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Kulturnachrichten

Dienstag, 20. April 2021

US-Komponist Jim Steinman mit 73 Jahren gestorben

Der US-amerikanische Komponist, Texter und Produzent Jim Steinman ist tot. Er schrieb Hits für Stars wie Meat Loaf, Barbra Streisand, Céline Dion oder Bonnie Tyler. Steinman starb bereits am Montag, wie verschiedene US-Medien am Dienstag übereinstimmend berichten. Er wurde 73 Jahre alt. Berühmt wurde Steinman, als er 1977 gemeinsam mit Meat Loaf das Hit-Album "Bat Out Of Hell" produzierte. Auch Musicals wie "Tanz der Vampire" oder Andrew Lloyd Webbers "Whistle Down the Wind" tragen Steinmans Handschrift.

Duisburger Filmwoche: Kurator plant 45. Ausgabe

Bei der renommierten Duisburger Filmwoche gab es zuletzt Sorgen um die Zukunft, weil das Führungsduo ausgeschieden war. Nun hat die Stadt die inhaltliche Planung und Umsetzung der 45. Ausgabe einem Kurator übertragen: Alexander Scholz, der bereits seit 2015 zum Team des Dokumentarfilmfestivals gehört. Er war dort als Pressereferent, Redakteur und Programmgestalter tätig. Außerdem arbeitet Scholz für verschiedene Kulturinstitutionen in Nordrhein-Westfalen und ist Dozent an der internationalen Filmschule Köln (ifs). Bei der Auswahl für die kommende Duisburger Filmwoche wird Scholz mit der bisherigen Auswahlkommission zusammenarbeiten. Das Festival findet in der zweiten Novemberwoche statt.

Düsseldorf und Duisburg wollen Theater-Ehe verlängern

Düsseldorf und Duisburg wollen ihre langjährige Theatergemeinschaft fortsetzen. Wie die Deutsche Oper am Rhein mitteilte, hat sich ihr Aufsichtsrat einstimmig für eine Verlängerung der seit 1956 bestehenden Kooperation ausgesprochen. Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe äußerte sich optimistisch, dass die Stadträte und die Kommunalaufsicht mitziehen werden. Die gemeinsame Trägerschaft wäre dann bis 2027 gesichert. Wie bisher sollen pro Spielzeit insgesamt 258 Vorstellungen in beiden Städten gegeben werden - davon 180 Vorstellungen in Düsseldorf und 78 in Duisburg.

Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren ist tot

Der Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren ist tot. Der 45-Jährige sei in seiner Wohnung in Köln gefunden worden, bestätigte eine Polizeisprecherin. Es liefen Ermittlungen zu den Todesumständen. Herren war als Serien-Fiesling "Olli Klatt" in der "Lindenstraße" bekannt geworden. Später trat der Kölner als Sänger von Partyschlagern in Erscheinung und war in verschiedenen Reality-Formaten zu sehen.

Vatikan startet Video-Serie über Kunstwerke

Der Vatikan hat eine neue Video-Serie über Meisterwerke in seinen Museen gestartet. Am Dienstag erschien die erste Folge. Sie beschäftigt sich mit dem Torso vom Belvedere, dem Fragment einer antiken Marmorstatue, die den italienischen Renaissance-Künstler Michelangelo stark beeinflusst haben soll. Die Serie will auch Geschichten und Kuriositäten rund um die Meisterwerke erzählen, hieß es. Die Museen produzieren die Kultur-Videos gemeinsam mit der Mediengruppe des Vatikans, der Vatican News. Ein Jahr lang soll regelmäßig ein anderes Werk genauer vorgestellt werden. Wie viele andere Kultureinrichtungen sind die Vatikan-Museen seit einigen Wochen Corona bedingt geschlossen. Für den 3. Mai ist die Wiederöffnung der Vatikan-Museen vorgesehen.

Kulturrat fordert Open-Air-Veranstaltungen trotz Corona

Vor der neuen Beratung zum Infektionsschutzgesetz am Donnerstag im Bundesrat appelliert der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates an die Politiker des Deutschen Bundestags Open-Air-Veranstaltungen nicht grundsätzlich zu verbieten. Das Gesetz sieht vor, dass diese bei einer Inzidenz über 100 selbst unter strengsten Hygienevorgaben nicht durchgeführt werden dürfen. Dies sei nicht nachvollziehbar, sagte Olaf Zimmermann in einer Pressemitteilung. Die Menschen fieberten auf die Open-Air-Saison hin, um endlich wieder - natürlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen - Kultur live zu erleben. Um das Virus gemeinsam bekämpfen zu können, brauche es ein Mindestmaß an Kulturangeboten. Ohne Kultur würden die Menschen die Hoffnung verlieren, so Zimmermann.

