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Kulturnachrichten

Freitag, 18. Oktober 2019

Adrian Jones neuer Direktor der Dresdner Staatskapelle

Die Staatskapelle Dresden hat einen neuen Chef: Der Brite Adrian Jones wird den Posten des Direktors am 13. Januar übernehmen. Mit seinen Erfahrungen - unter anderem an der Deutschen Oper Berlin und dem Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester - wird er das Profil aufs Beste weiter entwickeln", erklärte Chefdirigent Christian Thielemann. Der Vorgänger von Jones, Jan Nast, hatte die Staatskapelle nach 22 Jahren verlassen und ist nun Intendant der Wiener Symphoniker.

Schulförderung in sozial schwierigen Lagen

Auf Initiative von Berlin und Hamburg hat die Kultusministerkonferenz ein Bund-Länder-Programm für Schulen mit Kindern aus benachteiligten Familien beschlossen. Dafür stellen das Bundesbildungsministerium und die Länder jeweils 125 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, dass die Zahl der Schulabbrecher verringert und die Bildungschancen gesteigert werden. Der Bund muss dem Programm noch zustimmen.

Deniz Yücel enttäuscht von deutschen Unternehmen

Die Wirtschaft, sagt der Journalist Deniz Yücel anderthalb Jahre nach seiner Freilassung aus der türkischen Haft, denke nur daran, ihre Geschäfte nicht zu gefährden. Dass sie seine Freilassung nicht unterstützt habe, hätte ihn "wahnsinnig enttäuscht". Während Schriftstellervereinigungen wie der PEN, der Börsenverein oder Künstler Anzeigenkampagnen initiiert hätten, schwiegen die allermeisten Unternehmen. Auf der Frankfurter Buchmesse pflichtete ihm der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, bei: Stille Diplomatie sei von gestern, "der große Feind der Meinungsfreiheit" sei die Untätigkeit. Es sei "unerträglich", wenn als Grund für ein Nicht-Handeln Wirtschaftsinteressen vorgeschoben würden.

Robbie Williams im Duett mit Helene Fischer

Sie kenne sich beruflich schon seit Jahren: Aber nun ist Helene Fischer nach London geflogen, um auf Einladung von Robbie Williams mit ihm zu singen. Eartha Kitts Weihnachtsklassiker "Santa Baby" mit der "netten Lady aus Deutschland" aufzunehmen, so der 45-Jährige, sei sehr wohltuend gewesen. Er habe in Deutschland eine riesige Fangemeinde.

Paul Dano wird Batman herausfordern

Die Rolle des "Riddler" ist vergeben. Regisseur Matt Reeves und Warner Bros. haben die Schurkenrolle in dem geplanten Batman-Film mit Paul Dano besetzt. Der 35-Jährige spielte zuletzt in "12 Years of Slave", "There Will Be Blood" und "Little Miss Sunshine". Neben Robert Pattinson in der Titelrolle wird seine Lebensgefährtin Zoe Kravitz als "Catwoman" zu sehen sein. Die Jugendgeschichte von Batman soll im Sommer 2021 in die Kinos kommen.

Drohung gegen Rap-Konzert in Ludwigsburg

Es war eine telefonische Drohung, die die Polizei ernst nahm: Deshalb beendete sie gestern Abend vorsichtshalber und vorzeitig ein Rap-Konzert in der Ludwigsburger MHP Arena. Die Besucher hätten das ausverkaufte Konzert des jungen Musikers Mero aus Hessen "geordnet verlassen", twitterten die Beamten.

Die kubanische Ballerina Alicia Alonso ist tot

Mit 98 Jahren ist die Alicia Alonso in ihrer Heimatstadt Havanna gestorben. Die vor allem in den 1940er und 1950er Jahren international bekannte Tänzerin, hatte Kuba als Ballettschülerin 1937 verlassen und sich mit ihrem Mann Fernando Alonso am New Yorker Broadway eine Karriere aufgebaut. 1948 kehrten die beiden zurück und Alicia Alonso gründete ihre eigene Kompagnie, die nach der Revolution "Ballet Nacional de Cuba" wurde. Bis zuletzt verteidigte Alonso die Politik von Fidel Castro. Die kubanische Regierung twitterte, Alonso hinterlasse eine gewaltige Lücke, aber auch ein unübertreffbares Vermächtnis.

