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Dienstag, 18.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 18. Juni 2019

Ralf-Dahrendorf-Preis geht nach Marburg

Zwei Redakteure der "Oberhessischen Presse" in Marburg haben den Ralf-Dahrendorf-Preis für Lokaljournalismus erhalten. Andreas Schmidt und Björn Wisker wurden für ihre Aufarbeitung fragwürdiger Grundstücksgeschäfte einer Tochtergesellschaft der Stadt Marburg ausgezeichnet. Die Preisträger seien ein hervorragendes Beispiel dafür, dass guter Journalismus lebe, sagte der Herausgeber der "Badischen Zeitung", Thomas Hauser, bei der Preisverleihung am Montagabend im Freiburger Konzerthaus. Den zweiten Preis bekamen Redakteurinnen und Redakteure der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" für eine Faktenanalyse zu Unterrichtsausfällen an Schulen. Der dritte Preis ging an Alice Echtermann vom "Weser-Kurier" für eine einfühlsame Schilderung eines Bremer Problembezirks. Der nach dem deutsch-britischen Soziologen und Politiker Ralf Dahrendorf benannte Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Gestiftet wird er vom Badischen Verlag.

Kunstsammlerin Gloria Vanderbilt gestorben

Die Kunstsammlerin Gloria Vanderbilt ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Sie entstammte einer der reichsten Familien der USA und betätigte sich im Laufe ihres Lebens als Model, Schauspielerin und Designerin. Vanderbilt war eine glamouröse Erscheinung und ein Liebling der Regenbogenpresse. Sie war auch eine anerkannte bildende Künstlerin, die malte, zeichnete und Installationen herstellte. Außerdem schrieb sie Romane, Bücher über Kunst wie Wohnkultur und natürlich ihre Memoiren.

Art Basel dementiert beschädigtes Kunstwerk

Die Meldung, dass eine Dreijährige eine Skulptur vom Sockel gerissen und einen Schaden von 50.000 Euro verursacht haben soll, verbreitete sich schnell. Jetzt dementierte die Art Basel die Nachricht. Das Kunstwerk sei nicht beschädigt worden, habe die Galerie mitgeteilt. Auf Wunsch der Galerie könne man keine weiteren Details bekannt geben.

Weltkongress begrüßt Rücktritt von Peter Schäfer

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat den Rücktritt des Direktors des Jüdischen Museums in Berlin, Peter Schäfer, begrüßt. "Wir brauchen keine Leiter von jüdischen Institutionen, die sich mit der BDS-Bewegung identifizieren", sagte WJC-Präsident Ronald Lauder laut Mitteilung in New York. Der emeritierte Judaistik-Professor Schäfer war in der vergangenen Woche zurückgetreten. Auslöser war ein Tweet des Museums mit einer Leseempfehlung zur israelkritischen Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen). Darin hatten jüdische und israelische Wissenschaftler kritisiert, dass der Bundestag BDS als antisemitisch eingestuft hatte. Die BDS-Kampagne fordert ein Ende der israelischen Besatzung des Westjordanlands, des Gazastreifens und Ost-Jerusalems, die Israel 1967 erobert hat und ruft dazu auf, keine israelischen Waren zu kaufen.

"Runtergespart": Lübecker Theaterdirektor wirft hin

Wegen der seiner Meinung nach unzureichenden Finanzhilfe des Landes Schleswig-Holstein verlässt der Lübecker Theaterdirektor Christian Schwandt das Haus. Er habe seinen Vertrag zum 31. Juli 2020 gekündigt, sagte Schwandt der Deutschen Presse-Agentur. Noch spielten die Theater in Lübeck, Kiel und das Landestheater Schleswig-Holstein quasi in der zweiten Liga. "Jetzt laufen wir in Lübeck Gefahr, viertklassig zu werden", warnte Schwandt, der seit 2007 in der Stadt arbeitet. Sein Hauptvorwurf ist die nach seiner Ansicht viel zu geringe Dynamisierung der Landeszuschüsse um jährlich 1,5 Prozent. Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien (CDU) sagte: "Wir wissen, dass die Theater in Schleswig-Holstein mehr Geld benötigen, und ich werde mich auch weiterhin für eine bessere Ausstattung einsetzen."

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