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Kulturnachrichten

Montag, 26. Mai 2014

Verdacht der Wahlfälschung gegen Giovanni di Lorenzo

Die Sache mit den zwei Kreuzchen hat ein Nachspiel.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Giovanni di Lorenzo wegen des Verdachts der Wahlfälschung. Wie eine Sprecherin der Zeitung "Die Welt" bestätigte, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit" eingeleitet. Der Journalist hatte gestern Abend in der ARD-Sendung "Günther Jauch" zugegeben, dass er bei der Europawahl zweimal seine Stimme abgegeben hat: einmal als italienischer Staatsbürger im Konsulat und einmal als Bundesbürger in einer Hamburger Grundschule. - Laut Europawahlgeetz dürfen auch Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit nur einmal abstimmen.

Moratorium für Berliner Metropolenbibliothek

Die Pläne für eine Metropolenbibliothek in Berlin liegen wieder auf Eis.

Grund ist das Nein der Bürger zu einer Bebauung des ehemaligen Flughafengeländes Tempelhofer Feld, wo der Neubau entstehen sollte. Nach den Worten von Kulturstaatssekretär Tim Renner sollen nach einer Abwicklung des bisherigen Verfahrens Bedarf sowie alternative Standorte geprüft werden. Für das Projekt liefen seit 2008 konkrete Planungen, inklusive Architektenwettbewerb. - Die Berliner Zentral- und Landesbibliothek hat bislang drei Standorte.

"Kundige Rolle" zurück in Bremen

"Das Verfassen von Gedichten und Liedern auf Kosten anderer ist verboten."

So lautet einer der 225 Paragraphen der sogenannten "Kundigen Rolle" aus dem 15. Jahrhundert – frei übersetzt aus dem Mittelniederdeutschen. Seit dem Zweiten Weltkrieg galt die knapp sieben Meter lange Pergamentpapier-Rolle als verschollen, nun ist sie zurück in Bremen. Anfang Mai hatte ein Londoner Auktionshaus das Bremer Staatsarchiv darauf hingewiesen, dass sich das mehr als 500 Jahre alte Schriftstück in Kalifornien in Privatbesitz befinde. - Die "Kundige Rolle" beinhaltet Ergänzungen des Bremer Rechts aus den Jahren 1489 bis 1513.

Amazon-Konzern verschärft Druck auf Hachette-Verlag

Im Streit um Handelskonditionen verschärft Amazon offenbar den Druck auf die französische Verlagsgruppe "Hachette".

Wie die "New York Times" berichtet, bietet der Online-Buchhändler diverse "Hachette"-Produkte in den USA inzwischen überhaupt nicht mehr an. Dies gilt demnach etwa für das neue Buch "The Silkworm" von "Harry-Potter"-Autorin J.K. Rowling, für das keine Bestellungen angenommen werden. Bereits zuvor waren Hachette-Bücher nur verzögert ausgeliefert worden; in Deutschland verfährt Amazon so auch mit Titeln der schwedischen Bonnier-Gruppe. Das Internet-Unternehmen will dadurch bei den Verlagen größere Rabatte herauschlagen. Nicht nur die "F.A.Z." nennt diese Methoden "erpresserisch".

Musikwissenschaftler: Türkei-Proteste haben Renaissance des Protestsongs bewirkt

Die Gezi-Unruhen vor einem Jahr in der Türkei haben dort eine Renaissance des Protestsongs bewirkt.

Der bekannte türkische Musikjournalist Can Öktemer sagte der Zeitung "Agos", seit den Protesten gegen die Bebauung des Parks in Istanbul und die Politik von Regierungschef Erdogan seien Protestsongs wieder voll im Trend. Viele Sänger hätten plötzlich festgestellt, das man auch politische Lieder schreiben könne. Damit habe eine neue Ära in der Musik der Türkei begonnen. Can Öketemer hat unter anderem eine bekannte Geschichte der Popmusik seines Landes geschrieben.

Spanisches Dorf beschließt Namensänderung

Die Namensänderung ist beschlossen.