Banksy betreibt eigenen Online-Shop

Eine Weste, ein Grabstein und eine Einkaufstasche: Unter anderem das preist der Graffiti-Künstler Banksy in seinem eigenen online-shop an. Kaufen kann allerdings nicht jeder: Um Interessierte von kommerziellen Händlern unterscheiden zu können, muss eine Frage beantwortet werden, die erklärt, warum ein Objekt den Besitzer wechseln soll. "Bitte kaufen Sie ein Stück, weil es Ihnen gefällt, nicht weil Sie denken, dass es eine gute Investition ist", heißt es zur Begründung. Die BBC zitiert den Kunst-Juristen Mark Stephens: "Banksy ist in einer schwierigen Situation, weil er kein eigenes Merchandising seiner Produkte betreibt. Aber die Gesetzeslage ist eindeutig: Wenn ein Händler seine Marke nicht nutzt, kann sie von jemand anderem übernommen werden."

Nobel-Akademie verteidigt Handke-Entscheidung

Nach der scharfen Kritik am Literaturnobelpreis für Peter Handke, hat sich nun die Schwedische Akademie geäußert: Sie habe "natürlich nicht die Absicht gehabt, einen Kriegstreiber und Leugner von Kriegsverbrechen oder Völkermord auszuzeichnen", schrieb der Ständige Sekretär der Akademie in einem Beitrag für die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter". Handke habe 1996 in seinem Text "Eine winterliche Reise" das "Massaker in Srebrenica nicht in Frage gestellt", so Mats Malm. Die Akademie habe auch keine Belege dafür gefunden, dass Handke mit der Teilnahme an der Beerdigung des jugoslawischen Ex-Diktators Slobodan Milosevic dem Blutvergießen Tribut gezollt, ein Monster verehrt oder Kriegsverbrechen geleugnet habe. Buchpreisträger Sasa Stanisic hatte den 76-Jährigen Handke am Montag heftig kritisiert: Er habe das Glück gehabt, in seiner bosnischen Geburtsstadt Visegrad dem zu entkommen, was Handke in seinen Texten nicht beschreibt."

Gedenkstätten Thema im Thüringer Landtag

Die Kündigung des Leiters der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Stefan Hördler, bedarf für CDU und SPD im Landtag weiterer Aufklärung. Die Regierung solle offenlegen, wer die fristlose Entlassung betrieben habe und ob Druck auf Stiftungsratsmitglieder ausgeübt wurde, eine Ablehnung der Kündigung nachträglich in eine Zustimmung umzuwandeln, fordert die CDU. Außerdem ging es im Landtag um die Vorwürfe des Nachrichtenmagazins "Spiegel" und des Deutschlandradios gegen Stiftungsdirektor Volkhard Knigge. Ihm wird ein autoritärer Führungsstil nachgesagt. Knigge bestreitet das. Alle Parteien warfen der CDU vor der Landtagswahl am Sonntag in einer Woche Populismus vor. Gemeinsam mit CDU, SPD und Grünen würdigten die Linken die herausragenden Verdienste von Knigge um die deutsche Erinnerungskultur.

Netflix meldet überraschend viele Neukunden

Im kommenden Monat gehen Walt Disney und Apple mit eigenen Streamingdiensten an den Start. Heute meldet Netflix im dritten Quartal des Jahres 6,8 Millionen neue Abonnenten. Zu verdanken sei dies vor allem der dritten Staffel der Mystery-Serie "Stranger Things" und "13 Reasons Why." Im zweiten Quartal 2019 hatte das US-amerikanische Unternehmen 2,7 Millionen Neukunden geworben. In geldwerten Vorteilen bedeutet die aktuelle Quartalsbilanz einen Gewinnzuwachs um 65 Prozent oder 665 Millionen Dollar.

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