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Kulturnachrichten

Donnerstag, 10. Juni 2021

Dorothee Elmiger erhält Preis „Text und Sprache"

Die Schriftstellerin Dorothee Elmiger erhält den Literaturpreis „Text und Sprache" des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Elmiger führe in ihrem Buch „Aus der Zuckerfabrik eine ganz neue Art der Textproduktion vor, so die Jury in ihrer Begründung. Ihr mutiger Ansatz harmoniere mit dem Ansinnen des Preises, innovative Texte mit fließenden Gattungsgrenzen auszuzeichnen. Der Preis soll Dorothee Elmiger im Oktober in Berlin verliehen werden.

Vinylverkäufe steigen an

In Deutschland werden immer mehr Schallplatten gekauft. Der Absatz kletterte im vergangenen Jahr von 3,4 auf 4,2 Millionen verkaufte Vinylscheiben. Das ist ein Plus von 21 Prozent und doppelt so viel wie 2015. Das teilten der Bundesverband der Musikindustrie und GfK Entertainment mit. Damit sei Vinyl mittlerweile wieder das drittstärkste Format (auf Platz zwei liegt weiterhin die CD). Mit deutlichem Abstand liegt in Verkäufen weiter das Streaming. Es bildet fast zwei Drittel des Umsatzes.

Chanel beteiligt sich an Umweltfonds

Die französische Modemarke Chanel beteiligt sich mit 25 Millionen Dollar an einem Fonds, der Bauern in Entwicklungsländern helfen soll mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden und nachhaltige Methoden der Landwirtschaft zu entwickeln. Das teilte die Umweltschutzorganisation WWF mit, die den Landscape Resilience Fund heute in der Schweiz vorstellte. Bis 2025 sollen von verschiedenen Geldgebern insgesamt 100 Millionen Dollar gesammelt werden.

Schulleiter der Berliner Balletschule darf im Amt bleiben

Der umstrittene Schulleiter der Berliner Balletschule Ralf Stabel darf im Amt bleiben. Das berichtet der rbb. In der Affäre um Kindeswohlverletzungen an der Staatlichen Ballett- und Artistikschule Berlin hat das Landesarbeitsgericht der Hauptstadt die Kündigung für unwirksam erklärt. Diese sei nicht ausreichend begründet worden, so die Richterin. Auch die von der Senatsschulverwaltung ausgesprochene außerordentliche Kündigung ist damit unwirksam. Nachdem im vergangenen Jahr Anschuldigungen laut wurden, dass Beschimpfungen und Mobbing an der Eliteeinrichtung zum Alltag gehörten, hatte die Senatsschulverwaltung den Schulleiter freigestellt.

Franziska Giffey verliert Doktortitel

Die Freie Universität Berlin entzieht der ehemaligen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey den Doktortitel. Das Präsidium habe dies nach umfassender Beratung einstimmig beschlossen, teilte die Hochschule nach einer Überprüfung der Dissertation der Berliner SPD-Landesvorsitzenden mit. Der Doktorgrad sei durch "Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung" erworben worden, so die Hochschule zur Begründung. Es seien Texte und Literaturnachweise anderer Autorinnen und Autoren übernommen worden, ohne dass dies hinreichend gekennzeichnet worden sei. Nach langen Diskussionen um ihre Doktorarbeit und den Plagiatsvorwürfen gab Giffey im Mai das Amt der Bundesfamilienministerin auf. Sie machte damals bereits öffentlich, dass sie auch bei einem Entzug des Doktortitels an ihrer Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin im September festhalten will.

Alexijewitsch erhält Bundesverdienstkreuz

Die belarussische Oppositionelle und Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch erhält am Dienstag das Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde ihr die Auszeichnung in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue überreichen, teilte das Bundespräsidialamt mit. Die 73-Jährige Alexijewitsch hatte 2015 den Nobelpreis erhalten. Sie ist eine scharfe Kritikerin des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko. Alexijewitsch gehört auch zum Präsidium des Koordinierungsrats der belarussischen Opposition, der einen politischen Wechsel in dem Land herbeiführen will. Seit September vergangenen Jahres hält sie sich in Deutschland auf. Ihre Bücher, unter anderem über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, sind in ihrer belarussischen Heimat verboten.

Augsburger Fuggerei eröffnet Museum

Die als älteste Sozialsiedlung der Welt geltende Augsburger Fuggerei eröffnet ein Museum zu ihrer 500-jährigen Geschichte. Das "Museum der Geschichte und des Wohnens" soll die historische Entwicklung der Anlage von den Anfängen unter dem Kaufmann Jakob Fugger (1459-1525) bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg darstellen. Im Mittelpunkt stünden künftig Leben und Alltag von Fuggerei-Bewohnerinnen und -Bewohnern aus fünf Jahrhunderten. Außerdem soll erstmals die Stiftungsurkunde ausgestellt werden, mit der Fugger am 23. August 1521 die Fuggerei begründet habe. Das neue Museum soll am 18. Juni eingeweiht werden. In den 67 Häusern wohnen noch heute bedürftige Menschen. Sie zahlen eine symbolische Kaltmiete von 88 Cent pro Jahr.

