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Kulturnachrichten

Dienstag, 30. April 2019

Obamas produzieren Netflix-Serie über Trump

Der frühere US-Präsident Barack Obama wird zusammen mit seiner Ehefrau Michelle eine Netflix-Serie über seinen Nachfolger Donald Trump produzieren. Die Produktionsfirma der Obamas, Higher Ground Productions, arbeitet an einer Adaption des Buches "Erhöhtes Risiko" des Autors Michael Lewis über die Trump-Regierung, wie der Video-Streamingdienst mitteilte. In dem Buch beschreibt der Bestsellerautor, wie ein vollkommen unvorbereiteter Trump das Präsidentenamt antritt, wie er sich nur mäßig für die Berichte seiner Mitarbeiter interessiert und Behördenposten mit unqualifiziertem Personal besetzt.

Berlinische Galerie muss vorläufig schließen

Wegen unklarer Statikprobleme am Dach muss die Berlinische Galerie vorläufig für Publikum schließen. Die Vorsichtsmaßnahme gelte zunächst für zwei Wochen, teilte die zuständige Hausverwaltung mit. Probleme und Konsequenzen daraus sollen nun genau überprüft werden. Bis die genauen Ergebnisse vorlägen, bleibe das Museum geschlossen. Das Museum nannte zunächst den 15. Mai als Datum. Die 1975 als privater Verein gegründet Berlinische Galerie eröffnete 2004 im aktuellen Gebäude. Das Landesmuseum sammelt in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute.

Adil Demirci muss weiter in der Türkei bleiben

Der wegen Terrorvorwürfen angeklagte Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci muss weiter in der Türkei bleiben. Ein Gericht in Istanbul lehnte während der dritten Verhandlung im Verfahren am Dienstag einen Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre ab. Demirci war Mitte Februar nach rund zehn Monaten aus der Untersuchungshaft freigekommen, durfte aber seitdem Istanbul nicht verlassen. Der Prozess soll am 15. Oktober fortgesetzt werden. Sicherheitskräfte hatten Demirci im April 2018 während eines Familienurlaubs in einer Privatwohnung der Familie festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. Demirci weist die Terrorvorwürfe zurück.

Wuppertaler Museumschef geht

Nach 13 Jahren ist der langjährige Direktor des Wuppertaler Von der Heydt-Museums, Gerhard Finckh, aus dem Amt verabschiedet worden. Seine Monet-Ausstellung im Jahr 2009/10 sei mit 300.000 Besuchern die erfolgreichste Schau in der Geschichte des Museums gewesen, teilte die Stadt am Dienstag mit. Es sei Finckh gelungen, in großem Umfang Förderer und Sponsoren zu gewinnen, erklärte die chronisch klamme Stadt. Seine Ausstellungen bekamen viel Lob und waren Publikumserfolge. Ein Nachfolger ist bislang nicht benannt. Einstweilen leitet die stellvertretende Direktorin Antje Birthälmer kommissarisch das Haus. Das Museum hat eine reiche Sammlung mit Gemälden unter anderem von Claude Monet, Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix und Picasso.

Wissenschaftspreis für Sozialtheoretiker Ashis Nandy

Der indische Sozialtheoretiker und Psychoanalytiker Ashis Nandy erhält den Wissenschaftspreis der Köhler-Stiftung. Nandy, geboren 1937, sei einer der führenden Intellektuellen Indiens und Mitbegründer der weltweiten Postcolonial Studies zur Entwicklung der indischen Gesellschaft und ihrer nachwirkenden Kolonialerfahrungen, teilte der Stiftungsverband mit. In seinem Lehrwerk suche er die Auseinandersetzung mit westlichen und östlichen Gesellschaften. Nandy hatte 1994 den Unesco-Lehrstuhl am Zentrum für europäische Studien der Universität Trier inne. Die Auszeichnung wird am 9. Mai an der Ruhr-Uni in Bochum verliehen. Der mit 80.000 Euro dotierte Hans-Kilian-Preis gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften.

Direktor des Jüdischen Museums verlängert Vertrag

Der Direktor des Jüdischen Museums Berlin, Peter Schäfer, bleibt ein weiteres Jahr im Amt. Der Stiftungsrat der Einrichtung beschloss, den Ende August auslaufenden Vertrag um ein Jahr zu verlängern, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Damit könnten die beiden großen Vorhaben - eine neue Dauerausstellung und das Kindermuseum - wie geplant vorangebracht werden, sagte die Vorsitzende des Stiftungsrats, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Beides soll gemeinsam im Mai 2020 eröffnet werden. Eine Findungskommission unter der Leitung von Grütters soll den Stiftungsrat zudem dabei unterstützen, eine geeignete Nachfolgerin oder einen geeigneten Nachfolger für Schäfer zu gewinnen. Er ist seit September 2014 Direktor des Hauses.

