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Kulturnachrichten

Freitag, 27. April 2018

Römersiedlung bei Autobahnbau in Bulgarien entdeckt

Aktivisten fordern Verlegung der Trasse

Der Fund einer alten römischen Siedlung in Bulgarien sorgt für Komplikationen beim Bau einer wichtigen Verbindungsautobahn nach Griechenland. Bei den Arbeiten im Südwesten Bulgariens fanden Arbeiter Reste von Gebäuden, ein Bad, eine Kirche sowie die Kanalisation einer römischen Siedlung, wie bulgarische Medien berichten. Die Funde sollen aus dem 3. bis 6. Jahrhundert stammen. Schon einmal hatten historische Funde für Verzögerungen beim Bau der Trasse gesorgt. Damals war eine gut erhaltene römische Grabstätte mit zwei Kammern entdeckt worden. Aktivisten fordern nun, dass die Autobahntrasse verlegt wird.

Gericht spricht Prags Nationalgaleriechef Titel zu

Richter erteilten Präsident Zemans Weigerung eine Absage

Seit drei Jahren weigert sich Tschechien Präsident Milos Zeman, den Prager Nationalgaleriedirektor, Jiri Fajt, zum Professor für Kunstgeschichte zu ernennen. Damit allerdings überschritt Zeman seine Kompetenzen. Das entschied jetzt ein Gericht. "Das ist ein unzulässiger Eingriff in die Autonomie der Hochschulen", hieß es zur Begründung. Geklagt hatten Fajt und die im Jahr 1348 gegründete Prager Karls-Universität. Zeman hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Fajt angeblich bei Verhandlungen über einen Sponsoringvertrag einen Teil des Geldes als Zuschlag zu seinem Gehalt gefordert habe. Fajt wies den Vorwurf als konstruiert zurück und veröffentlichte daraufhin die Höhe seines Gehalts: umgerechnet 3300 Euro monatlich.

Langfristige Stellen für NS-Raubgutforschung gefordert

Zur Zeit treffen sich die NS-Raubgutforschenden aus Deutschland und Österreich

Mehr als 30 000 Bücher sind in den vergangenen zehn Jahren als NS-Raubgut in Bibliotheken in Deutschland identifiziert worden. "Doch die derzeitige Suche nach unrechtmäßig angeeigneten Büchern während des Nationalsozialismus leisten aktuell hauptsächlich Projektmitarbeiter. Wir sehen Bund und Länder in der Pflicht, für die Herkunftsforschung in den Einrichtungen langfristige Stellen für diese Arbeit zu schaffen, sagte Jana Kocourek, Mitglied der Kommission Provenienzforschung des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv), in Bautzen. Dort trafen sich in dieser Woche die NS-Raubgutforschenden aus Deutschland und Österreich. Die sächsische Stadt war die erste Kommune, die ein systematisches Forschungsprojekt zu NS-Raubgut vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert bekam.

Zwei Experten sagen dem Max-Stern-Projekt ab

Düsseldorf plant Ausstellung über jüdischen Kunsthändler für 2019

Das umstrittene Düsseldorfer Ausstellungsprojekt über den jüdischen Kunsthändler Max Stern (1904-1987) muss auf zwei dafür angefragte Fachleute aus Kanada verzichten. Die Kunstexperten hätten mitgeteilt, dass sie sich an den Aktivitäten der Stadt Düsseldorf zu Geschichte und Vermächtnis von Max Stern nicht beteiligten. Das teilte das "Max Stern Art Restitution Project" im kanadischen Montreal mit. In diesem Projekt forschen die Erben des Sammlers nach Bildern, die Stern unter dem Druck der Nationalsozialisten verkaufen musste. Die für Herbst 2019 angekündigte Ausstellung in Düsseldorf wird bereits im zweiten Anlauf geplant. Im vorigen Herbst hatte die Stadt das Vorhaben erst abgesagt und dann verschoben.

Cottbus: Generalmusikdirektor soll nach Kritik gehen

Belegschaft hatte sich nach cholerischen Ausfällen beschwert

Nach wachsender Kritik am Führungsstil des Generalmusikdirektors am Staatstheater Cottbus, Evan Alexis Christ, will sich das Theater offensichtlich von ihm trennen. Der Vorstandsvorsitzende der sich um den Theaterbetrieb kümmernden Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus - Frankfurt (Oder), Martin Roeder, erklärte: "Evan Alexis Christ ist als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Cottbus bis zum Ende der Spielzeit beurlaubt; wir streben die Beendigung des Arbeitsverhältnisses an." In den vergangenen Wochen war aus der Belegschaft Kritik an Christ öffentlich geworden. Die Rede ist von cholerischen Ausfällen.

