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Kulturnachrichten

Samstag, 15. April 2017

Jamiroquai trauert um ehemaligen Keyboarder Toby Smith

Musiker starb bereits am Dienstag im Alter von 46 Jahren

Die britische Band Jamiroquai trauert um das ehemalige Mitglied Toby Smith.
Der Keyboarder starb bereits am Dienstag mit 46 Jahren. Ohne Toby Smith hätte es kein Jamiroquai gegeben - so wird Jay Kay, der Frontmann von Jamiroquai, zitiert. Smith starb der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge am Dienstag im Alter von 46 Jahren. In einem Nachruf auf der offiziellen Facebook-Seite der Band würdigte Kay den Einfluss des Keyboarders, der von 1992 bis 2002 zu Jamiroquai gehörte. In dieser Zeit feierte die Gruppe ihre bislang größten Erfolge. Den internationalen Durchbruch schaffte die Band 1996 mit "Travelling Without Moving". Smiths Musik sei von einer "erstaunlichen Alchemie in der Akkord-Struktur, Vollendetheit im Timing und scheinbar mühelosen und virtuosen Solos" geprägt, schrieb Kay. Woran Smith genau starb, wurde zunächst nicht bekannt.

Musikschule freut sich über Böhmermanns Angebot

TV-Satiriker will sämtliche Einnahmen von "Menschen Leben Tanzen Welt" an die Stiftung Rheinische Musikschule weitergeben

Die Rheinische Musikschule freut sich über das Angebot des TV-Satirikers Jan Böhmermann, die Einnahmen aus seinem Satire-Song auf die Popindustrie an die Einrichtung zu spenden. Wie eine Sprecherin der Stadt Köln bestätigte, bot Böhmermann in einer Email an den Leiter der Musikschule an, sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf des Chart-Songs "Menschen Leben Tanzen Welt" sowie Lizenzierungen und sonstige Einkünfte an die Stiftung Rheinische Musikschulen weiterzugeben. Das Geld solle zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, habe es in dem Schreiben weiter geheißen. Das in der vorletzten Sendung präsentierte Musikstück von "Jim Pandzko feat. Jan Böhmermann" ist ein bissiger Kommentar auf die deutsche Musikbranche, die Böhmermann als "seelenlose Kommerzkacke" der sogenannten deutschen Pop-Poeten kritisierte, die mit dem Echo ausgezeichnet werde. Der Songtext stamme von fünf Schimpansen aus dem Gelsenkirchener Zoo, die die Verse aus Schnipseln zusammentrugen, wie es hieß.

Kostenloser Eintritt für Humboldtforum nicht sicher

Berliner Kultursenator sieht Bund in der Pflicht

Der kostenlose Eintritt in das geplante Humboldt Forum im Berliner Schloss ist nach Ansicht des Berliner Kultursenators Klaus Lederer noch nicht beschlossene Sache. "Ich bin eigentlich dafür, alle Museen eintrittsfrei zu machen", sagte Lederer der Deutschen Presse-Agentur. "Das kostet aber Unmengen. Eine Debatte um soziale Gerechtigkeit, die eine ernsthafte Umverteilung von Reich zu Arm einschließt, wird auf Bundesebene nicht mal geführt - darüber wird im Zusammenhang mit der Finanzierungsfrage zu reden sein." Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte in Aussicht gestellt, den Eintritt in den ab 2019 geplanten Museumskomplex kostenfrei zu machen. Lederer sagte, dabei müssten auch die Auswirkungen auf die anderen Museen im Umkreis bedacht werden. Der Kultursenator sieht bei der Entscheidung vor allem den Bund in der Pflicht.

