Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Montag, 15.07.2019
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Kulturnachrichten

Sonntag, 18. Mai 2014

Kroatien: "Intoleranz ist vor allem unter jungen Menschen verbreitet"

In Kroatien ist die Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und Fremden vor allem ein Problem der jüngeren Generation.

Darauf verweist der Politikwissenschaftler Berto Salaj von der Universität Zagreb im Interview mit Radio Slobodna Evropahin. Das liege daran, dass in den vergangenen 20 Jahren in den Schulen keine staatsbürgerlichen oder demokratischen Werte vermittelt worden seien. Zudem habe die Kirche in der Vergangenheit gegen Minderheiten mobil gemacht, so Salaj. So sei etwa ein Referendum für ein Verbot der Homo-Ehe zustande gekommen. Das Verbot sei schließlich in der Verfassung festgeschrieben worden.

PEN-Zentrum setzt sich für türkischen Autor Can Dündar ein

"Can Dündar darf nicht der nächste sein."

So schreibt es das PEN-Zentrum Deutschland in einer Resolution. Die Organisation befürchtet demnach, dass der türkische Journalist und Dokumentarfilmer im Gefängnis landet. Grund sei eine Klage, die Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eingereicht habe. Darin beschuldigt er Dündar, ihn in einer Kolumne der Zeitung "Cumhuriyet" diffamiert zu haben. Derzeit säßen rund 60 Journalisten in der Türkei in Haft, so heißt es in der Resolution. Dabei sei es nicht hinnehmbar, dass oppositionelle Journalisten und Schriftsteller in dem Land von ihrem Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit keinen Gebrauch machen dürften.

Autorin Adichie: "Hört auf, es euch so leicht zu machen!"

Ich wünsche mir mehr Komplexität.

So äußert sich die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Adichie kritisiert die Gleichsetzung der Islamistengruppe Boko Haram mit den Taliban in den westlichen Medien. Damit mache man es sich zu leicht. Dabei müsse nicht alles in der Welt in vorgefertigte Schubladen passen. Die Boko Haram seien in der Vergangenheit von nigerianischen Politikern unterstützt worden. Sie frage sich, warum niemand mit diesen rede. Sie habe viele Fragen, stellt die Autorin fest, aber die Medien beantworteten diese nicht, weder die in Nigeria noch die von außerhalb.

Cannes: Hayek und Gayet unterstützen Kampagne für entführte nigerianische Mädchen

Die Schauspielerinnen Salma Hayek und Julie Gayet haben die Aufmerksamkeit des roten Teppichs in Cannes genutzt, um auf die entführten Mädchen in Nigeria aufmerksam zu machen.

Zur Unterstützung hielten sie ein Schild mit dem Hashtag "Bring Back Our Girls" - Bringt unsere Mädchen zurück - in die Kameras. Sie gelten damit als die weltweit ersten prominenten Unterstützer der Internet-Kampagne. Seit Mitte April hat die radikalislamische Gruppe Boko Haram 223 Schülerinnen in ihrer Gewalt.

Erst gestern haben sich Vertreter der EU, der USA und fünf afrikanischer Länder auf einem Anti-Terrorgipfel in Paris getroffen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Rumänien: Holocaust-Zentrum in Elie Wiesels Heimatstadt eröffnet

Der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel fühlt sich geehrt: In seinem früheren Wohnhaus im rumänischen Sighet ist ein Bildungszentrum eröffnet worden.

Laut Medienberichten soll es über den Holocaust aufklären. Wiesel unterstrich in einer Erklärung die Bedeutung einer solchen Institution: Die Menschheit dürfe niemals das Grauen vergessen, das in Europa stattgefunden habe. Vor 70 Jahren wurden über 130.000 Juden aus dem nördlichen Teil Siebenbürgens nach Auschwitz deportiert. Wiesels Familie wurde getötet, der damals 15-Jährige überlebte und wurde später als Autor weltberühmt.

Ukraine: Polnischer Reporter auf der Krim festgesetzt

Auf der Krim ist ein polnischer Reporter vorübergehend festgesetzt worden.

Wie Waclaw Radziwinowicz der polnischen Agentur PAP berichtet, wurde er gestern in der Stadt Simferopol auf eine Polizeiwache gebracht und verhört. Die Männer, die ihn festgenommen hätten, hätten sich selbst als Vertreter von Recht und Ordnung bezeichnet. Gründe für die Festnahme hätten sie nicht genannt. Nach mehreren Stunden habe der Reporter die Wache wieder verlassen können.

Radziwinowicz ist nach eigenen Angaben einer der wenigen ausländischen Reporter, die noch von der Krim berichten. Er habe die Gedenkveranstaltung der Krimtataren begleiten wollen. Diese gedenken heute ihrer Zwangsumsiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg.

New Mexico: Taos feiert "Easy Rider"-Star Dennis Hopper

Mit einer Motorrad-Tour an seinem Geburtstag haben Fans des Films "Easy Rider" an den Regisseur und Schauspieler Dennis Hopper erinnert.

Schauplatz war einer der Drehorte des Films, die Stadt Taos im US-Bundesstaat New Mexiko. Laut Stadtsprecher Rick Bellies hat Hopper es damals geschafft, als einer der ersten in der Taos Pueblo zu drehen, einer sonst eher verschlossenen indianischen Gemeinde. Der Regisseur und Schauspieler habe sich dabei über die multikulturellen Gräben hinweg bewegt, so Bellies. Nach dem Film "Easy Rider" sei die Stadt schließlich das geworden, was Hopper schon Anfang der 60er Jahre in ihr gesehen habe: Eine Gemeinschaft, die keinen Unterschied zwischen der Herkunft ihrer Mitglieder mache.

Regisseur Pohland stirbt mit 79 Jahren

Der Regisseur und Filmproduzent Hansjürgen Pohland ist tot.

Wie die französische Polizei mitteilte, starb er in der Nähe der Stadt Cannes an den Folgen eines Schwächeanfalls. Pohland wurde 79 Jahre alt. Bekannt wurde er vor allem durch die Verfilmung der Novelle "Katz und Maus" von Günter Grass im Jahr 1966. Vier Jahre vorher war Pohland unter anderem neben Alexander Kluge und Edgar Reitz Mitunterzeichner des "Oberhausener Manifests", in dem ein neuer deutscher Film gefordert wurde.

Kulturnachrichten hören

Mai 2014
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

"Blümchenhoff"Endstation Fernsehgarten
Jasmin Wagner alias Blümchen und David Hasselhoff präsentieren ihr Duett "You made the summer go away" in der Fernsehshow "Willkommen bei Carmen Nebel". (imago / Star Media)

Blümchen und David Hasselhoff in der TV-Show von Carmen Nebel und im ZDF-Fernsehgarten: Hier seien zwei Ex-Stars in Unterhaltungsformaten, die "zu Recht" dem Untergang geweiht seien, meint Journalistin Jenni Zylka. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur