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Kulturnachrichten

Dienstag, 25. April 2017

Maren Ade in der Jury von Cannes

Das Internationale Filmfestival beginnt am 17. Mai

"Toni Erdmann" wird sie niemals verlassen. Nachdem Maren Ade für ihren Film viele Auszeichnungen und eine Nominierung für den Auslands-Oscar erhalten hat, gehört die Regisseurin nun zur Jury der 70. Ausgabe des renommierten Filmfests in Cannes. Über die Vergabe der Goldenen Palmen werden außerdem der italienische Regisseur Paolo Sorrentino, US-Schauspielerin Jessica Chastain, der südkoreanische Regisseur Park Chan Wook, die französische Schauspielerin Agnès Jaoui, der französische Filmmusik-Komponist Gabriel Yared und Hollywood-Star Will Smith entscheiden. Den Jury-Vorsitz übernimmt der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar.

Google startet Initiative gegen Fake News

"Project Owl" soll künftig minderwertigen Content aus Suchergebnissen verbannen

Google hat eine Initiative gestartet, um stärker gegen gefälschte Nachrichten und Hassbotschaften im Netz vorzugehen. Der Internet-Konzern kündigte das "Project Owl" (Projekt Eule) an, mit dem "minderwertiger Content" aus seinen Suchergebnissen und anderen Diensten weitgehend verbannt werden soll. Dabei sollen menschliche Testpersonen den Suchalgorithmus entsprechend trainieren, sagte Google-Ingenieur Pandu Nayak der dpa. Die Tester bekommendie Suchergebnisse vor und nach der Algorithmus-Änderung zu sehen und müssen beurteilen, welches besser ist. "Dieses Feedback hat keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking einzelner Seiten, hilft uns jedoch dabei, Daten zur Qualität unserer Suchergebnisse zu sammeln und Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu erkennen", schrieb Ben Gomes, VP of Engineering, Google Search, in einem Blogeintrag. Bei der Autocomplete-Funktion wird Google künftig bei den Vorschlägen auf Begriffe verzichten, die als sexuelle Beschimpfung, Hassrede oder als Bedrohung bestimmter Gruppen empfunden werden können. Außerdem bekommen die Google-Anwender die Möglichkeit, Autocomplete-Vorschläge zu bewerten und anstößige Worte zu melden. Diese Funktion wird aber zunächst nur auf Englisch verfügbar sein.

Die Echo Jazz Preisträger 2017

Der Bundesverband Musikindustrie BVMI hat sie bekanntgegeben

Die Jury des Echo Jazz hat entschieden: Norah Jones und das Branford Marsalis Quartet gewinnen als internationale Stars einen Preis. Bei der Gala am 1. Juni in Hamburg werden aber auch deutsche Musiker wie das Joachim Kühn New Trio, Lucia Cadotsch, Eva Kruse, Frederik Köster und Daniel Erdmann und Anna-Lena Schnabel ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind Diego Piñera, Antonio Sanchez, Émile Parisien, Kenny Barron und Michael Wollny. Zwei Sonderpreise gehen an den Fotografen und Autor Arne Reimer für die Produktion der beiden Porträtbände "American Jazz Heroes" und "E.S.T. Symphony". Wer den Echo Jazz für sein Lebenswerk erhält, wollen die Veranstalter zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Kein Urteil im Prozess um Facebook-Nachlass

Beide Seiten erhalten 14 Tage Zeit, um sich außergerichtlich zu einigen

Im Prozess um die Regelung von Facebook-Nachlässen wurde vorerst kein Urteil gefällt. Das Berliner Kammergericht gab beiden Seiten Zeit, sich innerhalb von 14 Tagen außergerichtlich zu einigen. Es ging um die Frage, ob Facebook den Eltern eines verstorbenen Mädchens Zugang zu dessen Benutzerkonto verschaffen muss. Geklagt hatte eine Mutter, deren Tochter 2012 unter bislang ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war. Die Eltern erhoffen sich von den Chat-Nachrichten Rückschlüsse auf die Todesursache der damals 15-Jährigen. In einem ersten Urteil hatte das Berliner Landgericht im Sinne der Klägerin entschieden. Die Richter wollten den digitalen Nachlass nicht anders behandelt sehen als den analogen Nachlass wie Briefe oder Tagebücher. Facebook war daraufhin in Berufung gegangen und hatte argumentiert, dass von einer solchen Offenlegung auch andere Nutzer und Nutzerinnen betroffen seien, die mit dem Mädchen gechattet hätten.