Australischer Dichter Les Murray gestorben

Der australische Dichter Les Murray war neben Derek Walcott und Seamus Heaney der wichtigste zeitgenössische Dichter der englischsprachigen Literatur.Jahrelang zählte er zum Kreis der Favoriten für den Literaturnobelpreis. Les Murray wurde 1938 in der australischen Kleinstadt Nabiac geboren. 1957 ging Les Murray nach Sydney, um dort moderne Sprachen, darunter Deutsch, zu studieren. Während des Studiums, das er nie abschloss, nahm er sich eine Auszeit und trampte durch Australien. Zunächst schrieb er auch Prosa. Mehrfach litt Les Murray an Depressionen und widmete sich fortan ausschließlich der Lyrik. Am 29. April starb Murray im Alter von 80 Jahren.

Das Museo del Prado erhält den Asturien-Preis

Im Jahr seines 200. Jubiläums erhält das Prado-Museum in Madrid den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften. Das Museo del Prado sei "die wichtigste Kulturinstitution Spaniens und eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt", hieß es in der Begründung der Jury. Der Prado setzte sich den Angaben zufolge gegen 30 weitere Kandidaturen aus 14 Ländern durch. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als "die spanischen Nobel-Preise". Sie werden alljährlich in acht Sparten vergeben. Die Preisträger erhalten jeweils 50 000 Euro und die Nachbildung einer Statue von Joan Miró. Die Auszeichnungen werden Ende Oktober von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

Filmstars konkurrieren um US-Theaterpreis Tony

Unter den Nominierten für den US-Theaterpreis Tony sind in diesem Jahr viele bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen. Unter anderem Bryan Cranston ("Breaking Bad"), Adam Driver ("Star Wars") und Jeff Daniels ("Dumm und Dümmer") wurden in New York für den Preis nominiert. Bei den Frauen hofft Oscar-Preisträgerin Annette Bening ("American Beauty") auf einen Preis als beste Hauptdarstellerin für "Alle meine Söhne". Auf die meisten Nominierungen unter den Theaterstücken kommt neben "To Kill a Mockingbird" das IRA-Drama "The Ferryman" mit neun vorgeschlagenen Auszeichnungen. Die Tony Awards werden am 9. Juni in New York von Late-Night-Talker James Corden moderiert und live im US-Fernsehen übertragen. Sie ehren die besten neuen Theaterinszenierungen und Musicals an den rund 40 Broadway-Theatern der Millionenstadt.

Gefängsnisstrafe nach Messerattacke auf Gemälde

In Russland muss ein Mann nach einer Attacke auf ein berühmtes Bild des russischen Malers Ilja Repin zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein Moskauer Gericht befand Igor P. für schuldig, das Gemälde von Zar Iwan dem Schrecklichen und seinem sterbenden Sohn beschädigt zu haben. Im Mai des vergangenen Jahres griff der Mann das Kunstwerk in der Tretjakow-Galerie mit einem Metallpfosten an und behauptete anschließend, er habe das Bild beschädigt, weil es seiner Ansicht nach historisch ungenau sei. Das Gemälde zeigt Iwan den Schrecklichen unmittelbar nachdem er seinen Sohn in einem Wutanfall niedergeschlagen hat. Das 1885 von dem Realisten Repin gefertigte Gemälde trug nach dem Angriff einige Löcher davon und konnte restauriert werden.

Burgtheater-Schauspieler Johann Adam Oest ist tot

Der langjährige Schauspieler des Wiener Burgtheaters ist im Alter von 72 Jahren in Wien gestorben. Der gebürtige Deutsche, der zu seinem 70. Geburtstag zum Kammerschauspieler ernannt wurde, wirkte in seiner Laufbahn in Wien an 68 Inszenierungen mit und wurde vor allem für seinen vielen Rollen als charismatischer Nebendarsteller gefeiert. Am Burgtheater arbeitete Johann Adam Oest unter anderem mit Manfred Karge, Claus Peymann, Luc Bondy, Andrea Breth, Michael Thalheimer und Herbert Fritsch. Zweimal wurde er mit dem Nestroy-Preis für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann würdigte den Schauspieler mit persönlichen Abschiedsworten: "Johann Adam Oest konnte alles spielen und alle wollten mit ihm spielen. Er war der liebenswürdigste Kritiker, der tiefdenkendste Humorist des Hauses, immer absolut integer, von allen geliebt. Er fehlt fürchterlich."

