Seit 23:00 Uhr Nachrichten

Montag, 17.06.2019
 
Seit 23:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Freitag, 7. April 2017

Streik im Centre Pompidou beendet

Einigung über den Status neu eingestellter Mitarbeiter

Nach fast zwei Wochen Streik ist das Pariser Centre Pompidou wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Museumsleitung teilte mit, das mit den Gewerkschaften eine Einigung über den Status neuer Museumsmitarbeiter und ihre Entlohnung erzielt wurde. Der Kulturkomplex, der unter anderem das Nationale Museum für moderne Kunst beherbergt, feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag.

Erich-Salomon-Preis für Fotograf Antanus Sutkus

Sutkus Fotos zeigen "die Widrigkeiten des Lebens oder beobachten dessen bescheidene Freuden"

Der Erich-Salomon-Preis 2017 der Deutschen Gesellschaft für Photographie geht an den in Litauen geborenen Fotografen Antanus Sutkus. Im kalten Krieg und unter sowjetischer Herrschaft sei das Unterfangen des Fotografen "kühn und weder von Obrigkeit noch Kunstbürokratie gewollt" gewesen, erklärte die Gesellschaft. "Sein Bild der Menschen wie der Gesellschaft entsprach so gar nicht dem sowjetischen Ideal, sondern zeigte die Widrigkeiten des Lebens oder beobachtete dessen bescheidene Freuden". Sutkus, Jahrgang 1939, begann in den 1950er Jahren, die Menschen seines Heimatlandes zu fotografieren, das damals eine besetzte sowjetische Teilrepublik war. Die Preisverleihung soll am 23. Juni in Berlin stattfinden.

Ägyptischer Filmkritiker Samir Farid gestorben

Noch im Februar war er mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet worden

Der ägyptische Filmkritiker und Autor Samir Farid ist am 4. April nach langer Krankheit verstorben, wie die Berlinale heute in einer Pressemitteilung bekannt gab. Farid begleitete die Berlinale jahrelang und wurde noch im Februar 2017 vom Festival mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet. Seine Laufbahn begann nach dem Filmstudium in Kairo im Jahr 1965 bei der Tageszeitung Al-Gomhoreya, für die er insgesamt 38 Jahre als Kritiker arbeitete. Farid gründete mehrere Filmfestivals und die Vereinigung der ägyptischen Filmkritiker, später kam er immer wieder als Jurymitglied bei renommierten internationalen Filmfestivals zum Einsatz. In den 1980ern war er Korrespondent für Variety, 2004 wechselte er zur Tageszeitung Al-Masry Al-Youm. "Mit Samir Farid haben wir eine wichtige Stimme der arabischen Welt verloren. Sein Engagement und seine Leidenschaft für das Kino waren unvergleichlich, und ich verliere einen langjährigen Freund", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Bettina Jahnke wird Intendantin am Hans Otto Theater

Jahnke wird Nachfolgerin von Tobias Wellemeyer in Potsdam

Die Findungskommission des Potsdamer Hans Otto Theaters hat sich für Bettina Jahnke als neue Intendantin entschieden. Für die Position hatte es 11 Gruppen- und 69 Einzelbewerbungen gegeben. Die 53-Jährige ist zur Zeit Leiterin des Rheinischen Landestheaters in Neuss (Nordrhein-Westfalen) und übernimmt ab Juli 2018 den Posten von Tobias Wellemeyer, der das Theater nach neun Jahren verlässt.

DJ in Tunesien wegen Gebetsruf-Remix verurteilt

Dax J in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

Wegen eines Auftritts im tunesischen Touristenort Hammamet ist der britischer DJ Dax J in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Er habe gegen Anstand und öffentliche Moral verstoßen, weil er den muslimischen Gebetsruf zu einem Remix verarbeitet hatte, erklärte ein Gerichtssprecher. Ein Video des Auftritts zeigt Clubbesucher, die zu dem mit Musik unterlegten Gebetsruf tanzen. Es wurde im Internet verbreitet und löste in sozialen Medien eine erregte Debatte aus. Der Club wurde von den Behörden geschlossen. DJ Dax J und die Clubbetreiber haben sich inzwischen entschuldigt.

Bürger von Lesbos erhalten Menschenrechtspreis

Für ihr Engagement für Flüchtlinge

Der diesjährige Menschenrechtspreis des Konzerthauses Düsseldorfer Tonhalle geht an die Bürger und die Gemeinde der griechischen Insel Lesbos. Der Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker und Initiator des Preises, Adam Fischer, sagte zur Begründung, dass die Bürger von Lesbos mit ihrer Solidarität und ihrem Flüchtlingscamp Kara Tepe große Menschlichkeit bewiesen. "Kara Tepe ist ein Zeichen der Hoffnung in einem Europa, das eine zunehmend abwehrende Haltung gegenüber Menschen zeigt, die aufgrund von Krieg, Hunger oder religiöser und politischer Unterdrückung ihre Heimat verlassen müssen." Der Preis wird am 23. April in Düsseldorf an Stavros Myrogiannis, den Direktor von Kara Tepe, stellvertretend für alle Helfer vor Ort überreicht und ist mit 10 000 Euro dotiert.