TV-Serie "Weissensee" ohne Katrin Sass

Die Schauspielerin habe Termin-Gründe angegeben, erklärt die ARD

Die "Bild"-Zeitung meldete zuerst, was das Erste Deutsche Fernsehen jetzt bestätigt hat: Schauspielerin Katrin Sass scheidet auf eigenen Wunsch aus der ausgezeichneten Serie "Weissensee" aus. Die 60jährige hatte als Bürgerrechtlerin Dunja Hausmann eine der Hauptrollen gespielt. Gerade haben die Dreharbeiten der vierten Staffel begonnen. Sie wird sechs Folgen haben. Neu dabei sind Jördis Triebel und Florian Stetter. Der Sendetermin steht noch nicht fest.

Art-Cologne-Chef attackiert Schweizer Konkurrenz

Daniel Hug kritisiert Beeinflussung des Kunstmarktes

Die Art Cologne hat sich gerade mit der "art berlin contemporary" zusammen getan. Nun erhebt der Kölner Kunstmessen- Direktor Daniel Hug schwere Vorwürfe gegen die Schweizer Messegesellschaft MCH Group, die international immer weiter expandiert und Anfang des Jahres bei der Art Düsseldorf eingestiegen ist. "Kunstmessen sollten den Kunstmarkt spiegeln und nicht beeinflussen", sagte er. "Wenn die Schweizer überall in der Welt Ableger gründen, dann haben sie eine solche Macht über den Kunstmarkt, dass das viel regionale Kultur verdrängt. Das ist auch eine Form von Kolonialismus." Gleichzeitig verteidigte Hug die Art Cologne als Messe, deren Aufgabe es sei, den deutschen Kunstmarkt auch regional zu stützen. Die 51. Art Cologne präsentiert an die 200 Aussteller und dauert von Mittwoch bis Samstag.

Bekanntgabe der Gewinner des Karlsbader Kristallglobus

Unter den Preisträgern sind US-Filmkomponist Howard und der britische Regisseur Ken Loach

Der US-amerikanische Filmkomponist James Newton Howard wird mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals im tschechischen Karlsbad (Karlovy Vary) geehrt. Der 65-Jährige werde die Auszeichnung für außerordentliche Verdienste um das Weltkino bei der Eröffnungsfeier am 30. Juni entgegennehmen, teilten die Veranstalter mit. Howard komponierte unter anderem die Musik zu Hollywoodfilmen wie "Pretty Woman", "Batman Begins" und "Die Tribute von Panem - The Hunger Games". Einen Kristallglobus erhalten auch die britischen Filmemacher Ken Loach und Paul Laverty für ihre sozialkritischen Filme. Das Festival in der böhmischen Bäderstadt Karlsbadbesteht besteht seit 1946 und ist eines der ältesten Europas. Die 52. Festivalsaison läuft vom 30. Juni bis 18. Juli.

Florian Harms wird Chefredakteur von "t-online.de"

Ehemaliger SpOn-Chefredakteur wechselt ab 1.September zu dem Newsportal

Florian Harms, früherer Chefredakteur von "Spiegel Online", wird am 1. September neuer Chefredakteur des Newsportals "t-online.de". In dieser Funktion werde Harms neben Marc Schmitz auch als Geschäftsführer der Ströer News Publishing GmbH tätig sein, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Bis zum Start von Harms soll Arne Henkes, Director Content bei der Ströer Content Group, die Chefredaktion interimistisch führen. Harms erklärte, das Portal "t-online.de" systematisch ausbauen und "zu einer führenden publizistischen Stimme entwickeln" zu wollen. Die Internetplattform "t-online.de" gehört seit vergangenem Jahr zum Kölner Werbevermarkter Ströer. Der Konzern hatte sie Medienberichten zufolge zusammen mit dem Telekom-Werbevermarkter Interactive Media für rund 300 Millionen Euro erworben.

