Debatte auslöste. Wie Emin jetzt der britischen BBC berichtete, gab es seinerzeit beim Transport der Installation zu einer Ausstellung in Tokio unerwartete Probleme. Die japanischen Behörden hätten sich zunächst geweigert, sie mit ihrem Utensilien-Koffer passieren zu lassen. Erst nachdem sie mit Unterstützung der britischen Behörden nachgewiesen habe, dass sie Künstlerin sei, habe die geplante Schau stattfinden können. - "My Bed" wurde 1999 in die Turner-Prize-Ausstellung der Tate Gallery aufgenommen.

"NZZ" über Renaissance der Klubkultur in London

Wissen ist die Eintrittskarte.

Diese Form der Exklusivität haben Klubs alten und neuen Stils gemein. Die "Neue Zürcher Zeitung" beobachtet zurzeit in London eine Renaissance solcher Zusammenkünfte, die sich auch auf die Kulturszene ausgedehnt hat. So habe es bereits geheime Film- und Theatervorstellungen gegeben. Die Hürde beim neuen Projekt des Direktors der Londoner "Serpentine Galleries" ist laut Bericht jedoch eine andere: Der literarische Debattierzirkel beginnt um drei Uhr nachts. Sie steht allerdings jedem offen, der nicht verschläft.

Schweinfurt: Ärger um fristlose Kündigung von Museums-Leiterin

Die Stadt Schweinfurt steht wegen der Kündigung ihrer langjährigen Museums-Direktorin Sigrid Bertuleit in der Kritik.

Man sei beschämt über das Verhalten der Stadtführung, teilte der Vorstand der Dr.-Georg-Schäfer-Stiftung mit. Derzeit läuft eine Klage der Museumsleiterin gegen ihre Kündigung. Bertuleit stand 14 Jahre an der Spitze des Museums. Nach Informationen der "Main-Post" hat sie immer wieder die schlechte finanzielle und personelle Ausstattung ihres Museums beklagt. Ausgestellt ist die Sammlung des Schweinfurter Industriellen und Mäzens Georg Schäfer. Dazu gehört unter anderem die nach eigenen Angaben weltweit größte Sammlung von Werken des Malers Carl Spitzweg.

China geht gegen Internet-Kurznachrichtendienste vor

China will die Gerüchte-Küche dicht machen.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua hat die Zentralregierung Maßnahmen gegen Internet-Kommunikationsdienste wie "WeChat" angeordnet. Die Begründung: Derartige Angebote würden zur Verbreitung - Zitat - illegaler und schädlicher Informationen genutzt. "WeChat" hat in China mehr als 800 Millionen Nutzer. - Im vergangenen Jahr hatten die Behörden bereits eine ähnliche Kampagne gegen die chinesischen Twitter-Version "Weibo" gestartet und hunderte Nutzer festgenommen. Daraufhin waren viele von "Weibo" zu "WeChat" gewechselt.

HRK: Kooperationsverbot von Bund und Ländern bei der Bildung kippen

Die Bafög-Übernahme allein reicht nicht aus.

Diese Meinung äußert der neu gewählte Vizepräsident der Hochschulkonferenz, Andreas Bertram in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er bekräftigt damit die Forderung der Hochschulen, das Kooperationsverbot von Bund und Ländern zu kippen. Weiter sagte Bertram, der Bund müsse in die Lage versetzt werden, die Hochschulen systematisch unterstützen zu können. Vor allem die Länder sollten hier mehr Initiative zeigen, meint Bertram. Die Koalition hatte sich auf ein Bildungspaket geeinigt, dass auch die Übernahme des Bafögs durch den Bund umfasst.

Technik-Fans bauen Netz zur Gewitterortung

Den Praxistest hat das Projekt bereits bestanden.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, haben Hobby-Physiker ein Netz zur Gewitterortung entwickelt. Auf einer interaktiven Europakarte sei mit weniger als vier Sekunden Zeitverzögerung zu sehen, wo es blitzt. Das System beruht auf den Signalen mehrerer Empfänger. Anhand der Zeitverzögerung der gemessenen Impulse lässt sich der Ort des Blitzes berechnen. Die Initiatoren haben ein Paket aus Antennen, Auslese-Elektronik und Internetverbindung entwickelt, mithilfe dessen jeder Interessierte mitmachen kann. Angewiesen sei man allerdings nicht mehr auf diese Art der Unterstützung.

CPJ: Prominenter Journalist in Libyen ermordet

In Libyen ist ein bekannter Journalist ermordet worden.

Die Organisatuion "Reporter ohne Grenzen" berichtet, der Herausgeber der unabhängigen Wochenzeitung "Brnieq", Muftah Bu Zeid, sei in der Stadt Bengazi von Unbekannten erschossen worden. In einem Interview mit der Zeitung "Al-Quds al-Arabi" hatte Bu Zeid zuletzt am Freitag von Morddrohungen berichtet. "Reporter ohne Grenzen" würdigt den Journalisten als eine kritische Stimme gegen Islamisten und islamistische Milizen. Berichten zufolge gingen am Abend in der libyschen Hauptstadt Tripolis hunderte Menschen auf die Straße, um gegen den Mord an Bu Zeid zu protestieren.

Snowden: "High-Tech-Spion" statt "kleiner Hacker"

Einen "kleinen Hacker" will sich Edward Snowden nicht nennen lassen.

Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter sagte dem amerikanischen Sender NBC, er sei ausgebildeter Spion und habe für die NSA und den CIA verdeckt im Ausland gearbeitet und somit ein "High-Tech-Spion". Snowden reagierte damit auf Kritiker, die ihn als "kleinen Hacker" bezeichnet hatten. - Snowden hatte mit seinen Enthüllungen die NSA-Affäre ins Rollen gebracht. Seitdem ist es das erste Interview, das der Amerikaner einem US-Fernsehsender gegeben hat. Das komplette Gespräch will die NBC am Abend ausstrahlen.

Neues Leibniz-Institut untersucht Bildungswege

Warum wird ein Kind zum Schulabbrecher, ein anderes aber zum Mathe-Talent?

Fragen wie diese untersucht eine Langzeitstudie der Universität Bamberg, die die Bildungskarrieren von rund 60.000 jungen Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren analysiert. Fünf Jahre nach Beginn steht das Projekt nun auf einer neuen Grundlage: Es wird unter dem Dach des neu gegründeten Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe geführt. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka erklärte, damit sei die Finanzierung langfristig gesichert. Es gehe um eine der größten sozialwissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen Deutschlands.

Autorenfilmerin Helma Sanders-Brahms gestorben

Die Filmemacherin Helma Sanders-Brahms ist tot.

Wie die Akademie der Künste mitteilte, starb sie im Alter von 73 Jahren in Berlin. Sanders-Brahms setzte sich vor allem mit der Frauenbewegung und mit den Themen Arbeitswelt und Migration auseinander. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören "Unter dem Pflaster ist der Strand" und "Deutschland, bleiche Mutter". Neben Spielfilmen drehte sie einige Dokumentarfilme und schrieb Hörspiele. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.

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