Seit 00:05 Uhr Das Podcastmagazin
Montag, 21.06.2021
 
Seit 00:05 Uhr Das Podcastmagazin

Kulturnachrichten

Sonntag, 11. April 2021

Augsburger Bischof fordert eigenes Diakonat für Frauen

Der Augsburger Bischof Bertram Meier spricht sich für das Diakonat von Frauen als eigenes Amt in der katholischen Kirche aus. Er sehe in einem diakonischen Dienst für Frauen die Zukunft. Allerdings solle dieser ein „eigenes Profil“ haben, sagte Meier der „Augsburger Allgemeinen“. Dieses Diakonat für Frauen dürfe kein „Abklatsch“ des Ständigen Diakonats für Männer sein, so Meier im Zeitungs-Podcast „Über Gott und die Welt“.Vor einem knappen Jahr hatte Meier noch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) gesagt, er sei beim Frauendiakonat skeptisch. Das Diakonat ist eines der ältesten Ämter der Kirche. In der katholischen Kirche wurde die Diakonenweihe zu einer Vorstufe auf dem Weg zur Priesterweihe. Seit Längerem wird in der katholischen Kirche diskutiert, ob das Diakonen-Amt künftig auch Frauen offenstehen soll.

Augsburger Puppenkiste erklärt Corona-Selbsttest

Die Augsburger Puppenkiste will mit einem Video kleinen Kindern erklären, wie Corona-Selbsttests funktionieren. Der acht Minuten lange Film mit dem Titel "Dr. Kasperls Coronatest-Anleitung" ist in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Kultusministerium entstanden. Pünktlich zum Schulstart nach den Osterferien erläutert demnach der Kasperl dem jungen Erdmännchen Erwin, wie wichtig und einfach durchzuführen die Selbsttests im Klassenzimmer sind, um das Coronavirus in Schach zu halten. Der Film zeigt den grundsätzlichen Ablauf von Selbsttests, wie sie ab diesem Montag in allen bayerischen Schulen durchgeführt werden. Das Video macht laut Ministerium „auf die Bedeutung dieser Testungen für die Sicherheit aller Mitglieder der Schulfamilie aufmerksam“.

"Nomadland" gewinnt Preis der US-Regisseure

Der Film "Nomadland" von Regisseurin Chloe Zhao ist vom Verband der US-Regisseure als beste Spielfilm-Regie des Jahres auszeichnet worden. Die Preise der "Directors Guild of America", gelten als guter Indikator dafür, wer bei den Oscars gewinnen wird. Abgesehen vom vergangenen Jahr lagen sie bei der Kür des Siegers in den sechs vorangangenen Jahren jedes Mal richtig. Wegen der Corona-Pandemie findet die Oscar-Verleihung dieses Mal erst am 25. April statt. "Nomadland", hat auch schon andere Preise gewonnen, darunter den Golden Globe für das beste Drama. Der Film handelt von einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes mit einem umgebauten Van durch den Westen der USA reist.

Neue Christus-Statue wird größer als Statue in Rio

Eine neue Christus-Statue, die gerade im Süden Brasiliens gebaut wird, soll noch größer werden als der berühmte "Christus, der Erlöser" in Rio de Janeiro. Sie soll 43 Meter hoch werden und damit fünf Meter höher. In dieser Woche wurden neben dem Kopf auch die ausgebreiteten Arme angefügt. Deren Spannweite beträgt 36 Meter. Das sind acht Meter mehr als bei der Christus-Statue in Rio, die im Oktober 90 Jahre alt wird.

Zukunftsforscher und Bestsellerautor Naisbitt ist tot

Der Zukunftsforscher John Naisbitt ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren in seiner österreichischen Wahlheimat in Velden am Wörthersee, wie seine Familie mitteilte. Naisbitt schrieb Anfang der 1980er Jahre den Weltbestseller „Megatrends“ und prägte den Begriff der Globalisierung. Er sagte den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft voraus und war Berater von US-Regierungen. Ab Mitte der 1990er Jahre richtete Naisbitt seinen Fokus auf den Aufstieg Asiens, insbesondere in China. Naisbitt wurde 1929 in Utah geboren. Nach dem Politik-Studium an den Universitäten Cornell und Harvard arbeitete er für die Konzerne Kodak und IBM sowie für US-Regierungen im Bildungsbereich.Seine Karriere als Trendforscher begann er mit einem Newsletter, für den er Zeitungsartikel aus den USA auswertete.