Wikipedia-Gründer plant Nachrichtenportal

"WikiTribune" soll Fake News entgegen wirken

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will mit einer neuen Nachrichtenplattform den Kampf gegen gefälschte Nachrichten im Netz aufnehmen. Nach dem Prinzip des Online-Lexikons Wikipedia sollen die Nachrichten dabei von einer Gemeinschaft aus Mitarbeitern und Freiwilligen auf Fakten geprüft werden. "WikiTribune" soll ohne Anzeigen auskommen und sich stattdessen über Spenden finanzieren. Das Nachrichten-Geschäft sei zerstört, aber man könne es reparieren, sagte Wales in einer Videoaufzeichnung. Im Netz habe die Finanzierung über Anzeigen vor allem dazu geführt, dass Nachrichten um jeden Preis für Klick-Raten verbreitet würden - oft ohne jegliche Faktenkontrolle, sagt Wales. Dagegen wolle "WikiTribune" die Faktenlage der Nachrichten transparent gestalten. Dafür sollen zum Start zunächst mindestens zehn Journalisten eingestellt werden.

US-Schriftsteller Robert M. Pirsig gestorben

Er wurde 88 Jahre alt

"Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten": Dieses Buch hat Kultstatus und machte Robert M. Pirsig Anfang der 70er Jahre international bekannt. In seinem Haus in Maine ist er nun gestorben, wie sein Verlag mitteilte. Sein Bestseller war einst von über 100 Verlagen abgelehnt worden. Pirsig veröffentlichte darüber hinaus nur noch das Buch "Lila: oder ein Buch über Moral".

Bei Böhmermanns US-TV-Debüt piept's

Der Satiriker war Gast in der TV-Show "Late Night With Seth Meyers"

Keine 10 Minuten dauerte der Auftritt von Jan Böhmermann. Sie wurde am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit von NBC ausgestrahlt. Das amerikanische Fernsehpublikum forderte er mit Scherzen wie: "Comedy wurde in Deutschland erst vor zwei Jahren per Referendum legalisiert. Es war ein knappes Ergebnis. Aber Ironie ist immer noch illegal". Sein Gastgeber Seth Meyers konterte: "Hier ist es präsidial." Den größten Lacher soll Böhmermann geerntet haben, als er auf die Frage, wie in Deutschland bewertet worden sei, dass US-Präsident Trump Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer ersten Begegnung nicht die Hand gegeben hatte, sagte: "Die Medien haben sich vorher gefragt: 'Oh Gott. Wird er sie an die Pussy fassen?' Am Ende waren wir überrascht, dass er nicht mal ihre Hand angefasst hat." Besonders freute sich Böhmermann über den mehrfachen Einsatz des Piep-Tons, mit dem im US-Fernsehen anstößige Wörter zensiert werden.

Zeitschriftenbranche in Deutschland legt leicht zu

Das teilte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger mit

Im vergangenen Jahr konnte mit dem Verkauf von Zeitschriften rund 14,8 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. 2015 waren es 14,7 Milliarden Euro. Diesen leichten Anstieg vermeldet der VDZ. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass die verkaufte Gesamtauflage bei Publikumszeitschriften um 3,5 Millionen gesunken ist. Waren es 2015 98,1 Millionen wurden 2016 nur noch 94,6 Millionen verbucht - E-Paper-Ausgaben einberechnet. Die elektronische Variante legte, um 15 Prozent auf 2,9 Millionen Exemplare zu. Von den 87 Magazinen, die im letzten Jahr neu aufgelegt worden sind, wurden 53 wieder eingestellt. Trotzdem verzeichnet das erste Quartal 2017 bereits 18 neue Titel.