Orchester-Stiftung verteilt Millionenspende

Die Deutsche Orchester-Stiftung will weitere 1400 Stipendien für freischaffende Musikerinnen und Musiker vergeben. Mit der Spendenkampagne #MusikerNothilfe sind seit vergangenem Jahr rund 5,1 Millionen Euro zusammengekommen. Davon seien rund zwei Millionen Euro bis Februar als Nothilfen für mehr als 3500 notbedürftige Freischaffende ausgezahlt worden, teilte die Stiftung heute in Berlin mit. Die Spendenkampagne läuft auch weiter, weil noch Hunderte Anfragen auf der Warteliste stehen. In der Corona-Krise sind für viele Musiker etliche Verdienstmöglichkeiten weggefallen.

Kulturwissenschaftler fordert Reformen an Theatern

Der Kulturwissenschaftler Thomas Schmidt hat Reformen an deutschen Theatern angemahnt. Insbesondere die Führungsstrukturen müssten neu aufgestellt werden und mehr Partizipation bieten, um Machtmissbrauch zu vermeiden, sagte er dem Berliner Tagesspiegel. An Theatern sei noch immer ein Führungsmodell verbreitet, das stark mit autokratischen und patriarchalen Elementen arbeite, statt stärker auf Fähigkeiten wie Empathie, Moderation und Ausgleich zu setzen. Die jüngsten Skandale über Machtmissbrauch schwächten die Theater gegenüber der Politik, so Schmidt. Zugleich gelte die deutsche Theaterlandschaft als eine der spannendsten und dichtesten in Europa - dies sollte nicht verspielt werden. In einer 2019 von Schmidt erstellten Studie hatten von 2.000 befragten Theatermitarbeiterinnen und -mitarbeitern 55 Prozent von Missbrauchserfahrungen berichtet, mehrheitlich durch Intendanten und Regisseure. Schmidt ist Professor für Theatermanagement in Frankfurt am Main. Zuvor war er Intendant des Deutschen Nationaltheaters in Weimar.

Julian Nida-Rümelin wird Salzburger Festspiele eröffnen

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin wird am 25. Juli die Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele halten. Zum 100-Jahr-Jubiläum des Festivals sei Nida-Rümelin der ideale Festredner, teilte der Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser in einer Presseerklärung mit. "Seine Weltsicht wurzelt in den Ideen der Aufklärung und dem europäischen Erbe. Hellsichtig analysiert er den Zustand unserer Gesellschaft". Das Thema der Rede über einen pragmatischen Humanismus passe, so Hinterhäuser: „Zum einen spielte schon bei der Gründung der Salzburger Festspiele die Utopie des Friedens eine Rolle, zum anderen stellt sich inmitten einer der großen Menschheitskrisen die Frage nach einer besseren Welt besonders dringlich. Julian Nida-Rümelin ist stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2001 war er Kulturstaatsminister der Deutschen Bundesregierung.

Caritas überträgt Benefizkonzert für Geflüchtete

Mehr als 25 deutsche und internationale Künstler wollen am Freitagabend ein Online-Benefizkonzert zugunsten von Menschen auf der Flucht geben. Bei der virtuellen Musikgala werden unter anderem Peter Maffay, Michael Patrick Kelly, die Höhner und Gil Ofarim mit Videos auftreten, wie der Deutsche Caritasverband in Freiburg mitteilte. Ziel der Aktion ist es, Spenden im Wert von mindestens 50.000 Euro für die weltweite Flüchtlingshilfe des Hilfswerks Caritas international zu sammeln. Das Online-Benefizkonzert wird bereits im zweiten Jahr von der Jugendaktion "Wir gegen Rassismus" des Bistums Trier und Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands, veranstaltet. Dabei setzen sich die Musiker mit einem Mix von Rock und Pop bis Gospel und HipHop gemeinsam für Geflüchtete in Not ein. Das Charity-Konzert soll am Freitag ab 20.00 Uhr auf der Webseite von Caritas international zu sehen sein.

Neue Buchstabiertafel wird im Herbst veröffentlicht

Bis zum Herbst soll eine erste Version der geplanten Neufassung der Buchstabiertafel vorgelegt werden. Statt Namen sollen künftig Städte als Referenz für die Schreibweise von Wörtern benutzt werden. Man rechne mit einer Veröffentlichung des Entwurfs im dritten Quartal des Jahres, sagte Julian Pinnig vom Deutschen Institut für Normung (DIN) der Deutschen Presse-Agentur. Anschließend folgt eine Kommentierungsphase mit möglichen Änderungen. Die neue Fassung soll im kommenden Jahr die 1996 geänderte Version ersetzen. Hintergrund ist die Veränderung der Gesellschaft. Die Tafel mit den bisherigen Vornamen spiegelt aus Sicht der DIN-Normer die kulturelle Diversität der Bevölkerung nicht ausreichend wider. Symbolisch soll zudem eine weitere Tafel veröffentlicht werden, die auf die Weimarer Republik zurückgeht und auch jüdische Vornamen enthält. Die Nazis hatten Nathan für N durch Nordpol ersetzt.

