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Montag, 17.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 27. April 2019

Davin Herbrüggen gewinnt 16. "DSDS"-Staffel

Altenpfleger Davin Herbrüggen aus Oberhausen hat die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar (DSDS)" gewonnen. Der 20-Jährige setzte sich am Samstagabend gegen drei weitere Finalisten der 16. Staffel durch. Mit jeweils zwei Liedern - einem Coversong und einem eigenen Titel - traten Davin und seine Konkurrenten Alicia-Awa Beissert aus Bochum, Joana Kesenci aus Gronau und Nick Ferretti aus Palma de Mallorca in der Live-Show an. Die Jury um Musiker Dieter Bohlen gab ihr Urteil ab, über den Gewinner entschied das Zuschauervoting.

Wurde Ägypten von zwei Frauen regiert?

Vor dem legendären Pharao Tutenchamun wurde Ägypten möglicherweise gemeinsam von zwei seiner Schwestern regiert. Zu diesem Schluss kommt die Wissenschaftlerin Valérie Angenot von der Universität Québec in ihrer jüngsten Studie. Demnach kamen die beiden Frauen nach dem Tod ihres Vaters an die Macht, während der gemeinsame Bruder noch zu jung für die Aufgaben eines Herrschers war. Bisher waren Wissenschaftler zwar bereits davon ausgegangen, dass vor Tutenchamun eine Frau über Ägypten herrschte. Angenot kommt nun aber zu dem Schluss, dass sich gleich zwei Frauen das Pharaonenamt teilten. Sie regierten aber unter einem gemeinsamen Namen. "Die Ägyptologie ist eine sehr konservative Disziplin, dennoch wurde meine Idee überraschend gut angenommen", sagte Angenot nach der Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse bei einer Konferenz in den USA.

Lutherpreis für Seyran Ates

Die Frauenrechtlerin Seyran Ates ist in Marburg mit dem Lutherpreis "Das unerschrockene Wort" ausgezeichnet worden. Der Einsatz für Freiheit und Demokratie sei auch in einem Land wie Deutschland leider nicht einfach und keine Selbstverständlichkeit, sagte die in Berlin lebende Anwältin in ihrer Dankesrede. "Wenn ich mich beklage über einen politischen Islam, wenn ich mich fürchte vor rechtsradikalen Deutschen, dann aus denselben Gründen." Diese Extremisten hätten dieselben Wertvorstellungen, betonte die 56-Jährige. Die Preisverleihung in der Lutherischen Pfarrkirche fand unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Ates hat die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin eröffnet. Dort beten Frauen mit und ohne Kopftuch und Männer gemeinsam. Frauen können das Gebet leiten. Außerdem setze sich die Moschee für Homosexuelle ein. Im Andenken an das Wirken Martin Luthers wird "Das unerschrockene Wort" seit 1996 alle zwei Jahre in einer der Lutherstädte vergeben. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Tausende Euro für Comedy-Auftritt im Gefängnis

Mehrere Tausend Euro soll ein einstündiger Auftritt von zwei TV-bekannten Komikern in der JVA Bochum gekostet haben. Das nordrhein-westfälische Justizministerium hat deshalb einen Bericht der Gefängnisleitung angefordert. Für den Bund der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) war die einstündige Show Geldverschwendung. Dem BSBD zufolge dauerte der Auftritt von zwei Mitgliedern der "Rebell Comedy"-Gruppe vor 140 Gefangenen am 7. März 65 Minuten und habe 6000 Euro gekostet. Solche Auftritte seien grundsätzlich sinnvoll für Integration und Resozialisierung. Aber in vergleichbaren Fällen werde den Künstlern nur eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Für die Gruppe "Rebell Comedy" war es nicht die erste Show hinter Gittern. Die aktuelle Debatte wollte der Manager der Gruppe nicht kommentieren.

ZDF muss NPD-Wahlwerbespot nicht senden

Das ZDF muss einem Gerichtsurteil zufolge Wahlwerbung der NPD nicht zeigen. Der Wahlspot zur Europawahl verstoße eindeutig gegen allgemeine Strafgesetze, entschied das Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Der Bericht mache "in Deutschland lebende Ausländer in einer Weise bösartig verächtlich, die ihre Menschenwürde angreift und geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören", so die Begründung des Gerichts. Der Rechtsanwalt der NPD bezeichnete die Entscheidung als nicht nachvollziehbar. Jetzt wird das Bundesverfassungsgericht sich mit der Frage beschäftigen. Auch die ARD habe den Beitrag am Donnerstag zurückgewiesen, da er gegen das Verbot der Volksverhetzung verstoße, so ein Sprechen des rbb.