Kritik an der Verteidigung Tom Kummers durch seinen Verlag

Literaturkritiker wundert sich über offensichtlich fehlende Kommunikation

"Ein Verlag, dem bewusst ist, wie Tom Kummer arbeitet, hätte mit dem Autor vorher reden können": So hat der Tagesspiegel-Journalist Gerrit Bartels im Deutschlandradio Kultur die Verteidigung des Aufbau Verlags kommentiert. SZ-Autor Tobias Kniebe hatte bekanntgemacht, dass Kummer in seinem Roman-Debüt unter anderem Stellen aus Büchern von Kathy Acker, Frédéric Beigbeder und Richard Ford verwendete ohne dies kenntlich zu machen. Aufbau-Geschäftsführer Gunnar Cynybulk erläuterte eine Pressemitteilung seines Verlags so: „Tom Kummer kann nicht anders kreativ arbeiten, als er es tut und ist nicht einmal auf der Ebene des Bewusstseins". Literatur sei immer ein Gespräch mit Literatur. Es werde immer direkt oder indirekt zitiert. Die Grenzen seien entscheidend.

Karl-Heinz Petzinka neuer Chef der Kunstakademie Düsseldorf

Er folgt auf Rita McBride

Der Senat der Kunstakademie Düsseldorf hat Karl-Heinz Petzinka zum neuen Rektor gewählt. Er wird seine Amtsperiode am 1. August antreten. Der 1956 in Bocholt geborene Petzinka ist seit 2008 an der Kunstakademie tätig. Er ist Professor für Baukunst. An der Bergischen Universität Wuppertal lehrte er ab 1988.

Elton John soll schwer erkrankt sein

Der 70jährige sagte seine Konzerte im April und Mai ab

Eine "gefährliche und ungewöhnliche" bakterielle Infektion nach seiner Tournee durch Südamerika: Das ist der Grund, weshalb Elton John zwei Nächte auf einer englischen Intensivstation verbrachte und danach noch "länger" im Krankenhaus blieb. Nach seiner Entlassung vor drei Tagen müsse er sich auf Anraten seiner Ärzte weiter ausruhen. "Infektionen dieser Art sind selten und potenziell tödlich", ließ Elton John in einer Mitteilung wissen. Seine Ärzte erwarteten eine vollständige Genesung. Ende März hatte der Brite seine Welttour zwischen Texas und Brasilien unterbrochen, um seinen runden Geburtstag zu feiern.
Im Juni und Juli will John unter anderem in Mannheim, Berlin und Hamburg auf der Bühne stehen.

Stuttgart baut keine neue Konzerthalle

Das beschloss der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater

Das historische Opernhaus in Stuttgart muss saniert werden. Wo aber während vieler Jahre unterkommen? Die Option eines "Hybrid-Baus" in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist vom Tisch. Ein Konzerthaus müsse anders konzipiert sein als die Interimsstätte einer Oper, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Stuttgart brauche ein gutes Konzerthaus und kein "nachgenutztes Irgendwas", ergänzte Staatssekretärin Petra Olschowski. Bis Juli soll nun entschieden werden, ob die Oper auf ein Gelände des Hauptbahnhofs zieht, als "Oper am Fluss" nahe des Daimler-Museums oder im nördlichen Rosensteinpark unterkommt. Bis zu sieben Jahre könnte die Generalsanierung des gut 100 Jahre alten Gebäudes dauern. Die Kosten sind auf rund 400 Millionen Euro veranschlagt.

