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Freitag, 13.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. April 2019

Schauspieler Demián Bichir gibt Tod seiner Frau bekannt

Der Schauspieler Demián Bichir hat den Tod seiner Ehefrau Stefanie Sherk bekanntgegeben. Die kanadische Schauspielerin, die auch als Model arbeitete, wurde nur 37 Jahre alt. Seine geliebte Frau sei am 20. April friedlich eingeschlafen, schrieb Bichir am Donnerstag zu einem Foto von Sherk auf seinem Instagram-Account. Dies sei die traurigste und schwierigste Zeit unseres Lebens, schrieb der gebürtige Mexikaner im Namen der Angehörigen. Zu der Todesursache machte Bichir keine Angaben. Freunde und Follower bekundeten auf Instagram ihr Beileid. Es tue ihr so leid, schrieb die deutsche Schauspielerin Diane Kruger. Sherk und Bichir waren seit 2011 ein Paar. Die Kanadierin spielte in mehreren TV-Produktionen und Filmen mit, darunter "Valentinstag" und "Refugio".

Elf Bühnen erhalten Theaterpreis des Bundes

Mit dem Theaterpreis des Bundes werden in diesem Jahr elf Bühnen aus dem gesamten Bundesgebiet geehrt. Die diesjährigen Gewinner beeindruckten durch außergewöhnliche Produktionen, ihr künstlerisches Gesamtprogramm oder durch strukturelle Zukunftsentscheidungen, die bundesweite Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienten, hieß es in einer Erklärung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger. Die Preisverleihung findet am 27. Mai im thüringischen Gera statt. Zu den Preisträgern zählen das Theater Thikwa Berlin, das Piccolo Theater Cottbus, das Theater Erlangen, die Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg, das Boat People Project aus Göttingen, die Oper Halle, das HELIOS Theater aus Hamm, das Puppentheater Magdeburg, das Landestheater Schwaben in Memmingen, der Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim sowie Theater Rampe aus Stuttgart. Jede Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 75.000 Euro verbunden.

Neues Prince-Album mit unveröffentlichten Songs

Drei Jahre nach dem Tod von Superstar Prince erscheint im Juni ein Album mit seinen Versionen von Hits, die er für andere Künstler schrieb. Bei den 15 "Originals" handelt es sich um sogenannte Demos; Rohfassungen, die Prince selbst einspielte, um sie den Künstlern vorzustellen: Etwa von "Nothing Compares 2 U", mit dem Sinead O'Conor den internationalen Durchbruch schaffte, Sheila E.s "The Glamouros Life" und Kenny Rogers' "You're My Love". Auch "Manic Monday", das Prince für die Bangles schrieb, und The Times' "Jungle Love" werden so zu hören sein, wie sie der Komponist selbst interpretierte. Zusammengestellt wurde das Album von Jay-Z. 14 der 15 Tracks sind bislang unveröffentlicht geblieben.

"Cumhuriyet"-Mitarbeiter müssen ins Gefängnis

Sechs ehemalige Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" müssen nach einem gescheiterten Berufungsverfahren ins Gefängnis. Unter anderem treten der Karikaturist Musa Kart und der Reporter Güray Öz ihre Haftstrafe an, wie der Anwalt Abbas Yalcin bestätigte. Insgesamt waren im April vergangenen Jahres 14 "Cumhuriyet"-Mitarbeiter wegen Unterstützung von Terrororganisationen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Berufungsverfahren von acht Angeklagten, die zu weniger als fünf Jahren verurteilt wurden, war schon im Februar gescheitert. Als Beweise in dem international verfolgten Prozess dienten vor allem Artikel aus der "Cumhuriyet". Die Verurteilten bewerten das Verfahren als politisch motiviert.

