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Kulturnachrichten

Samstag, 24. April 2021

Serbischer Künstler Milos Sobajic tot

Der serbische Künstler Milos Sobajic ist im Alter von 76 Jahren in einem Belgrader Krankenhaus nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dies berichtete der staatliche Fernsehsender. Sobajic galt als einer der bedeutendsten Vertreter der Belgrader Phantastischen Schule. Seine meist in kraftvollen Farben ausgeführten Gemälde und Drucke stellen häufig Gewalt und Zerstörung dar. Sein Opus wurde in mehr als 80 Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Museen in Frankreich, Griechenland, der Schweiz und Deutschland, darunter das Ludwig Museum in Koblenz, schafften Werke von ihm an.

Baden-Württemberg für Rückgabe von Benin-Bronzen

Baden-Württemberg will die Diskussion um Rückgaben der als Raubgut geltenden Benin-Bronzen aus deutschen Museen beschleunigen. Eine Roadmap sieht ohne Einigung zwischen Bund und Ländern auch Alleingänge vor. "Die Zeit ist reif", sagte Kunstministerin Theresia Bauer der dpa. Die Grünen-Politikerin fordert ein "weitreichendes Signal" von einer für Donnerstag von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) einberufenen Runde. Museumsexperten und politisch Verantwortliche wollen dann über den weiteren Umgang mit Benin-Bronzen beraten. Benin-Bronzen sind in zahlreichen deutschen Museen zu finden. Die Objekte stammten größtenteils aus britischen Plünderungen des Jahres 1897.

Dresdner Stadtrat stimmt für Jüdisches Museum

Der Dresdner Stadtrat hat den Weg für ein Jüdisches Museum in der sächsischen Landeshauptstadt frei gemacht. Eine entsprechende Vorlage wurde einstimmig angenommen, wie der Dresdner Grünen-Stadtrat Torsten Schulze dem Evangelischen Pressedienst sagte. Die konkrete Ausgestaltung des Projektes stehe noch aus, auch über den Standort müsse noch verhandelt werden. Die jüdische Gemeinde begrüßte die Entscheidung des Stadtrats. Seit 2014 engagiert sich in Dresden ein Verein für die Idee eines solchen Museums. Die Vorlage war im Juli 2020 in den Stadtrat eingebracht worden.

Italienische Sängerin Milva gestorben

Die italienische Schlager- und Chansonsängerin Milva ist tot. Das bestätigte ihre Tochter der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. "La Rossa", wie sie in Italien auch wegen ihrer roten Haare genannt wurde, starb im Alter von 81 Jahren. Milva hatte ihre Karriere Anfang der 1960er-Jahre begonnen, als sie einen Gesangswettbewerb der italienischen Fernsehgesellschaft Rai gewann. Ende der 70er-Jahre wurde sie auch im deutschen Sprachraum bekannt. Sie machte sich auch als Interpretin von Brecht-Liedern einen Namen.

"Goldene Himbeere" für Rudy Giuliani

Erst die "Razzies", dann die Oscars: am Vortag der Oscar-Gala sind Hollywoods Spottpreise verliehen worden. Auch Trump-Anwalt Rudy Giuliani blieb nicht verschont. Sein Auftritt in der bissigen Satire "Borat Anschluss Moviefilm" mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen als fiktiver Reporter aus Kasachstan brachte ihm den Spottpreis als Nebendarsteller und für die schlechteste Leinwand-Combo (Giuliani und sein Hosen-Reißverschluss) ein. Giuliani taucht in einer prekären Interview-Szene mit der Hand in seiner Hose auf. Gleich drei "Goldene Himbeeren" oder "Razzies" räumte das Musical-Drama "Music" ab. Das Regiedebüt von Sängerin Sia brachte der Australierin die Trophäe als schlechteste Regisseurin ein. Zudem gab es Schmähpreise für Kate Hudson als Hauptdarstellerin und Maddie Ziegler in der Nebenrolle eines jungen autistischen Mädchens.

Brandenburgs Finanzministerin sieht keine Einigungschancen mit Hohenzollern

Eine abschließende Einigung mit den Hohenzollern im Streit über Entschädigungen für Immobilien und die Rückgabe von Kulturgütern ist nicht absehbar. Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) sieht den Weg für die Frage der Entschädigung wieder bei Gericht. "Eine abschließende Gesamteinigung erscheint derzeit nicht möglich. Dafür fehlen schlicht die Voraussetzungen", sagte Lange der Deutschen Presse-Agentur. Berlin, Brandenburg und der Bund verhandeln seit 2014 mit der Familie Hohenzollern über Leihgaben und andere Kunstobjekte. Die Gespräche ruhen, nachdem Brandenburg 2019 einen Prozess um enteignete Immobilien wieder aufgenommen hat.

Folkerts bedauert Beteiligung an "#allesdichtmachen"

Die Schauspielerin Ulrike Folkerts hat ihre Beteiligung an der Internetaktion
"#allesdichtmachen" als Fehler bezeichnet. Auf Instagram schrieb sie, die Videos seien - Zitat - "vielleicht falsch zu verstehen". Es tue ihr leid, Menschen vor den Kopf gestoßen zu haben. Folkerts bezeichnete die Corona-Maßnahmen als "absolut richtig". Auch Schauspieler Richy Müller distanzierte sich von der Aktion, bei der Dutzende Film- und Fernsehschaffende mit ironisch-satirisch gemeinten Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert hatten.

Publizist Brumlik für Rücknahme des BDS-Beschlusses

Der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik plädiert dafür, die Bundestagsresolution zur umstrittenen BDS-Kampagne zurückzuziehen.BDS steht für "Boykott, Desinvestition und Sanktionen" und ist eine Israel-kritische Kampagne. Brumlik sagte dem Evangelischen Pressedienst, Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle dürften nicht mehr diskriminiert werden, weil ihnen Beziehungen zu BDS vorgeworfen werden. Er hoffe darauf, dass eine künftige Parlamentsmehrheit den Bundestags-Beschluss vom Mai 2019 zurücknehmen werde. Damals hatte das Parlament den Israel-Boykott der BDS-Bewegung verurteilt und deren Argumentationsmuster und Methoden als antisemitisch gewertet.

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