Filme konkurrieren um "Goldene Lilie"

Das Festival des mittel- und osteuropäischen Films "goEast" startet am Dienstag im Internet. Geschichten über weibliche und männliche Partisanen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung in Wiesbaden. Bis zum kommenden Montag konkurrieren 15 Spiel- und Dokumentarfilme um die Hauptpreise. Vergeben wird unter anderem die mit 10.000 Euro dotierte "Goldene Lilie" für den besten Film. Fast alle der insgesamt 92 Filme aus 38 Ländern sind für das Publikum online abrufbar.

Pressefreiheit in Deutschland nur noch "zufriedenstellend"

In der weltweiten "Rangliste der Pressefreiheit" ist Deutschland von der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) erstmals aus der Spitzengruppe von "gut" auf "zufriedenstellend" herabgestuft worden. Hauptgrund für die Bewertung sei, dass Gewalt gegen Medienschaffende in Deutschland im vergangenen Jahr eine noch nie da gewesene Dimension erreicht habe, so RSF. Zahlreiche Übergriffe auf Journalisten hätten sich vor allem während Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen ereignet. Die Polizei schütze "nicht immer angemessen die Rechte von Journalisten", kritisierte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr im Radiosender Bayern 2. Dies sei bedenklich, darum sollten Polizistinnen und Polizisten besser über die Rechte von Journalisten im Rahmen von Berichterstattung aufgeklärt werden. Deutschland rangiert bezüglich der Pressefreiheit im Vergleich mit 180 Ländern auf dem 13. Platz.

Vier Millionen jährlich für "Neue Künste" im Ruhrgebiet

Virtual Reality, Akrobatik oder Techno-Sounds: Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will ab 2022 jährlich vier Millionen Euro in das Programm "Neue Künste Ruhr" investieren. Es gehe darum, zukunftsweisende Kunstformen fest im Ruhrgebiet zu verankern, erklärte Kulturministerin Pfeiffer-Poensgen in Düsseldorf. Dazu zählen vier Programmlinien: Neben digitalen Künsten sind dies die sogenannten Urban Arts wie etwa Breakdance oder Poetry Slam, zeitgenössischer Zirkus sowie die Clubszene der elektronischen Musik, die Lichtkunst, Sound-Art und zeitgenössischen Tanz kombiniere.

"Downton Abbey": Zweiter Kinofilm zu Weihnachten

Im Dezember soll die Kinofortsetzung des "Downton Abbey"-Films von 2019 auf die Leinwand kommen. Wie die Produzenten auf Twitter bekanntgaben, ist die gesamte Originalbesetzung wieder dabei - neu kommen Hugh Dancy, Laura Haddock, Nathalie Baye und Dominic West dazu. Vorlage für den Kinofilm ist die preisgekrönte britische Erfolgsserie um die englische Adelsfamilie Crawley und ihre Dienerschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Havel-Preis geht an saudiarabische Frauenrechtlerin

Der Vaclav-Havel-Preis 2020 des Europarats geht an die saudiarabische Frauenrechtsaktivistin Ludschain al-Hathlul. Sie setzt sich für die Abschaffung des männlichen Vormundschaftssystems, des Fahrverbots für Frauen und einen besseren Schutz für misshandelte Frauen in dem Königreich ein. Al-Hathlul wurde im Mai 2018 festgenommen wegen des Vorwurfs, Kontakt zu ausländischen Medien, Diplomaten und Menschenrechtsgruppen gehabt zu haben. Seit Februar 2020 ist sie nach Angaben des Europarates unter Hausarrest. Der Vaclav-Havel-Preis wurde 2013 geschaffene und ist mit 60.000 Euro dotiert.

Carax-Film "Annette" eröffnet Filmestival in Cannes

Das Musical "Annette" von Leos Carax eröffnet das diesjährige Filmfestival in Cannes. Das kündigte der Festival-Verantwortliche Thierry Frémaux im Radiosender France Inter an. Zugleich bekräftigte er die Absicht, dass das Festival im Juli vor Ort stattfinden soll. Über Carax sagte Freymoux, dieser zeichne sich durch seine "visionäre und rätselhafte" Bildsprache aus. Der Regisseur wurde mit "Die Liebenden von Pont-Neuf" 1991 international bekannt. Bis Ende Mai soll feststehen, welche weiteren Filme um die Goldene Palme konkurrieren. Oscar-Preisträger Spike Lee wird nach der coronabedingten Absage des traditionellen Festivals 2020 dieses Jahr die Jury leiten. Die Filmfestspiele sollen vom 6. bis zum 17. Juli stattfinden.

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