In einer Nebenabstimmung der Europawahl haben die Bewohner des spanischen Dorfes "Castrillo Matajudios" mehrheitlich für eine Namensänderung in "Castrillo Motajudios" gestimmt. Der Bürgermeister hatte die Initiative ins Leben gerufen. Es sei nicht gerecht, dass der Ort mit einem Massaker in Verbindung gebracht werde, das es dort nie gegeben habe, wird der zitiert. Der zweite Teil des bisherigen Ortsnamensbedeutet "Judentöter", der geänderte Name "Judenhügel". Einige Historiker glauben, dass der Name des Ortes in Zeiten der Inquisition bewusst in "Judentöter" geändert worden war, andere dagegen gehen von einem Schreibfehler aus, der sich dann eingebürgert habe.

"A little verklempt": Über Jiddisches in New York

Michael Bloomberg ein "Mensch", Oprah Winfrey ein "macher" und John Boehner zuweilen ein bisschen "verklempt":

Wenn die "New York Times" Persönlichkeiten wie den ehemaligen Bürgermeister, die Talkmasterin und den Republikaner mit solchen Attributen bedenkt, leistet sie damit einem Trend Vorschub, der so wohl nur in der Metropole funktioniert. Wie die Deutsche Presse-Agentur beobachtet, hat sich dort viel Jiddisches in der Alltagssprache etabliert - bis hin zu einem Lieferservice, der mit dem Slogan "Why schlepp?" wirbt. Edward Portnoy vom Instite for Jewish Research begründet das zum einen damit, dass die jüdischen Einwanderer New York stark geprägt hätten. Zum anderen sei Jiddisch insbesondere bei orthodoxen Juden auch heute weit verbreitet. In New York leben mehr als eine Million Juden.

"Monopol" über die Hand als Werkzeug der Kunst

Acht Künstler, acht Hände und eine Frage:

die nach der Rolle des Handwerks in der Kunst in digitalen Zeiten, gestellt von der Zeitschrift "Monopol". Die Antworten fallen erwartungsgemäß vielfältig aus: Rashid Johnson schickt ein Foto, das seine Hand mit Schweißbrenner beim Bearbeiten von Bambus zeigt, Saâdane Afif eines, auf dem seine Hände ein Buch mit dem Titel "From Head to Hand" und Alexandra Bircken den Ambulanzbrief des Sankt-Antonius-Krankenhauses in Köln, nachdem ein Schnitt mit dem Cuttermesser behandelt wurde. - Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift widmet der "Kulturgeschichte der Hand in der Kunst" einen Themenschwerpunkt.

Chef von Murdoch-Konzern beklagt "morbide Einstellung" der Zeitungsbranche

Robert Thomson geht die schlechte Stimmung in der Zeitungsbranche auf die Nerven.

Der Chef von Rupert Murdochs Medienkonzern "News Corp" sagte dem hauseigenen Blatt "The Australian", in den Verlagen herrsche eine geradezu "morbide Einstellung" bezüglich ihrer Zukunft. Die Möglichkeiten von Printprodukten würden viel zu wenig gewürdigt. Gerade in Zeiten der Digitalisierung lerne man die Macht der Print-Presse wieder zu schätzen. Thomson betonte, "NewsCorp" werde noch viele Jahrzehnte lang Zeitungen herausgeben. Der Konzern verlegt unter anderem das amerikanische "Wall Street Journal" und die britische "Times".

Ringier kritisiert Marktmacht von Google

"Die Marktmacht von Google ist exorbitant."

Das letzte Wort habe er bewusst gewählt, erklärt der Vorstandschef des Schweizer Großverlages Ringier, Marc Walder, in der "Süddeutschen Zeitung". Als Suchmaschine kontrolliere Google weltweit rund 70 Prozent des Internets. Und in den USA generiere das Unternehmen mehr Werbevolumen als alle Zeitungen zusammen. - Zuvor hatten bereits Verlage in Deutschland - darunter die Axel Springer SE - Google scharf kritisiert. Der Schweizer Ringier-Verlag vernetzt seine Mitarbeiter seit einigen Jahren über Dienste des Google-Konzerns.

Prominenter US-Hacker "Sabu" soll mit milder Strafe davonkommen

"Sabu" kann sich offenbar auf eine milde Strafe einstellen.