Offener Künstler-Brief gegen Konzert von Radiohead in Israel

Zu den Unterzeichnern gehören Roger Waters, Alice Walker und Desmond Tutu

Die Band Radiohead wird gedrängt, ein für den 19. Juli geplantes Konzert in Tel Aviv abzusagen. Internationale Künstler der politischen Kampagne "Boycott, Divestment and Sanctions" appellieren an die Briten, sich wegen der israelischen Palästinenser-Politik ihrem Boykott anzuschließen. "Da sich Radiohead für die Freiheit der Tibeter einsetzt, fragen wir uns, warum (die Band) sich weigert, ein anderes Volk unter ausländischer Besatzung zu verteidigen", heißt es. Zahlreiche Künstler weigern sich aus politischen Gründen, in Israel aufzutreten. Unter ihnen sind Stevie Wonder, Carlos Santana und Lauryn Hill. Andere, etwa die Rolling Stones, Paul McCartney, Elton John und Bon Jovi, gaben dagegen in den vergangenen Jahren Konzerte in Israel.

Nora Sternfeld wird documenta-Professorin

Die Österreicherin wird ab 2018 vor allem zu Ausstellungstheorie und -praxis lehren

Die Österreicherin Nora Sternfeld erhält die documenta-Professur der Kunsthochschule Kassel. Teil ihrer Aufgabe werde neben Forschung und Lehre der Aufbau eines geplanten documenta-Instituts sein, berichtete die Universität Kassel, zu der die Kunsthochschule gehört. Das Institut soll unter anderem das bestehende documenta-Archiv erhalten. Zu den Forschungsschwerpunkten Sternfelds zählen unter anderem Theorie und Praxis des Ausstellens, Kritische Museumsforschung, Kunstvermittlung und Bildungstheorie. Sternfeld tritt die Professur in Kassel am 1. Januar 2018 an.

Neue These zum Wetter in Munchs "Schrei"

Eine Norwegerin stellt sich gegen die gängige Betrachtung des Bildes

Edvard Munch könnte ein seltenes Phänomen am Himmel zu seinem berühmtesten Werk inspiriert haben. Das glaubt die Meteorologin Helene Muri. Vor mehr als 120 Jahren könnte ihr Landsmann künstlerisch sogenannte Perlmuttwolken verarbeitet haben. Kunsthistoriker gehen davon aus, dass Munch Himmelsfarben beschrieb, die durch eine Vulkanstaubwolke nach dem gewaltigen Ausbruch des Krakatau in Indonesien 1883 entstanden. Diese Himmelsfärbung sei ein paar Jahre lang fast täglich zu sehen gewesen sein, erläuterte Muri. Der Maler habe jedoch die Vision, die ihn 1892 inspirierte, als einmaliges Erlebnis beschrieben. "Plötzlich wurde der Himmel rot wie Blut", schrieb er. Das passe zu Perlmuttwolken, die selten im Polarwinter zu beobachten sind. Extrem intensive Farben entstehen bei sehr niedrigen Temperaturen und hoher Feuchtigkeit.

Prozess gegen Kunstberater Achenbach wird neu aufgerollt

Verfahren wird vor dem Landgericht Düsseldorf neu verhandelt

Es geht um 24,6 Millionen Euro, die die Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht einfordert. In einem ersten Zivilprozess war der heute 65 Jahre alte Achenbach Anfang 2015 wegen Betrugs beim Verkauf von Kunst und Oldtimern an Berthold Albrecht zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt worden. Die Albrecht-Familie hatte ihre Zivilklage später noch einmal um mehrere Millionen erhöht. Das Oberlandesgericht hatte das Urteil gegen Achenbach in der Berufung als "unzulässiges Teilurteil" eingestuft und an das Landgericht zurückverwiesen. Dieses ließ erkennen, dass es nur kleine Korrekturen an dem ersten Urteil vornehmen werde. Achenbach war 2015 wegen Millionenbetrugs an seinem 2012 gestorbenen Duzfreund Albrecht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Inzwischen ist der einstige Kunstberater im offenen Vollzug. Achenbachs Firmen sind insolvent, die Firmen-Kunstsammlung wurde zwangsversteigert. Eine Entscheidung will das Gericht am 20. Juni verkünden.

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