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Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. April 2020

Schauspielerin und Autorin Barbara Rütting gestorben

Die Schauspielerin, Autorin und Politikerin Barbara Rütting ist tot. Sie starb bereits am Samstag im Alter von 92 Jahren im unterfränkischen Marktheidenfeld, wie erst jetzt bekannt wurde. 1952 debütierte Rütting als Darstellerin in Theater und Film und gewann den Bundesfilmpreis als beste Nachwuchsschauspielerin. Bis in die frühen 1980er-Jahre spielte sie Hauptrollen in insgesamt 45 Filmen, darunter das Antikriegsdrama "Die letzte Brücke". Auch schrieb sie Romane und Ratgeberbücher. Nach ihrer Filmkarriere setzte sich Rütting für Umweltschutz und Tierrechte ein und saß für die Grünen im bayerischen Landtag.

Kehlmann in Auswahl für International-Booker-Preis

Der deutsch-österreichische Schriftsteller Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt") ist mit der englischsprachigen Übersetzung seines Romans "Tyll" in die engere Auswahl für den diesjährigen International-Booker-Preis gekommen. Das teilte die Jury mit. Die Auszeichnung zählt zu den bedeutenden Literaturpreisen Großbritanniens und wird für ins Englische übersetzte Werke vergeben, die in Großbritannien oder Irland veröffentlicht werden. Das Preisgeld beträgt umgerechnet knapp 57 000 Euro und wird je zur Hälfte zwischen Autor und Übersetzer aufgeteilt. Der Gewinner soll am 19. Mai bekannt gegeben werden.

Kulturrat begrüßt geplante Gutscheinlösung

Der Deutsche Kulturrat hat die geplante Gutscheinlösung für gekaufte Tickets für Kulturveranstaltungen begrüßt. Das sei ein wichtiger Akt der Nothilfe, sagte dessen Geschäftsführer Olaf Zimmermann. Die Regelung soll auch für gebuchte Reisen und Sportveranstaltungen gelten. Die EU-Kommission muss dem Maßnahmenpaket noch zustimmen. Die Gutscheine sollen bis Ende 2021 befristet sein und für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden. Hat der Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Kulturveranstalter ihm den Wert erstatten. Geplant sind auch Härtefallklauseln für alle Kunden, denen ein Gutschein wegen ihrer finanziellen Situation nicht zumutbar ist.

Keine Todesstrafe für Journalisten-Mord in Pakistan

In Pakistan wurde das Todesurteil gegen den Mörder des US-Journalisten Daniel Pearl aufgehoben. Stattdessen wurde ein Strafmaß von sieben Jahren Haft festgesetzt. Diese hat der Täter verbüßt, so dass mit seiner baldigen Freilassung gerechnet wird. Pearl war 2002 in Karachi gekidnappt worden. Einen Monat später war seine Leiche gefunden worden. Der Mörder hatte vor drei Jahren Berufung gegen das damalige Urteil eingelegt.

Der Jazz-Pianist Ellis Marsalis ist tot

Der US-Jazzmusiker Ellis Marsalis ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren, wie die Stadt New Orleans mitteilte. Nach Angaben der Familie war Marsalis mit dem Corona-Virus infiziert. Der Pianist stand bis vor wenigen Wochen noch auf der Bühne. Landesweit berühmt wurde Marsalis vor allem durch seine Söhne, die er unterrichtete und die dann zu Jazz-Stars aufstiegen. Es folgten Plattenverträge und Touren des Familien-Patriarchen. Vier seiner sechs Söhne wurden Musiker. Wynton spielt Trompete und ist als künstlerischer Direktor für Jazz am Lincoln Center in New York einer der wichtigsten Fürsprecher der Szene. Branford wurde als Band-Leader in der "Tonight Show" mit Jay Leno bekannt und tourte danach mit Sting. Delfeayo spielt die Posaune und ist als Produzent und Musiker erfolgreich; sein Bruder Jason ist Schlagzeuger und hat eine eigene Band.

Verband warnt vor Kinosterben

Der Hauptverband Deutscher Filmtheater fordert ein millionenschweres Hilfsprogramm für Kinobetreiber. Die Bundesregierung solle einen Stabilisierungsfonds einrichten, um ausgefallene Ticketeinnahmen zu ersetzen. Außerdem müsse es möglich sein, auch für Minijobber und studentische Aushilfen das Kurzarbeitergeld zu beantragen. Andernfalls sei ein massives Kinosterben zu erwarten, warnte der Verband in einem Schreiben.

US-Musiker Adam Schlesinger stirbt an Covid-19

Der US-Musiker Adam Schlesinger ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte sein Anwalt laut amerikanischen Medien mit. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Zahlreiche US-Stars drückten ihr Beileid aus. "Schrecklich traurig heute", schrieb der Schauspieler Tom Hanks, der selbst an Covid-19 erkrankt war, auf Twitter. "Wie schrecklich, ihn mit 52 Jahren durch das Virus zu verlieren", betonte Bestseller-Autor Stephen King. Schlesinger wurde unter anderem durch seine Filmmusiken berühmt. Er komponierte etwa die Musik zur Romantikkomödie "Mitten ins Herz - Ein Song für dich" mit Hugh Grant, die zur Fernsehserie "Crazy Ex-Girlfriend" und die Sesamstraße-Produktion "Elmo the Musical".

Litauen ist Pate des Internationalen Kinderbuchtages

"Bücher helfen gegen Eile": Unter diesem Motto wird heute der Internationale Kinderbuchtag begangen. Die Patenschaft hat in diesem Jahr Litauen übernommen, wie der Arbeitskreis Jugendliteratur mitteilte. Der Erzählforscher Hans-Jörg Uther sagte anlässlich des Kinderbuchtages im Deutschlandfunk Kultur, gerade in Zeiten der Corona-Krise sollten Eltern ihren Kindern Märchen vorlesen, da diese Hoffnung verbreiten würden. Der Kinderbuchtag wird seit 1967 vom "International Board on Books for Young People" veranstaltet.

KMK-Präsidentin: Schulstart nach Ostern fraglich

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, hat Erwartungen an eine rasche Wiederöffnung der Schulen nach der Osterpause gedämpft. "Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Sie verwies auf die Einschätzung der Gesundheitsexperten, "die die Entwicklung der Corona-Infektionen im Blick haben und uns sagen, wann und wie wir die Schulen wieder öffnen können". Wichtig sei eine bundeseinheitliche Regelung in dieser Frage.

Journalistin in Serbien wegen Corona-Bericht verhaftet

Wegen eines kritischen Berichts über den Umgang eines Krankenhauses mit der Corona-Pandemie hat die Polizei in der nordserbischen Stadt Novi Sad eine Journalistin festgenommen. Ana Lalic, Mitarbeiterin des Nachrichtenportals "Nova.rs", sei wegen angeblicher Verbreitung von Falschmeldungen und Schürens von Panik für 48 Stunden in Polizeigewahrsam genommen worden, bestätigte ihr Rechtsanwalt. Lalic hatte in einem von ihr verfassten Bericht behauptet, dass das medizinische Personal des Klinikzentrums Novi Sad nicht über genügend Schutzausrüstung verfüge. Zudem schrieb sie, dass sich mehrere Krankenschwestern möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Das Klinikum dementierte die Behauptungen des Berichts und erstattete Anzeige. Inzwischen ist Lalic wieder auf freiem Fuß.

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