Oetinger-Verlag hat Umsatz im Corona-Jahr gesteigert

Die Oetinger-Verlagsgruppe hat 2020 rund 11 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet. Der Verlag von Büchern wie Pippi Langstrumpf, Drachenreiter und den Olchis ist mit einem deutlichen Umsatzplus durch das Corona-Jahr gekommen, so die Verlegerin Julia Bielenberg. Grund dafür sei auch, dass viele Leser in der Zeit von coronabedingt geschlossenen Buchhandlungen auf Klassiker zurückgegriffen hätten. 2020 sei zudem von den Inhalten her "ein verdammt starkes Jahr" gewesen, sagte Bielenberg. Auch Neues wie die neue Animox-Reihe, Alea Aquarius oder die Kinderbuchbestseller von Peter Wohlleben seien gut angekommen. Insgesamt nahm die Oetinger-Gruppe 36 Millionen Euro ein.

Joseph-Breitbach-Preis für Karl-Heinz Ott

Der Schriftsteller und Übersetzer Karl-Heinz Ott erhält den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis. Der Autor werde für sein literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet, teilte die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur mit. Mit seinen Romanen, literarischen Essays, Bühnenstücken und Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen zähle Ott zu den "intellektuell und sprachlich versiertesten Autoren seiner Generation", so die Jury. Die Preisverleihung soll am 17. September in Koblenz stattfinden. Karl-Heinz Ott wurde bereits mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien im Jahr 2018 der Roman "Und jeden Morgen das Meer".

Architekt Gottfried Böhm gestorben

Der Kölner Architekt Gottfried Böhm ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Das meldete sein Büro. Er wurde durch spektakuläre Kirchenbauten wie den Nevigeser Wallfahrtsdom in Velbert berühmt. Böhm galt als einer der gefragtesten Architekten der Nachkriegszeit und hat mehr als 50 Sakralbauten geschaffen. Obwohl er fast nur in Deutschland baute, wurde er international wahrgenommen und erhielt 1986 als erster Deutscher den Pritzker-Architekturpreis. Zu seinen bedeutendsten Profanbauten gehören das Rathaus von Bensberg und die WDR-Arkaden in der Kölner Innenstadt, die er zusammen mit seiner Frau Elisabeth, ebenfalls Architektin, entworfen hatte.

Berlinale Summer Special eröffnet

In Berlin ist gestern Abend die erste Sommerausgabe der Internationalen Filmfestspiele eröffnet worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte bei der Open-Air-Veranstaltung auf der Museumsinsel, "ein Neustart der Kultur ist auch unter Pandemiebedingungen möglich." Nötig seien nun bundesweit einheitliche und wirtschaftlich rentable Öffnungsperspektiven für die Kinos. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller erinnerte daran, dass hinter allen entbehrungsreiche Monate lägen, besonders aber hinter den Künstlern. Das "Berlinale Summer Special" ist eine coronabedingte Neuerung. Das eigentliche Festival wurde Anfang März rein digital veranstaltet. Nun werden die Filme bis zum 20. Juni einem breiteren Publikum gezeigt.

Tribeca Festival startet mit Weltpremiere

Mit der Weltpremiere des Musicalfilms „In The Heights“ von Lin-Manuel Miranda ist in New York die 20. Ausgabe des Tribeca Festivals eröffnet worden. Der Film über die Bewohner von Washington Heights, einem Stadtteil Manhattans, in dem Miranda aufgewachsen ist, wurde in einem großen Theater in eben jenem Viertel und gleichzeitig an zahlreichen Orten der Metropole unter freiem Himmel gezeigt. Am offiziellen Wettbewerb nehmen 66 Spielfilme und Dokumentationen teil. Das Tribeca-Festival hatte Schauspieler Robert De Niro als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 mitgegründet.

Frankfurter Buchmesse soll mit Besuchern stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse im Oktober wird nach Einschätzung ihres Direktors Juergen Boos mit Besuchern und Ausstellern vor Ort stattfinden. "Die sichere Durchführung der Präsenzveranstaltung ist durch ein detailliertes Hygienekonzept und an die Pandemielage angepasste Rahmenbedingungen gewährleistet", sagte er im Interview mit boersenblatt.net. Man plane mit einem "großzügigen Hallen-Layout und deutlich verbreiterten Gängen zur Steuerung der Besucher". Die Mindestgröße für Messestände betrage dieses Jahr acht statt vier Quadratmeter. Durch Vorabregistrierung aller Messeteilnehmer würden die Zugangszahlen entsprechend den im Oktober geltenden Infektionsschutzregeln kontrolliert. 2020 fand die Buchmesse wegen der Coronapandemie digital statt.

Asturien-Preis für Emmanuel Carrère

Der französische Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmproduzent Emmanuel Carrère erhält dieses Jahr den spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur. Der 63-Jährige aus Paris habe sich gegen 32 Kandidaten aus 20 Ländern durchgesetzt, teilte die Jury der Stiftung "Fundación Princesa de Asturias" bei der Bekanntgabe in Oviedo/Nordspanien mit. Schon mit seinem ersten Buch "Werner Herzog" (1982), das sich mit dem deutschen Regisseur, Schauspieler und Autor beschäftigte, hatte Carrère großen Erfolg. Anschließend schrieb er viele weitere zum Teil preisgekrönte Werke, darunter Romane, Biografien und auch Bücher über Themen wie das Christentum ("Das Reich Gottes", 2014). Er arbeitete außerdem als Drehbuchautor und Produzent sowohl für das Fernsehen als auch für das Kino.

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