Vandalismus: Holzkirche im Harz soll versetzt werden

Eine rund 100 Jahre alte Holzkirche im Harz soll umgesiedelt werden, damit sie nicht mehr so oft zum Ziel von Vandalismus wird. Unter anderem wurden die verzierten Bleifenster zerstört. Die Stabkirche Stiege steht in einem abgelegenen Wald. Ziel eines Vereins ist es, die Kapelle zu versetzen - ins rund sieben Kilometer entfernte Dorf. Noch fehlen die Mittel für die Umsiedlung. Ein Grundstück dafür habe die Gemeinde bereits für einen Euro zur Verfügung gestellt, so der Verein Stabkirche. Die Gesamtkosten werden aber auf rund eine Million Euro geschätzt.

Heidi Hetzer wird im engsten Familienkreis beigesetzt

Die Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer, die an Ostern mit 81 Jahren gestorben ist, wird im engsten Familienkreis beerdigt. Das geht aus der Todesanzeige hervor, die kein Datum für die Beisetzung nennt. Die Familie verspricht auf Hetzers Internetseite, "mittelfristig allen eine Gelegenheit zur gemeinsamen Würdigung zu bieten". Die frühere Autohaus-Chefin war in ihrer Berliner Wohnung gestorben. Sie war bis April noch mit einem rosa Landcruiser auf einer längeren Afrika-Tour unterwegs. Hetzer hatte im väterlichen Betrieb Kfz-Mechanikerin gelernt. Mit 31 Jahren übernahm sie das Unternehmen des Vaters, baute es zu einem der größten Autohäuser Berlins aus und stand bis 2012 an seiner Spitze. Als Rallyefahrerin gewann sie mehr als 150 Preise.

Peter Farrelly will Geschichte über Freundschaft drehen

Nach seinem Oscar-Gewinn mit dem Rassismus-Drama "Green Book - Eine besondere Freundschaft" packt der amerikanische Regisseur Peter Farrelly das nächstes Projekt an. Der Filmemacher will die wahre Geschichte des Amerikaners John "Chickie" Donohue inszenieren, der 1967 von New York nach Vietnam reiste, um dort alte Freunde aus seiner Kindheit zu besuchen, die als Soldaten in dem Kriegsgebiet Dienst taten. Vorlage für den Film ist das Buch "The Greatest Beer Run Ever: A True Story of Friendship Stronger Than War" von Donahue und Joanna Molloy. Das berichten die Banchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter".

Iris Berben engagiert sich für Musikdrama über NS-Zeit

Schauspielerin Iris Berben setzt sich in einem Theaterprojekt gegen das Vergessen der Nazi-Verbrechen ein. Sie ist Schirmherrin des Musikdramas "Die Kinder der toten Stadt", das am Frankfurter Musiktheater Papageno zurzeit erstmals aufgeführt wird. "Wir befinden uns europaweit in einer Situation, die rückwärtsgewandt ist. Und wir haben aufgrund unserer Geschichte noch einmal eine besondere Verantwortung", so Berben. In dem Musikdrama geht es um Kinder und Jugendliche im Ghetto Theresienstadt, die auf Anweisung der Nazis eine Kinderoper einstudieren und aufführen, um den Anschein zu erwecken, dass es den Menschen in dem Ghetto gut geht. Das Musikdrama beruht auf einer wahren Begebenheit. Ziel der Projektmacher ist, dass das Stück nach der professionellen Aufführung in Frankfurt von Schulklassen aufgeführt wird, damit sie sich auf diesem Weg mit dem Holocaust auseinandersetzen. Dazu werden Texte, Noten und weitere Materialien zur Verfügung gestellt.

US-Kunstmuseum kritisiert AfD-Wahlwerbung

Das US-Kunstmuseum "Clark Art Institute" hat die AfD aufgefordert, das Gemälde "Sklavenmarkt" des französischen Malers Léon Gérôme nicht länger für ihren Wahlkampf zu benutzen. "Wir verurteilen die Verwendung des Gemäldes scharf" und "bestehen" auf eine Unterlassung, schrieb Museumsdirektor Olivier Meslay laut Nachrichtenagentur AFP an den Berliner Landesverband der Partei. Das Museum sei im Besitz des Gemäldes aus dem Jahr 1866 und lehne dessen Benutzung für eine politische Agenda ab, hieß es weiter. Das von der AfD benutzte Gemälde zeigt Turban tragende, bärtige Männer, die eine nackte Frau zu begutachten scheinen. Dazu hat die Partei auf ihrem Wahlplakat die Slogans "Europäer wählen die AfD" und "Damit aus Europa nicht 'Eurabien' wird" gedruckt.

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Fazit

Fotografien von Susan MeiselasAnsichten eines Genozids
Auf diesem Bild sind Menschen zu sehen, die einer Exhumierung beiwohnen. (Susan Meiselas)

Zerfetzte Kleidungsstücke, Trümmer auf einem Hügel, Massengräber: Susan Meiselas zeigt in ihren Fotografien Spuren des Völkermords an den irakischen Kurden aus dem Jahr 1991. Ihre eindringlichen Bilder sind jetzt in Frankfurt am Main zu sehen.Mehr

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