Abba hat zwei neue Songs aufgenommen

Laut Medienberichten ist auch eine digitale Tour geplant

Gut 35 Jahre nach ihrer Auflösung hat die legendäre schwedische Band Abba zwei neue Songs aufgenommen. Das teilten die Bandmitglieder am Freitag in Stockholm mit. Die Aufnahmen hätten großen Spaß gemacht, hieß es in der Mitteilung von Agnetha Fältskog (68), Benny Andersson (71), Björn Ulvaeus (73) und Anni-Frid "Frida" Lyngstad (72). "Es war so, als ob die Zeit stillgestanden habe, und wir waren nur für einen kurzen Urlaub weg." Eines der Lieder, "I still have faith in you", soll demnach bei einer gemeinsamen Fernsehproduktion von NBC und BBC im Dezember zu hören sein. Der britische "Independent" berichtet zudem, dass für 2019 oder 2020 eine Tour geplant sei – allerdings werden die vier Abba-Mitglieder nur digital auf der Bühne stehen, als so genannte Abbatars.

Kenia verbietet Festival-Film für Cannes

"Rafiki" erzählt die Liebesgeschichte zweier Frauen

Der erste kenianische Film, der jemals beim Festival in Cannes gezeigt wird, ist in Kenia verboten. Die Regisseurin des Streifens über eine Liebe zwischen zwei Frauen teilte die Entscheidung der Behörden mit. "Ich bedauere es sehr, ankündigen zu müssen, dass unser Film "Rafiki" in Kenia verboten wurde», schrieb Wanuri Kahiu auf Twitter. "Wir glauben, erwachsene Kenianer sind reif und kritisch genug, um heimischen Inhalt zu sehen, aber ihr Recht darauf ist ihnen verweigert worden." Der Film soll bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes vom 8. bis 19. Mai gezeigt werden.

Sanierungspause für Berliner Bauhaus-Museum

Wiedereröffnung ist für 2023 geplant

Das Berliner Bauhaus-Museum schließt an diesem Sonntag für eine mehrjährige Sanierungspause. Das vom Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfene Gebäude im Berliner Stadtteil Tiergarten wird 40 Jahre nach seiner Eröffnung saniert und bekommt einen Erweiterungsbau. Die Wiedereröffnung ist für 2023 geplant. Das "Bauhaus-Archiv - Museum für Gestaltung", so der volle Name, beherbergt die weltweit größte Sammlung der berühmten Architektur- und Designschule. Sie war mit ihren avantgardistischen Konzepten international prägend für die Klassische Moderne. Am letzten Tag vor der Pause gibt es ein Abschiedsfest mit einem zehnstündigen künstlerischen Programm unter dem Motto "Au revoir".

Erstmals Regisseurin für "Star Trek"-Film im Gespräch

S.J. Clarkson verhandelt über den Regieposten für "Star Trek 4"

Die nächste Fortsetzung der "Star Trek"-Saga könnte erstmals von einer Frau inszeniert werden. Die britische Regisseurin S.J. Clarkson verhandle mit dem Studio Paramount Pictures über den Regieposten für "Star Trek 4", wie die Branchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter" berichteten. Das Skript für "Star Trek 4" stammt von J.D. Payne und Patrick McKay. J.J. Abrams soll erneut als Produzent an Bord sein. Clarkson inszenierte zuletzt die britische Krimiserie "Collateral" mit Carey Mulligan.

Charles Neville von "The Neville Brothers" ist tot

Saxofonist mit 79 Jahren gestorben

Der amerikanische Musiker Charles Neville, der dem Brüder-Quartett "The Neville Brothers" aus New Orleans angehörte, ist tot. Nach US-Medienberichten starb er gestern im US-Staat Massachusetts an Krebs. Der Saxofonist wurde 79 Jahre alt. Er wurde 1938 als zweitältester der vier Brüder Art, Charles, Aaron und Cyril in der Jazz- und Soul-Metropole New Orleans geboren. In den 1970er Jahren schlossen sich die Brüder zu den "Neville Brothers" zusammen, die mit einer Mischung aus Country-Soul, Rhythm 'n' Blues, Jazz und Funk Erfolg hatten. "Yellow Moon", "Brother's Keeper" und "Sister Rosa" zählten zu ihren größten Hits.

"Drei Tage in Quiberon" mit sieben Lolas geehrt

Filmpreis-Gala im Palais am Berliner Funkturm

Der Film "Drei Tage in Quiberon" ist mit sieben Auszeichnungen der Abräumer bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Filmpreises. Bei der Gala im Palais am Berliner Funkturm wurde der Film über ein Interview der deutschen Film-Legende Romy Schneider in der Bretagne mit der goldenen Lola als bester Spielfilm ausgezeichnet. Marie Bäumer erhielt für ihre Darstellung von Schneider eine Lola-Trophäe als beste Hauptdarstellerin und die Filmemacherin Emily Atef wurde als beste Regisseurin geehrt. Für die beste männliche Hauptrolle bekam Franz Rogowski in dem Melodram "In den Gängen" den Deutschen Filmpreis.

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