Australische Fotografin June Newton ist tot

June Newton, die Fotografin und Witwe von Helmut Newton, ist tot. Sie starb gestern im Alter von 97 Jahren in ihrer Wahlheimat Monte Carlo. Das teilt die Helmut Newton Foundation, deren Präsidentin sie war, in Berlin mit. Mit 24 Jahren hatte sie, damals noch Schauspielerin, in ihrer Geburtsstadt Melbourne einen jungen Fotografen kennengelernt, der vor den Nazis aus Deutschland geflohen war. Ein Jahr später heiratete das Paar und blieb fast 60 Jahre zusammen. In den siebziger Jahren begann sie unter dem Pseudonym Alice Springs zu fotografieren und konzentrierte sich bald auf die Porträtfotografie. Für den französischen Sender Canal Plus drehte sie die Dokumentation Helmut by June. Die privaten Fotos, die das Paar gegenseitig von sich machte, erschienen 1998 in dem Bildband Us and Them.

Russische Verfilmung von Herr der Ringe aufgetaucht

Zur Freude von Fantasy-Fans hat das russische Fernsehen eine verloren geglaubte Verfilmung von John Tolkiens "Herr der Ringe" veröffentlicht. Der Film wurde zu Sowjetzeiten mit sehr wenig Geld von Liebhabern in den Leningrader Fernsehstudios produziert und im Jahr 1991 nur einmal im Fernsehen gezeigt. Jetzt wurde der Film im Archiv auf einer Filmrolle wiedergefunden und digitalisiert. Der TV-Kanal bezeichnete den Fund als "Weltsensation", weil es sich um die erste Fernsehverfilmung des Klassikers handele. Die Autorin und Regisseurin der sowjetischen Fassung, Natalia Serebrjakowa, sagte russischen Medien zufolge, dass sie bereit sei, eine Fortsetzung zu drehen. Die Reaktionen auf den Zweiteiler sind unterschiedlich. Einige Zuschauer lobten das Telespektakel als lustigen und "kultigen Trash". Andere kritisierten die billige Umsetzung mit einem Gandalf, der weder Hut noch Bart habe, und mit Hobbits, die von Männern im reiferen Alter gespielt würden. Bei Youtube wurde der erste Teil mehr als eine Millionen mal angesehen.

Antisemitismusbeauftragter kritisiert "Querdenker"-Demo

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) hat eine von der "Querdenker"-Bewegung geplante Demonstration gegen "gleichgeschaltete" Medien an diesem Sonntag in Frankfurt am Main scharf kritisiert. "Wer die Medien in unserem Land als 'gleichgeschaltet' diffamiert, dem geht es längst nicht mehr um Kritik an Corona-Beschränkungen", erklärte Becker in Wiesbaden. "Querdenker" verachteten die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft. Immer unverhohlener nutzten sie Vergleiche mit Nazi-Deutschland, um das gesellschaftliche Klima zu vergiften, und immer öfter verglichen sie die Verbrechen der Nazis mit den Schutzmaßnahmen vor der Corona-Pandemie und verharmlosten damit die Schoah. "Diese Demonstration dient in meinen Augen nicht der freien Meinungsäußerung, sondern der Einschüchterung von Presse, Medien und Gesellschaft. Wer hier mitläuft und applaudiert, der sekundiert dem Extremismus und dem Antisemitismus", betonte Becker, der auch Bürgermeister in Frankfurt ist.

Kulturnachrichten hören

April 2021
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Freitagnacht JewsGute Gespräche in der jüdischen Bubble
Zwei junge Männer sitzen an einem runden, gedeckten Esstisch aus Holz und unterhalten sich. Hinter ihnen befindet sich als gelbe Leuchtschrift das Wort "Jews".  ( WDR / Christian Pries)

Wie ist es, als Jude in Deutschland zu leben? Darüber redet in "Freitagnacht Jews" der Moderator Daniel Donskoy mit wechselnden Gästen. Kritiker Matthias Dell ist begeistert von dem Prinzip, dass hier jüdische Menschen unter sich ein Gespräch führen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur