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Kulturnachrichten

Montag, 2. April 2018

Winnie Madikizela-Mandela ist tot

Ex-Frau von Nelson Mandela wurde 81 Jahre alt

Die Ex-Frau des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, Winnie, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Ihr Sprecher bestätigte entsprechende Berichte südafrikanischer Medien. Winnie Madikizela-Mandela war die zweite Ehefrau des im Jahr 2013 verstorbenen ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Die Ex-Frau des weltberühmten Anti-Apartheid-Kämpfers war im Januar mit Nierenproblemen in ein Krankenhaus in Johannesburg eingewiesen worden. Der spätere Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela verbrachte wegen seines Kampfes gegen die Apartheid 27 Jahre im Gefängnis, bei seiner Freilassung 1990 wurde er von Winnie empfangen. Das Paar hatte sich jedoch während der Gefängniszeit entfremdet und trennte sich 1992, nach 38 Jahren Ehe folgte 1996 die Scheidung.

Türkei will Dündar auf Interpol-Fahndungsliste setzen

Ehemaliger "Cumhuriyet"-Chefredakteur lebt zurzeit in Deutschland

Die Türkei will den in Deutschland lebenden Journalisten Can Dündar auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation Interpol setzen. Ein Istanbuler Gericht habe das Justizministerium aufgefordert, Dündar mittels einer sogenannten Red Notice bei Interpol suchen zu lassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem sei ein Haftbefehl ausgestellt worden. Hintergrund seien Veröffentlichungen aus dem Jahr 2015 in der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", die Waffenlieferungen der türkischen Regierung an islamistische Rebellen in Syrien belegen sollen. Der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur war im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht kassierte das Urteil Anfang März jedoch und entschied, dass Dündar sich in einem neuen Verfahren auch wegen "Spionage" verantworten müsse.

Warnstreik am Schauspiel Frankfurt

Zwei Vorstellungen abgesagt

Wegen eines kurzfristig anberaumten Warnstreiks hat das Schauspiel Frankfurt am Ostermontag zwei Vorstellungen abgesagt. Das "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers im Großen Haus und Woody Allens "Husbands and Wives" in den Kammerspielen wurden vom Spielplan ersatzlos gestrichen. Den Betroffenen wurde auf der Website der Bühnen eine Entschädigung oder Umtausch angeboten. Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Städtischen Bühnen in der Technik sowie unter anderem auch an der Kasse zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Damit soll den Forderungen der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Nachdruck verliehen werden.

Naomi Campbell fordert "Vogue Afrika"

Campell nimmt zur Zeit an der "Arise Fashion Week" in Lagos teil

Model Naomi Campell fordert in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters das Modemagazin "Vogue" auf, eine afrikanische Ausgabe des Blattes herauszubringen. Campell hält sich momentan in der nigerianischen Handelsstadt Lagos auf, um an der "Arise Fashion Week" teilzunehmen. "Es sollte eine "Vogue Afrika" geben", sagte sie, "es gab eine arabische Ausgabe, die afrikanische wäre der nächste Schritt." Herausgeber Condé Nast International hat bisher nicht auf die Forderung reagiert.

Unesco: Kreuzfahrtschiffe gefährden Weltkulturerbe

Weltkulturorganisation warnt vor Umweltverschmutzung und "Übertourismus"

Die Weltkulturorganisation Unesco warnt vor den negativen Folgen durch Kreuzfahrt-Tourismus auf Weltkulturerbestätten. "Es gibt Probleme mit der Umweltverschmutzung durch die Schiffe, und mit Übertourismus", sagte Mechtild Rössler, Unesco-Direktorin für Kulturerbe, der "Wirtschaftswoche". Die Branche investiere nicht genug in den Schutz des Weltkulturerbes: "Sie gefährdet die Orte, mit denen sie ihr Geld verdient." Besonders in Venedig gilt die Situation als kritisch. "Dort können die Wellen der großen Schiffe Erosionen an den Gebäuden verursachen", sagte Rössler. Die Unesco diskutiere bereits darüber, die Stadt auf die schwarze Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten zu setzen. Aber auch kleinere Städte wie das estnische Tallinn oder das kroatische Dubrovnik leiden demnach unter dem Ansturm von Kreuzfahrttouristen. "Diese historischen Städte können nicht so viele Touristen gleichzeitig aufnehmen", sagte die Unesco-Direktorin. Die Kreuzfahrtbranche müsse mehr in nachhaltigen Tourismus investieren.