Der US-Hacker, dessen Prozess morgen in New York beginnt, muss vermutlich nicht jahrzehntelang in Haft. Staatsanwalt Preet Bharara sagte, ursprünglich hätten dem Angeklagten 21 bis 26 Jahre Gefängnis gedroht. Da "Sabu" aber umfassend mit den Ermittlungsbehörden kooperiert habe, fordere man nur sieben Monate Haft. "Sabu" - mit bürgerlichem Namen Hector Xavier Monsegur - war Mitglied der Hacker-Gruppen "Anonymous" und "LulzSec". Er soll nach seiner Festnahme Hinweise auf mindestens 300 Cyber-Angriffe auf Behörden und Unternehmen gegeben haben.

Lebensmittel-Tafeln warnen vor zunehmender Armut

Jochen Brühl spricht von den Lebensmittel-Tafeln als einer "Kompassnadel für gesellschaftliche Entwicklungen".

Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Tafeln sagte bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin, trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung seien immer mehr Menschen arm. Neben Empfängern von Arbeitslosengeld II kämen vermehrt Alleinerziehende, prekär Beschäftigte und neuerdings auch Studenten aus sozial benachteiligten Familien. Nach Angaben des Tafel-Bundesverbands steigen vielerorts die Nutzerzahlen stärker als die Lebensmittelspenden. - Der Verband vertritt bundesweit knapp 900 Einrichtungen zur Lebensmittelspende.

Karlskirche muss erneut restauriert werden

Erst seit einer Woche waren die Restaurierungsarbeiten an der Wiener Karlskirche beendet.

Jetzt gibt es nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur "kathpress" erneut Anlass zu Reparaturen. Unbekannte haben den barocken Bau mit Farbe beschmiert - dies war bereits der Grund für die vorangegangenen Arbeiten. - Die Karlskirche gilt als eine der bedeutendsten Barockbauten nördlich der Alpen und als Wahrzeichen Wiens.

Norwegen: Entscheidung über von Breivik-Anschlag zerstörtes Regierungsviertel

Vor knapp drei Jahren wurde das Osloer Regierungshochhaus durch den Anschlag des Neonazis Anders Behring Breivik stark beschädigt.

Jetzt - nach langer öffentlicher Diskussion - hat die norwegische Regierung entschieden, dass das Gebäude nicht abgerissen wird. Wie Premierministerin Erna Solberg in der Hauptstadt bekanntgab, werden die Fassade des Hochhauses und die im inneren befindliche Baukunst bewahrt. Zugleich soll das Gebäude in Richtung Osten erweitert werden. Das Viertel werde dadurch kompakter und könne auch besser gegen Angriffe gesichert werden, sagte Solberg. Der norwegische Architektenverein lobte die Pläne grundsätzlich, kritisierte aber den geplanten Abriss des sogenannten "Y-Blocks" mit einem von Pablo Picasso entworfenen Fassaden-Relief. Solberg versicherte, das Kunstwerk bleibe erhalten.

"Focus": Gutachter hält Mahnmal-Stelen nicht für reparierbar

Die rissigen Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin können nach Einschätzung eines Experten nicht repariert werden.

Der zuständige Gerichtsgutachter und Baustofftechnologe Wolfgang Brameshuber sagte dem Magazin "Focus", etwa zwei Drittel der unbewehrten Stelen seien betroffen und nicht zu sanieren. Schon jetzt werden Dutzende der hohlen Beton-Quader mit Stahlmanschetten gesichert. Die Kosten für den Austausch könnten sich auf eine zweistellige Millionensumme belaufen. Architekt Peter Eisenman schlägt vor, die Stelen mit Beton aufzufüllen. Wenn man so die Risse verhindern könne, habe er kein Problem damit.

"Beruf Nazi-Enkel": "Die Welt" kritisiert Videoclip-Macher Höß

"Berufszweig Nazi-Enkel".