Rami Malek als Bösewicht im neuem James-Bond-Film

Oscar-Gewinner Rami Malek spielt im nächsten James-Bond-Film mit. Malek ließ am in einer Video-Botschaft durchblicken, dass er den Bösewicht in dem Agentenfilm spielt. Der Regisseur des 25. Bond-Films, Cary Fukunaga, kündigte zudem an, dass neben Hauptdarsteller Daniel Craig auch die französische Schauspielerin Léa Seydoux und ihr britischer Kollege Ralph Fiennes wieder mit von der Partie sind. Die Besetzungsliste wurde in einer Villa des Bond-Erfinders Ian Fleming im Karibikstaat Jamaika präsentiert. Wie der neue Streifen über den britischen Geheimagenten 007 heißt, teilte Fukunaga nicht mit. Der 51-jährige Craig spielt Bond zum fünften und nach eigenen Angaben auch zum letzten Mal auf Verbrecherjagd.

Holocaust-Gedenkkonzert mit deutscher Beteiligung

Das Holocaust-Gedenkkonzert des Jerusalemer Symphonieorchesters findet in diesem Jahr erstmals mit deutscher Beteiligung statt. Bei dem Konzert am 30. April spielt das israelische Orchester unter der Leitung des deutschen Dirigenten Gerhardt Müller-Goldboom. Auch der deutsche Bariton Roman Grübner ist beteiligt. Die Idee für die Kooperation mit Deutschland stammt von dem israelischen Musiker Daniel Fradkin, der bei dem Konzert die Viola d'amore spielt. Kernstück ist die Symphonie "Janusz Korczak" des deutschen Komponisten Oskar Gottlieb Blarr. Der jüdisch-polnische Kinderarzt, Schriftsteller und Pädagoge Korczak war besonders durch seinen selbstlosen Einsatz für Kinder berühmt geworden. Er ging 1942 mit 200 Kindern aus seinem Waisenhaus in den Tod im deutschen Vernichtungslager Treblinka, obwohl er sein eigenes Leben hätte retten können.

Alexander Klar wird Hamburger Kunsthalle leiten

Der Direktor des Museums Wiesbaden, Alexander Klar, wird zum 1. August neuer Leiter der Hamburger Kunsthalle. Der 50-Jährige folgt auf Christoph Martin Vogtherr, der überraschend zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gewechselt war. "Mit Alexander Klar übernimmt einer der spannendsten und vielseitigsten Museumsmacher Deutschlands die Leitung von Hamburgs größtem Museum", sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) in Hamburg. Als Direktor des Museums Wiesbaden habe Klar moderne und innovative Akzente gesetzt, mit denen das Museum heute weit in die Stadtkultur hinein wirke. Die Hamburger Kunsthalle beherbergt eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands mit Werken von Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Ernst Ludwig Kirchner und Edvard Munch.

Fortsetzung von "Clockwork Orange" entdeckt

Forscher in Manchester haben eine unveröffentlichte Fortsetzung des Buchklassikers "A Clockwork Orange" im Nachlass des britischen Autors Anthony Burgess gefunden. Das Manuskript mit dem Arbeitstitel "The Clockwork Condition" sei in den Jahren 1972 und 1973 geschrieben worden, berichteten britische Medien. Kurz zuvor hatte Stanley Kubrick "A Clockwork Orange" unter demselben Titel verfilmt. Darin geht es um den Anführer einer Gang gewalttätiger Jugendlicher. Nach seiner Festnahme soll er vom Staat mittels Gehirnwäsche zu einem friedlichen Bürger umerzogen werden. Bei der nun entdeckten Fortsetzung handelt es sich laut dem Literaturprofessor Andrew Biswell aber nicht um einen Roman, sondern um eine "bedeutende philosophische Abhandlung über die gegenwärtige Natur des Menschen". Den Medienberichten zufolge beschäftigt sich das Werk zudem mit der Empörung über Kubricks Verfilmung seines Romans, ist in Teilen aber auch eine Autobiografie.

Experten beginnen Untersuchung von Notre-Dame

Wissenschaftler der französischen Polizei und andere Ermittlungsexperten untersuchen erstmals seit dem Feuer die Kathedrale Notre-Dame. Teams von drei Polizeibehörden gingen hinein, um Proben zu nehmen und nach Spuren für die Brandursache zu suchen, sagte ein Polizeibeamter. Das Feuer hatte in der vergangenen Woche das Dach der Pariser Kathedrale zerstört. Polizisten hatten sie danach bereits besucht, konnten sie aber nicht gründlich untersuchen, solange das Bauwerk nicht gesichert worden war. Laut Polizei wurde das Feuer möglicherweise von einem Kurzschluss verursacht, der im Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten gestanden haben könnte. Die Pariser Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben allen Hinweisen nach.