Kim Jong Un guckt K-Pop

Nordkoreanischer Machthaber zeigte sich "tief bewegt"

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich nach Berichten der nordkoreanischen Staatsmedien vom ersten Auftritt südkoreanischer Popmusiker in Pjöngjang seit 13 Jahren "tief bewegt" gezeigt. Das Konzert im Großen Theater im Osten Pjöngjangs habe sein Verständnis der Populär-Kunst auf südlicher Seite vertieft, wurde der Diktator zitiert. Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap soll Kim der erste der drei bisherigen nordkoreanischen Machthaber aus der Herrscher-Dynastie der Kims gewesen sein, der einem Konzert südkoreanischer Musiker beigewohnt hat. Das Konzert kam als Folge der Annäherung beider Länder seit Anfang des Jahres zustande. Die südkoreanische Delegation umfasst neben in Südkorea gefeierten Popstars (K-Pop) auch Regierungsvertreter und ein Taekwondo-Showteam.

Erste Roma-Biennale in Berlin

Theater, Konzerte, Performances und Ausstellungen rund um den Welt-Roma-Tag

Am Maxim Gorki Theater in Berlin startet am 7. April die erste Roma-Biennale. Das viertägige Festival unter dem Motto "Come out now!" präsentiert Theater, Konzerte, Performances und die Ausstellung "Gypsyland", die das Werk des Künstlers Damian Le Bas zeigt. Gorki-Regisseurin Yael Ronen bringt das Stück "Roma Armee" auf die Bühne. Nach Angaben des Theaters ist es die erste Biennale, die von Roma-Künstlern und -Künstlerinnen aus Europa selbst organisiert wird. Sie findet zum Welt-Roma-Tag am 8. April statt, an dem auch eine "Romaday-Parade" durch die Stadt zieht.

US-Produzent und Serienautor Steven Bochco tot

Schöpfer von "NYPD Blue" und "Polizeirevier Hill Street" stirbt an Leukämie

Der US-Serienproduzent und Autor Steven Bochco ist tot. Der 74-Jährige starb im Kreis seiner Angehörigen, wie sein Assistent mitteilte. Bochco schrieb in den 1980er und frühen 90er Jahren erfolgreiche Fernsehserien wie "NYPD Blue" und "Polizeirevier Hill Street" und gewann zehn mal die Auszeichnung Primetime Emmy Award. Seine Serien galten mitunter als gewagt, vor allem wegen ihrer ungeschönten Darstellungen der Realität. Die Unterhaltungsindustrie habe mit Bochco einen "Visionär" verloren, erklärte Disney-Chef Robert Iger im Kurznachrichtendienst Twitter. Der Produzent Joss Whedon sagte: "Steven Bochco hat das Fernsehen mehr als einmal verändert. Er ist eine Legende."

Art-Cologne-Direktor: Auch Berlin hat reiche Sammler

"Dass es in Berlin keine Sammler gibt, ist ein Mythos"

Ungeachtet seines "Arm aber sexy"-Rufs hat Berlin nach Einschätzung des Art-Cologne-Direktors Daniel Hug mittlerweile zahlungskräftige Kunstfreunde. "Dass es in Berlin keine Sammler gibt, ist ein Mythos", sagte der 49 Jahre alte Amerikaner in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Koelnmesse hatte im vergangenen Jahr die Berliner abc (art berlin contemporary) übernommen und mit ihr die Art Berlin gegründet. Die erste Ausgabe im September sei sehr gut gelaufen, versicherte Hug. "Die Stadt hat 3,2 Millionen Einwohner, da muss es bestimmt mindestens 200 geben, die ein großes Portemonnaie haben und sich für Kunst interessieren", erläuterte er. "Und mehr braucht man eigentlich gar nicht."

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