Unter dieser Überschrift übt der Journalist Alan Posener in einem Kommentar für die Zeitung "Die Welt" scharfe Kritik an Rainer Höß, dem Enkel des gestorbenen ehemaligen KZ-Kommandanten Rudolf Höß. Der Nachfahre hatte einen vielbeachteten Videoclip ins Internet gestellt, in dem er unter Verweis auf die Verbrechen seines Großvaters dazu aufruft, bei der Europawahl nicht für die rechten Parteien zu stimmen. Für den Autor der "Welt" ist das ein - Zitat - "Marketing-Trick". Höß verkaufe sich als lebendes schlechtes Gewissen und als Verkörperung der Versöhnungsbereitschaft, schreibt Posener. Der Journalist verweist darauf, dass Höß schon einmal versucht habe, das Erbe seines Opas zu vermarkten: Dessen Nachlass habe er damals dem israelischen Holocaust-Museum Yad Vashem gegen Geld angeboten - was dort empört abgelehnt worden sei.

Zeitungskritiker loben "Cannes"-Siegerfilm

Mit der Entscheidung der Filmjury in Cannes sind die deutschen Feuilletonisten voll und ganz einverstanden.

Die Zeitungskritiker sind durchweg der Meinung, dass der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceyland zu Recht die "Goldene Palme" für seinen Film "Winter Sleep" erhalten hat. Das in einem Hotel in den Bergen spielende Drama sei unter den Wettbewerbsfilmen der Eindrucksvollste gewesen, findet die "F.A.Z." In der "Neuen Zürcher Zeitung" ist von einem "eindrucksvollen Kammerspiel" die Rede. Die Zeitung "Die Welt" schreibt, dass Ceylan die filmischen Mittel mit einer Meisterschaft beherrsche, wie man es im heutigen Kino selten erlebe. Und in der "Süddeutschen Zeitung" heißt es, der Regisseur bekomme auch mit diesem Film großes Epos und komplexe Dialoge unter einen Hut.

Time-Warner-Chef Bewkes: Fernsehen übernimmt Internet

Alle reden vom Internet - Jeff Bewkes redet vom Fernsehen.

Der Chef des US-Medienkonzerns Time Warner sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die Menschheit erlebe derzeit ein neues goldenes TV-Zeitalter. Das Fernsehen sei dabei, das Internet zu übernehmen. Als Beispiel verwies der 62-Jährige auf den TV-Abo-Anbieter "Netflix". Bewkes sagte, in den USA werde jeden Abend ein Drittel der Breitbandkapazität allein für die Angebote dieses Unternehmens genutzt - also um Fernsehen über das Internet zu streamen. Time Warner hat mit "HBO" ein ähnliches Angebot im Firmenportfolio.

Zapatisten-Chef Subcomandante Marcos gibt die Führung ab

"Den 'Subcommandante Marcos' gibt es nicht mehr".

Mit diesen Worten hat der mexikanische Guerillaführer seinen Rückzug bekanntgegeben. Der stets vermummt auftretende Revolutionär war ein Idol der internationalen Anti-Globalisierungs-Bewegung. Bekannt wurde er Mitte der Neunziger als Sprachrohr der indianischen Guerillagruppe der "Zapatisten". Seinen jetzigen Rückzug begründete der Subcommandante damit, dass seine Person inzwischen von der weiteren Entwicklung der Bewegung ablenke. Gerüchte über eine schwere Erkrankung wies er zurück. Nach Geheimdienst-Erkenntnissen verbirgt sich hinter dem Pseudonym ein ehemaliger mexikanischer Universitäts-Professor namens Rafael Sebastián Guillén.

Unesco-Verein macht Druck: Für Fortsetzung des Förderprogramms

Der Verein "Unesco-Welterbestätten Deutschland" macht Druck.

Er drängt die Politik, nach dem Auslaufen der Bund-Länder-Förderung zum Jahresende weiteres Geld bereitzustellen. Der Vereinsvorsitzende Horst Wadehn sagte der Nachrichtenagentur dpa, nötig seien noch etwa drei bis vier Milliarden Euro. Wadehn verwies als Beispiel auf das Flächendenkmal Quedlinburg, wo noch etwa 40 Altstadtbauten unsaniert seien. Er argumentierte, auch für die Touristikbranche habe der Welterbe-Titel einen kolossalen Wert. Allerdings müsse man aufpassen, dass die Auszeichnung nicht durch eine inflationäre Vergabe ausgelutscht und beliebig werde. Mehr als 50 Welterbe-Stätten dürften es nicht werden. Derzeit sind es 38.