Berliner Theatertreffen plant Frauenquote

Das Berliner Theatertreffen will eine Frauenquote einführen. In den kommenden beiden Jahren soll mindestens die Hälfte der zehn ausgesuchten Stücke von Regisseurinnen stammen. "Im Theatertreffen gibt es ein großes Missverhältnis zwischen männlichen und weiblichen Regisseuren. Und das seit den 1960er Jahren", sagte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer der Deutschen Presse-Agentur. "Ich dachte lange, es geht auch ohne Quote. Aber ich habe einfach gemerkt: Es ändert sich nichts", erklärte Büdenhölzer. Für das Theatertreffen in der Hauptstadt wählt eine Jury jedes Jahr die "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" aus dem deutschsprachigen Raum aus. Bei der aktuellen Ausgabe, die am Freitag (3. Mai) beginnt, stammen drei der zehn ausgesuchten Stücke von Regisseurinnen oder einem überwiegend weiblichen Kollektiv.

Mitbegründer von Woodstock: Festival findet statt

Trotz des Rückzugs des größten Sponsors soll das Festival Woodstock 50 nach Aussage der Organisatoren stattfinden. Sie wollten sicherstellen, dass "der 50. Jahrestag von Woodstock mit einem Festival begangen wird, dessen Namen und Platz in der amerikanischen Geschichte und Kultur es verdient", teilten die Organisatoren des Festivals mit. Der Hauptsponsor hatte kurz zuvor angekündigt, aus der Finanzierung des Festivals auszusteigen. Nun ist unklar, wer für die hohen Gagen von Superstars wie Jay-Z, Santana und Miley Cyrus aufkommen soll. Drei Millionen Dollar Auftrittsgelder sind laut US-Branchenseite "Billboard" bereits gezahlt worden, doch nun fehle weiteres Geld. Woodstock 50 ist für den 16. bis 18. August in Watkins Glen im US-Bundesstaat New York geplant, etwa 180 Kilometer von dem Ort des allerersten Festivals entfernt. Eintrittskarten sollten ursprünglich in der vergangenen Woche verkauft werden, dies wurde jedoch auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Elle Fanning in Festival-Jury von Cannes berufen

Die US-Schauspielerin Elle Fanning ("Somewhere", "Super 8") ist in die Jury der 72. Internationalen Filmfestspiele von Cannes berufen worden. Die 21jährige ist eine von vier Frauen und vier Männern, die in diesem Jahr die Gewinner der begehrten Goldenen Palme bestimmen. Außerdem wurden der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos ("The Favourite") und die italienische Filmemacherin Alice Rohrwacher ("Le meraviglie") ausgewählt. Jury-Präsident ist in diesem Jahr Oscar-Preisträger Alejandro González Iñárritu ("Birdman", "The Revenant"). Die Festspiele in Cannes sind das weltweit wichtigste Filmfestival. Eröffnet wird es am 14. Mai mit der Zombie-Komödie "The Dead Don't Die" des amerikanischen Regisseurs Jim Jarmusch. Der französische Schauspieler Alain Delon (83), der mit Filmen wie "Der eiskalte Engel" und "Der Leopard" Weltruhm erlangte, erhält die goldene Ehrenpalme.

Millionen Europäer hadern mit der Demokratie

Immer mehr Menschen in Deutschland und anderen Ländern sind unzufrieden mit der Demokratie. Das geht aus einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew hervor, die am Montag in Washington veröffentlicht wurde. In Deutschland sagten demnach 43 Prozent, sie seien nicht zufrieden damit, wie die Demokratie funktioniere. Verglichen mit dem Vorjahr, ist das ein Anstieg um 17 Prozentpunkte. Mit 69 Prozent zeigten sich die Anhänger der AfD besonders unzufrieden. Unter Gegnern der rechtspopulistischen Partei waren es dagegen nur 37 Prozent. Auch in anderen europäischen Staaten herrscht Unzufriedenheit mit dem politischen System; dabei schwanken die Werte zwischen 30 Prozent in Schweden und 84 Prozent in Griechenland. Für die Studie wurden zwischen Mai und August 2018 rund 30.000 Menschen in 27 Ländern befragt, darunter zehn in Europa.