Plácido Domingo will auf dem Jakobsweg pilgern

Opernstar betet laut eigener Aussage vor jedem Auftritt

Der spanische Opernstar Plácido Domingo setzt bei seiner Stimmgewalt auf göttlichen Beistand. "Vor jedem Auftritt bete ich zur heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Musik, und zu Sankt Blasius, dem Schutzheiligen des Halses", sagte Domingo der "Welt am Sonntag". Er wünsche sich auch, auf Pilgerreise zu gehen. "Trotz meines übervollen Terminkalenders möchte ich noch den Camino de Santiago gehen - zumindest einige Kilometer davon", sagte der 76-Jährige. Dass seine Stimme noch immer da ist, führt der Opernstar auch auf seine Disziplin und seine "robuste Grundkonstitution" zurück. Domingo feiert in diesem Sommer sein 50-jähriges Bühnen-Jubiläum. Nach wie vor ist er als Sänger, Dirigent und Chef der Oper in Los Angeles das ganze Jahr über aktiv. Allerdings musste er sich in den vergangenen Jahren zunehmend von Tenor- auf Bariton-Rollen umstellen.

Papst-Bulle gegen Luther wird ausgeliehen

Bannandrohungsbulle gilt als Schlüsseldokument der Reformation

Das Sächsische Staatsarchiv leiht der nationalen Sonderschau "Luther und die Deutschen" auf der Eisenacher Wartburg das handschriftliche Original der päpstlichen Urkunde gegen Martin Luther. Diese sogenannte Bannandrohungsbulle ist laut Innenministerium eines der Schlüsseldokumente der Reformation. Das 85 mal 57 Zentimeter messende Pergament ist eine von drei erhaltenen handschriftlichen Urfassungen, die am 15. Juni 1520 in der Kanzlei von Papst Leo X. in Rom angefertigt und mit dem päpstlichen Bleisiegel versehen wurden. Die beiden anderen befinden sich in Stuttgart und Wien. Mit der öffentlichen Verbrennung der vielfach verbreiteten päpstlichen Bulle am 10. Dezember 1520 in Wittenberg hatte Luther den Bruch mit der katholischen Kirche vollzogen. Das Papier enthält 41 theologische Aussagen des Reformators, die der Papst als ketzerisch erklärte, und die Aufforderung zum Widerruf unter Androhung des Kirchenbanns.

Olga Peretjatko-Mariotti überzeugt Publikum der New Yorker Met

Sopranistin sprang kurzfristig für erkrankte Sängerin ein

Aufgrund von Allergien war die Darstellerin der Hauptfigur Violetta in Verdis "La Traviata", Carmen Giannattasio, nicht in der Lage, zu singen. Deshalb holte der Chef der renommierten New Yorker Metropolitan Opera, Peter Gelb, Peretjatko-Mariotti auf die Bühne. Die aufstrebende Sängerin hatte zwar schon die Violetta gesungen, doch nicht oft und noch nie in der New Yorker Met. Die Rolle gilt wegen der dramatischen Verwandlung des Charakters und der nahezu pausenlosen Bühnenpräsenz als besonders schwierig. Anfangs habe das Publikum nicht erfreut reagiert, als Opernchef Gelb es über die Umstände aufklärte, berichtete Peretjatko-Mariotti. Aber anschließend hätten viele Zuschauer ihr auf ihrer Facebook-Seite gedankt. Die "Energie", die sie vom Publikum gespürt habe, sei unbeschreiblich.

Schriftsteller Gerd-Peter Eigner gestorben

Autor wurde 74 Jahre alt

Wie die Verlegerin Catharine J. Nicely der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, starb Eigner bereits am Donnerstag nach langer Krankheit in einem Berliner Krankenhaus. In ihrem Verlag PalmArtPress hatte der Schriftsteller im Oktober 2016 seinen ersten Gedichtband "Mammut" veröffentlicht. Kurz danach sei er krank und zunehmend schwächer geworden, sagte Nicley. Eigner wurde in Malapane in Oberschlesien (heute Ozimek/Polen) geboren und wuchs in Wilhelmshaven auf. Nach seiner Arbeit als Lehrer in Bremen war er seit 1971 freier Autor. Seit 1998 war er in Berlin und im italienischen Olevano Romano zu Hause. Zu seinem Werk gehören auch Bühnenstücke, Hörspiele und Gedichte. Eigner erhielt zahlreiche Preise, etwa 2009 den in Darmstadt verliehenen Kranichsteiner Literaturpreis und den Eichendorff-Literaturpreis.

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