Kirchenpräsident erinnert an Kirchenkampf in NS-Zeit

Vor 80 Jahren wehrten sich evangelische Pfarrer gegen die NS-Treue vieler Christen.

An die sogenannte "Barmer Theologische Erklärung" von 1934 hat jetzt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau erinnert. Deren Präsident Volker Jung sagte in einer Predigt in der Mainzer Christuskirche, die "Barmer Erklärung" sei auch deshalb wegweisend, weil sie klarstelle, dass weder der Dienst am Staat noch die Opferung des eigenen Lebens zum Seelenheil führe. Dies hätten die Unterzeichner damals als deutlichen Widerspruch zur NS-Ideologie formuliert. Die Erklärung gilt als zentrales Dokument des Kirchenkampfs in der NS-Zeit. Sie wurde im Wuppertaler Stadtteil Barmen unterzeichnet und wandte sich gegen die Ideologie der Nazis und die theologischen Positionen der NS-treuen "Deutschen Christen".

Reich-Ranickis Sohn: Vater hat mich jahrelang genervt

Marcel Reich-Ranicki hat zu seinen Lebzeiten nicht nur Schriftsteller und Literaturkritiker-Kollegen genervt.

Auch seinem Sohn Andrew ist er häufig auf die Nerven gegangen - und zwar mit ständigem Nörgeln wegen dessen Kleidung. Andrew Ranicki sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", sein Vater habe ihn jahrelang mit der Frage gelöchert, warum er sich so schlecht anziehe. Die Erklärung für diese hartnäckige Kritik habe er schließlich in der Autobiographie Marcel Reich-Ranickis gefunden: Darin äußere sein Vater die Vermutung geäußert, dass man im Warschauer Ghetto möglicherweise eine bessere Überlebenschance hatte, wenn man gut angezogen gewesen sei. Andrew Ranicki sagte, als er dies gelesen habe, habe er seinem Vater die ständigen Mode-Ratschläge verziehen.

Mann attackiert japanische Pop-Gruppe mit Messer

Die größte Frauen-Popgruppe der Welt ist Opfer eines Anschlags geworden.

Bei einer Veranstaltung in Tokio attackierte ein Jugendlicher Mitglieder der Band "AKB 48" mit einer Säge und fügte zweien der Musikerinnen Schnittwunden bei. Eine von ihnen wurde im Gesicht verletzt. Über die Gründe für die Attacke ist noch nichts bekannt. "AKB 48" haben einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde" als größte Frauenband. Sie besteht aus 64 Teenagern, die jährlich von den Fans aus einem Pool von rund 230 Bewerbern gewählt werden und dann in verschiedenen "Teams" der Gruppe auftreten.

China: Kopierte Sphinx wird wieder abgerissen

Die nachgebaute Sphinx in China wird erheblich kürzer stehen als das Original in Ägypten.

Vor ein paar Tagen war berichtet worden, dass in der Provinz Hebei eine Kopie des Bauwerks errichtet wird. Jetzt meldet die Nachrichtenagentur Xinhua: Der Nachbau wird wieder abgerissen. Der Hintergrund ist juristischer Natur: Das Altertums-Ministerium in Ägypten hatte sich bei der UNESCO beschwert. Darum stellten die Bauherren der Kopie eilends klar: Die chinesische Sphinx soll nur eine Zeit lang als Studio für Filmaufnahmen dienen. Man habe großen Respekt vor dem Weltkulturerbe und entschuldige sich, wenn es Missverständnisse gegeben habe, sagte ein Behördenvertreter.

Privatgarten von Tebartz-van Elst ist öffentlich zugänglich

Ursprünglich sollte es der Privatgarten von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst werden.

Doch nun ist der Mariengarten auf dem Limburger Domberg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, wie das Bistum im Internet mitteilte. Bereits am Wochenende machten Hunderte Besucher von dem Angebot Gebrauch. Der Garten liegt direkt neben der knapp 31 Millionen Euro teuren Bischofsresidenz, deren Baukosten Tebart-van Elst im März das Amt gekostet hatten. Auch der Garten war nicht billig: Laut einem Prüfbericht kostete seine Errichtung 667.000 Euro. Dazu kommt: Ein erst zwei Jahre zuvor gebauter Garten für 175.000 Euro war wieder eingeebnet worden, weil er dem Bischof nicht gefiel.