US-Regisseur John Singleton gestorben

Der amerikanische Filmregisseur und Produzent John Singleton ist tot. Er sei im Kreise von Angehörigen und Freunden friedlich entschlafen, teilte seine Sprecherin Shannon Barr der Deutschen Presse-Agentur mit. Singleton wurde 51 Jahre alt. Der Regisseur hatte am 17. April einen schweren Schlaganfall erlitten. Der siebenfache Vater wurde in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt. Am Montagmorgen hatten sich die Angehörigen entschlossen, lebenserhaltende Maßnahmen zu stoppen, wie Barr zuvor mitteilte. Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm "Boyz N The Hood" über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen. Er war der erste Afroamerikaner und zugleich der jüngste Regisseur, der damals in der Sparte "Beste Regie" nominiert wurde.

Michael Haneke: Aufnahme in Orden Pour le mérite

Der Filmregisseur Michael Haneke wird Mitglied im Orden Pour le mérite. Haneke ("Das weiße Band") soll am 2. Juni zusammen mit der Theaterregisseurin Andrea Breth offiziell in dem vom Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gegründeten Orden begrüßt werden. Die Laudatio auf Haneke im Berliner Konzerthaus hält der Geiger Gidon Kremer, auf Breth der Schriftsteller Peter von Matt. Protektor des Ordens ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Den Orden tragen - nach den Statuten in seiner seit 1842 bestehenden Form - höchstens 40 in Deutschland und gleich viele im Ausland wirkende Persönlichkeiten, die sich Verdienste in Wissenschaft und Kunst erworben haben.

Experten warnen: Bei Notre-Dame nichts überstürzen

Zwei Wochen nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame warnen mehr als 1000 Experten in einem Appell an Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor Eile beim Wiederaufbau. "Nehmen wir uns Zeit für die Diagnose", schrieben internationale Kunsthistoriker, Denkmalschützer und Universitätsprofessoren in einem offenen Brief, der von der Tageszeitung "Le Figaro" veröffentlicht wurde. Einer der Unterzeichner ist der Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, Mario Kramp. Präsident Macron hatte nach der schweren Beschädigung der über 850 Jahre alten gotischen Kathedrale angekündigt, dass sie innerhalb von fünf Jahren wiederaufgebaut werden soll. Bei dem Brand Mitte des Monats war vor allem das Dach der Kirche im Herzen der Hauptstadt zerstört worden. Als seinen persönlichen Sonderbeauftragten für den Wiederaufbau ernannte der 41-jährige Macron einen General. Für den Wiederaufbau der Kirche müssten Experten angehört werden, heißt in dem Appell. "Die Welt schaut uns zu." Die nötigen Bauarbeiten würden länger dauern als Amtszeiten in der Politik.

Brasilianisches Nationalmuseum benötigt Hilfe

Der Direktor des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro bittet um Spenden. Ein Feuer hatte im vergangenen Jahr große Teile des Hauses zerstört. Etwa 90 Prozent der Ausstellungsstücke wurden vernichtet. Das Museum galt mit seiner geologischen, botanischen und archäologischen Sammlung als eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Südamerikas. Brasilien sei nicht in der Lage, das Museum allein wieder aufzubauen, sagte Direktor Alexander Kellner bei einer Expertentagung zur Rettung zerstörter Kultureinrichtungen in Köln. Dass die finanzielle Hilfe für das brasilianische Nationalmuseum im Vergleich zu der ausgebrannten Pariser Kathedrale Notre-Dame so bescheiden sei, habe natürlich viel mit Brasilien selbst zu tun, sagte Kellner. In dem Land gebe es keine Tradition, wissenschaftliche Institutionen zu unterstützen. Internationale Geldgeber fürchten zudem die Korruption in Brasilien.

Frank Scholze soll Nationalbibliothek leiten

Frank Scholze, seit 2010 Direktor der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie, soll neuer Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek werden. Wie die Bibliothek mitteilte, wird der Verwaltungsrat als oberstes Gremium dem Bundespräsidenten die Berufung Scholzes vorschlagen. Dies entspreche der Empfehlung einer Findungskommission, die ein mehrmonatiges Auswahlverfahren durchgeführt habe. Der 1968 in Stuttgart geborene Scholze studierte Bibliothekswesen, Kunstgeschichte und Anglistik. Ab Januar 2020 soll er die Nachfolge von Elisabeth Niggemann antreten, die zum Jahresende 2019 nach mehr als 20 Jahren in den Ruhestand tritt. Die Deutsche Nationalbibliothek ist mit ihren beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt die zentrale Archivbibliothek Deutschlands. Sie hat als Bundeseinrichtung den Auftrag, alle Publikationen in der Bundesrepublik und alle deutschsprachigen Publikationen im Ausland zu archivieren und bereitzustellen. Seit 2006 gehören dazu auch Internetpublikationen. Zum Bestand der Bibliothek zählen inzwischen 36 Millionen Medieneinheiten.

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