Hollywood-Stern von Donald Trump erneut beschädigt

Donald Trumps Stern auf dem berühmten "Walk of Fame" in Hollywood ist erneut beschädigt worden. Diesmal ging ein Unbekannter mit Sprühfarbe zur Sache, wie US-Medien berichteten. Der Internetdienst TMZ.com veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie jemand die Plakette mit schwarzer Farbe besprüht und dann in Weiß die Worte "Putins Bitch" darüber schreibt. Der Vandalismus Mittwochnacht erfolgte wenige Tage nach Veröffentlichung des Abschlussberichts zu den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller. Trump war 2007 für seine Fernsehsendungen mit einer Sternenplakette ausgezeichnet worden. Mit Einzug des Unternehmers in den Präsidentschaftswahlkampf wurde die Plakette wiederholt zur Zielscheibe für Protestaktionen und Vandalismus.

"Dallas"-Star Ken Kercheval ist tot

Ken Kercheval, einem Millionen-Publikum als Cliff Barnes aus der Kultserie "Dallas" bekannt, ist tot. Der 83jährige starb am Ostersonntagabend in seiner Heimatstadt Clinton in Indiana, teilte sein Manager Jeff Fisher mit. Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als ewig unterlegener Gegenspieler von J.R. Ewing (Larry Hagman), aus der in den 80er Jahren produzierten Hit-Serie. "Dallas"-Schauspielerin Victoria Principal würdigte Kercheval als "enorm talentierten" Kollegen mit schlauem Humor. In der TV-Serie spielte sie Pamela Barnes, die Halbschwester von Kerchevals Figur Cliff Barnes.

Claudia Cardinale bringt Kleider unter den Hammer

Die italienische Kinolegende Claudia Cardinale lässt einen Teil ihrer Garderobe versteigern, darunter auch Stücke, die sie in ihren Filmen getragen hat. Die 130 Kleider, Kostüme und Mäntel kämen vom 28. Juni bis 9. Juli online unter den Hammer, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Die Kleidungsstücke von Modeschöpfern wie Emilio Schuberth, Roberto Capucci und Nina Ricci seien eine "Hommage an die italienische Mode" und stammten aus der Zeit vom Ende der 50er Jahre bis Anfang der 80er Jahre. Eines der begehrtesten Stücke dürfte ein schwarzes Paillettenkleid mit Blumen sein, das die heute 81-jährige Filmdiva auf der Oscar-Verleihung im Jahr 1965 trug. Sein Wert wird auf 6000 bis 8000 Euro geschätzt. Im Januar war bei der Versteigerung von Kleidern des Modeschöpfers Yves Saint Laurent aus dem Besitz der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve eine Rekordsumme erzielt worden.

Modebloggründer Carl Jakob Haupt gestorben

Carl Jakob Haupt, der Mitbegründer des Berliner Modeblogs "Dandy Diary" ist tot. Das berichtete des Magazin "Monopol" mit Bezug auf die Instagramm-Mitteilung von Haupts Frau Giannina. Carl Jakob Haupt studierte Politikwissenschaften und gründete 2009 mit seinem Schulfreund David Roth den Männer-Mode-Blog "Dandy Diary", der zu einem der erfolgreichsten deutschen Fashion-Blogs wurde. Immer wieder fielen die beiden Betreiber durch konzeptionelle und provokante Aktionen auf, die weit über Modeberichterstattung hinausgingen. Immer wieder kritisierten sie auch unmenschliche Produktionsbedingungen in der Mode. 2016 eröffneten Carl Jakob Haupt und David Roth ihr veganes Restaurant "Dandy Diner" in Berlin-Neukölln. Haupt trat auch auf zahlreichen Kunstveranstaltungen als DJ auf. Carl Jakob Haupt wurde nur 34 Jahre alt, nach Angaben seiner Frau starb er bereits am Karfreitag an den Folgen einer Krebserkrankung.

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