Bischof eröffnet bundesweit ersten "Allegorischen Garten"

Das Gelände wird "Allegorischer Garten" genannt.

Der Bischof der Landeskirche Hannover, Ralf Meister, hat ihn gestern in Steinwedel eröffnet. Er ist der bundesweit erste Garten dieser Art und soll an die Pflanzen-Predigten lutherischer Pastoren im 16. Jahrhundert erinnern. Diese machten symbolisch Kräuter und Pflanzen aus Wald, Feld und Garten zum Gegenstand ihrer Ansprachen, um der Gemeinde die neue evangelische Lehre nahezubringen. So verglichen sie die roten Blätter der Rose mit dem Blut Christi, den Stängel des Spitzwegerich mit dem aufrechten Glauben der Christen und das Vergissmeinnicht mit dem "Gedächtnis Gottes" im Herzen. Die Tradition der Pflanzen-Predigten war vor allem in Nord- und Mitteldeutschland verbreitet.

Queen-Doppelgängerin Jeannette Charles hört auf

Die Welt ist bald um eine Königin ärmer.

Jeannette Charles, die berühmteste Doppelgängerin von Königin Elizabeth II., beendet ihre Karriere. Das sagte sie der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail". Jeannette Charles ist 86 Jahre alt und war mehr als 40 Jahre lang als Double der britischen Königin unterwegs. In dieser Zeit traf sie zahlreiche Prominente wie Muhammad Ali, trat als Queen in Film-Komödien wie "Die nackte Kanone" auf, gab Interviews und winkte tausendfach königlich in Kameras.

Illies hat Börne-Preis erhalten

Der Autor Florian Illies verbindet die Kunst der Beobachtung mit wachem analytischem Blick.

Das zumindest findet der Schweizer Publizist Martin Meyer - er hat Illies für den Ludwig-Börne-Preis ausgewählt, der gestern in der Frankfurter Paulskirche verliehen wurde. Der Preis gilt als die wohl renommierteste Auszeichnung für Essays und Reportagen im deutschen Sprachraum. Die "Neue Zürcher Zeitung" erläutert, Meyer habe Illies in einem Akt schöner Willkür erwählt. Zitat: "Es gehört zu den Besonderheiten des Preises, dass er stets nur einen einzigen Juror hat, der die Entscheidung für den Preisträger vor dem
Parlament seines Herzens und Verstandes mit sich
allein ausmachen muss."

Fotograf Michael Schmidt ist tot

Er galt als einer der bekanntesten deutschen Fotokünstler.

Michael Schmidt ist tot. Er starb im Alter von 68 Jahren in Berlin. Das bestätigte sein Galerist der Deutschen Presse-Agentur. Noch zwei Tage vor seinem Tod war ihm in London ein mit mehr als 80.000 Euro dotierter Foto-Preis zugesprochen worden, der Prix Pictet. In der Begründung dazu hieß es, seine Art, Dinge zu sehen, zeichne sich durch extreme Klarheit und Genauigkeit aus. Michael Schmidt war einer der ersten deutschen Fotografen, denen das Museum of Modern Art - das Moma in New York - eine Einzelausstellung widmete. Bundesaußenminister Steinmeier nannte ihn einen "bescheidenen Großen" der deutschen Kultur.

Pin-Up-Fotografin Bunny Yeager gestorben

Die Fotografien Bunny Yeager ist tot.

Sie starb nach Angaben der Zeitung "Sun Sentinel" im Alter von 86 Jahren in North Miami in Florida. Yeager wurde von allem durch erotische Bilder bekannt. Von ihr stammen die Strandbilder von Ursula Andress aus dem James-Bond Film "Dr. No", außerdem gilt sie als Entdeckerin des Pin-Up-Models Bettie Page. Ihre Bilder gehören zu den meistgedruckten der 50er Jahre. Yeager war bis zu ihrem Tod bei einer Berliner Galerie unter Vertrag.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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