Trier gibt grünes Licht für Karl-Marx-Statue aus China

Stadtrat entscheidet, dass die Statue 2018 aufgestellt werden kann

Pünktlich zum 200. Geburtstag von Karl Marx wird in Trier eine große Karl-Marx-Statue aus China in der Nähe der Porta Nigra aufgestellt. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit für das Projekt. "Ein großer Philosoph braucht eine große Skulptur", sagte Baudezernent Andreas Ludwig. Die Kosten für die 5,50 Meter große Statue und deren Transport übernimmt die Volksrepublik China, die Stadt Trier bezahlt die Aufstellung. Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren.

Twitter verklagt US-Regierung

Firma will keine Nutzerdaten übermitteln

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat vor einem Gericht in San Francisco Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Auslöser ist die Aufforderung der Regierung, die Daten eines Twitter-Accounts preiszugeben, von dem scharfe Kritik an der Einwanderungspolitik des US-Präsidenten Donald Trump geäußert wurde. Der Kurznachrichtendienst beruft sich auf die Meinungsfreiheit, die auch das Recht zur anonymen Äußerung umfasse. Das Twitter-Konto wird den Gerichtsunterlagen zufolge von einem Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums betrieben. Das Heimatschutzministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Verfahren ab. Das Justizministerium und das Präsidialamt äußerten sich zunächst nicht.

Trauer um US-Komiker Don Rickles

Der Entertainer starb im Alter von 90 Jahren in Los Angeles

Hollywood trauert um Don Rickles, der gestern im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben ist. Barbra Streisand nannte ihn eine "sanfte Seele" und twitterte: "Von Don Rickles verulkt zu werden, war zum Totlachen". Für Tom Hanks war er schlicht "ein Gott", während Samuel L. Jackson auf Instagram von der "Komödien-Legende und einem engen Freund" Abschied nahm. Auch Kollegen wie Jim Carrey und Danny DeVito drückten ihre Anteilnahme aus. Moderator Jimmy Kimmel erklärte: "90 Jahre mit Don Rickles waren nicht genug." Rickles wurde 1926 in New York geboren und begann seine Karriere als Stand-Up-Comedian. In den 1960'er Jahren bekam er seine eigene Late-Night-Show und spielte in Serien wie "Die Addams Family", "Die Munsters", "Bezaubernde Jeannie" oder "Hunter" mit. Außerdem veröffentlichte Rickles mehrere Schallplatten und Bücher. Auch im Kino reüssierte der Schauspieler, so z.B 1995 in "Casino". Für die Dokumentation "Mr. Warmth: The Don Rickles Project" wurde er 2008 mit einem Emmy ausgezeichnet.

Echo-Gala in Berlin

Altrocker Udo Lindenberg steht im Mittelpunkt der Preisverleihung

Udo Lindenberg war am Abend der große Gewinner bei der Echo-Verleihung in Berlin. Neben dem Produzentenpreis wurde er auch in den Kategorien „Künstler Pop national und „Album des Jahres ausgezeichnet. Für sein Lebenswerk wurde Marius Müller-Westernhagen geehrt. Er wandte sich mit politischen Worten an das Publikum in den Berliner Messehallen. "Widerstand ist wichtiger als Duckmäusertum", sagte er und spielte zum Abschluss der Gala seinen Hit "Freiheit". Zwei Preise entfielen auf das Hip-Hop-Trio „Beginner". Die Band war in insgesamt vier Kategorien nominiert. Anders als in den Vorjahren wurde die Veranstaltung nicht live im Fernsehen übertragen. Sie ist heute Abend zeitversetzt beim Privatsender VOX zu sehen.

Steinmeier reist nach Athen

Bundespräsident wird im Rahmen seines Antrittsbesuches die "documenta 14" eröffnen

Bundespräsident Steinmeier reist heute zu einem zweitägigen Antrittsbesuch nach Griechenland. Zunächst stehen in Athen Gespräche mit dem griechischen Staatspräsidenten Pavlopoulos und Ministerpräsident Tsipras auf dem Programm. Morgen will Steinmeier in Athen die documenta 14 eröffnen, die in diesem Jahr erstmals einen weiteren Standort neben Kassel hat. Auch ein Gespräch mit Studenten und jungen Unternehmern ist geplant. Ein Thema zwischen Berlin und Athen ist zudem immer wieder die griechische Forderung nach Entschädigungen für Kriegsverbrechen der Wehrmacht. Steinmeiers Vorgänger Gauck hatte vor knapp zwei Jahren eine Wiedergutmachung angeregt.

Kulturnachrichten hören

April 2017
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Fazit

Fotografien von Susan MeiselasAnsichten eines Genozids
Auf diesem Bild sind Menschen zu sehen, die einer Exhumierung beiwohnen. (Susan Meiselas)

Zerfetzte Kleidungsstücke, Trümmer auf einem Hügel, Massengräber: Susan Meiselas zeigt in ihren Fotografien Spuren des Völkermords an den irakischen Kurden aus dem Jahr 1991. Ihre eindringlichen Bilder sind jetzt in Frankfurt am Main zu sehen.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur